S.P.O.N. - Die Mensch-Maschine: Das Internet ist Filesharing

Wie viel Piracy steckt in Kim Dotcoms Privacy Company? Geht es nach der Inhalteindustrie, dürfte es sehr viel sein. Ein Ringen um die Frage, ob das Verschlüsselungsprinzip der neuen Cloud-Plattform Mega verboten werden muss, scheint unausweichlich. Dabei scheint eine Lösung einfach.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/m...-a-878941.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie viel Piracy steckt in Kim Dotcoms Privacy Company? Geht es nach der Inhalteindustrie, dürfte es sehr viel sein. Ein Ringen um die Frage, ob das Verschlüsselungsprinzip der neuen Cloud-Plattform Mega verboten werden muss, scheint unausweichlich. Dabei scheint eine Lösung einfach.

    Mensch Maschine: Das Internet ist Filesharing - SPIEGEL ONLINE
    Der Ansatz für den "Gegenangriff" liegt doch eh woanders: Ob irgendwo irgendwas verschlüsselt liegt ist eine Sache, man muss es ja auch finden und dazu muss es mit klarem Namen benannt und verlinkt werden.
  2. #2

    Herr Lobo sieht das Thema wie immer entspannt

    Denn er erbringt ja keine geistigen Leistungen, die zu klauen es lohnen würde.
    Was soll eigentlich sein albernes "tl;dr" hinter jedem seiner Artikel? War es ihm schon selbst zu lang, nochmals zu lesen, was er da verzapfte?
  3. #3

    Piraterie nur vorgeschoben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Wie man Piraterie stoppt:
    1 großartige Inhalte schaffen
    2 den Kauf so einfach wie möglich machen
    3 weltweite Veröffentlichung am gleichen Tag
    4 fairer Preis
    5 auf jedem Gerät abspielbar"
    So sieht es aus. Aber um Piraten geht es der Content-Industrie ja auch nicht mehr primär. Diesen Kampf können sie nicht gewinnen und wissen das auch. Der neue Feind ist der Gebraucht(ver)käufer, der sich einfach erdreistet Geschäfte mit ihrem ehemaligen Eigentum an ihnen vorbei zu machen (Zitat: "Gebrauchtkauf ist legaler Diebstahl"). Den gilt es zu bekämpfen, auf Meeren wie auf Ozeanen. Mit Online-Zwang, Accountbindung, Lizenzverträgen und Abmahnwellen.
  4. #4

    punkt 6 fehlt

    "Wie man Piraterie stoppt:
    1 großartige Inhalte schaffen
    2 den Kauf so einfach wie möglich machen
    3 weltweite Veröffentlichung am gleichen Tag
    4 fairer Preis
    5 auf jedem Gerät abspielbar"

    in meinen augen ein scheinargument.
    ich persönlich kenne niemanden, der sich durch diese 5 punkte freiwillig von piraterie abbringen lassen würde.
    ein familienmitglied (22 Jahre alt) erzählte mir sogar neulich voller stolz, er hätte noch niemals auch nur einen cent für musik bezahlt. nur gelegentlich mal kino, aber auch der großteil der filme wird illegal gedownloaded. und das sei bei allen seinen freunden auch so.

    es ist schade, aber die industrie wird sich langfristig wehren und unsere bürgerrechte im netz drastisch beschneiden. denn die industrie sitzt am längeren hebel.
    zu verdanken haben wir das aber den filesharern.
    deshalb gehört für mich als punkt 6 auf die liste:
    raubkopierer haftbar machen.
  5. #5

    optional

    Filesharing beinhaltet das Wort Sharing=teilen nicht umsonst. Um die Inhalte für andere lesbar zu machen müssen diese zuerst mit einem Schlüssel decodiert werden. Das andere nennt sich storage=Ablage/Speicher.

    Wenn dies (wie Megaupload vorgeworfen wurde) öffentlich geschieht, um Dateien weit zu verbreiten (bspw kino.to), kommen selbstverständlich auch die Abmahner etc. in den Genuss diese Daten entschlüsseln zu können.

    D.h. dies ist nur ein Schutz des Betreibers vor der Behauptung, man wisse welche Daten dort liegen und wäre damit mitschuldig.
    Die einzige Frage die damit Mega von normalen Speicherdiensten unterscheiden könnte ist der Umgang mit den Daten (Einlogverhalten, IP, etc.) ... soweit ich gelesen habe, werden diese nicht nur komplett gespeichert, sondern weiterverkauft. Damit wird die komplette "Verantwortung" in Richtung Nutzer geschoben.

    Die Speicherung der Nutzerdaten wiederum macht den Dienst für die Nutzer für Piracy quasi unbrauchbar.
    Schön fand ich allerdings den Vergleich: "Nur weil manchmal betrügerische Briefe verschickt werden, macht man ja die Post nicht zu."
  6. #6

    Wer sind hier die Piraten?

    Kim Dotcom, agierte bisher halb- bis drittelseiden? Na, das ist doch immer noch besser, als die komplett illegalen Methoden der Neuseeländischen und US-Behörden (illegales Abhören, illegale Razzia, usw.).
    Da ist es doch seltsam, wenn man ausgerechnet dem Behörden-Opfer Kim Dotcom "Piraterie" unterstellt und die echten Kriminellen, vom Neuseeländischen Geheimdienst und dem FBI, noch nicht einmal erwähnt.
    Kim Dotcom ist trotz aller Exzentrik einer der modernen Freiheitskämpfer, genauso wie Julian Assange und Aaron Swartz, der von der US-Justiz in den Tod getrieben wurde.
  7. #7

    ?

    Wer interessiert sich ausser Lobo schon für einen Kim Dotcom? Vielleicht die Gerichte? Oder die Leute, die er beschissen hat!
  8. #8

    Der Bock zum Gärtner

    Ausgerechnet Kim Dotcom will den Verwertern erzählen, wie sie Geld verdienen können. Er weiß halt, dass Inhalte auf seinen Servern illegal hin- und hergeschoben werden, so lange sie nicht durch Strafverfolgung geschützt werden. Aber nett von dem feinem Kerl, dass er Hollywood ein paar Dollars gönnt. Ein echt sympathischer Zeitgenosse, dieser Herr Dotcom.
  9. #9

    tl;Dr

    Das Kürzel „tl;dr“ steht für „Too Long; Didn't Read“ auf Deutsch also „Zu lang; nicht gelesen“. Gemeint ist damit, dass der Text eines Artikels, Kommentars oder Diskussionsbeitrags zu umfangreich und er daher von dem Verfasser einer Antwort nicht komplett gelesen wurde. Der Antwortende setzt seiner eigentlichen Antwort das Kürzel „tl;dr“ voran um dies zu kennzeichnen. Meist ist dies eine recht abwertende Kennzeichnung, weil dem Schreiber des ursprünglichen Beitrags unterstellt wird, dass er sich auch hätte kürzer ausdrücken können, also nicht auf den Punkt gekommen ist.
    In einer alternativen Verwendung wird das Kürzel benutzt um eine kurze Zusammenfassung eines längeren Textes einzuleiten.