Untergangsprophet Roubini: "Die EZB hat alle überrascht"

REUTERSMit frühen Warnungen vor der Finanzkrise wurde Nouriel Roubini berühmt. Doch vor einem Jahr machte "Doktor Unheil" einen Fehler: Er prophezeite den schnellen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Im Interview erklärt er, warum er sich irrte - und wie Pessimismus die Welt verbessern kann.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/int...-a-879763.html
  1. #1

    Nur die Ruhe und keine Panik auf der Titanic.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit frühen Warnungen vor der Finanzkrise wurde Nouriel Roubini berühmt. Doch vor einem Jahr machte "Doktor Unheil" einen Fehler: Er prophezeite den schnellen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Im Interview erklärt er, warum er sich irrte - und wie Pessimismus die Welt verbessern kann.

    Interview Roubini: "Die EZB hat alle überrascht" - SPIEGEL ONLINE
    Die richtig faustdicke Überraschung kommt noch.
    Let´s wait and see.
  2. #2

    optional

    Man soll ja auch nicht gegen den EUro wetten! Das müsste mittlerweile jedes Kind wissen. Außer vllt ein paar seltsame EU-Hasser, die werden es nie lernen!
  3. #3

    Übersetzung

    Deutschland soll Steuern senken und dies über eine höhere Nettokreditaufnahme finanzieren.

    Die EZB soll deutsche Staatsanleihen verteuern um damit die Kredite an die Südländer zu verbilligen. Also quasi so tun, als ob man schon Eurobonds eingeführt hätte.

    Nicht so schnell sparen bedeutet, entgegen dem vereinbarten Fiskalpakt weiterhin die Staatsschulden zu erhöhen.

    Lagarde vom IWF bläst ja ins selbe Horn. Wir vermuten: Der Fiskalpakt ist gescheitert und man bereitet uns schon langsam schonend darauf vor.
  4. #4

    Ein neuer Marc Faber (Mr. Doom .HKG,CH)

    Wenn man schwarz malt verliert man meistens nie! Weil niemand an einen denkt wenn alles gut ist
  5. #5

    mich wundert gar nix mehr

    wenn ich das schon lese: " Es gibt nicht viele Leute, die wie ich für zwei Wochen in die Euro-Zone reisen, Gespräche in Madrid, Rom, Berlin, Paris, Brüssel, Frankfurt und Athen führen und dann ihre Schlüsse daraus ziehen."

    Das heißt im Klartext, daß die meisten "Expertenanalysen" auf weniger als 2 Tagen Arbeit vor Ort (zwei Wochen in sieben Städten) zurück gehen. Klar, daß da nur Müll "analysiert" wird, und reihum die falschen Schlüsse gezogen werden. Ich lebe seit Jahren in Griechenland, und habe mich immer gewundert, was für einen unsäglichen Quatsch die "Experten" (allen voran der Herr Sinn) immer über das Land absondern. In diesem Fall kann ich es selbst beurteilen, daß die "Experten" keinerlei Ahnung von dem haben, was sie da "analysieren". Und warum sollte das irgendwo anders sein. Das gleiche gilt ja auch für Branchen - wenn ich zB die "Analysen" über Biotech-Firmen lese (ein Bereich in dem ich selbst tätig bin und in dem ich promoviert habe), ist es das gleiche: Starke Meinung bei Null fachlicher Ahnung, und dann natürlich haarsträubender Unsinn in den "Analysen".

    Daraus kann man nur den Schluß ziehen, die "Experten" und "Analysten" zu ignorieren. Und wenn jemand wie der Herr Roubini einfach grundsätzlich nur Negatives vorhersagt, hat er statistisch gesehen in der Hälfte der Fälle recht. Das ist dann "Expertentum", das in der Treffsicherheit dem Werfen einer Münze entspricht.
  6. #6

