"Work 'n' Travel"-Erfahrungen: Klos putzen statt Affen-Babys retten

dapdEin Jahr durch ferne Länder reisen? Geht wunderbar mit dem beliebten Konzept "Work 'n' Travel" - arbeiten und mit dem Lohn Hostels und Bustickets zahlen. Nur ähneln manche Jobs moderner Sklaverei. Fünf Geschichten, wie es nicht laufen sollte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-871970.html
  1. #30

    Wirklich?

    ... Bin ich doch sehr ueberrascht ueber das Bild, welches hier vom Reisen und Arbeiten in Australien gezeichnet wird!

    Leider kann ich - aus persoenlicher Erfahrung mit oben Beschriebenen nicht ueberinstimmen. Es beschreibt jedoch vielmehr - was ich haufiger sah: Deutsche Backpacker, sehr sehr jung, kulturell und situell unflexibel, hochnaesig und verwoehnt. D scheint unsere juengsten Generationen zu verhaetscheln! Alles ist zu viel: zu viel Sonne, zu viel Arbeit.....

    Australien is Land der Moeglichkeiten in dem man als Deutscher echte Anerkennung bekommt - meistens.
  2. #31

    Boulevardmagazin SPON

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Jahr durch ferne Länder reisen? Geht wunderbar mit dem beliebten Konzept "Work 'n' Travel" - arbeiten und mit dem Lohn Hostels und Bustickets zahlen. Nur ähneln manche Jobs moderner Sklaverei. Fünf Geschichten, wie es nicht laufen sollte.

    Ein Jahr "Work 'n' Travel": Was alles schief gehen kann - SPIEGEL ONLINE
    Welcher Praktikant darf denn bitteschön solche Artikel schreiben?
    Das man für freie Unterkunft auch was arbeiten muss sollte eigentlich jedem einleuchten. Wenn man jetzt keine Lust mehr zum Arbeiten hat muss man eben etwas für die Unterkunft bezahlen.
    Ebenso muss man die Affenkäfige eben putzen und die kommen dann leider immer noch nicht zum Streicheln vorbei sondern kratzen einen eben.
    Der EINZIGE negative Punkt in dem ganzen Artikel ist doch wohl die Gastfamilie die nur Afrikaans spricht. Der Rest ist einfach dämlich. Ich verstehe nicht woher die eklatanten Qualitätsunterschiede zwischen SPON und dem Printmagazin kommen?
  3. #32

    optional

    Ach du meine Güte! Da scheint in Australien doch tatsächlich die Sonne und skandalöserweise ist das noch nicht verboten. Und so bekommen die armen deutschen Touri-arbeiterinnen doch wahrhaftig Hautkrebs!! Selbst wenn sie zu blöd sein sollten, Sonnenschutzmittel zu verwenden, bekommt man nach 3 oder 4 Wochen Sonnenschein noch keinen Hautkrebs. Dieser Artikel würde vermutlich selbst in der Bildzeitung zensiert, weil einfach zu blöd.

    Dass junge Deutsche keinen blassen Schimmer davon haben, was "Arbeit" eigentlich bedeutet, dafür aber ein extrem entwickeltes Anspruchsdenken, haben wir hier schon öfter erlebt, wenn wir mal deutsche au-pairs hatten.

    Tja, mein Mitleid ist unter unserem ewigen Sonnenschein leider eingetrocknet. Oder, wie wir hier sagen: "get a life!"
  4. #33

    Zitat von mr.spinalzo Beitrag anzeigen
    Wenn man sich vorab ein wenig schlau macht, und in seiner Route flexibel ist, muss man auch nicht nur an der Ostküste reisen, sondern kann mit einem Abstecher in Orte wie Kalgoorlie, Kambalda oder Newman ganz ordentlich Geld auf die Seite legen. Dann muss man sich auch nicht die ganze restliche Zeit mit den grottigen Coles Würstchen plagen. Und man erlebt eine völlig exotische Arbeitswelt, die man so in Europa nie zu sehen kriegen wird....
    Der australische Traum im Bergwerk steht auch Backpackern offen, Wär doch schlimm, wenn man bei so einem einmaligen Trip nur als dummer Feierzombie an der Ostküste verstaubt...oder?
    Naja, haste eben Glück gehabt:-)
    Allerdings stimme ich dir zu, dass man einige Enttäuschungen vermeiden kann, wenn man sich vorab schlau macht. Einige Grundregeln sollte man beherzigen, um nicht aus der Wäsche zu gucken wie die Mädels aus dem Artikel.

