Sexismus: Warum der Fall Brüderle in den USA unmöglich wäre

Amerika gilt vielen Deutschen als Hort der Prüderie und Heuchelei, gerade in der Politik. Doch bei einem Vergleich mit dem Fall Brüderle wird deutlich: Die USA sind emanzipierter. Als Spitzenpolitiker wäre der Mann dort so gut wie erledigt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-879588.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Amerika gilt vielen Deutschen als Hort der Prüderie und Heuchelei, gerade in der Politik. Doch bei einem Vergleich mit dem Fall Brüderle wird deutlich: Die USA sind emanzipierter. Als Spitzenpolitiker wäre der Mann dort so gut wie erledigt.

    Sexismus: Warum der Fall Brüderle in den USA unmöglich wäre - SPIEGEL ONLINE
    Aha, weil der Mann wegen einer Anschuldigung in den USA politisch erledigt wäre sind die USA weniger prüde und emanzipierter? Bestechende Logik.
  2. #2

    Aha.

    Tja, wir sind nicht in den USA und haben auch nicht sonderlich viel mit denen gemeinsam. Aber mir ist als Deutscher aus Zentraleuropa die Meinung der Amis sehr sehr wichtig... Haha...
  3. #3

    Langsam wird es peinlich

    Es ist wirklich ungerecht solch eine konstruierte Kampagne gegen Brüderle aufzuziehen. Er wird ja fast schon wie ein Staatsverbrecher von der Presse abgeledert. Aber von einem Medium, das täglich über insektenfressende Neandertaler im Dschungel berichtet, ist offenbar nichts anderes zu erwarten.
  4. #4

    Na toll ...

    "Die Zeiten, als der legendäre "Washington Post"-Journalist Ben Bradlee mit Präsident John F. Kennedy durchs Nachtleben von Washington zog und dessen Affären diskret verschwieg, liegen Ewigkeiten zurück."
    Die US-Amerikaner sind uns also wieder mal viele Jahre voraus, waren aber mal so wie wir, oder? Dann können wir uns ja noch überlegen, ob wir auch so verklemmt werden wollen. Ich glaube ich werde gerade zum FDP-Wähler. Brüderle ist nun der letzte, den ich als Bedrohung für uns Frauen empfinde.
  5. #5

    Der Fall Himmelreich

    Unangemessen ist es, von einem Fall Brüderle zu sprechen. Im Mittelpunkt der Affäre steht der Stern und die beteiligte Journalistin. Der ganze Artikel wirkt sehr konstruiert und kampagnenartig. Er ist widwersprüchlich, weil er selbst viele Merkwürdigkeiten in den USA aufzählt, aber zu der völlig losgelösten Schlussfolgerung kommt, so etwas sei in den USA nicht möglich.
  6. #6

    Vielleicht...

    "Mag sein, dass die amerikanischen Brüderles einfach zu selten erwischt werden. Mag aber auch sein, dass Amerika in Sachen Umgang zwischen Politik und Journalistinnen einfach fortschrittlicher ist als wir."
    Wollen Sie als Journalist etwa, dass sie Politiker nur noch mit dem Fernglas betrachten können? Sehr fortschrittlich ;)
  7. #7

    Irrglaube

    Wo haben Sie denn die letzten 20 Jahre gelesen? Natürlich würde es kurzfristig einen Skandal geben, aber dann entschuldigt sich der jeweilige Politiker, geht in die Klinik oder zum Psychiater (natürlich vor laufenden Kameras), findet dann seinen Weg zu Gott und damit ist ihm vergeben. In Deutschland hingegen vernichtet der kleinste Fehltritt oft für immer die Existenz. Da ist mir aber das US System 100 mal lieber als diese geheuchelte Moral der Presse und der Öffentlichkeit in Deutschland. Soviele kluge Leute haben wir nämlich nicht mehr und z.B. ein alkoholkranker Hartz IV Empfänger, der unendlich viel Nachsicht in Deutschland bekommt bringt das Land leider nicht weiter.Statt dessen bekommen wir Politiker, die nicht mal mehr eine eigene Meinung zum Wetter äußern in der Angst, was falsches zu sagen...
  8. #8

    optional

    Der eigentliche Skandal bleibt für mich der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wenn Frau Himmelreich vom Stern das so schlimm und diskriminierend fand, dann hätte sie als erwachsene Frau den Brüderle gleich an Ort und Stelle vor der versammelten Truppe zurechtweisen können. Spätestens am Tag danach oder von mir aus bis zur nächsten Stern-Ausgabe hätte sie das veröffentlichen können. Aber nein, sie wartet natürlich in Absprache mit der Redaktion bis jetzt, wo der Brüderle wirklich wichtig wird. Ein Jahr lang war das kein großes Problem, dass dafür Platz im Stern war. Das ist wirklich mieser Journalismus, und man muss sich nicht wundern, dass Journalisten ein so schlechtes Image haben. Ich bin kein Freund der FDP, aber dieses Verhalten der Stern-Redaktion, die die Berufsanfängerin Himmelreich jetzt für diese Kampagne benutzt, ist beschämend.
  9. #9

    Aha, und deshalb

    ist Bill Clinton wohl auch einer der beliebtesten Präsidenten von Amerika. Er hat also Monika Lewinsky nicht herablassend behandelt oder zum Objekt degradiert.Das muß der Autor uns aber mal näher erklären. Ich glaub' ich werd' vom Bus gestreift!