Fitschen auf der Grünen Woche: Deutsche Bank spekuliert weiter mit Nahrungsmitteln

REUTERSAller Proteste zum Trotz wird die Deutsche Bank auch künftig mit Wetten auf die Preise von Agrarrohstoffen Geld verdienen. Dies kündigte Vorstandschef Jürgen Fitschen auf der Grünen Woche in Berlin an. Es gebe keine Beweise für einen Zusammenhang mit dem Hunger in der Welt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-878519.html
  1. #110

    Zitat von Hafenschiff Beitrag anzeigen
    Die Banken wollen ja die Nahrungsmittelspekulation nicht aufgeben, weil sie damit global gesehen Milliarden und Abermilliarden verdienen und gewaltige Renditen einfahren.
    Die Commerzbank wirbt auf ihrer Homepage:
    "Weil wir Schluss machen mit neuen Spekulationen auf Grundnahrungsmittel"
    Wie das? Die Bank steht mit dem Rücken zur Wand, muss tausende Mitarbeiter abbauen, zahlt keine Dividende an Aktionäre, und ausgerechnet die will keine Milliarden und Abermilliarden verdienen? Wie erklären Sie das?
    Ist der Heilige Geist über die Commerzbank gekommen? Könnte es nicht einfach so sein, dass das Geschäft für die Commerzbank eben nicht so lukrativ ist?
  2. #111

    Aus der Notenpresse..!

    Zitat von heinerkarin Beitrag anzeigen
    Wenn bei diesen Lebensmittel-Spekulationen viel Geld verdient wird, wo kommt dieses her? Wer bezahlt letztendlich die Zeche? Doch wahrscheinlich der Verbraucher oder der Erzeuger. Irgendwo muss es doch herkommen.
    Banken bekommen geld praktisch umsonst damit sie damit spekulieren
    und ihre bilanz wieder gesund wird,nicht wahr,is doch so, oder ?
    Wenn ich allerdings geld brauche um ein neues; durchaus sinnvolles und wirtschaftliches produkt herzustellen dann heist es in der regel; woher wissen sie das es erfolgreich sein wird ?,oder ähnliche ablehnung in form
    von, was können sie vorweisen..? Banken dürfen trotz unfug und betrug
    fröhlich weiter miswirtschaften,es schneit gen himmel..
  3. #112

    Zitat von rjrauschffm Beitrag anzeigen
    Ein großer Back/Mühlenbetrieb befürchtet steigende Weizen/Mehlpreise. Er kauft einen Future auf Weizen. Wenn dann die Mehlpreise steigen, gewinnt der Future an Wert und der Betrieb kann die steigenden Einkaufspreise so ausgleichen. Die Alternative wäre eine große Lagerhaltung gez. R. R.
    auch @ belga rath
    Mit herkömmlichen Termingeschäften hat die Zockerei der zügellos freien Märkte nicht das Geringste mehr zu tun. Derlei Wetten (innovative Finanzprodukte) wären in jedem anständigen Casino verboten. Informieren Sie sich, ehe Sie hier andere Dummies nennen.
  4. #113

    Die Problematik

    ist, dass durch die Termingeschäfte das Volumen der Kontrakte ein Vielfaches der real existierenden Nahrungsmittel dargestellt wird. Dasselbe ist seit Jahren das Problem bei Rohöl, es wird rund 30 Mal mehr Öl gehandelt, als wirklich gefördert wird. Dadurch wird der Markt künstlich aufgebläht, und wie sich das auf der Ölpreis auswirkt, erleben wir alle täglich an der Tankstelle. Genau so wird es uns mit Weizen, Mais, etc. in Zukunft gehen. Hauptsache die Deutsche Bank erhöht ihre Gewinne! Das Schlimmste ist, dass die Regierungen tatenlos zusehen, weil sie mitverdienen (siehe Mineralölsteuer)!
  5. #114

    Umgekehrte Beweispflicht

    Was für eine Blendgranate.

    Als ob es die Aufgabe wäre, der Deutschen Bank nachzuweisen, dass ihre Geschäfte mit Agrarderivaten zum Hunger in der Welt beitragen.

    Die Deutsche Bank muss beweisen, dass ihre Geschäfte nicht zum Hunger in der Welt beitragen!

