Gehalt und Boni: "Gift für die Motivation"

CorbisDienstwagen? Steigert die Motivation nicht wirklich. Gehaltsbonus? Weckt nur den Neid der anderen. Motivationsforscher Lutz von Rosenstiel sagt, was skandinavische Chefs den deutschen voraushaben und wodurch sich Mitarbeiter wirklich anspornen lassen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-878723.html
  1. #10

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    Wer ständig nach Motivation schreit, sollte seinen Arbeitsvertrag lesen. Gehalt gegen Leistung und basta. Beide Parteien müssen erfüllen. Von Streicheleinheiten, Wein, Weib und gesang ist keine Rede. Punkt. Weitere Infos dazu Betriebssoziologie, Niklas Luhmann.
    Das machen Sie mit mir und meiner Qualifikation keine 8 Monate, dann ist mein Wissen und Können weg in Richtung einer Organisation, die das mehr wertschätzt. Soll der Unternehmer / Gesellschafter / die AG doch zusehen, wie er bald alleine dasteht und die Arbeit von 10 oder 10.000 Menschen hinbekommt.
    Allerdings blieben trotz schlechter Presse und Arbeitsbedingungen die Mitarbeiter bei Schlecker, Lidl usw., weil ihre Qualifikation so schlecht war, dass sie nirgends sonst hin konnten. Die "müssen ja eh bleiben, also müssen sie auch nicht groß motiviert werden".
    Da ist jeder seines Glückes Schmied. Keine Weiterbildung, kein Engagement = Hilfsjobs machen und immer der Getrieben und Opfer sein. Dafür ist jeder sehr oder zumindest halbwegs selber verantwortlich.
  2. #11

    Nur bares ist wahres

    Faire Kommunikation ist eine Grundvoraussetzung, egal ob Beruf oder Privatleben. Aber diese Diskussion soll doch nur dazu dienen, Mitarbeiter mit wenig Geld abspeisen zu können, indem man die sogenannten "weichen" Kriterien überhöht. Und dann stecken sich die Manager das eingesparte Geld hohnlächelnd in die eigene Tasche. In meiner Gehaltsklasse und der meiner Kollegen zählt der ausgezahlte Euro mehr als ein falsches freundliches Wort, das der Chef nur gibt, weil er bei einem Motivationsforscher gelernt hat, das er dadurch Geld spart.
  3. #12

    Wie naiv sind sie eigentlich Herr Rosenstiel ?

    Zitat: "Einige Forschungsassistenten von mir arbeiteten an Projekten, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wurden. Als die ihre Mittel ohne Vorwarnung um die Hälfte kürzte, hat keiner der Assistenten gekündigt, weil ihnen die Aufgabe wichtiger war als das Geld."

    Da muss ich aber schon schmunzeln. Der Herr Rosenstiel scheint ja ein ganz netter Chef zu sein wenn er seinen Mitarbeitern ohne Vorwarnung das Gehalt um die Hälfte kürzt. Ich denke mal er ist auch noch Stolz auf diese Meisterleistung.

    Und er glaubt tatsächlich was er da als Schlussfolgerung angibt. Ich kenne Forschungsassistenten die sind schlicht und einfach abhängig von Ihrem Chef damit sie mal irgendwann Ihren Doktortitel bekommen und damit mehr Gehalt beziehen in Ihrem späteren Job. Deshalb machen die so ziemlich alles mit was der Chef will. Oder glaubt der Herr Rosenstiel wirklich ein Forschungsassistent würde nach 3 Jahren die er bereits für seine Dissertation investiert hat so einfach mir nichts dir nichts abbrechen nur weil ihm das Gehalt zu 50% gekürzt wird ? Der beisst natürlich in den sauren Apfel und macht gute Mine zum bösen Spiel.

