50 Jahre Elysée-Vertrag: Freundschaft im Dienst Europas

dapdDas deutsch-französische Abkommen sollte vor 50 Jahren die Dämonen von gestern bändigen, Feindschaft und Krieg. Doch der Elysée-Vertrag verpflichtet die Partner zu mehr als guter Nachbarschaft: In der Krise müssen sie vorbildhaft zeigen, wie sich Wachstum und soziale Gerechtigkeit versöhnen lassen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-878802.html
  1. #1

    optional

    Der folgende Satz drückt aus, was zu tun ist:

    "Die Antwort auf die europäische Krise kann nur ein Europa sein, das noch stärker zusammenarbeitet. In der globalen Welt von heute kann Europa seinen Wohlstand nur gemeinsam erhalten und sein Zivilisationsmodell von wirtschaftlichem Wachstum und sozialer Gerechtigkeit, der Solidarität zwischen den Staaten, Freiheit und Demokratie nur gemeinsam behaupten. Die Alternative wäre ein zerfaserndes Europa, das ökonomisch und politisch geschwächt kaum eine gewichtige mitgestaltende Rolle in der Welt von morgen spielen könnte"

    Besser kann man es nicht ausdrücken!
  2. #2

    Schön gebrullt

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Der folgende Satz drückt aus, was zu tun ist:

    "Die Antwort auf die europäische Krise kann nur ein Europa sein, das noch stärker zusammenarbeitet. In der globalen Welt von heute kann Europa seinen Wohlstand .....
    Schön gebrullt, Löwe. Nur mit dem T€uro wird das geschilderte wohl ewiger Wunschtraum bleiben. Weder in Frankreich noch bei uns interessieren sich Normalbürger dafür. Ist halt etwas für Politiker und
    Eliten zum feiern.
  3. #3

    im grunde ist dieser artikel eine frechheit.

    es wird behauptet der entfesselte finanzmakrt wäre verantwortlich für die probleme, ich lese kein wort ,das die politik versagt hat, ich lese keine wort, dass der euro ein rein politisches projekt war; ich lese kein wort, dass die politik gewaltige schuldenberge anhäuft für unveranwortliche klintelpoltik; ich lese kein wort von unverantwortlicher steuerpoltik des herrn hollande und seiner partei.
    der artikel ist leider populismus pur , von 2 poltlikern die außerhalb der poltik keinerlei berufliche erfahrung haben. aber das ist ja bei der heutigen poltische klasse leider standard.
  4. #4

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Der folgende Satz drückt aus, was zu tun ist:

    "Die Antwort auf die europäische Krise kann nur ein Europa sein, das noch stärker zusammenarbeitet. In der globalen Welt von heute kann Europa seinen Wohlstand .....
    dieser satz drückt nur aus was den kontinent ins verderben stürzen wird.

    wer sich an de gaulles und adenauers europa der vaterländer versündigt, beschwört eine katastrophe herauf, ökonomisch, sozial, politisch.
  5. #5

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Der folgende Satz drückt aus, was zu tun ist:

    "Die Antwort auf die europäische Krise kann nur ein Europa sein, das noch stärker zusammenarbeitet. In der globalen Welt von heute kann Europa seinen Wohlstand .....
    auch wenn sie es wiederholt nicht zu kenntnis nehmen, der schweiz, norwegen -länder außerhalb dieser grandios scheiternden EU - geht es weitaus besser was demokratie, sozialen ausgleich, wirtschaftskraft angeht.

    ihr europa-größenwahn wird uns alle ins verderben stürzen ,so wie hitler und napoleon den kontinent schon mit ihren großeuropafantasien ins verderben stürzten.
  6. #6

    Der große Irrtum

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das deutsch-französische Abkommen sollte vor 50 Jahren die Dämonen von gestern bändigen, Feindschaft und Krieg. Doch der Elysée-Vertrag verpflichtet die Partner zu mehr als guter Nachbarschaft: In der Krise müssen sie vorbildhaft zeigen, wie sich Wachstum und soziale Gerechtigkeit versöhnen lassen.

    Sigmar Gabriel und Harlem Désir zu 50 Jahre Elysée-Vertrag - SPIEGEL ONLINE
    Die heute viel gelobte deutsch-französische Freundschaft ist aus meiner Sicht ein großes Mißverständnis, die auf den großen kulturellen Unterschieden zwischen den beiden Völkern beruhen.
    Ich habe das komplette deutsch-französische Programm von Kindheit an absolviert, angefangen mit dem ersten Schüleraustausch nach Aix, Jugendaustausch, UCPA etc. und heute bin ich noch für die Kontakte mit unserer "cite jumelee" engagiert.