    Darüber hinaus weiß jeder, der nur geringe Einblicke in die Forschungslandschaft hat, wovon Forschungsergebnisse abhängen, die komplexe (multivariate) Zusammenhänge darstellen und bewerten sollen: Dem Willen des Geldgebers.
  6. #115

    Sehr geehrter Herr Achleitner

    Als Vorstand der Allianz AG und Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank AG ist es hier Ihre Pflicht, diesen Wahnsinn zu beenden. Ignorieren Sie die Agrar-Lobby und deren politische Vertreter.

    Mit hoffnunsvollen Gruessen
    Matthias Kiefer
  7. #116

    Wenn schon denn schon!

    Zitat von hans43.2 Beitrag anzeigen
    Was für eine Blendgranate.

    Als ob es die Aufgabe wäre, der Deutschen Bank nachzuweisen, dass ihre Geschäfte mit Agrarderivaten zum Hunger in der Welt beitragen.

    Die Deutsche Bank muss beweisen, dass ihre Geschäfte nicht zum Hunger in der Welt beitragen!

    Darüber hinaus weiß jeder, der nur geringe Einblicke in die Forschungslandschaft hat, wovon Forschungsergebnisse abhängen, die komplexe (multivariate) Zusammenhänge darstellen und bewerten sollen: Dem Willen des Geldgebers.
    Das führen wir dann auch gleich im Strafprozessrecht ein. Ich beschuldige Sie dann umgehend - sagen wir mal der Vergewaltigung - und Sie gelten als schuldig bis zum Antritt des Gegenbeweises.

    Wo Fakten nichts und Emotionen alles sind, gedeihen Vorschläge wie Ihrer. Das beschränkt sich ja nicht nur auf das hier behandelte Thema, sondern auch auf die gesamte Energiepolitik, Gesundheitspolitik etc.
  8. #117

    Zitat von Rukk Beitrag anzeigen
    Also ich hab jetzt ein Kilogramm Mehl zu verkaufen,
    doch alle im Forum hier haben Wetten darauf abgeschlossen,
    dass sich dieses Mehl verteuern wird.

    Dann steigt doch der Preis.
    Haben Sie schon mal ne Wette abgeschlossen? Ich glaube kaum, sonst wüssten Sie, das es dazu zwei braucht.
    Wenn alle hier im Forum Einstimmig auf höhere Preise wetten, dann braucht es exakt genau so viele die dagegen wetten, vielleicht die Leser im FAZ Forum. Und welchen Einfluss hat das dann auf den Preis? Richtig Null, der hängt von ganz anderen Faktoren ab.
  9. #118

    Zitat von statussymbol Beitrag anzeigen
    Der von Ihnen zitierte Forist schrieb dass es natürlich als Spekulant wenn man auf steigende Preise gewettet hat einen ANREIZ gibt hohe Preise zu forcieren. Es geht doch überhaupt nicht darum ob und in wie weit es sich beeinflussen lässt - es geht darum dass der Anreiz da ist.


    Ja ach was, was Sie nicht sagen. Genau daher gibt es ja den *Anreiz* die eigene Wette zu unterstützen. Es sagt ja niemand dass man direkt Einfluss nehmen kann.

    Als Spekulant beispielsweise auf steigende Erdölpreise werde ich beispielsweise logischerweise aber nicht die Parole ausgeben es gäbe genug Erdöl - sondern werde dafür sorgen Erdöl als möglichst knappes Gut darzustellen.

    Das ist doch auch ganz menschlich - "Angebotsverknappung" ist Grundlektion jedes Verkäuferlehrgangs. Wenn ich hohe Preise durchsetzen will dann mache ich meine Ware zu einem knappen Gut - selbst wenn ich das nur behaupte.
    Sie können als Spekulant versuchen Erdöl als knappes oder reichliche vorhanden Ressource darstellen solange sie wollen, entscheidend ist, was alle die vom Acker bis zum Supermarkt daran beteiligt sind, ihnen ihr Brot auf den Teller zu bringen effektiv für Treibstoff zahlen. Ob nun bei einer Wette der eine Wettpartner behauptet, Oel sei knapp und sein Wettpartner das gegenteil davon, das ist ein Nullsummenspiel.
  10. #119

    Der Begriff des Akkus"Experten" klassifiziert immer stärker eine Gruppe von Leuten, welche andere nur nachplappwen können, nicht aber wirklich etwas von der Materie verstehen...

    Die Sache mit der Rohstoffspekulation ist doch ganz einfach: Es gewinnt das beste Verfahren.

    Wer also handelt besser: Der durch millionenteure Rechner unterstützte reine Finanzmarktspekulant oder der gemeine Bürger, der auf dem Weg von der Arbeit tanken muss?