Vorurteile unter Ärzten: Ich, Halbgott

CorbisRadiologen sind geldgierige Geier, Hausärzte halten sich für Leibärzte und Urologen sind die Partyhengste der Medizin: Jede Disziplin des Arztberufs hat ihre eigenen Vorurteile - und alle sind sie wahr. Eine kleine Typologie der weißen Zunft.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-877449.html
  1. #1

    Nirgends auf der Welt

    (es soll angeblich in Japan auch schlimm sein) wird so viel durchleuchtet wie in Deutschland. Röntgen gibt Geld. Der Radiologe ist an der Spitze der Verdienstpyramide, jeder Zahnarzt hat inzwischen sein eigenes Gerät.
    Grund: die Honorierung.
    Hier müsste angesetzt werden. Eine Halbierung der Vergütung würde wohl die schlimmsten Auswüchse verhindern.
    Schließlich bringt einmal Röntgen mehr Strahlung in den Körper als die jahrelange Arbeit in einem Kernkraftwerk.
  2. #2

    aha?

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    [...]
    Schließlich bringt einmal Röntgen mehr Strahlung in den Körper als die jahrelange Arbeit in einem Kernkraftwerk.
    Interessante Behauptung. Gibt es eine Quelle für diese Aussage? Was bedeutet für Sie "einmal Röntgen"? Eine Hand? Einen Thorax? Klassisches Röntgen? CT?
    Viel relevanter scheint dies hier: Zwei 12,5h Flüge bewirken in etwa die gleiche Strahlendosis wie eine RöThorax Aufnahme (Strahlenexposition - DocCheck Flexikon). Denn es gibt wohl mehr Flugzeuggäste als Kraftwerksarbeiter, nicht? ;-)

    Zum Artikel: Es ist, wenn natürlich auch etwas überzogen, viel Wahres dabei. Herzlichen Dank dafür.
  3. #3

    Lobby bis ans Ende der Welt

    Solange Krankenkassen nicht auf die Idee kommen Ärzte einzustellen werden wir weiterhin bis ans Ende des Tunnels geführt wo Dunkelheit herrscht. Es vielen Ärtzen nicht darum den Patinent zu heilen sondern Kasse zu machen. Die Verlockung der Pharmaindustrie sind sehr groß. Sehr groß. Ich weiss es.
  4. #4

    Der Radiologe fordert keine Untersuchung an, sondern der Überweiser beim Radiologen. Eine Halbierung der Untersuchubgskosten führte also eher zu doppelter Untersuchungszahl (weil billiger anzufordern) als zu einer geringereren. Ein wenig Kenntnis vom System täte hier gut.

    Davon abgesehen haben Radiologen die höchsten Anschaffungs-, Erhaltungskosten und mit das höchste unternehmerische Risiko. Das soll und muss auch angemessen vergütet werden. "Abgesahnt" wird ohnehin nicht. Jeder dahergelaufene BWLer oder Jurist kann über ärztliche Vergütung nur schmunzeln. Überall und an allen Ecken und Enden wird unser Gesundheitssystem auf Wirtschaftlichkeit getrimmt. Alles wird Kosten-Nutzen-gegengerechnet und abgewogen. Aber Wehe der Arzt denkt einmal unternehmerisch! Dann ist der Aufschrei groß. Das ist doch paradox...
  5. #5

    Quatsch

    Jede Reise nach Malle bedeutetein x-Faches an Strahlen als ein Besuch beim Radiologen
  6. #6

    Sollen jetzt alle Leser auf den gleichen Stand der "wahren" Tatsachen über die Ärztezunft gebracht werden? Ich fand den Artikel noch nicht besonders witzig, wenigstens dazu hätte er taugen müssen.

    Für mich war der Hausarzt immer der hellste unter allen. Warum? Weil man sich als Facharzt immer irgendwas aus den Fingern suagen kann, der Hausarzt steht dann aber oft mit der Verantwortung da, aus den ihm vorliegenden Informationen wertvolle Schlüsse zu ziehen, sofern der Facharzt nicht in der Lage war, das Problem zu lösen (was ja auch öfter mal der Fall ist).
  7. #7

    Falsch..

    Unten in der Einkommenspyramide stehen Kinderärzte und Neurologen. Am schlechtesten bezahlt wird ansonsten in Nordrhein und nicht z. B. in Brandenburg etc. Genauere Recherche wäre ganz vernünftig gewesen. Übrigens wollen Psychiater nicht immer reden, das sind eher die Psychotherapeuten.
  8. #8

    Patient soll aus privater Tasche zahlen?

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    (es soll angeblich in Japan auch schlimm sein) wird so viel durchleuchtet wie in Deutschland. Röntgen gibt Geld. Der Radiologe ist an der Spitze der Verdienstpyramide, jeder Zahnarzt hat inzwischen sein eigenes Gerät.
    Grund: die Honorierung.
    Hier müsste angesetzt werden. Eine Halbierung der Vergütung würde wohl die schlimmsten Auswüchse verhindern.
    Schließlich bringt einmal Röntgen mehr Strahlung in den Körper als die jahrelange Arbeit in einem Kernkraftwerk.
    Sie fordern also das die Patienten ihre Röntgenaufnahmen/CT/MRT zur Hälfte aus privater Tasche zahlen?
    Wo sind die vielen Strahlentoten welche eine solche Massnahme rechtfertigen?
    Was ist aber wenn ein Tumor übersehen wird?
  9. #9

    ..........

    na das ist doch wieder ein mal ein Artikel der den Patienten hilft ihre Vorurteile zu bekräftigen.

    Wenn Patienten besser bei ihrem Arzt zuhören würden, gezielte Fragen stellen würden, nicht immer von "Herr Doktor und die grünen Pillen brauche ich noch" sprechen würden, würde er es seinem Arzt sehr viel leichter machen.

    Vielleicht sollten Schreiber solcher Artikel mal einen Tag einen Arzt in seiner Praxis begleiten ehe er so ein unqualifiziertes Zeug schreibt.
    Ich bin übrigens Patient und mir stehen bereits im Wartezimmer die Haare zu Berge wenn ich den Patientengesprächen untereinander zuhöre.