    Also Herr Rosenstiel hat mich glaube ich vollkommen überzeugt mit dem was er da von sich gibt ... :-)
  4. #13

    Ich denke, dass Bonuszahlungen sich sehr gut auf die Mitarbeiter auswirkt, doch dies sollte dann jedem zu gute kommen. Handelt ein Vorstand eine Bonuszahlung von 20% aus, wenn ein gewisser Wert überschritten wurde, dann sollten diese 20% jeder Mitarbeiter im Unternehmen bekommen, da ein Vorstand nur so gut funktioniert wie der kleinste Mitarbeiter seine Leistung bringt.
    Klar gibt es auch schwarze Schafe in vielen Unternehmen, die sich auf die faule Haut legen, doch die gibt es überal.
  5. #14

    Weltfremd

    Zitat von karlsiegfried Beitrag anzeigen
    Wer ständig nach Motivation schreit, sollte seinen Arbeitsvertrag lesen. Gehalt gegen Leistung und basta. Beide Parteien müssen erfüllen. Von Streicheleinheiten, Wein, Weib und gesang ist keine Rede. Punkt. Weitere Infos dazu Betriebssoziologie, Niklas Luhmann.
    Sagt die Betriebssoziologie aus, dass ein Arbeitsvertrag ausreicht Mitarbeiter zu motivieren? Wenn ja ist das Schwachsinn. Zumal in vielen Arbeitsverträgen eine genaue Festlegung der zu erwartenden Arbeitsleitung nicht enthalten sein kann. Es wird ein Rahmem abgesteckt. Eine Belohnung für seht gute Leistungen motiviert.wenn ich den Eindruck Gewinne, das Mehr wird als selbstverständlich angesehen, ohne Anerkennung, warum soll ich so blöd sein weiter so viel zu leisten?
  6. #15

    Reden wir über das Gleiche?

    karlsiegfried hat nur erwähnt, dass in derartigen Veträgen festgelegt ist, dass für Leistung Vergütung zu erbringen ist. Daraus folgt: mehr Leistung bringt mehr Vergütung. Da behauptet der Verfasser des Artikels aber was ganz anderes. DAS halte ich für weltfremd. Von warmen Worten wird niemand satt bzw. lassen sich keine Kinder ernähren. Was soll dieses Gerede von immaterieller Motivation ? Klar gefällt das den AG dieser Welt - ist ja ergebnisneutral. Befriedigung ziehe ich weniger aus lobenden Worten meines Chefs, sondern aus den Resultaten meiner Arbeit.
  7. #16

    weltfremd

    Mitarbeiter/innen, denen das Einkommen egal ist, müssen erst noch erfunden werden. Und Unternehmen, die die "Leistung im Bett" ihrer Mitarbeiter/innen besonders honorieren, haben ihre Zukunft bald hinter sich.
  8. #17

    Mehr Geld oder bessere Arbeitsbedingungen

    Meiner Meinung nach liegt Herr Rosenstiel gar nicht so falsch. Geld als Motivation zu benutzen, funktioniert nicht immer und kann u.U. nach hinten losgehen. Sobald ein Arbeitnehmer genug Geld verdient, um gut zu essen, schön zu wohnen, Urlaub zu machen und Hobbies haben zu können, wird mehr Geld nicht unbedingt mehr motivieren. Anerkennung, mehr Entscheidungsrecht, interessantere Aufgaben oder mehr Verantwortung könnten in diesem Fall besser sein.
    Außerdem könnten "ungerechte" Bonizahlungen die Motivation der Mitarbeiter negativ beeinflusssen.
  9. #18

    Banalitäten

    Was Herr Rosenstiel da empfiehlt ist doch jedem seit langem bekannt. Und die Schlussfolgerungen, die er aus dem Verhalten seiner Assistenten zieht, sind dermaßen naiv, dass man an mehr als nur seiner Kompetenz zweifeln könnte :-))
  10. #19

    Maggie

    Zitat von 52er Beitrag anzeigen
    ich empfehle die kurze aber treffende Lektüre des Beitrags von BBTurpin.
    Falls Sie in leitender Position Ihr Unwesen treiben sollten, bedauere ich
    jetzt schon alle Ihnen unterstellte Mitarbeiter. Es ist in leitender Funktion immens wichtig, Mitarbeiter auch mal deutlich für gute Arbeit zu loben dann wird notwendige Kritik auch ernst genommen. Das mag
    nach Ihrer denkweise etwas für Weicheier sein. Sie sind dann wohl eher
    der Elefant im Porzellanladen oder die (seelige) Thatcher in Europa.
    Sie haben ja recht mit Ihrem Beitrag. Aber Maggie Thatcher erfüllt noch nicht das wichtigste Kriterium zur in diesem Fall völlig unberechtigten Seligsprechung. Sie lebt noch.