Verbotene Computer-Hilfe: Die Tricks der Schach-Betrüger

CorbisIm Schach sind Computer fast unschlagbar, auf Turnieren ist ihr Einsatz deshalb verboten. Ungewöhnliche Partien bei einem Wettkampf in Kroatien aber deuten auf Spielmanipulationen durch Rechnerhilfe hin - ein wachsendes Problem. Zu beweisen ist der Betrug selten.

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...-a-878123.html
  1. #100

    oj

    Zitat von tj79 Beitrag anzeigen
    Ich meine jetzt nicht simple Psychotricks - aber die psychologische Komponente bei Partien Mensch gegen Mensch. Ich muss zugeben, dass ich ein sehr schlechter Schachspieler bin, aber ich habe bei vielen Partien auch über Psychologie gewonnen/bzw. verloren. Wenn ich merke, dass mein gegenüber nervös wird, kann ich beispielsweise eine riskantere Strategie verfolgen. Ich wurde von einem Vereinsspieler dadurch mal kurz und knapp matt gesetzt, der mir hinterher erklärte, dass seine Züge eigentlich relativ schwach waren, ich mich dadurch aber habe beeindrucken und in die Defensive drängen lassen.
    Sorry, aber wenn Sie ein sehr schlechter Schachspieler sind, dann können Sie eh nur eine "riskantere Strategie verfolgen", Räuberschach.
  2. #101

    Fernschach

    Fernschach ist doch auch nicht den Langeweiletod gestorben? Da wird quasi vorausgesetzt, dass mit Krücken gespielt wird.
    Die Frage des Nachweises ob Mensch o. Maschine ist schon v. Hilbert/Neumann 1920/1936 aufgeworfen worden.
    Aktueller: Bei der US-Quizsendung Jeopardy gewan der IBM Rechner "Watson". "Deep Blue" ist schon genannt worden. Der Autor hat die Rechte am Chip v. IBM erworben und Kasparov herausgefordert, welcher verweigert. Schach ist schön.
  3. #102

    Tja. ein Schach-Profi

    heutzutage muss ein Meister der Informations-Übertragung sei:-))
  4. #103

    Zitat von joki81 Beitrag anzeigen
    Durch den mittlerweile gewaltigen Spielstärkeunterschied ist Schach bereits jetzt leider als Turnierspiel uninteressant geworden. Dieser Stärkeunterschied wird nur noch weiter wachsen, und der technische Fortschritt wird es wohl durch miniaturisierte Technik und Biotechnologie noch einfacher machen zu betrügen.

    Andere Strategiespiele hat dieses Schicksal zum Teil schon vor langer Zeit ereilt (Dame), zum Teil geschicht es gerade (Shogi = japanisches Schach), und zum Teil wird es noch passieren. Das meiner Einschätzung nach letzte Brettspiel, das dem Computer "zum Opfer fallen" wird, ist Go. Dieses hat den höchsten Verzweigungsfaktor pro Zug, und auch die Stellungsbewertung ist für den Computer dort extrem schwer, während ein starker menschlicher Spieler diese intuitiv bewältigt.
    Dann besteht dieses Spiel wahrscheinlich zum grossen Teil aus Mustererkennung.Denn jeder alte Taschenrechner ist vielfach schneller als jeder Mensch.