Volksbegehren gegen Studiengebühren: Zur Halbzeit fehlt eine halbe Million

DPASeit einer Woche läuft das Volksbegehren gegen Studiengebühren, aber noch begehren die Bayern nicht richtig auf: Rund vier Prozent der Wahlberechtigten haben bislang unterschrieben. Damit fehlen noch gut 500.000 Unterschriften.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-879541.html
  1. #1

    Echt fett

    Was, im Ernst? Innerhalb von zwei Wochen müssen 940'000 Unterschriften gesammelt werden, damit überhaupt eine lokale (Bayern) Volksabstimmung über eine Vorlage stattfinden kann?

    Zum Vergleich: In der Schweiz müssen bei Initativen 100'000 Unterschriften in 18 Monaten für nationale Abstimmungen gesammelt werden.

    Ich hoffe, dass in Bayern zumindest auch auf der Strasse Unterschriften gesammelt werden dürfen. Oder muss man zum Unterschreiben extra ins Rathaus? Oder wie muss ich die Beschriftung auf dem Schild, das auf der Foto zu sehen ist, interpretieren?
  2. #2

    Ist das Demokratie?

    Ich bin Vollzeitbeschäftigter- und in unserer CSU- geführten Gemeinde ist nur an einem Wochentag abends die Eintragung möglich. Genau da bin ich geschäftlich unterwegs. Klasse Durchführung....!
  3. #3

    Es ist falsch, Studiengebühren ab dem 1. Semester einzufordern.
    Es wäre richtig, Studiengebühren bei erheblichem Überschreiten der Regelstudienzeit zu erheben.

    Warum wird diese Konstellation nie diskutiert?
    Bildung für alle - ja, aber dann muss auch "irgendwie" Platz für die geschaffen werden, die ein Studium ernsthaft wollen. Der Platz sollte doch über den Griff in den Geldbeutel bei den LangzeitstudentInnen*) geschaffen werden können, oder?!?

    *) Definiere ich mal als "6 Semester oberhalb der Regelstudienzeit".
  4. #4

    Warum ich nicht unterschrieb

    Da kam plötzlich aus dem Nichts ein Mädel auf mich zu und wollte irgendeine Unterschrift... natürlich hab
    ich nur kurz Nein gesagt und bin sofort weiter gegangen! Bei den vielen "Aktionen", und wegen Geld wird man auch dauernd angesprochen, ist Mensch doch inzwischen auf sofortige Ablehnung programmiert.

    Wie es funktioniert: Ich muss LANGSAM darauf vorbereitet werden, was da abläuft. Ein Plakat, dass ich schon aus 20m Entfernung lesen kann. Wenn 2m vor mir plötzlich jemand auftaucht und eine Unterschrift will, also das wird so nichts, Leute!

    Jetzt können sich andere aufregen, dass ich so bin, aber offensichtlich geht's ja nicht nur mir so, und ihr müsst nun mal mit den Menschen klar kommen, die es real gibt. Deutsche sind nun mal scheu, wenn es um's plötzliche Ansprechen auf der Straße geht!
  5. #5

    optional

    Wenn weiterhin jedes Land seine eigenen Gesetzte, unabhängig von dem Gleichheitsprinzip durchsetzt, bitte wieder Landesgrenzen und Länderzölle einführen. Dann können wir wieder per Pferd und Wagen ohne Stress und Dränlger reisen. Das Land, was jetzt noch Studiengebühren fordert, gehört abgeschafft. In Deutschland gibt es zu viele Länder, die sich gegenseitig blockieren und die Bundespolitik lahm legen und das in so einem kleinen Land wie Deutschland, die ganze Welt lacht dazu.
  6. #6

    optional

    In den Bayrischen AMtstuben wird Bürger verfolgt, auch dann wenn angeblich ketzerische Propaganda unterschreibt. Ist alles sehr national ind ethnisch in Bayern, da fällst du gleich auf ! Oder wirst privat schief angesprochen: Na, was machst du den auf dem Rathaus (hab ich gehört-und wer das weiter sagt,bekommt ein watschel)! Das geht bis zum gesamten Gesellschaftlichen Ausschluß ! Die Bayern sind hetrogen,haben das mit den verlorenen Kriegen nie verstanden. Und betrachten sich als ein Bollwerk,gegen Linke und Amerikaner !
  7. #7

