Verschreiben die Ärzte zu leichtfertig Psychopharmaka?

Das Angebot der Pharmaindustrie ist groß, die Mittel werden immer differenzierter und effizienter: Psychopharmaka verlocken zum Gebrauch. Ob bei hyperaktiven Kindern oder gestressten Erwachsenen, stets drängt sich ein Präparat zur schnellen Behandlung auf. Eine nur positive zu bewertende Entwicklung? Oder verschreiben Ärzte zu leichfertig Psychopharmaka?
  1. #170

    Neue Psychiatrie-Diagnosen

    Nach Lesen des Artikels muss ich sagen, dass sich der Autor es etwas zu einfach macht. Zunächst stört mich immens die kritiklos verwendete Phrase vom "jmd. als geisteskrank abstempeln". Sämtliche alte und neue psychische Störungen firmieren beim Autor unter dem Schreckensbild des "Geisteskranken". Da liegt doch das erheblichere Problem! Zunächst verstehe ich unter (der ohnehin rein umgangssprachl.) "Geisteskrankheit" nur einige wenige schwere psychiatrische Erkrankungen, jedoch weder ADHS noch leichtere Formen der Depression, sondern lediglich Schizophrenie, Wahnerkrankungen, Manien und schwere endogene Depressionen. Viel mehr nicht. "Abstempeln" psychisch Erkrankter ist doch durch die Verwendung des negativ konnotierten Wortes "geisteskrank" hier das Werk des Autors, während er es im gleichen Atemzug anderen vorwirft. Wenn es bewusst als Polemie gedacht ist, empfinde ich es infam und zynisch.
    Warum sollten psychische Erkrankungen eine schlechtere soziale Stellung einnehmen als körperliche Erkrankungen? Was soll dieser Unsinn? Niemand käme auf die Idee, den Diagnosewert einer Rhinitis zu bezweifeln und dessen Erwähnung in medizinischen Standardwerken samt ICD-Nummer zu hinterfragen. Dabei ist damit nur ein simpler Schnupfen gemeint. Wird der Erkältungskranke damit etwa zum "Körperkranken abgestempelt"? Nein. Man kann mit etlichen körperlichen Diagnosen herumlaufen (ich z.B. Amblyopie, Rhinitis, Adipositas, ...) Warum also sollte das Bestehen einer zeitweiligen oder ständigen psychischen Diagnose problematischer sein? Da wird dann jemand mit dem angebl. Argument zitiert: "Die meisten werden wieder gesund". Ja, gottseidank, um Glück! Sind psychische Erkrankungen in der Vorstellung des Autors per se unheilbar und sollte nur das Diagnosewert haben? Wohl kaum, oder?
    Da wird das Beipiel Schlafstörung durch Lärm angeführt. Ja, ist es denn keine Schlafstörung mit entsprech. Leidenssdruck, wenn es Umwelteinflüsse gibt, die der Betroffene nicht vermeiden kann? Wird er und sein Hausarzt nicht dennoch zumindest gelegtl. zum Schlafmittel greifen, auch wenn er dafür keine Diagnose im DSM findet?
    Zum Vorwurf des Einflusses der Pharmaindustrie ist doch im Weiteren einzuwenden, dass die Mehrzahl der bisherigen und das gewaltige Gros der neuen Krankheitsbilder überhaupt nicht medikamentös, sondern psychotherapeutisch zu behandeln ist. Sicher gibt es auch da Interessen der Therapeuten und somit bedenkenswerte Interessenkonflikte, aber mit dem Pharmavorwurf greift man doch etwas sehr kurz und geht zu einseitig heran.
  2. #171

    passend machen und brauchbar

    Zitat von vonwoderwestwindweht Beitrag anzeigen
    Zweiter nicht zu verachtender Punkt: es gibt einen gesellschaftlichen Trend zur Vereinheitlichung.