    EZB hat Staatsanleihen gekauft

    Ein Schlag ins Gesicht der geltenden ökonomischen Lehre und geltenden Meinung angeführt durch die Kanzlerin. Während hier ein Sturm der Entrüstung im Deutschen Blätterwald ausbrach war die Entscheidung Draghis die Richtige. Im Regen stehen nun alle Die, die mit der hysterischen Inflationsangst ideolgische Politik betreiben. Vorne weg die Kanzlerin, Jens Weidmann, der auf Stark folgte, der genau so einen Blödsinn erzählte und dafür bei den neoliberalen Ökonomen als Heiliger Krieger gefeiert wurde. Würde man die Fakten zur Kenntnis nehmen, dann müsste die Kanzlerin ihren Hut nehmen. Denn de facto hat ihre zaudernde, falsche Austeritätspolitik erst die Krise verschärft und Deutschland als Gläubiger für Milliarden bürgen lassen. Zwar sind die Märkte beruhigt, aber die Folgen der Merkelschen Schock Therapie ist der totale Zusammenbruch der Wirtschaft in den Südländern. In Davos hat die Kanzlerin die Karten auf den Tisch gelegt. Denn helfen wollte sie den Ländern offensichtlich nie. Statt dessen ist sie die Meinung das erst mal der Druck entstehen muss dass die Länder auch zu Reformen bereit sind. Damit will sie den Ländern das zumuten was in Deutschland durchgesetzt wurde. Arbeitnehmerrechte begrenzen, Niedriglohn, Zeitarbeit, Hartz Gesetze, Sozialstaat abbauen und die Spaltung der Gesellschaft voran treiben. Wie das funktioniert kann man sehr genau in Naomi Kleins Buch "Schocktherapie" nachlesen. Die mit Fakten und einer gnadenlosen Analyse nachweist wie seit über dreißig Jahren die neoliberale Politik in Krisenländern durchgesetzt wird. Man muss sich fürchten. Es wäre an der Zeit das der Gefälligkeitsjournalismus gegenüber Merkel beendet wird und der Mythos sie hätte uns sicher durch die Krise gebracht, aufgedeckt wird. Merkel ist eine Funktionärin des Neoliberalismus. Sie ist gefährlich. Sie muss weg.
  7. #7

    Dampfplauderer, Schwätzer und eitle Selbstdarsteller

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit frühen Warnungen vor der Finanzkrise wurde Nouriel Roubini berühmt. Doch vor einem Jahr machte "Doktor Unheil" einen Fehler: Er prophezeite den schnellen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone. Im Interview erklärt er, warum er sich irrte - und wie Pessimismus die Welt verbessern kann.

    Interview Roubini: "Die EZB hat alle überrascht" - SPIEGEL ONLINE
    Ein bisschen dürftig, wie Herr Roubini seine wochenlang durch alle wichtigen Medien geschobenen Glaskugelprognosen hier abhakt.

    Vorausgesagt wurde ja von ihm nicht nur der Austritt Griechenlands aus der Eurozone, sondern im Sommer 2012 auch erneute Neuwahlen in Athen mit einem Sieg des griechischen Linksbündnisses Syriza und das Ende des Euros innerhalb von drei bis sechs Monaten.

    Passiert ist nichts von alledem.

    Vielleicht wäre es ganz gut, wenn sich all die tatsächlichen und selbsternannten "Star-Ökonomen", "Euro-Experten", "Finanz-Experten", "Euro-Insider", "Mister Daxe" und Börsen-Gurus von Dirk Müller über Albert Edwards, Bernd-Thomas Ramb, Wilhelm Hankel, Joachim Scheide, Stefan Homburg bis Joachim Starbatty, die uns seit 2010 in schöner Regelmäßigkeit erklären, dass die gemeinsame Währung ganz bestimmt demnächst untergehen wird, einfach mal zurücknehmen und die Öffentlichkeit mit neuen Prognosen und Statements verschonen.

    Grund dazu hätten sie nach der Treffsicherheit ihren bisherigen allemal.
  8. #8

    ----

    Zitat von klarafall Beitrag anzeigen
    ... Ich lebe seit Jahren in Griechenland, und habe mich immer gewundert, was für einen unsäglichen Quatsch die "Experten" (allen voran der Herr Sinn) immer über das Land absondern. In diesem Fall kann ich es selbst beurteilen, daß die "Experten" keinerlei Ahnung von dem haben, was sie da "analysieren".
    Was genau meinen Sie?

    Ich vermute, dass die Lage in Griechenland noch viel schlimmer ist, als öffentlich zugegeben wird. Ich lebe zwar nicht in GR, sehe aber, dass die Griechen ihre Veruntreuung von EU-Mitteln eher noch verstärkt haben.
  9. #9

    random walk!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit frühen Warnungen vor der Finanzkrise wurde Nouriel Roubini berühmt.
    Das ist nicht richtig. Berühmt wurde er dadurch, daß er 1997 das Ende des zweiten Weltkrieges in Europa auf den Tag genau "vorhergesagt" hatte.

    Mit seinen Prognosen danach hat er vor Allem bewiesen, daß er in Wirtschaftsfragen nicht kompetent ist ...