Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags: Weniger Blitzer, mehr Polizei

dapdMehr Polizeikontrollen, weniger Radarfallen, junge Leute hinters Steuer: Die Expertenrunde auf dem Verkehrsgerichtstag hat sich Gedanken zum Alltag der Autofahrer gemacht. Die Empfehlungen im Überblick.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/e...-a-879698.html
  1. #20

    Lachhaft

    "Weniger Blitzer mehr Polizei". Ein ulkiger Vorschlag an den Staat, der ja letztlich bedeutet: "Den Bürger weniger abzocken, mehr Geld ausgeben". Die Erfolgsaussichten dürften überschaubar sein.
  2. #21

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    war heute die Sonne wieder draussen, waren auch die Kassierer wieder unterwegs.
    So durchsichtig
    Dann gab es also auch was zum Kassieren......
  3. #22

    Zitat von hejo1960 Beitrag anzeigen
    Im Straßenverkehr ist alles anders, da bestimme ich selber, welche Regel, welche Geschwindigkeitsbeschränkung an welcher Stelle sinnlos ist?!? Und das schwer bewaffnet mit tonnenschweren Geschossen?
    Genau das ist die Crux. Jeder hat irgendwelche Regeln, an die er meint, sich nicht halten zu müssen, weil er sie aus persönlichen Gründen unsinnig findet. Nur sind das bei jedem andere Regeln. Der eine meint, blinken wird überbewertet, der andere meint, wo 80 ist, sind 20 km/h Karenz für Unfähige einkalkuliert, das muss ja für ihn nicht gelten. Bei einigen Automodellen, so sagt man, ist die Vorfahrt serienmäßig eingebaut. Und immer heißt es von den Regelbeugern "Ich kann aber..." und "Meine Fahrkünste sind...", gefolgt von beeindruckenden Unfallfrei-Fahrzeiten. Nie wird darüber sinniert, dass es auch Verkehrsteilnehmer gibt, die es eben NICHT können, und deren Fahrkünste NICHT weltmeisterlich sind. Und wenn doch, dann findet man, die sollten besser alle zuhause bleiben. Das tun sie aber nicht. Sie sind allgegenwärtig, und sie müssen bei der eigenen Fahrweise mit einkalkuliert werden. Genau das ist aber die am häufigsten "gebeugte" Regel. "Ich bin der perfekte Autofahrer, und deshalb verlange ich, dass alle anderen auch perfekt zu sein haben." Obwohl jeder von uns Tag für Tag selbst erlebt, wie unfähig und gedankenlos sich viele andere Verkehrsteilnehmer begegnen.

    Ist es da wirklich so ausgeschlossen, dass uns solche Trottel mal beim Überholen in einer nicht-ganz-so-optimalen-aber-bei-meinen-Fahrkünsten-und-meiner-PS-Leistung-immer-noch-vertretbaren-Verkehrslage den Garaus bereiten?

    Denn es gibt (ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit oder Klischeefreiheit) blutige Fahranfänger, überforderte Hausfrauen in viel zu großen Panzern, Testosteronberauschte mit motorisierter Penisprothese, drängelnde Motorradfahrer, gestresste Studenten mit gemieteten Umzugslastern, übermüdete Berufskraftfahrer, halsstarrige Rentner, die sich nicht eingestehen können, dass sie den Führerschein besser abgeben sollten, autistische Radfahrer, KINDER, Viecher, unvorhergesehenes Gerümpel, das auf der Straße rumliegt von der Eisenstange bis zum Mobile-Home, Steinschlag, Steinewerfer, Fahrzeugdefekte, Insekten im Auto, Handytelefonierer und SMSer, Zugedröhnte, Verwirrte, und die schlimmste Plage seit der FDP: Ortsunkundige.
    Hinzu kommt noch das Wetter, das all diese Faktoren in die große Glück-Und-Pech-Lostrommel wirft und jeden Tag aufs Neue einmal kräftig durchschüttelt.

    Nein, die können nicht alle zuhause bleiben, das sind nämlich wir alle - und selbst wenn wir nirgendwo ins Klischee reinpassen möchten: Zumindest mit Ortsunkundigkeit steckt man sich schneller an, als mit EHEC. Und dieses verflixte Wetter ist auch immer da draußen, sogar nachts. Vor allem nachts.
  4. #23

    .

    Mehr Polizei bringt wenig bis nichts. Gedrängelt wird nicht, wenn die Polizei in der Nähe ist. Andere Delikte (Vorfahrt nehmen, nicht blinken, über rot fahren, ...) interessieren die Polizei oftmals gar nicht, selbst wenn sie es mitbekommt.

