Fotograf in Rio de Janeiro: Karriere eines Favelakindes

Sonja PeteranderlFür seine erste Kompaktkamera musste er jahrelang Autos schrubben, jetzt bittet ihn sogar die brasilianische Präsidentin um Fotos: Bruno Itan hat sich aus Rios Armenviertel hochfotografiert. Der Bilderbuchaufsteiger gilt als neues Gesicht der Favelas - und ist zum Liebling der Prominenten geworden.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-879227.html
  1. #1

    Nichts für ungut aber die Fotos sind wirklich sehr amateurhaft. wäre er nicht der Typ aus den favelas der sich dort frei bewegen kann dann würde ihm wohl keiner einen Job als Fotograf geben. Trotzdem: ich feiere jeden der aus dem Nichts kommt und was geschafft hat.
  2. #2

    Schön

    Wieviele Künstler, Wissenschaftler, Genies etc könnte die Welt hervorbringen, wenn es den Armen möglich wäre ihre Träume zu verwirklichen.
  3. #3

    Zitat von sincere Beitrag anzeigen
    Nichts für ungut aber die Fotos sind wirklich sehr amateurhaft.
    Ach ja? Keine zugeflossenen Lichter oder Schwärzen (Bild 8)? Dosierte Freistellung wie Bild 3? Blitzfotos mit ausgewogener Lichtmischung und weicher Lichtführung (Bild 9)? Bildwirksame Verfremdung wie Bild 2? Perspektive unterstreicht Aussage, wie Bild 4? Jedes Bild hat eine Aussage, die von einem gut beherrschten Repertoire an Technik unterstützt wird.

    Mit Verlaub, einer von uns beiden hat keine Ahnung von Fotografie und Bildgestaltung ...
  4. #4

    Bei aller Liebe...

    Zitat von herkurius Beitrag anzeigen
    Ach ja? Keine zugeflossenen Lichter oder Schwärzen (Bild 8)? Dosierte Freistellung wie Bild 3? Blitzfotos mit ausgewogener Lichtmischung und weicher Lichtführung (Bild 9)? Bildwirksame Verfremdung wie Bild 2? Perspektive unterstreicht Aussage, wie Bild 4? Jedes Bild hat eine Aussage, die von einem gut beherrschten Repertoire an Technik unterstützt wird.

    Mit Verlaub, einer von uns beiden hat keine Ahnung von Fotografie und Bildgestaltung ...

    ...so ganz unrecht hat er damit ja nicht. Fein das dieser junge Mann es mit seinem Hobby aus den Favelas geschafft hat, das gönne ich ihm von ganzem Herzen. Aber wirklich toll sind die Fotos nicht.
    Die Fotos ziehen ihren Reiz einzig und allein aus der für unsere Augen
    fremden Umgebung.Und Soldaten aus der Bodenperspektive abzulichten ist nicht wirklich kreativ, sondern absoluter Standard,
    da Objekte/Menschen aus dieser Perspektive einfach gößer/bedrohlicher wirken.Sicherlich nicht untalentiert aber sehr
    überbewertet...Meine Meinung und die müssen Sie ja nicht teilen.
  5. #5

    Schön wärs...

    Zitat von shakyamuni Beitrag anzeigen
    Wieviele Künstler, Wissenschaftler, Genies etc könnte die Welt hervorbringen, wenn es den Armen möglich wäre ihre Träume zu verwirklichen.
    Dann wären die »Armen« nicht mehr arm oder wären es womgl. nie gewesen.
    Es ist allerdings zu befürchten, dass auch die Armen (bzw. Armut) als »systemrelevant« - zumindest im.Sinne billigender Inkaufnahme - gesehen werden müssen, jedenfalls i. Rahmen der ggw. pol.-ökonom. »Ordnung«.

    Soviel potentiellen Fortschrit, der geeignet wäre, etablierte Möglichkeiten des Geldverdienens obsolet zu machen, wären profitorientierte Gesellschaft bzw. deren ranghöchste Akteure in ihrer Angewiesenheit auf partielle Rückständigkeit auszuhalten überhaupt nicht imstande.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für seine erste Kompaktkamera musste er jahrelang Autos schrubben, jetzt bittet ihn sogar die brasilianische Präsidentin um Fotos: Bruno Itan hat sich aus Rios Armenviertel hochfotografiert. Der Bilderbuchaufsteiger gilt als neues Gesicht der Favelas - und ist zum Liebling der Prominenten geworden.

