Chef des Weltwirtschaftsforums: Schwab kritisiert hohe Manager-Gehälter

DPADer Gastgeber des Weltwirtschaftsforums in Davos, Klaus Schwab, hat die zu hohe Bezahlung von Managern kritisiert. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" forderte Schwab, kein Chef solle mehr als zwanzig Mal so viel verdienen, wie sein am schlechtesten bezahlter Angestellter.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-878526.html
  1. #10

    Vielleicht...

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    So eine Forderung kommt heutzutage gut an. Was aber, wenn ich der Konkurrenz den CEO abjagen will und dafür aus ethischen Gründen nicht kurzerhand ein deutlich besseres Gehalt bieten darf? Geldwerte Vorteile fallen ja auch weg. Prostituierte führen noch weiter ins ethische Dilemma. Wie also lockt man das scheue Reh, von dem man sich im Gegenzu möglicherweise glänzende Geschäftszuwächse und somit auch Chancen für die Beschäftigten erhofft?
    ...sollte man den neuen CEO mit ethischen Grundsätzen des Unternehmens locken?Kommt er nur des Geldes wegen , war er eh der Falsche!
  2. #11

    In der Schweiz

    werden wir in Kürze genau über diesen Punkt abstimmen dürfen, auch wenn ich davon ausgehe, dass nur der Gegenvorschlag des Parlamentes, der wesentlich schwächer ausfällt, durchkommen wird. Es lebe die Demokratie! Wie sieht es bei euch aus in DE? Ganz vergessen, represäntative Demokratie. Und keiner wählt eine Partei nur wegen dieses Punktes. Wir auch nicht! Deshalb sind Abstimmungen so wichtig. Punktuelle Veränderungen, nicht nur das grosse Ganze
  3. #12

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Was aber, wenn ich der Konkurrenz den CEO abjagen will. [...] Wie also lockt man das scheue Reh, von dem man sich im Gegenzu möglicherweise glänzende Geschäftszuwächse und somit auch Chancen für die Beschäftigten erhofft?
    CEO? Geschäftszuwachs? Was haben die beiden Dinge miteinander zu tun?
    Für den Erfolg eines Unternehmens ist in erster Linie die Qualität der Produkte, sprich die Belegschaft, verantwortlich.
    Was Sie meinen ist wohl Renditesteigerung. Die funktioniert so: Löhne drücken, Kündigungsschutz lockern, Arbeitsplätze streichen.

    Kurzfristig ist das das Mittel der Wahl, und das was CEOs ganz besonders gerne machen.

    P.S.: Kennen Sie Herrn Mehdorn?
  4. #13

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    So eine Forderung kommt heutzutage gut an. Was aber, wenn ich der Konkurrenz den CEO abjagen will und dafür aus ethischen Gründen nicht kurzerhand ein deutlich besseres Gehalt bieten darf? Geldwerte Vorteile fallen ja auch weg. Prostituierte führen noch weiter ins ethische Dilemma. Wie also lockt man das scheue Reh, von dem man sich im Gegenzu möglicherweise glänzende Geschäftszuwächse und somit auch Chancen für die Beschäftigten erhofft?
    Sie scheinen zu vergessen, dass man auch das Gehalt des einfachen Angestellten verbessern kann und somit automatisch mehr Luft nach oben für das Managergehalt besteht.
  5. #14

    .

    Zitat von laubfrosch69 Beitrag anzeigen
    Schlechtest bezahlter Angestellter in DL = Minijober = 450 € x 20 = 9000 € monatlich x12 = 108000 € Bruttojahresgehalt. Reicht doch :)
    Auch, wenn ich schlechtbezahlte Minijobs ebenso nicht mag wie Sie:
    Wenn, dann sollte man wenigstens bei solch einem Vergleich Vollzeitstellen nehmen.
  6. #15

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    So eine Forderung kommt heutzutage gut an. Was aber, wenn ich der Konkurrenz den CEO abjagen will und dafür aus ethischen Gründen nicht kurzerhand ein deutlich besseres Gehalt bieten darf?
    Kann man doch. Man muss dazu nur die Löhne der am wenigsten verdienenden Arbeiter anheben. Schon erhöht sich die Manager-Grenze automatisch mit. ^^
  7. #16

    Zitat von Narn Beitrag anzeigen
    CEO? Geschäftszuwachs? Was haben die beiden Dinge miteinander zu tun?
    Für den Erfolg eines Unternehmens ist in erster Linie die Qualität der Produkte, sprich die Belegschaft, verantwortlich.
    Was Sie meinen ist wohl Renditesteigerung. Die funktioniert so: Löhne drücken, Kündigungsschutz lockern, Arbeitsplätze streichen.
    Genau, die Belegschaft ist für den Erfolg zuständig. Ich wusste schon immer, dass die Opel und Schleckermitarbeiter Schuld an der Misere sind.

    Die Bandarbeiter bei BMW, VW, Mercedes sind einfach die bessern und tüchtigeren Arbeiter.
  8. #17

    20x mehr....schön wärs ja...

    ...trotzdem frag ich mich, was der mit solchen Aussagen bezwecken will?!? Ein Umdenken? Läuterung?...wovon träumt der Mensch Nachts?
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Gastgeber des Weltwirtschaftsforums in Davos, Klaus Schwab, hat die zu hohe Bezahlung von Managern kritisiert. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" forderte Schwab, kein Chef solle mehr als zwanzig Mal so viel verdienen, wie sein am schlechtesten bezahlter Angestellter.

    Chef des Weltwirtschaftsforums Schwab kritisiert hohe Manager-Gehälter - SPIEGEL ONLINE

    Für solch einen Hungerlohn stehen unsere Elitemanager nicht einmal auf. Schließlich haben die Herren ja "eine gewaltige Verantwortung"; und da muß entsprechend Kohle fliessen.

    Werden sie allerdings der Verantwortung nicht gerecht - der goldene Fallschirm ist fest im Vertrag eingebaut.
    Das erleichtert das managen ungemein, macht es zum Monopoly Spiel mit "echten" Figuren. Richtig schiefgehen kann ja nichts, es sei denn man gehört (unglücklicherweise) zu den Spielsteinen - aber DIE sind ersetzbar, Spitzenkräfte natürlich nicht, DIE sind systemrelevant.

    Ne, die Welt ist so schon in Ordnung, in gottgegebener Ordnung. Wie früher, in der guten alten Zeit als jeder noch wusste wo er hingehört.

    (Ironiemodus aus)
  10. #19

    Ausgezeichnet aber unrealistisch!

    Alleine Siemens ist ein gutes Beispiel wie weit ist Deutschland von solchen Ideen. Der Siemens-Chef Löscher verdient um €10.000.000/Jahr. Das ist so um 4000(!!!) mehr als die schlechteste bezahlten Siemens Mitarbeiter und noch immer 40(!!!) mal mehr als die Bundeskanzlerin! Löscher, ex-Manager der mittleren Ebene, aus nirgendwo in den Chef Sessel katapultiert (schon wieder ein "genialer" Schachzug von Gerhard Cromme) wird niemals mit einer Verkürzung seines Einkommen einverstanden sein.