Islamistischer Terror: Lammert kritisiert deutschen Mali-Einsatz

dapdZwei deutsche Transall-Flugzeuge sind auf dem Weg in die malische Hauptstadt Bamako. Zu wenig, sagt Bundestagspräsident Lammert. Er kann sich nicht vorstellen, dass "irgendjemand das für den deutschen Beitrag" im Kampf gegen die islamistischen Rebellen hält.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-878489.html
  1. #50

    nein ist genau richtig !

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    natürlich soll Deutschland Soldaten schicken, Frankreich ist verflucht nochmal unser Verbündeter.
    Das Rumgedruckse der deutschen (Regierung) ist beschämend und peinlich...
    Die Franzosen verteidigen hier ihre Wirtschaftsinteressen, genau
    gesagt die dortigen Uranminen. Da Deutschland aber aus der
    Atomkraft aussteigen will, haben wir dort keine Interessen !
    Erst recht nicht, da es sich hier um einen Bürgerkrieg zwischen
    Islamisten, Separatisten und Putschisten handelt, und oft noch
    unklar ist wer gerade mit oder gegen jemanden kämpft.

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    Wenn wir eine Milliradenteure Armee haben wollen, die nichts anders tut, als daheim Panzer zu putzen, dann sollten wir aus der Nato austreten und unsere Armeeausgaben um 90% reduzieren und uns künftig aus der Außenpolitik weitgehend zurück ziehen, denn das steht uns dann natürlich auch nicht mehr zu...
    Laut unserer Verfassung haben wir eine Verteidigungsarmee !
    Aber ich gebe Ihnen Recht was die Aussenpolitik angeht, da könnten
    wir sicher ein paar Takte langsamer machen.

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    Ich glaube gerne, dass 59% der Bevölkerung das für klug hält, aber die Mehrheit der Bevölkerung hat schon vieles für klug gehalten was einfach nur saudämlich war.
    Sowas wird Demokratie genannt !
  2. #51

    Ach ja diese seltsame Freundschaft

    Was glaubt ihr wohl,wie schnell diese deutsch-französische Freundschaft zu Ende wäre,würde Deutschland auf eigene Atomwaffen pochen ?

    Peter Scholl Latour hat das schon lange gefordert.
  3. #52

    Bildung statt Krieg

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    Wenn wir eine Milliradenteure Armee haben wollen, die nichts anders tut, als daheim Panzer zu putzen, dann sollten wir aus der Nato austreten und unsere Armeeausgaben um 90% reduzieren...
    Hervorragende Idee, dann könnten wir Geld und Ressourcen endlich sinnvoll einsetzen, statt sie im wahrsten Sinne des Wortes zu verpulvern.

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen
    ...und uns künftig aus der Außenpolitik weitgehend zurück ziehen, denn das steht uns dann natürlich auch nicht mehr zu...
    Wieso sollte einer friedlichen Nation keine Außenpolitik zustehen? Das ist etwa so logisch, als würden Sie sagen: Wenn ich meinen Mitmenschen nicht wenigstens ab und zu eins aufs Maul haue, dann habe ich gar keine sozialen Beziehungen mehr.
  4. #53

    Schau'n wir mal...

    ... wie sich der deutsche militärische Beitrag in Mali entwickeln wird... z.B. nach der Niedersachsenwahl! Spätestens nach der Bundestagswahl, werden dann die Karten richtig auf den Tisch gelegt werden!
  5. #54

    Einmischen

    Zitat von kuac Beitrag anzeigen
    Richtig, keine Einmischung, nirgends auf der Welt. Die Menschen sollen verrecken, was geht mich das an? Deshalb schaue ich auch weg, wenn jemand auf der Strasse oder am U-Bahnhöfen in DE totgepruegelt wird.


    Richtig, in Ihrem ersten Satz geht es um Einmischung in fremden Ländern - rechtlich gedeckt wodurch?
    Im zweiten Beispiel geht es um ggfls. unterlassene Hilfeleistung.
    Die Unterschiede sollte man schon erkennen.
  6. #55