    1. Nimm genug Kohle mit
    2. Kauf Dir ein Auto (oder versuche Mobil zu sein)
    3. Rede permanent mit anderen BPs/Netzwerken/Agenturen
    4. Vermeide am Anfang "Contract Work" (dafür sind die meisten [noch] nicht gut genug)

    So, und dann klappts auch mit außergewöhnlichen Jobs wie bei dir oder betreibt zumindest Schadensbegrenzung. (Vorausgesetzt ich will was vom Land sehen und nicht auf Goon- Partys in irgendwelchen Partybussen rumlungern)

    :-)
  5. #34

    die australischen Betriebe lechzen regelrecht nach den günstigen Arbeitern aus Übersee. Auch die Regierung freut sich auf die Höchstbesteuerung und jene Guthaben an Steuern und Pension, die von den Reisenden nach ihrem mind. halbjährigen Arbeitsaufenthalt nicht zurückgefordert wird.
    Aber... wer sich nicht an Jobs hält, die gängige Backpacker Jobs sind, kann durchaus Glück haben, einen besser bezahlten (25$) interessanten Job zu machen.
    Ein Beispiel von deutschen Geschwistern die ich letztes Jahr traf. Sie hatte bei UPS in der gut klimatisierten Halle Pakete eingescannt (25$), ihr Bruder, ohne jegliche Erfahrung in dem Bereich, hatte, in einem LKW Fahrwerksüberholer am Feuer und einer Biegemaschine alte Blattfedern wieder zurecht gebogen (20$)! Beide waren nur ein Jahr im Land, und hatten die Jobs für 10 Monate.
    Backpacker werden besser bezahlt, wenn sie glaubhaft machen können, das man länger bleibt, und nicht nach 2 Wochen mit dem Geld weiter ziehen. Ein guter Tip währe, sich die Gelben Seiten zu schnappen, und Firmen anzurufen.
    Auch lohnt sich persönlich anzufragen. Größere Firmen haben Jobagenturen, bei denen man dann anfragen kann.
    Australien befindet sich gerade in einer Rezession, dafür aber sind dieses Jahr auch sehr wenige Backpacker rüber gekommen, was die Chancen auf Arbeit und Bezahlung wieder erhöht. Vor allem die Briten fehlen wegen der neu eingeführten Studiengebühren
  6. #35

    bauernhofarbeit = sklaverei?

    also mich hat besonders der beitrag über die arbeit auf dem bauernhof geschockt. wie kann man diese aufgaben, die wirklich auf jedem modernen betrieb zum alltag zählen, als ekelhaft und sklaverei betiteln? ich komme selber von einem betrieb und habe monatelang auf einem sauen- und mastbetrieb (ja,mast und sauen ist ein unterschied) gearbeitet. natürlich habe ich auch besamt, beim kastrieren geholfen, ferkel versorgt und habe auch tote tiere zu gesicht bekommen, die "entsorgt" werden mussten. ja, ich bin eine frau die studiert und es war keinesfalls sklaverei. für die lanwirte gehört das zu ihrem beruf und diesen als sklaverei und ekelhafte tätigkeit darzustellen finde ich furchtbar und respektlos! unseren jugendlichen tut dieses erlebniss mal ganz gut um deren blick für die realität zu schulen. wer denkt,dass ferkelchen zum streicheln da sind, denkt wohl auch alle kühe seien lila...
  7. #36

    Zitat von spon-facebook-10000310997 Beitrag anzeigen
    Warum stehen hier nur Erfahrungen von Frauen? ;)
    Ich kenne nicht einen Mann, der Work 'n' Travel gemacht hat. Die machen Auslandspraktika, gezielt in einem Betrieb/Universität. Vielleicht liegts daran?

    Meine Auflandsaufenthalte waren jedenfalls generalstabsmäßig geplant, mit dem Ziel mich weiter zu qualifizieren, und nicht so zum Spaß durch ein Land zu reisen und notgedrungen zur Finanzierung nebenher zu arbeiten.
  8. #37

    optional

    Jedem, der Work `n`Travel machen möchte, sollte klar sein, dass die Art der Arbeit und somit auch die Bezahlung von seiner Qualifikation und seinen Englischkenntnissen abhängig ist. Ich habe während einer Australienreise z.B. eine Engländerin kennengelernt, die nach ihrem Informatikstudium nach Australien gereist ist und in Sydney drei Monate in einer Softwarefirma soviel verdient hat, dass sie die restlichen 9 Monate als Backpacker entspannt durch´s Land reisen konnte. Es geht also auch anders.
  9. #38

    Man muss es ja nicht machen

    Es gibt genug Jobmöglichkeiten in Australien, die nicht in "Sklavenähnlichen Verhältnissen" enden. Ich war selbst vor 5 Jahren für ein Jahr mit einem Work&Travel Visum in Australien. Ich wusste bereits vorher, dass fruit picking schlecht bezahlt und gesundheitlich bedenklich sein kann (ich habe vor meiner Abreise jemanden getroffen, der von einer Schlange gebissen wurde, als er Melonen geerntet hat). Ich habe mir dann Jobs in Country Pubs und Restaurants gesucht - wurde gut bezahlt und man hatte Kontakt zu den Einheimischen... Man muss halt dafür auch mal in Gegenden reisen wo man auf den ersten Blick nicht unbedingt hinfahren würde (Northern Territory, South Australia) - nicht nur die Ostküste...
  10. #39

    optional

    Zähne ziehen, Spritzen setzen und Säue besammen sind alles Sachen die man tun muss, damit so ein Mastbetrieb funktioniert, was läuft falsch mir der und was hat das mit Ausbeutung zu tun?