    Auch physisch gibt es den "Unauffälligkeitsdruck": waren früher äußerliche Abweichungen ganz normal, muss sich heute jeder mit auffälligem Leberfleck oder krummer Nase fragen lassen, ob bzw. wann er "das denn mal machen lassen" will, also sprich: wegoperieren, damit man endlich so aussieht wie alle.

    Und so ist es halt auch im Psycho-Bereich: jede Auffälligkeit muss sofort wegtherapiert werden.
    Bei uns wird alles gleichgeschaltet und das ausgemerzt, was nicht der Normung gehorcht oder wenigstens weggesperrt. Kinder, Jugendliche, Alte, Kranke, Behinderte, Ausländer, Arme, Kleine, Große. Die Genetiker behaupten, sie könnten den normierten Homunkulus herstellen, was allgemein beliebt zu sein scheint, nicht nur bei Lehrern. Diese eugenischen Einschätzungen und Wertekategorien gab es schon immer, sie sind keine Erfindung der Nazis. Das Alte Testament ist voll davon, die Calvinisten haben das genehme Verhalten von früh bis spät festgelegt.

    Füllt man die Patienten mit den richtigen Arzneien ab, so sind sie lieb und brav, begehren nicht auf und funktionieren. Das stimmt zwar überhaupt nicht, aber man kann viel Geld damit verdienen, Leuten eine Krankheit einzureden. Und wenn sie dann eine wenn auch andere haben, kann man ihr Leiden lindern, allerdings selten heilen. Halbgesund ist ohnehin das Optimum für den Moloch Krankheitswesen.

    Das Problem besteht erst mal aus der Seele, die von Ärzten aus Prinzip geleugnet wird, weil sie nicht existiert, und dann aus den vielen Deutungsschulen der Psychologie, die leider auch auf Ärzte wirken, sofern damit Geld zu verdienen ist. Die Gesellschaft braucht diese Krankheiten dringend, wenn sie keine Lust hat, oder wenn ein Gesunder rausgeworfen werden soll, weil ihm die rechte Motivation abgeht, oder wenn er zuviel verdient. Und darum sind die Deutungen der Ärzte auch so undurchsichtig. Und weil die vielen Bekloppten Arbeit brauchen. Die Psychiatrien und Psychiater gieren nach Opfern, insbesondere die unter „freier“ Trägerschaft, die durchaus Geschäftssinn entwickeln und diesem einige Bedenken unterordnen. Diese Einrichtungen sind erstens maßlos kostspielig und werfen zweitens sehr viel ab, wenn sie „richtig“ arbeiten.

    Die Seelenlehre ist nichts anderes als die legitime Nachfolgerin der Kirchenlehre, ein kleines bißchen wissenschaftlich, ansonsten je nach Zweck beliebig anzuwenden. Möglicherweise sind die Fachleute nicht mal Ideologen, sondern Pragmatiker der Verwirrung. Allerdings selbst auch verwirrt. Die Pharma klärt sie ja keineswegs auf.

    Ich bin recht sicher, daß jemand, der wirksamere Psychopharmaka einnimmt, keineswegs in der Lage ist, längere Argumentationen logisch und sprachlich durchdacht vorzubringen. Hier passiert das aber am laufenden Band. Witziges Erlebnis. Vermutlich Wunderdrogen.
  3. #172

    Ja!

    So spart man sich die Ursachen im gesellschaftlichen Umfeld zu suchen.
    Es ist erschreckend wie oberflächlich man mit dieser Thematik umgeht.
    Hatten wir nicht plötzlich viel mehr schwere Depressionen weil das den Kliniken mehr Einnahmen verschaffte?
    In einer Gesellschaft in der Störungen der Gesundheit (kleines Zipperlein, Unwohlsein bis ernsthaften Erkrankungen) der Gewinn ( für Ärzte - die nicht übers den Kostenrahmen gehen dürfen, für KK die nicht zuviel ausgeben wollen, für Kliniken die gewinnbringend arbeiten müssen und die Pharmaindustrie die immer auf hohe Renditen abzielt) im Fordergrund steht, muss alles was diesem Ziel dienen kann entsprechend aufgebauscht werden.