    Hilfe für Mali

    Zitat von Dublin Lad Beitrag anzeigen
    Was sagen denn die Mitglieder der arabischen Liga? Wie sieht deren Beitrag aus? Bisher ist aus den Laendern nichts zu hoeren. Das koennte daran liegen, dass man die islamistischen Rebellen in Syrien unterstuetzt oder dass man es den Rebellen in Mali durch den Sturz Gaddhafis ermoeglicht hat, an die entsprechenden Waffen zu gelangen.
    Warum sollten wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Franzosen weiterhin billig an ihr Uran kommen, um die Stromversorgung zu sichern?
    Es geht nicht darum, den Franzosen zu helfen (obwohl wir deren Atomstrom in Zukunft evtl. ganz gut gebrauchen könnten), sondern erstmal den Maliern, sich von der Tyrannei religiöser Eiferer zu befreien. Und ein islamistischen "Gottesstaat" in der Region hätte nunmal langfristig auch schwerwiegende Folgen für unsere deutschen Sicherheitsinteressen. Dass der Sturz Gaddafis so schnell so negative Auswirkungen haben würde, hätte sich Sarkozy damals sicher auch nicht träumen lassen...
    Die arabische Liga ist in dieser Angelegenheit auch nicht einiger als wir Europäer, aber davon können wir uns nicht beeinflussen lassen; und was die Situation in Syrien angeht: selbst wenn wir wollten, sind wir einfach nicht in der Lage, dort wirklich effektiv und nachhaltig einzugreifen. Ersten mangels militärischer Kapazitäten (ich spreche von Europa), und dann handelt es sich dort wirklich um einen Bürgerkrieg, in dem jetzt schon viel zu viele pölitischen und religiösen Gruppierungen von Aussen mitmischen...auf welche Seite sollten wir uns denn stellen? "Nur" gegen Assad reicht leider in diesem Fall nicht mehr...
  7. #56

    Welche Mehrheit?!

    Zitat von Zaphod Beitrag anzeigen
    Es ist ärgerlich, dass die Mehrheit der Deutschen einfach nicht einsehen will, dass die Bundeswehr auch in Mali unsere Grenzen verteidigt. Es ist schlimm, dass die Mehrheit nicht will, dass deutsche Soldaten irgendwelche Rebellen töten, um damit irgendwelchen Regierungen zu helfen, deren Ziele wir nicht kennen. Es ist bedauerlich, dass die Mehrheit der Deutschen sich noch zu einer konfliktvermeidenden Politik bekennt anstatt mit einem Hurra-Patriotismus überall mitmischen zu wollen, wo es nur geht.

    Am schimmsten ist es jedoch, dass unsere Politiker diese Mehrheitsmeinung, die alleine vernünftig ist, mal wieder ignorieren, und in Großmannssucht überall auf der Welt deutsche Soldaten verheizen sollen, ohne dass irgendwelche Gründe dafür bestehen. Nur eine Minderheit der Deutschen scheint nicht einsehen zu wollen, dass es nicht Deutschlands Aufgabe ist, unsere "Werte" in die Köpfe der Menschen zu bomben - unabhängig davon, ob diese Menschen unsere Werte wollen oder nicht!
    Die "Mehrheit" in den Umfragen wird doch je nach Institut oder Gutdünken herbeizitiert je nachdem wofür sie gerade benötigt ist! Da bevorzuge ich aber unsere freiheitlich- demokratische Grundordnung, bei der die GEWÄHLTEN Vertreter langfristig und verlässlich entscheiden dürfen, ohne sich von täglich schwankenden Meinungsbildern leiten lassen zu müssen.

    Die Auslandseinsätze werden in Zukunft noch zunehmen, das ist in einer globalisierten Welt auch dringend geboten und moralisch und politisch unumgänglich, sozusagen alternativlos.
  8. #57

    Herr Lammert

    wenn über 50 Prozent der Bevölkerung nicht wollen das unserer Söhne dort hin gehen nach Mali dann schicken sie doch die Söhne von den deutschen Politikern hin.
    Vorbildwirkung ist immer was gutes.
  9. #58

    beschämend

    Die Zurückhaltung Deutschlands finde ich beschämend. Schließlich geht es auch um unsere Sicherheit. Vielleicht müssen erstmal paar Bomben hier im Lande explodieren, bis das Meinungsbild sich ändert. Nach meinem Empfinden ist es einfach nur feige und bequem und ein Herumdrücken um eine klare Position.
  10. #59

    Nein

    Zitat von vincent1958 Beitrag anzeigen
    ..post bezieht sich auf die Relation zwischen F und der Uranförderung in Mali.
    Machen Sie sich erst mal schlau:

    Frankreich: Der Rohstoffkrieg in Mali - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Ich habe Fakten präsentiert und Sie? Einen Textbeitrag aus einer Zeitung. Nein, Mali besitzt keine nennenswerte Uranquelle. Sonst wäre die Uranforderung von Mali zwischen 2001-2011 nicht gleich 0. Es gibt andere Grunde fuer die Einmischung von FR, aber nicht Uran.