    Fotograf in Rio de Janeiro: Aufsteiger aus der Favela - SPIEGEL ONLINE

    Bei dem Jungen ist sicher das Potential vorhanden fotografische Ideen zu entwickeln. Ohne jetzt auf jedes Foto einzeln eingehen zu wollen, sieht man doch in fast allen das er sich in technischer und gestalterischer Hinsicht noch deutlich entwickeln muss um auf das Niveau eines Fotografen zu kommen der nicht aufgrund seiner Herkunft sondern seiner Fähigkeiten gebucht wird.
    Das kann er nur schaffen wenn er es auf die Reihe bekommt trotz dieses Hypes seine Bilder selbst kritisch zu betrachten und stetig zu verbessern versucht.
    Ich wünsch es ihm!
  7. #7

    Zitat von herkurius Beitrag anzeigen
    Ach ja? Keine zugeflossenen Lichter oder Schwärzen (Bild 8)? Dosierte Freistellung wie Bild 3? Blitzfotos mit ausgewogener Lichtmischung und weicher Lichtführung (Bild 9)? Bildwirksame Verfremdung wie Bild 2? Perspektive unterstreicht Aussage, wie Bild 4? Jedes Bild hat eine Aussage, die von einem gut beherrschten Repertoire an Technik unterstützt wird.

    Mit Verlaub, einer von uns beiden hat keine Ahnung von Fotografie und Bildgestaltung ...
    Das ist wohl ein Witz, oder? Flickr ist voll mit Hobby-Fotografen die technisch und kreativ versierter sind. Das sollte auch kein Angriff auf den Fotografen sein aber es ist wie es ist. Wieso sollte man da also etwas schönreden? Ich habe das Gefühl dass Sie von der persönlichen Geschichte des Fotografen mehr beeinflusst worden sind als von seiner Arbeit selbst. Vielleicht haben aber auch Sie einfach nur keine Ahnung von Fotografie.
  8. #8

    Zitat von Ingsoc Beitrag anzeigen
    ...so ganz unrecht hat er damit ja nicht. Fein das dieser junge Mann es mit seinem Hobby aus den Favelas geschafft hat, das gönne ich ihm von ganzem Herzen. Aber wirklich toll sind die Fotos nicht.
    Er ist ja immer noch "in der Favela".
    Zitat von Ingsoc Beitrag anzeigen
    Die Fotos ziehen ihren Reiz einzig und allein aus der für unsere Augen
    fremden Umgebung.
    Diesen "einzigen" Reiz ziehen ja wohl die meisten erfolgreichen Photographen, sonst würden die Abbildungen meiner Melitta Kaffeemaschine auch bei Herrn Gundlach in den Deichtorhallen hängen.

    Zitat von Ingsoc Beitrag anzeigen
    Und Soldaten aus der Bodenperspektive abzulichten ist nicht wirklich kreativ, sondern absoluter Standard
    Klar, vorm Schloß Bellevue oder im Troß mit 50 anderen "Kriegsfotografen" in einem entsprechenden Szenario ( mehr Presse als Kampfakteure ) lässt sich das charmant einrichten.

    Zitat von Ingsoc Beitrag anzeigen
    da Objekte/Menschen aus dieser Perspektive einfach größer/bedrohlicher wirken.
    Hätte gern mal ausprobiert wie ein "erfahrender" Fotograf ganz allein auf sich gestellt dieselben "bedrohlichen" Fotos in der Favela aufnimmt. Vor deren Befriedung natürlich.

    Zitat von Ingsoc Beitrag anzeigen
    Meine Meinung und die müssen Sie ja nicht teilen.
    Zum Glück.
    Geändert von ( um Uhr)
    Mit schönen Grüssen aus Hamburg/Barmbek
    falls diese Nachricht ins Forum gelangt
  9. #9

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    Zitat von sincere Beitrag anzeigen
    Das ist wohl ein Witz, oder? Flickr ist voll mit Hobby-Fotografen die technisch und kreativ versierter sind. Das sollte auch kein Angriff auf den Fotografen sein aber es ist wie es ist. Wieso sollte man da also etwas schönreden? Ich habe das Gefühl dass Sie von der persönlichen Geschichte des Fotografen mehr beeinflusst worden sind als von seiner Arbeit selbst. Vielleicht haben aber auch Sie einfach nur keine Ahnung von Fotografie.
    Stimmt. Ohne die Hintergrundinfo über den Fotografen würden diese Bilder keinen Blumentopf gewinnen.
    Aber so läuft das in dieser Branche.