Vier-Augen-Gespräch: Steinbrück und Gabriel beraten über kriselnde Partei

dapdSPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat sich mit Parteichef Gabriel zu einem Vier-Augen-Gespräch über die schlechte Lage der SPD getroffen. Das Treffen bietet Anlass zu allerlei Spekulationen: In der SPD wächst unmittelbar vor der wichtigen Niedersachsenwahl die Nervosität.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-878559.html
  1. #60

    Springer und Mohn geben den Reichen den Lohn!!!

    Der Seeheimerkreis hat bis Heute nicht verstanden das die Strategie links blinken und rechts abbiegen,zwangsläufig zu Verkehrsunfällen führen muss.Wenn es dann zu massenweise Menschlichen Kollateralschaden kommt verweist man auf die Notwendigkeit dieser Maßnahme.Es tut mir richtig Leid für die SPD,aber für die Ablehnung durch ihre Stammwähler ist sie selbst verantwortlich.Wir wollen nicht das Paradies das uns irgendeine Partei verspricht.Wir wollen eine sehr guten Lohn für unsere Arbeit.Wir wollen sozial nicht absteigen wenn wir Kinder möchten.Wir wollen das die Reichen wenn sie schon das ganze Geld unter sich verteilen,dann müssen sie auch die Gesamten Steuern bezahlen die der Staat braucht um die soziale Schieflage die ihr Kapitalistisches Scheißsystem verursacht etwas zu lindern.das JAMMERN von Bossen und Reichen wie viel sie doch für unser Gemeinwesen tun kotzt mich an.Auch die Medialen Speichelleckern von allen Talk Moderatoren ist nur noch zum lachen wenn es nicht so ERNST wäre.Für euch da draußen mag das ja ein Spiel sein,für mich nicht!!!
  2. #61

    Passt doch

    Zitat von nikta Beitrag anzeigen
    Nun wenn Peer-20% SPD-Zugpferd ist, dann weiß ich, wer in diesem Zug ist und wer nicht! In diesem SPD-Zug sind keine Hartz IV-Empfänger, keine Billigjobber, Geringverdiener und keine Zeitarbeiter! Gemessen am beruflichen Hintergrund ihrer Bundestagsabgeordneten kann die SPD kaum noch den Titel Arbeiterpartei für sich beanspruchen. Unter den SPD-Abgeordneten des Bundestages finden sich nur noch drei klassische Arbeiter. (In der CDU-Fraktion sitzen sieben!). Stark vertreten sind bei den SPD- Parlamentariern Lehrer, Parteimitarbeiter und Gewerkschaftsfunktionäre. Nun wie die FDP verwandelte sich die SPD in Selbstbedienungspartei, wo nur solche Peers, pardon, Zugpferde weiter gezüchtet und erzogen werden…
    Deshalb bracht man sich auch gar nicht darüber zu wundern, dass Gas-Gerd mit seiner Agenda 2010, sprich der Hartz 4-Gesetzgebung, speziell die Arbeiter in Deutschland in einem Maße betrogen und verarscht hat, wie dies noch in keiner Regierung vor und nach ihm passiert ist. Die SPD segelt unter falscher Flagge, ist in der Realität bei den Mandatsträgern in Bund und Ländern ein Erfüllungsgehilfe des Großkapitals und der Finanzindustrie, ergo einfach ein ganz verlogener Haufen. Zu hoffen ist, dass der deutsche Michel dies inzwischen erkannt hat und dieser Partei ein Wahlergebnis von deutlich unter 20 % beschert.
  3. #62

    Arbeiterpartei ?

    Zitat von nikta Beitrag anzeigen
    ..., wer in diesem Zug ist und wer nicht! In diesem SPD-Zug sind keine Hartz IV-Empfänger, keine Billigjobber, Geringverdiener und keine Zeitarbeiter! Gemessen am beruflichen Hintergrund ihrer Bundestagsabgeordneten kann die SPD kaum noch den Titel Arbeiterpartei für sich beanspruchen. …
    Für H4-Empfänger, Billigjobber, Geringverdiener und Zeitarbeiter sind doch eher die Linken die politischen Repräsentanten. Da unsere Gesellschaft nicht nur aus diesen Gruppen besteht, mehrheitlich also in einem Arbeitsverhältnis steht, müßte die SPD die normal arbeitende Bevölkerung ansprechen. Denn seit wir nicht mehr am Anfang der Industrialisierung sind, werden Arbeiter als Wähler immer weniger. Jedoch, die arbeitende Bevölkerung und Familien werden viel eher von der CDU repräsentiert.
  4. #63