    Es ist erschreckend wie stark sich hier am Vorbild der USA-Psychologie orientiert wird.
    Leider haben die bisherigen Missbrauchsfälle noch nicht den Grad der Bekanntheit erreicht der zu zivilem Ungehorsam führen würde.

    Es darf niemals darum gehen Stimmungen oder Störungen auf Grund bestimmter Lebensumstände zu normieren. Vielmehr müsste immer wieder die Rolle der Gesellschaft und ihren Einfluss auf Entwicklungen hinterfragt werden.

    Wer wirklich alles für das Wohl der Menschen (und nicht nur einiger) tun möchte muss den gesellschaftlichen Faktor in den Fordergrund stellen und er muss dafür Sorge tragen das durch
    eindeutige Formulierungen kein Missbrauch möglich ist, dass keine Hintertüren dazu genutzt werden können, bestimmte Gesellschaftsgruppen zu stigmatisieren.

    Schon heute sind viele Formulierungen mehr als bedenklich, insbesondere im Rückblick auf historische Ereignisse.
    #Nachgedacht
  4. #173

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht,ob der Name "Manuel Schoch"Ihnen etwas sagt.Ich habe zwei Buecher von ihm.Im Internet finden Sie ueber ihn Information.2008 sollte er in Portugal ein Seminar fuehren,verstarb aber vorher ploetzlich.Seine Frau Effi fuehrt seine Arbeit weiter.Ich habe sie auf zwei Seminaren,an denen wir teilgenommen haben kennengelernt.Ein Freund sagt,dass er ohne Manuel es nie geschafft haette,aus seiner Alkoholsucht,sich wirklich zu befreien.
    Ich bin spirituellen Wegen, auf Grund gemachter Erfahrungen mit Menschen die diese Wege gehen,gegenüber sehr skeptisch.Es mag sein das es hilfreich sein kann,aber oft,so zumindest meine Erfahrung,geht es dabei eher um Vermeidung von Konflikten.Ich möchte damit nicht die Spiritualität als ganzes in Frage stellen.Vielleicht ist es eher so,das viele Menschen so mit Konflikten beladen sind,das sie nur sehr schwer Zugang finden zu dieser ursprünglichen Erfahrung.
    Auch für mich ist diese Art der Erfahrung kaum zugänglich.
    Für mich ist die Verarbeitung und das Verständnis innerer Vorgänge am bedeutsamsten.Dabei haben mir vor allem Körpertherapien geholfen,aber auch das Erlernen von "gewaltfreier Kommunikation",wobei keines der Themen abgeschlossen ist und es bleibt ein ständiges dazulernen und mehr Verständnis entwickeln.
  5. #174

    An#174 Friede ist alles

    Ich teile Ihre Skepsis sogar.Es gibt hier in der Naehe eine Komune,die gute Ideen haben moegen,die mir aber als Mensch suspekt sind,und ich Abstand nehme.Das erste Seminar von Effi habe ich besucht,weil diese Art der Meditation und Sicht unserem Freund geholfen hat.Ich war neugierig und wir waren eingeladen,weil unser Freund das Seminar organisiert hatte.Das zweite Mal,im vergangenen Jahr bin ich hingegangen,weil Effi Schoch einfach ein Mensch ist mit einer Ausstrahlung und Waerme und wir haben uns auch ueber dieses Thema,ueber das diskutiert wird unterhalten.Es ist keine Therapie,sondern eher Entspannung und somit als Auszeit des Alltags(fuer eigentlich alle Teilnehmer)zu sehen.Und wer psychische Probleme hat,als Hilfe,Denkanstoss und oder Ergaenzung zu verstehen.
  6. #175

    Zitat von fpa Beitrag anzeigen
    Richtig, aber der Zappelphilipp ist nur eine relativ unbedeutende Nebenerscheinung von ADHS. Typischer sind andere Struwwelpeterfiguren: Der böse Friederich, Paulinchen mit dem Feuerzeug, Der Struwwelpeter, Der fliegende Robert und der Suppenkasper.

