Reform der Verkehrssünderkartei: Punktsieg für die Ramsauer-Gegner

dapdErst wurde die Reform der Verkehrssünderkartei in Flensburg begrüßt, jetzt hagelt es Kritik an dem Werk des Bundesverkehrsministers. Dabei wird vor allem im Sinne der Raser argumentiert. Ob Ramsauers Reform wie geplant umgesetzt wird, ist fraglich.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/p...-a-879373.html
  1. #1

    Das verstehe ich nicht...

    Man muss ja schon ordentlich zu schnell fahren, um Punkte zu bekommen. Wer mit über 50 Sachen durch die 30er Zone fährt, oder bei Tempo 50 mit über 70 Sachen unterwegs ist, dann ist das schon eine ziemlich große Nachlässigkeit.
    Aber es ist traurig, dass selbst so eine simple Reform wie die Punkte in Flensburg völlig zerredet wird, so dass von einem mehr oder weniger guten Entwurf am Ende nur Murks übrig bleibt.
  2. #2

    Na dann ...

    ... weiterhin fröhliches Dauerrasen!
  3. #3

    Linksfahrer

    Warum wird eigentlich nirgendwo und mit keinem Wort die steigende Zahl der notorischen Schleicher auf der linken Spur erwähnt? Viele Leute scheinen mit den größeren Autobahnen mit 3 oder gar 4 Spuren pro Fahrtrichtung völlig überfordert. Die beiden rechten Spuren bleiben dann meist komplett frei ("irgendwo am Horizont taucht bestimmt wieder ein LKW auf").
    Ich will von niemandem verlangen, dass er schneller fährt als er sich wohl fühlt, aber wenn man minutenlang hinter solchen Leuten herfährt kann ich schon verstehen, dass manch einer ins Lenkrad beist oder rechts überholt ..
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst wurde die Reform der Verkehrssünderkartei in Flensburg begrüßt, jetzt hagelt es Kritik an dem Werk des Bundesverkehrsministers. Dabei wird vor allem im Sinne der Raser argumentiert. Ob Ramsauers Reform wie geplant umgesetzt wird, ist fraglich.

    Punktereform in Flensburg: Widerstand gegen das Ramsauer-Werk - SPIEGEL ONLINE
    Glaubt irgendjemand ernsthaft, durch Seminare Fahrverhalten ändern zu können? Ich mußte wegen eines Rotlichtverstoßes auch schon an einem Seminar teilnehmen - quasi eine Extra-Schikane die sich die bayerische Polizei hat einfallen lassen. Da läßt man sich berieseln von Videos und hört ernste Ermahnungen - na und? Jeder fährt doch so, wie er es für richtig und verantwortbar hält. Und das wird sich durch kein Seminar ändern. Aber man nimmt natürlich dankbar die Gelegenheit an, Punkte abzubauen.

    Was der Generalbundesanwalt sagte, bestätigt das doch indirekt: Er sieht die Seminare als für Vielfahrer notwendige Möglichkeit zum Punktabbau - nicht als Mittel das Fahrverhalten zu ändern.
  5. #5

    3 Punkte => Fürherscheinentzug

    Was ist denn das für eine Argumentation. Wenn ich eine Bank überfalle bekomme ich doch auch nicht erstmal 3 Punkte in Frankfurt, und beim nächsten Banküberfall muss ich zur MPU, die mich dahingehend erzieht, es mal mit ehrlicer Arbeit zu versuchen.

    Ich bin dafür, dass man ab drei Punkten sofort den Führerschein entzieht. Man darf dann die Fahrprüfung wieder ganz von vorne anfangen (mal will ja sowieso den Führerschein auf Zeit einführen). Das ringt nicht nur der Bahn neue Fahrgäste, das führt auch zu einem duetlich umsichtigere Fahrverhalten. Ichfinde es ein Unding zu behaupten, dass man ja mal aus Versehen den Abstand zu kurz hält, oder aus Versehen die Geschwindigkeit nicht einhält oder das Zeichen nicht gesehen hat. Ja, genau das ist für mich der Grund, die Leute aus dem Verkehr zu ziehen. Wer das Autofahren nicht beherrscht, darf sofort aussteigen. Ich finde denZustand auf Duetschlands Straßen (besonders Autobahn) katastrophal.
  6. #6

    Am Problem vorbei

    Das Flensburger System mag ja in manchen Teil optimierbar sein, aber das Hauptproblem wird ja an ganz anderer Stelle verschleppt.
    Wie bei allen Regeln ist es entscheidend dass sie durchgesetzt werden, d.h. es braucht mehr Verkehrskontrollen und Verfolgung von entsprechenden Taten um gefährliches und inakzeptables Verhalten zu reduzieren.

    Wer die Erfahrung macht dass sich regelmäßige Regelübertretung lohnt weil sie nur selten geahndet wird, der wird in seinem Verhalten bestärkt.

    Dazu zählen nicht Radar"fallen" an Stellen wo keine Gefahr droht, sondern wirksame Kontrollen des fließenden Verkehrs, etwa gegen Raser und Drängler auf Autobahnen. Es ist heute praktisch unmöglich, sich etwa gegen Drängler zu wehren. Bei Anzeigen steht Aussage gegen Aussage wenn man keine Zeugen hat, und wer macht sich schon die Mühe einer Anzeige, wenn kaum Aussicht auf Erfolg besteht.

    Mehr Kontrollen kosten aber mehr Geld und wären von den Ländern zu bezahlen; also ist damit nicht zu rechnen. Daher wird die Reform für die Verkehrssicherheit auf den deutschen Straßen von großer Folgenlosigkeit bleiben.
  7. #7

    Was mich stöhrt.

    Was mich vielmehr stöhrt ist die Tatsache, dass jemand, der im Verkehr nicht richtig funktioniert, sein Inneres nach außen kehren muss, um am Strassenverkehr wieder teilnehmen zu dürfen. Kinder bekommen darf jeder. Und wenn es dann schief geht kommen die, um die es geht weg und die Eltern bekommen eine Geldstrafe, oder ähnlich belangloses...
  8. #8

    optional

    Für Drängler und Raser werden jetzt alle Türen geöffnet!
  9. #9

    Wo sind Sie denn entsprungen?

    Zitat von Bundesinnenminister Beitrag anzeigen
    Was ist denn das für eine Argumentation. Wenn ich eine Bank überfalle bekomme ich doch auch nicht erstmal 3 Punkte in Frankfurt, und beim nächsten Banküberfall muss ich zur MPU, die mich dahingehend erzieht, es mal mit ehrlicer Arbeit zu ......
    Oder gehören Sie zur Fahrlehrerlobby ("Leben ist ewiges Lernen")?