    Auf gehts

    liebe Bayern, sorgen Sie für Chancengleichheit. Nehmen Sie bitte am Volksbegehren teil.
    Nach Geld für Bankenrettung und Pleitestaaten, sollte das Studium für die Menschen in diesem Land erst recht kostenfrei sein. Sorgen Sie dafür daß Bayern nicht das einzige Land mit Studiengebühren in Deutschland ist. Danke
  8. #8

    Bayerisches Gesetz

    Zitat von reitensamos Beitrag anzeigen
    Ich bin Vollzeitbeschäftigter- und in unserer CSU- geführten Gemeinde ist nur an einem Wochentag abends die Eintragung möglich. Genau da bin ich geschäftlich unterwegs. Klasse Durchführung....!
    Ich würde Ihrer Gemeine mal eine Kopie des bayerischen Wahlgesetzes schenken:

    § 79
    Öffentliche Auslegung der Eintragungslisten
    (1) 1 Nach Empfang der Eintragungslisten hat die Gemeinde nach dem Muster der Anlage 21 unverzüglich bekannt zu machen, wann und wo die Eintragungen für das Volksbegehren geleistet werden können. 2 Die Gemeinde weist dabei auf die Möglichkeit hin, die Bekanntmachung des Staatsministeriums des Innern nach Art. 65 LWG in der Gemeindeverwaltung einzusehen, sofern diese Bekanntmachung nicht bereits Teil der Eintragungsbekanntmachung der Gemeinde ist.
    (2) 1 Die Eintragungslisten sind während der Dauer der Eintragungsfrist mindestens wie folgt auszulegen:
    1.an den Werktagen von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr,
    2.an den Werktagen von Montag bis Donnerstag von 13 Uhr bis 16 Uhr,
    3.an einem Werktag von Montag bis Freitag bis 20 Uhr,
    4.an einem Samstag oder Sonntag zwei Stunden und
    5.an gesetzlichen Feiertagen zwei Stunden; auf diese Auslegung kann vorbehaltlich Satz 2 verzichtet werden, wenn die Eintragung an einem weiteren Samstag oder Sonntag zwei Stunden oder an einem weiteren Werktag bis 20 Uhr ermöglicht wird.
  9. #9

    Cand. Dr. Ing.

    Zitat von moerre Beitrag anzeigen
    Da kam plötzlich aus dem Nichts ein Mädel auf mich zu und wollte irgendeine Unterschrift... natürlich hab
    ich nur kurz Nein gesagt und bin sofort weiter gegangen! Bei den vielen "Aktionen", und wegen Geld wird man auch dauernd angesprochen, ist Mensch doch inzwischen auf sofortige Ablehnung programmiert.

    Wie es funktioniert: Ich muss LANGSAM darauf vorbereitet werden, was da abläuft. Ein Plakat, dass ich schon aus 20m Entfernung lesen kann. Wenn 2m vor mir plötzlich jemand auftaucht und eine Unterschrift will, also das wird so nichts, Leute!

    Jetzt können sich andere aufregen, dass ich so bin, aber offensichtlich geht's ja nicht nur mir so, und ihr müsst nun mal mit den Menschen klar kommen, die es real gibt. Deutsche sind nun mal scheu, wenn es um's plötzliche Ansprechen auf der Straße geht!
    Zur Eintragung ins Volksbegehren müssen Sie in das Rathaus Ihrer Heimatgemeinde und sich dort auch ausweisen können.