    Zusammenfassend kan ich nur sagen, Freundschaft und vertrauensvolle Zusammenarbeit sehen anders aus.
    Am meisten hat mich meine berufliche Tätigkeit mit den Franzosen in europäischen Organisationen in den letzten Jahren enttäuscht. Es ist nicht zu fassen, mit welcher Selbstverständlichkeit die Franzosen alles Gute für sich reklamieren und die Deutschen die unangenehme Arbeit machen lassen. Ein gutes Indiz dafür, ist dass die Deutschen praktisch in allen höheren Positionen der EU-Bürokratie unterrepräsentiert sind und nur zum Zahlen da sind.

    Dieser Tag ist kein Tag zur Freunde sondern sollte allen Deutschen Anlass sein, das Verhältnis zu Frankreich ohne Haß und Fahne aber auch ohne Gefühlsduselei und Euphorie nüchtern zu überdenken. Die Franzosen sind unsere Nachbarn, aber auch die Dänen, Holländer, Belgier, Luxemburger, Schweizer, Österreicher, Tschechen und Polen sind unsere Nachbarn.
  7. #7

    Ach, Frankreich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das deutsch-französische Abkommen sollte vor 50 Jahren die Dämonen von gestern bändigen, Feindschaft und Krieg. Doch der Elysée-Vertrag verpflichtet die Partner zu mehr als guter Nachbarschaft: In der Krise müssen sie vorbildhaft zeigen, wie sich Wachstum und soziale Gerechtigkeit versöhnen lassen.

    Sigmar Gabriel und Harlem Désir zu 50 Jahre Elysée-Vertrag - SPIEGEL ONLINE
    Ganz im Gegenteil. 2012 hat das Vereinigte Königreich Frankreich als größten Handelspartner Deutschlands abgelöst. Das Handelsvolumen mit Ländern in der Eurozone betrug nur noch 37%, vor Euroeinführung war es fast die Hälfte.

    Für die spanische Jugend ist Spanien verantwortlich, für die griechische Jugend Griechenland. Was Deutschland tun kann: Griechen und Spaniern Arbeitsplätze in Deutschland anbieten, und genau das geschieht auch. Deutsche Unternehmen können überall investieren, auch in Spanien und Griechenland. Sie investieren aber lieber im Vereinigten Königreich, das beweisen die Daten der Bundesbank.

    Wenn Frankreich weiter mitspielen will, muss es sich endlich reformieren. Sonst wird es einfach abgehängt. Das Spiel heißt Globalisierung, Europa ist längst viel zu klein.
  8. #8

    Zitat von tangarra Beitrag anzeigen
    Die heute viel gelobte deutsch-französische Freundschaft ist aus meiner Sicht ein großes Mißverständnis, die auf den großen kulturellen Unterschieden zwischen den beiden Völkern beruhen.
    Ich habe das komplette deutsch-französische Programm von Kindheit an absolviert, angefangen mit dem ersten Schüleraustausch nach Aix, Jugendaustausch, UCPA etc. und heute bin ich noch für die Kontakte mit....
    sehr guter beitrag.

    man darf es sogar noch schärfer formulieren, die französische politk (egal welche partei) ist ausnahmslos am vorteil frankreichs interessiert (finde ich völlig legitim und richtig) , aber die naive deutsche politiker träumen ihren eu-traum weiter und lasen sich über den tisch ziehen.
    ach ja , die neue eurobankenaufsicht wird -welch überraschung- geführt von einer französin.
  9. #9

    "auch wenn sie es wiederholt nicht zu kenntnis nehmen, der schweiz, norwegen -länder außerhalb dieser grandios scheiternden EU - geht es weitaus besser was demokratie, sozialen ausgleich, wirtschaftskraft angeht. ihr europa-größenwahn wird uns alle ins verderben stürzen ,so wie hitler und napoleon den kontinent schon mit ihren großeuropafantasien ins verderben stürzten."

    ich hab schon lange nicht mehr so einen unangemessenen vergleich sehen dürfen. super vergleich, hitler und napoleon hinzuzuziehen, die ja beide "nur ein geeinigtes europa wollten und NICHTS anderes...". zweitens ist es ja wohl ein witz, einzelne länder, welche nicht ansatzweise die gleichen wirtschaftlichen bedingungen, ähnliche bevölkerungsdichte und soziale ausgangslage haben mit der EU als gesamtkonstrukt zu vergleichen. das kann man nicht einmal mit den einzelnen ländern frankreiche und deutschland vergleichen, welche uns ja auf so "unvergleichliche weise in verderben stürzt".