    .....
    Die Art und Weise wie sie mit solchen Diagnosen verfahren und anwenden ist für mich erschreckend.
    Die Frage warum Menschen solche Symptome entwickeln,hat Gerald Hüther sehr eindringlich und aufschlussreich erklärt.
    Hier nochmal eine für mich gut nachvollziehbare Erklärung:
    "Was ist der Grund für diesen gescheiterten Entwicklungsschritt?

    Die Lebenswelt moderner Familien hat sich grundlegend verändert. Es ist nicht mehr nötig, sich gemeinsam um die Sicherung des familiären Zusammenlebens zu kümmern, also z. B. Brennholz für den Winter zu sammeln oder Nahrungsvorräte anzulegen. So ist in diesen Familien sehr viel von dem verschwunden, was sie noch vor einigen Generationen zusammengehalten hätte: das Schwein im Stall, die Kaninchen und Hühner im Hof, der Gemüsegarten hinter dem Haus, auch der gemeinsame Kirchgang oder das gemeinsame sich kümmern um die Alten.
    In vielen Familien wird heute zu wenig Wert auf gemeinsame Aktivitäten, Interessen, auf gemeinsame Ziele und Inhalte des Zusammenlebens gelegt. Man klammert sich aneinander und versichert sich ständig gegenseitig, ohne den Fokus auf etwas außerhalb dieser direkten Beziehungen zu legen. Das kann auch aus Gleichgültigkeit und Vernachlässigung passieren, etwa wenn jedes Familienmitglied für sich Medien konsumiert, ohne dass es noch ein gemeinsames Erleben gäbe. Vieles geht heute auch einfach zu schnell, in dauernder Hektik kann man keinen gemeinsamen Fokus mehr finden."
    Hier nachzulesen:
    Gerald Hüther in Psychologie Heute
    Auch ihre Assoziazionskette aus weiteren Diagnosen,läst bei mir die Frage aufkommen,wie sehr ihr Weltbild durch solche Bilder bestimmt wird.Und anhand weniger Hinweise eine Diagnose aus der Ferne stellen zu wollen,düfte wenig geeignet sein das was in einem Menschen vorgeht zu verstehen.
    Das bei dem was im Inneren eines Menschen vorgeht,äussere Einflüsse bis auf die genetische Ebene wirken und bereits im vorgebutllichen Stadium beginnen,dafür gibt es mittlerweile viele Hinweise aus der neurobiologischen Forschung.Wie wollen sie all dies berücksichtigen,wenn sie anhand einzelner Ereignisse Diagnosen stellen?
    Was ist mit ihnen geschehen,das sie einsolches Menschenbild entwickelt haben?Für mich hört es sich so an,als wenn ihr Kampf um Annerkennung für ihre Sichtweise und Erfahrungen zu einer immer verschlosseneren Sichtweise geführt hat.
    Dies alles bedeutet für mich nicht das Eltern "schuldig" sind.Sie geben das weiter was sie selbst erfahren haben.Hier Alternativen zu entwickeln und andere Verhaltensmöglichkeiten zu erlernen halte ich für den Weg der allen Beteiligten am meisten hilft.
  7. #176

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    Ich teile Ihre Skepsis sogar.Es gibt hier in der Naehe eine Komune,die gute Ideen haben moegen,die mir aber als Mensch suspekt sind,und ich Abstand nehme.Das erste Seminar von Effi habe ich besucht,weil diese Art der Meditation und Sicht unserem Freund geholfen hat.Ich war neugierig und wir waren eingeladen,weil unser Freund das Seminar organisiert hatte.Das zweite Mal,im vergangenen Jahr bin ich hingegangen,weil Effi Schoch einfach ein Mensch ist mit einer Ausstrahlung und Waerme und wir haben uns auch ueber dieses Thema,ueber das diskutiert wird unterhalten.Es ist keine Therapie,sondern eher Entspannung und somit als Auszeit des Alltags(fuer eigentlich alle Teilnehmer)zu sehen.Und wer psychische Probleme hat,als Hilfe,Denkanstoss und oder Ergaenzung zu verstehen.
    Das wichtigste aus meiner Sicht ist,das etwas das hilft auch nachhaltig ist.Das Meditation positive Wirkungen haben kann,darüber gibt es viele Belege,unter anderem von Jon Kabat Zinn.
    Hier ein interesanter Link zum Thema,auf der Seite von J.K.Zinn gefunden:
    Meditation found to increase brain size | Harvard Gazette
    Schön wenn sie positive Erfahrungen gemacht haben.Die praktische Seite der Spiritualität in Form von Meditation halte auch ich für eine gute Möglichkeit Erfahrungen zu machen.
  8. #177

