Drogenkrieg in Mexiko: 158 Polizisten festgenommen

Schlag gegen die Drogenmafia: Sicherheitskräfte haben im mexikanischen Bundesstaat Durango 158 ihrer Kollegen festgenommen. Die inhaftierten Gesetzeshüter sollen seit Jahren auf der Lohnliste des Sinaloa-Kartells stehen.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-878503.html
  1. #1

    truarig

    Solch Drogenkriege findet man leider auch in Europa bzw. Italien. Traurig aber wahr
  2. #2

    Sicher nicht!

    Zitat von derfalscheprophet Beitrag anzeigen
    Solch Drogenkriege findet man leider auch in Europa bzw. Italien. Traurig aber wahr
    Die in Teilen Mexicos tobenden Drogenkriege sind unvergleichlich.
    Aber, florierende Drogenmaerkte in Staaten gibt es immer nur deshalb, weil Sicherheits- wie Administrativorgane diese -zumindest mit-foerdern.
  3. #3

    Prohibition

    Und wieder einmal zeigt sich eindrucksvoll, dass Prohibition keine Probleme löst, sondern sie durch die Kriminalisierung von Produzenten, Händlern und Konsumenten verschärft. Aufklärung, teilweise Freigabe und das Zugeständnis an Konsumenten die Drogen frei wählen zu dürfen (und damit Herr über sich selbst zu sein) wären der bessere Weg.
  4. #4

    @Worldwatch

    Ob Du es glaubst oder nicht, in vielen Faellen geschieht die "Hilfe" nicht immer freiwillig. Da wird ein Polizist oder Buergermeister offen angesprochen und gebeten ein Auge zuzudruecken. Sollte er verweigern, wird ihm klar gemacht, dass man sowieso schon weiß auf welche Schule seine Kinder gehen und welchen Friseur die Frau besucht. Da wird dann oft aus Angst und nicht unbedingt Habgier mitgemacht. Gegen die mexikanischen Narcos und Zetas die europäische Mafia Kindergeburtstag.
  5. #5

    optional

    Eindämmen können diese Kämpfe nur wir hier in Europa und den USA, indem wir auf die heiß umkämpften Produkte, um die es hier geht, verzichten. Vielleicht sollte jeder, der sich zum Spaß eine Linie zieht, vorher mal darüber nachdenken, dass dafür wieder irgendein Mensch über die Klinge springen musste.
  6. #6

    Drogenkriege...

    ...gibt es nur deshalb, weil es Menschen gibt, die Drogen nehmen. Allen voran die zahlungswillige Kundschaft in den wohlhabenden Nationen, die sich, wie immer, ihrer Verantwortung nicht bewusst ist.
  7. #7

    Und die Erde ist ne Scheibe

    Zitat von Roland Müller Beitrag anzeigen
    Und wieder einmal zeigt sich eindrucksvoll, dass Prohibition keine Probleme löst, sondern sie durch die Kriminalisierung von Produzenten, Händlern und Konsumenten verschärft. Aufklärung, teilweise Freigabe und das Zugeständnis an Konsumenten die Drogen frei wählen zu dürfen (und damit Herr über sich selbst zu sein) wären der bessere Weg.
    Sie beeindrucken mich.
    Alk ist erlaubt und sorgt für Verbrechen, soziales Elend und Krankheit in Milliardenhöhe. Und nu?
    Und mit welchem Argument wollen Sie Menschen- und Waffenhandel verbieten?
  8. #8

    Zitat von wortgewalt87 Beitrag anzeigen
    Sie beeindrucken mich.
    Alk ist erlaubt und sorgt für Verbrechen, soziales Elend und Krankheit in Milliardenhöhe. Und nu?
    Und mit welchem Argument wollen Sie Menschen- und Waffenhandel verbieten?
    Als Antwort auf Ihre berechtigten Fragen kann ich nur auf die Bildungsdefizite in den meisten Staaten dieser Welt hinweisen. Wer sich der Ursachen und der Wirkungen des Drogenkonsums bewusst ist, wird zumindest reflektiert zu diesen Stoffen greifen. Unzufriedenheit mit Arbeitsbedingungen und Einkommen, Chancenungerechtigkeiten und daraus resultierende persönliche Perspektivlosigkeit lässt viele in den Rausch flüchten.

    Die willkürlich gezogene Grenze zwischen legalen RauschGIFTEN, wie Alkohol und illegalen RauschMITTELN, wie Marihuana (Klassifikation gemäß OECD) verdeutlicht die Absurdität staatlichen Handelns. Die mangelnde Aufklärung bezüglich eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol bedaure ich sehr, da ich mir der von Ihnen genannten Folgen sehr bewusst bin.

    Ich sehe schon einen gewissen Qualitätsunterschied zu Menschen- und Waffenhandel. Niemand darf sich an der Not anderer bereichern, weder durch Waffenlieferungen noch durch Schleuserdienste. Auch hier muss ich auf die Verantwortung der Politik in ihrer Vorbildfunktion und auf die Gestaltungsmöglichkeiten hinweisen. Die Ursachen für den Waffenbedarf bzw. für Auswanderungen liegen zunächst bei den Regierungen der betroffenen Länder. Auch hier könnten Bildung und ein dadurch erweiterter Horizont Wunder bewirken. Leider sind mittlerweile Strukturen entstanden, die nur mit Gewalt aufzubrechen sein dürften. Davor schützen sich die Machthaber (und ich meine nicht nur die bekannten Despoten, sondern auch viele demokratischen Staaten) natürlich mit Repression und Waffengewalt. Ein Verbot in diesem Zusammenhang würde geradezu lächerlich wirken.
  9. #9

    Lohnlisten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schlag gegen die Drogenmafia: Sicherheitskräfte haben im mexikanischen Bundesstaat Durango 158 ihrer Kollegen festgenommen. Die inhaftierten Gesetzeshüter sollen seit Jahren auf der Lohnliste des Sinaloa-Kartells stehen.

    Mexiko: 158 Polizisten wegen Korruptionsverdacht festgenommen - SPIEGEL ONLINE
    Und auf der Lohnliste welches Kartells stehen die inhaftierenden "Gesetzeshüter"?
    Ich fürchte, in Mexiko ist Hopfen und Malz verloren.
    Eingedämmt werden kann das Problem wohl nur durch eine (teilweise) Legalisierung in Nordamerika und Europa.
    Darauf zu setzen, dass amerikanischer und europäische Verbraucher verzichten (was theoretisch auch eine Lösung wäre), dürfte aber ziemlich blauäugig sein.