    Es wäre schon viel geholfen, wenn die Polizei bei jedem Autounfall verpflichtet wäre, die Unfallspuren korrekt aufzunehmen und (entschiedener) gegen Versicherungsbetrüger vorzugehen. Aber darauf kann man lange warten. Denn das wäre mit Arbeit verbunden.
  5. #24

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    wie Sie das erkannt haben!
    Welche Zeiten halten Sie denn für welche Überwachung geeignet?
    Oder halten Sie Verkehrsüberwachung grundsätzlich für überflüssige Abzocke?
    Vorgestern standen sie genau zum Feierabend an der Köpenicker Landstrasse. Vierspurig, kein Wohngebiet. Direkt nach dem Ende der Kaftfahrstrasse.
    Wenn das keine Abzocke ist dann weiss ich auch nicht mehr.
    Gott sei Dank hatte der Beamte am Lasergerät eine Warnjacke an und war gut sichtbar. Und sie haben mich einfach durchfahren lassen und ich musste nicht diskutieren weil ich nicht angeschnallt war.
    War eigentlich ganz OK.
    Bin aber trotzdem ganz schoen erschrocken und der Mann hinter mir waere mir bei der erforderlichen Vollbremsung von 80 auf 50 beinahe hinten draufgefahren.
  6. #25

    Zitat von lee.oswald Beitrag anzeigen
    "Weniger Blitzer mehr Polizei". Ein ulkiger Vorschlag an den Staat, der ja letztlich bedeutet: "Den Bürger weniger abzocken, mehr Geld ausgeben". Die Erfolgsaussichten dürften überschaubar sein.
    Wenn Sie sich da mal nicht täuschen. Das Mehr an Polizisten sitzt in dem unauffälligen Kombi hinter ihnen, die sich schon seit einigen Kilometern nicht abschütteln lassen. Beim problemorientierten Gespräch mit den Herren wird ihnen das Wort "Abzocke" wahrscheinlich im Hals stecken bleiben. Die haben ein ellenlanges Video und sagen ihnen auf die Nachkommastelle genau, wie schnell Sie wo gefahren sind. Und dann haben wir wieder einen aggressiven Fußgänger mehr.
  7. #26

    Stimmt

    Zitat von Karl_Knapp Beitrag anzeigen
    Nein, ganz gewiss nicht! Ich fahre jährlich ca. 30.000 Autobahn-Kilometer, überwiegend A3, A6, A8, gelegentlich A1. Die von Ihnen genannten "Raser" und "Drängler" finde ich dabei nicht. Was ich aber zunehmend antreffe, sind unsichere FahrerInnen: das geht vom permanenten Linksfahren aus lauter Angst man würde nicht mehr aus der rechten Spur rauskommen bis hin zu abenteuerlichen Versuchen, auf die Autobahn aufzufahren. Das Letztere führte bereits mehrfach zu der Beobachtung, dass FahrerInnen am Ende der Beschleunigungsspur sogar abbremsten, z.T. bis zum Stillstand! Solche Dinge sind hoch gefährlich und die Fahrtüchtigkeit (im psychischen Sinne) dieser Menschen darf ruhig bezweifelt werden. Nur kümmert sich um diese niemand.
    Ein anderes Dauerproblem auf geschwindigkeitsbeschränkten Strecken, z.B. auf der weitgehend auf 130 reglementierten A61, sind die Leute die dort 120 fahren - um die muss alles herumfahren.
    Mich nerven die pauschalen Aussagen zu all den angeblichen Rasern auch immer mehr. Die meisten Verkehrsteilnehmer fahren ganz ok, nur ganz selten treffe ich auf echte Verrückte.
    Auch von Polizeiseite habe ich schon öfter gehört, dass die SCHWEREN Verstösse in den letzten 30 Jahre rückläufig sind.
    Was soll dann das Stammtisch blabla vom angeblichen Krieg auf den Strassen? Den gibt es in der Breite nicht!
  8. #27

    Geständnis

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Vorgestern standen sie [...] Wenn das keine Abzocke ist [...] nicht angeschnallt [...] Vollbremsung von 80 auf 50 [...]
    Ohne Worte.
  9. #28

    Aber hallo,

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Vorgestern standen sie genau zum Feierabend an der Köpenicker Landstrasse. Vierspurig, kein Wohngebiet. Direkt nach dem Ende der Kaftfahrstrasse.
    Wenn das keine Abzocke ist dann weiss ich auch nicht mehr.
    Gott sei Dank hatte der Beamte am Lasergerät eine Warnjacke an und war gut sichtbar. Und sie haben mich einfach durchfahren lassen und ich musste nicht diskutieren weil ich nicht angeschnallt war.
    War eigentlich ganz OK.
    Bin aber trotzdem ganz schoen erschrocken und der Mann hinter mir waere mir bei der erforderlichen Vollbremsung von 80 auf 50 beinahe hinten draufgefahren.
    Sie sind der Verkehrsrüpel, der vor mir stark abgebremst hat ?.......-;o
    Und das wegen einer Warnjacke ?
    Zu DDR-Zeiten wurde ich mal angehalten wegen zu langsamen Fahren.
    Meine Erklärung:das Abbremsen wäre ein Reflex gewesen auf deren
    Anwesenheit am Straßenrand beantworteten die mit "Wir haben
    jetzt auch eien Reflex und schwupp die wupp hatte ich einen Stempel in der Fahrerlaubnis
  10. #29

    Zitat von Antiautor Beitrag anzeigen
    Ohne Worte.
    Ich war in einem Auto mit EZ vor April 1970 unterwegs(keine Gurtpflicht) und an dieser Stelle ist man mit 80 eher langsam unterwegs.