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Ich bin recht sicher, daß jemand, der wirksamere Psychopharmaka einnimmt, keineswegs in der Lage ist, längere Argumentationen logisch und sprachlich durchdacht vorzubringen. Hier passiert das aber am laufenden Band. Witziges Erlebnis. Vermutlich Wunderdrogen.
    Das ist aber nicht ihr Ernst, oder?
    Wieso sollte jemand, der Antidepressiva nimmt, keine logische, durchdachte Argumentation durchführen können?
    Sie sagen, sie seien sich sicher, dass das so sei. Woher nehmen Sie diese Sicherheit, also worauf fußt diese Behauptung?
    Ich kann Ihnen sagen, das Lesen und Denken funktioniert bei mir ebenso gut, wie das Schreiben.
    Keine Wunderdroge - lediglich ein Medikament.
  9. #178

    Zitat von Frieden ist alles Beitrag anzeigen
    Ich glaube das weder das eine(Charakterschwäche) noch das andere (Krankheit wie jede andere) zutrifft.
    Das Verhalten eines Menschen entwickelt sich zusammen mit der Umwelt. Es als isoliertes Ereignis zu betrachten,oder auf eine chemische Reaktion zurückzuführen,lässt vieles ausser acht,das zu verstehen der seelischen Not eines Menschen notwendig ist.
    ...
    Eines der vielen Probleme in diesem Zusammenhang, ist aus meiner
    Sicht das diese Erkenntnisse wenig Beachtung finden und viele Menschen so nicht die Hilfe und das Verständnis bekommen das sie brauchen. Stattdessen werden Diagnosen erstellt,das Geschehen auf oberflächliche Symptome reduziert, und versucht diese durch Medikamente zu reduzieren.So bleiben die tieferliegenden Urschen unerkannt und auch unbehandelt.Zu den Folgen gehört dann oft langfristig eine Verschlimmerung der Symptome.
    Ich stimme Ihnen zu 100% zu, dass Psychische Krankheiten nur seltenst losgelöst von der Biographie betrachtet werden können!
    Meines Erachtens liegt die Wahrheit dazwischen: Medikamente in Kombination mit Psychotherapie sind häufig eine gute Strategie.
    Nicht immer! Nicht bei jedem!
    Ich halte weder viel von der Verteufelung von Psychopharmaka, noch davon, das Zeug in den Himmel zu loben.
    Es sind eben Medikamente.. nicht mehr, nicht weniger
  10. #179

    An#166 forist fpa

    Ich habe das Gespraech gelesen,den Film kann ich nicht oeffnen,und ich muss gestehen,dass ich nicht nachvollziehen kann,worauf Sie hinweisen moechten.Beim Erwachsenen ist ein Punkt der Diagnose:Die Unfaehigkeit sein Leben zu regeln und das Aufschieben von Problemen.Das ist ausreichend,um fuer Sie die Diagnose ADHS zu stellen?In meinem Beispiel geht es um Kinder.Ich finde es fragwuerdig,wenn auf Grund eines Lehrers seiner ganzen Klasse diese Diagnose gestellt wird.10 dieser Kinder kenne ich gut(kleiner Ort).Zwei dieser Kinder wurden in Lissabon inzwischen durch Gutachten eines anderen Psychologen bestaetigt,dass sie unterfordert sind.