    Machtergreifung auf Umwegen

    Schon auf dem großen Parteitag Anfang 2012, als die SPD sich NICHT für einen Spitzenkandidaten, sondern sich vorerst für diesen nie funktionierenden Troika-Quatsch (Steinbrück-Gabriel-Steinmeier) ausgesprochen hat, hat gezeigt, dass die SPD nicht zwingend darauf setzt, in die Bundestagswahl 2013 mit eigenen Kanzler-Ansprüchen anzumelden. Seither ging diese Partei einen relativen Kuschelkurs mit der CDU ein und entwickelte nur selten eine klare Kante gegen die CDU-FDP Regierungskoalition.

    Mit dem aktuell schwächelnden FDP-Partner der CDU wachsen sogar wieder die Aussichten dafür, dass CDU und SPD das wiederholt, was sie vor einer Legislaturperiode schon mal praktizierte: die große Koalition.

    Das schon würde den Partei-Oberen der SPD reichen - Machtergreifung durch Mitmachmachtgestaltung. Kanzlerin bliebe dann zwar Fr. Dr. Merkel, aber einige Schlüsselposition (Wirtschaft, Vize-Kanzler-Außenminister und noch ein paar mehr) würden dann an die SPD gehen.

    Das Elegante daran ist das Raffinierte darin: keine leidige Personaldebatte und keine internen Macht-Streitereien mit der SPD. Und in der großen Koalition sei es dann sogar durchaus möglich, die Fraktions-Disziplin auf Sparflamme zu halten; denn auch mit nur einer halben zuverlässigen SPD-Fraktion im nächsten Bundestag würde die CDU-SPD-Regierungskoalition die meisten Gesetzes-Sachen durchkriegen. Entspannte Politik, Macht auf Einfach, Demokratie auf Verantwortungslos.

    Ja, so kenne ich die SPD, so schätze ich die SPD.
  5. #64

    Persönlichkeitswahl

    Zitat von lackehe Beitrag anzeigen
    Ein aufgeklärtes Volk kennt die Programme der Parteien, sieht sich darin vertreten und wählt für sich, was seinen Interessen am nächsten kommt. Dieser Bürger wählt eben keine Person, egal ob sie nun Steinbrück oder Merkel heißen mag. Mit einer Personifizierung sind Sie Angriffen ausgesetzt, das Programm wird zweitrangig. Wie empfinden die Vertreter der Arbeitnehmer dieses? Ich las im Abendblatt aus Hamburg: Kanzlerin und DGB-Chef Sommer Hand in Hand.Ich las auch, Hwiesenthal gewerkschaften6

    Und in jedem dieser Beiträge wird Ihre Politik unter die Lupe genommen. Sie sollten also wissen, wie der Hase läuft.
    Hallo Lackehe,

    Gewerkschaften? Welche Gewerkschaften? Bereits 2009 gaben die
    Gewerkschaften keine Wahlempfehlung mehr. Die SPD und die
    Gewerkschaften haben sich wohl gründlich auseinander gelebt.

    Für den gemeinen Wähler sind Parteiprogramme so etwas wie die
    üblichen Sonntagsreden, also reine Augenwischerei.

    Da ist es doch naheliegend, sich auf die Personen zu konzentrieren,
    die für das Amt des Bundeskanzlers antreten.

    Genau so sind die Umfragen formuliert: "Wen hätten Sie denn lieber
    als Bundeskanzler, die amtierende Bundeskanzlerin oder deren
    Herausforderer von der SPD?"

    Klarer Vorteil für die Amtsinhaberin!

    Andere Parteien außerhalb des üblichen Spektrums CDU/CSU/FDP/
    SPD/Grüne kommen medial so gut wie nicht vor.

    Wem das alles nicht zusagt, der bleibt einfach zu Hause.

    LUNY
  6. #65

    Nein, kann und werde ich nicht ...

    Zitat von almabu Beitrag anzeigen
    Die Wähler erkennen das von Tag zu Tag mehr. Wer diesem moralisch verkommenen Haufen die Stimme geben will, der kann gleich Merkel wählen.
    ... weil das fiskalpolitische Konzept von Rot-Grün ganz klar sozial deutlich ausgewogener ist als das von Schwarz-Gelb. Ein Interesse, CDU/FDP/SPD/Grüne gerne als "Einheitsbrei" o.ä. zu verschreien, hat vorrangig DIE LINKE, um vermeintliche Alleinstellungsmerkmale zu generieren, die der Realität kaum standhalten würden.

