Urteil zur Arbeitszimmer-Klage: Lehrer gehen leer aus

dapdSie wollten Geld haben für ihre Arbeitszimmer - und scheiterten auch vor dem Bundesverwaltungsgericht: Drei Lehrer klagten sich durch drei Instanzen, um eine Zulage für das häusliche Büro durchzusetzen. Die Richter entschieden anders - schließlich verdienten die Studienräte schon genug.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/b...-a-879494.html
  1. #1

    100€ im Monat?

    Also ich habe ein Arbeitszimmer daheim in dem ich VIEL arbeite (manchmal tagelang bis es wieder zum Kunden rausgeht)... aber 100€ im Monat kostet mich dat ding beim besten Willen nicht. Da hat aber jemand ordentlich hoch gerechnet
  2. #2

    Qualität

    Das kann die ganze Qualität deutscher Politik verändern, denn jetzt wird es noch mehr Lehrer im Bundestag geben. Dort ist die Büropauschale sicher und auch zur Versorgung befreundeter Arbeitsloser geeignet.
  3. #3

    .

    Wenn man die Miete, die Strom- und Heizkosten, die Ausstattung, ... berücksichtigt, dann sind 100 Euro im Monat an Erstattung zu wenig. Gibt es keine Erstattung, dann kann man teilweise noch etwas über die Steuer machen. Jedoch nur dann, wenn das Arbeitszimmer nicht privat genutzt wird.

    Lehrer müssen viel in den eigenen vier Wänden arbeiten. Denn in der Schule hat man nicht mehr Platz als ein Schüler an seinem Tisch. Und ein PC steht da auch nicht herum. Und die Regalmeter an Büchern auch nicht.

    D.h. der Dienstherr zwingt einen geradezu, Arbeit mit nach Hause zu nehmen und weigert sich dann, die notwendigen Ausgaben für die häusliche Arbeit zu übernehmen.

    Wer das als Richter als rechtens ansieht, der sollte selbst auf seine Dienstzimmer (im Justizgebäude und zu Hause) verzichten bzw. die Kosten dafür selbst tragen.
  4. #4

    Urteil zur Arbeitszimmer-Klage

    Seltsame Richter fällen seltsame Urteile. Die Richter haben noch i,,er den Vorteil, dass sie ein häusliches Arbeitszimmer absetzen können, obwohl es genügend Räumlichkeiten in in den Gerichten bzw. naheliegenden öffentlichen Gebäuden vorhanden sind. Die Richter stehen nicht mehr mit beiden Beinen imn der Realität. Immer mehr werden lebensfremde Urteile gefällt, wobei aber nicht an das eigene Ich denkt. Was ist nur aus der unabhängigen Justiz geworden. Leider kann man bestimmte Richter, die immer wieder durch seltsame Urteile auffallen, nicht mehr aus dem Dienst entfernen. Ein Webfehler der Demokratie ....
  5. #5

    Eigentlich auch korrekt so

    Das Arbeitszimmer wird in der Tat meist auch für private Zwecke genutzt, bzw. soll der reinen Bequemlichkeit dienen. In sofern ist ein Arbeitszimmer auf Steuerzahlers Kosten vielleicht auch nicht sinnvoll. Meine Mutter war Lehrerin, für sie reichte auch im Prinzip der Küchentisch aus, um Vorbereitungen zu machen und Klassenarbeiten zu korrigieren.

    Solche Urteile sind allerdings nur möglich, weil die Lehrer zugunsten der Schüler nicht auch einfach auf stur schalten, und Dienst nach Vorschrift machen.
    Schüler lernen vielleicht ja auch genug, wenn man Unterricht nach Schema F macht, keine Klassenfahrten macht, und die Theater-AG abhakt?
    Dann braucht man auch kein Arbeitszimmer, sondern kopiert einfach die Arbeitszettel vom letzten Jahr, anstatt aktuelle Themen neu in Stundeninhalte zu verarbeiten ...
  6. #6

    Zustimmung...