    Solange sich DIE LINKE ohne ein notwendiges Mindestmaß an Pragmatismus in der parteipolitisch ungefährlicheren Fundamentalopposition verschanzt (weil sie sich da z.B. nicht an der SPD realpolitisch messen lassen muss), bleibt sie für mich persönlich unwählbar, obwohl ich mir zukünftig durchaus ein gesamtlinkes Bündnis wünschen würde. Das wird aber wohl nur dann was, wenn sowohl die Lafontaine- als auch die Schröder-Strippenzieher von der politischen Bildfläche verschwunden sind.

    Bis dahin bleibt Rot-Grün im Sinne des Allgemeinwohls das eindeutig "kleinere Übel" zur derzeitigen Regierung und hat somit volle Berechtigung !
  7. #66

    Im Gegensatz zu Schwarz-Gelb ...

    Zitat von speedy Beitrag anzeigen
    Die SPD hat bis Heute nicht verstanden das die Mittelschicht (Arbeiter,Angestellte,Leiharbeiter) die Verlierer ihrer "genialen" Hartz IV Politik sind.
    ... will allerdings Rot-Grün die inakzeptablen Auswüchse der Agenda 2010 z.B. durch eine dringend notwendige Korrektur des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes beseitigen und ist somit ehrlicher und selbstkritischer als die damaligen schwarz-gelben Agenda-Befürwqorter im Bundesrat.

    DIE LINKE könnte, ja müsste - wenn es ihr um die SACHE ginge - durchaus zusammen mit dem linken Flügel der SPD ein Interesse haben, die "Seeheimer" in der SPD weiter zu schwächen - ist aber nicht, weil sie sich lieber aus eigener Taktiererei völlig abschottet oder gar weiter heuchlerisch "späte Rache" an der ihr verhassten SPD üben will. Nachhaltige Politik sieht anders aus, wird aber mit DER LINKEN erst dann möglich sein, wenn sie ihre innerparteilichen Grabenkämpfe ausgefochten hat und ihre Bestimmung im Sinne des Volkes endlich in der Realpolitik sucht.
  8. #67

    Projekt 20

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat sich mit Parteichef Gabriel zu einem Vier-Augen-Gespräch über die schlechte Lage der SPD getroffen. Das Treffen bietet Anlass zu allerlei Spekulationen: In der SPD wächst unmittelbar vor der wichtigen Niedersachsenwahl die Nervosität.

    Vier-Augen-Gespräch: Steinbrück und Gabriel beraten über SPD-Krise - SPIEGEL ONLINE
    4 Augen können genauso blind sein wie 2. Unabhängig davon wie die Landtagswahl morgen ausgeht, die SPD hat entschlossen 20% ins Auge gefasst und das könnte durchaus gelingen im Bund. Mit Frau Nahles statt Steinbrück wären auch 16% drin.
  9. #68

    Mindestlohn

    Zitat von speedy Beitrag anzeigen
    Wir wollen eine sehr guten Lohn für unsere Arbeit.Wir wollen sozial nicht absteigen wenn wir Kinder möchten.
    Hallo Speedy,

    nun ist ja die SPD für einen Mindestlohn von 8,50 EUR/Stunde. Nur
    wird er nicht ausreichen, um Altersarmut abzuwenden.

    Da müssen noch mindestens 4,00 EUR draufgelegt werden.

    Im Januar 2005 sagte der damalige Bundeskanzler beim Welt-
    wirtschaftsforum in Davos:

    "Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt."

    Im September 2005 wurde er abgewählt, doch es war zu spät.
    Die sozialpolitische Tragödie nahm ihren Lauf. Hartz IV wurde nicht
    korrigiert, sondern verschärft.

    Die regierende Bundeskanzlerin ist eine glühende Anhängerin dieser
    Maßnahme. Aber das geht wohl im politischen Alltag unter.

    LUNY
  10. #69

    Entschuldigung

    Zitat von MephistoX Beitrag anzeigen
    Bis dahin bleibt Rot-Grün im Sinne des Allgemeinwohls das eindeutig "kleinere Übel" zur derzeitigen Regierung und hat somit volle Berechtigung !
    Hallo MephistoX,

    es tut mir leid, Ihrer Argumentation kann ich nicht folgen.

    Es herrschte große Einigkeit bei der Agenda 2010, es herrscht große
    Einigkeit beim EUR-Rettungswahn, WO ist denn die Alternative für
    den geneigten Wähler? Der will zurecht eine Alternative und nicht
    ein wie immer geartetes "kleinere Übel".

    LUNY