    Zitat von a-mole Beitrag anzeigen
    Also ich habe ein Arbeitszimmer daheim in dem ich VIEL arbeite (manchmal tagelang bis es wieder zum Kunden rausgeht)... aber 100€ im Monat kostet mich dat ding beim besten Willen nicht. Da hat aber jemand ordentlich hoch gerechnet
    Ich habe einige Zeit Projektbegleitung vom heimatlichen Arbeitszimmer aus durchgezogen und da mein damaliger Brötchenzahler es verlangte, Buch geführt. Bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 56 Wochenstunden kam ich auf einen Kostenfaktor von 0,54 EURO/Stunde. Eingerechnet waren anteilig Heizungs-, Strom-, Online-Verbindungs-, Reinigungs- und Mietkosten. Wer jetzt rechnen kann, wird feststellen, dass selbst bei 20 Wochenstunden im Monat keine 50 EUROnen herauskommen.
    Übrigens haben meine Erbsenzähler den von mir angeführten Betrag "großzügig" auf 0,60 EURO/Stunde aufgerundet.
  7. #7

    Noch nicht gewußt?

    Zitat von eule_neu Beitrag anzeigen
    Seltsame Richter fällen seltsame Urteile. Die Richter haben noch i,,er den Vorteil, dass sie ein häusliches Arbeitszimmer absetzen können, obwohl es genügend Räumlichkeiten in in den Gerichten bzw. naheliegenden öffentlichen Gebäuden vorhanden sind. Die Richter stehen nicht mehr mit beiden Beinen imn der Realität. Immer mehr werden lebensfremde Urteile gefällt, wobei aber nicht an das eigene Ich denkt. Was ist nur aus der unabhängigen Justiz geworden. Leider kann man bestimmte Richter, die immer wieder durch seltsame Urteile auffallen, nicht mehr aus dem Dienst entfernen. Ein Webfehler der Demokratie ....
    Richter sind gleicher!Ob Arbeitszimmer,Urlaub,usw. Stehen im Dienstrecht meines Wissens einem Minister gleich.
  8. #8

    Unsinn

    So so, Ihrer Mutter hätte der Küchentisch genügt. Die hatte bestimmt nen PC mit Drucker etc auch am Küchentisch stehen. Und die Ordner mit den Arbeitsmaterialien im Kühlschrank. Au weia. Richtig finde ich den Hinweis auf die Arbeitszimmer der Richter, die erstens immer ein Büro haben und ihr häusliches AZ mit ihrer doch noch erheblich höheren Besoldung noch viel leichter selbst schultern könnten. Es ist doch ganz einfach: Bei Lehrern fallen vielfältige und erhebliche "Büroarbeiten" an. Also brauchen sie am Arbeitsplatz einen eigenen Schreibtisch etc. Wenn das nicht geht, muss der Aufwand für ein häusliches AZ abgegolten werden. Ein Polizist der selben Besoldungsstufe oder ein Finanzbeamter hat diese berufsnotwendigen Kosten ja nicht. Hätten Lehrer Streikrecht, hätten Sie schon längst eine Aufwandsentschädigung für's AZ.
  9. #9

    Der Arbeitsplatz des Lehrers ist die Schule

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie wollten Geld haben für ihre Arbeitszimmer - und scheiterten auch vor dem Bundesverwaltungsgericht: Drei Lehrer klagten sich durch drei Instanzen, um eine Zulage für das häusliche Büro durchzusetzen. Die Richter entschieden anders - schließlich verdienten die Studienräte schon genug.

    Bundesverwaltungsgericht: Lehrer haben kein Anspruch Dienstzimmer - SPIEGEL ONLINE
    Man kann auch in Lehrerzimmern oder in verwaisten Klassenzimmern Klausuren korrigieren oder Unterricht vorbereiten. Und wenn alle Lehrer sich zu diesen Tätigkeiten in der Schule aufhalten, hat dies den Vorteil, dass sie sich untereinander absprechen und helfen können.