Islamistischer Terror: Lammert kritisiert deutschen Mali-Einsatz

dapdZwei deutsche Transall-Flugzeuge sind auf dem Weg in die malische Hauptstadt Bamako. Zu wenig, sagt Bundestagspräsident Lammert. Er kann sich nicht vorstellen, dass "irgendjemand das für den deutschen Beitrag" im Kampf gegen die islamistischen Rebellen hält.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-878489.html
  1. #130

    optional

    Herr Lammert kann sich gerne freiwillig melden, zusammen mit allen Anderen die gerne Krieg spielen.
  2. #131

    ...

    Zitat von Karaja Beitrag anzeigen
    hat kürzlich im Fernsehen ein Statement gegeben, die Bundeswehr sei mit Afghanistan, Horn von Afrika etc. schon jetzt an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Da frag ich mich ernsthaft warum wie eine Truppe von 200.000 Mann vorhalten, wenn wir nicht mal 20.000 im Einsatz halten können. Die haben doch ein Rad ab.
    Das kommt halt dabei raus, wenn man jahrzehntelang sowohl beim Personal, als auch beim Material massiv spart. Die Truppe ist sozusagen totgespart worden. Selbst wenn sich Deutschland aus irgend einem Grund dazu entscheiden sollte, sich stärker als mit 2 Transalls zu beteiligen, es könnte sehr wahrscheinlich gar nicht mehr tun.
  3. #132

    Zitat von plleus Beitrag anzeigen
    Das erklärt immerhin schon einiges.
    Woher wissen Sie eigentlich, dass wir Terroranschläge in D haben werden, wenn wir nicht in Mali eingreifen? Es könnte ja auch genau anders herum sein.
    Glauben Sie wirklich, dass man Terror dadurch verhindert, indem man überall auf der Welt Krieg führt?
    Glauben Sie wirklich, dass man Terror dadurch verhindert, indem man vor Terroristen den Schwanz einzieht?
  4. #133

    Friedliches Miteinander?

    Zitat von rotertraktor Beitrag anzeigen
    Provozieren ist mit Sicherheit keine gute Devise für ein friedliches Miteinander, und bloß weil ich niemanden mit einer Waffe bedrohe, heißt das noch lange nicht, dass ich mich unterwerfe oder wegducke.
    Bei den Karikaturen bin ich allerdings ganz entschieden für eine Freigabe, aber das ist schließlich auch ein ganz anderes Kaliber als militärische Gewalt.
    Mit wem denn? Wollen Sie Dschihadisten zur Diskussionsgruppe einladen? Verständnis für ihre kulturelle Andersartigkeit zeigen? Und wer bedroht hier wen? Wenn ich mich recht erinnere haben bewaffnete Banden weite Teile Malis in ihre Gewalt gebracht und versuchen, ein Terrorregime mit religiös-fundamentalistischem Background zu errichten. Wollen Sie erst mal warten bis sich die neuen Taliban ein paar Jahre lang etabliert haben?
  5. #134

    Hinschauen und den Opfern helfen ist OK

    Zitat von Cephalotus Beitrag anzeigen

    Warum sollen wir da wegschauen?

    Nur weil wir eine Gesellschaft von feigen Wegschauern sind, egal obs die durch die Straßen gehetzten Ausländer sind oder die brennenden Asylantenheime oder die in den KZ krepierenden Leute oder eben die, die jetzt in anderen Ländern verrecken und um Hilfe flehen. Wir waren schon immer eine Nation von Duckmäusern und Wegschauern. Aber am Stammtisch groß das Maul aufreissen.

    Das sind wir Deutschen und so mancher ist offenbar auch noch Stolz darauf.

    Zwei Transall. Das ist erbärmlich.
    Man kann hinschauen und den Opfern helfen aber jedes mal wenn ein ehemaliges Kolonialstaat seine alten Interessen schuetzen will, kann man von D nicht erwarten das es sich einmischt. Unter den Pruessen war es so, unter dem Kaiser war es so, unter dem Adolf war es so und sie koennen die Marschierer auch heute noch regelmaessig im SPON mitverfolgen. Lesen sie 'Eines Tages'.

    Und heute soll es auch wieder so sein. Davor fuerchtet sich Europa und die Welt. Wenn Belgien im Kongo ein Bergwerk verteidigt - sie wollen mit. Oder Portugal irgendwo noch Interessen hat - sie wollen mit.

    Ich bin auch dafuer dass man noch einmal 100 Tranalls einsetzt welche die Fluechtlinge mit Wasser und Lebensmitteln versorgen. Rufen sie nach einer Luftbruecke, und dann kommt die Unterstuetzung.
  6. #135

    Nicht unser Krieg!

    #59 Prozent gegen Bundeswehreinsatz in Mali#

    Ich bin auch gegen einen Einsatz in Mali. Was geht uns die Wüste dort an. Man will uns nur erzählen, Mali sei wichtig. Dort gibt es wirklich nichts zu holen. Dies ist Frankreichs Krieg, die haben den angefangen, sollen sie ihn führen, aber ohne uns!
  7. #136

    50 Millionen Tote auf dem Kerbholz

    Zitat von janus67 Beitrag anzeigen
    Es gibt heute wohl keine Nation auf der Welt die pazifistischer ist als die deutsche.
    Zu den 50 Millionen gehoeren auch 15 Kinder die mit mir in der Klasse gesessen waeren.

    Es gibt ueber 7 Milliarden Menschen, 26 andere EU Laender, zig Natostaaten und ausgerechnet die deutsche Parlamentariar wollen Deutschland dieses mal in Mali verteidigen.

    Machen sie mich nicht lachen. Genug ist genug und man sollte doch etwas dazu lernen. Aber der Frosch will eben ins Wasser.

    Wer helfen will: Eine Luftbruecke fuer die Fluechtlinge. Das waere was.
  8. #137

    Halbherzig

    Sollte die deutsche Unterstützung Frankreichs in Mali mit der Entsendung zweier Transall-Maschinen erledigt sein, wäre das in mehrfacher Hinsicht ein Skandal: zum einen begründet das aus der "Erbfeindschaft" nach dem zweiten Weltkrieg aufgebaute nachbarschaftliche Freundschaftsverhältnis zu Frankreich eine besondere Pflicht der gegenseitigen Hilfe, auch und gerade in militärischer Hinsicht wegen der geschichtlichen Vergangenheit. Zum zweiten entsteht durch die Entwicklung einer menschenverachtenden terroristischen Szene in der Sahel-Zone eine konkrete Gefahr auch für Deutschland, also muss Deutschland ein Interesse haben, diese Entwicklung - auch mit militärischen Mitteln - zu verhindern; zum dritten sind wir Deutsche, eben aufgrund der jüngsten Geschichte, dem im Grundgesetz verankerten Wert der Menschenwürde ganz besonders verpflichtet. So schwierig es sein mag, an einer militärisch substantiellen Unterstützung Frankreichs durch Deutschland - und andere EU-Staaten - kann kein Weg vorbei führen; bliebe es bei zwei Transall, wäre das ein Grund sich als Deutscher zu schämen.
  9. #138

    ohne Titel

    Ich gebe Herrn Lammert recht.
    Wer so wie die Bundesregierung die Finanzpolitik der Euroländer in der Eurokrise entscheidend bestimmen will, muss beim Vorliegen ein
    Gefährdung des Weltfriedens mehr tun. als zwei lächerliche Flugzeuge
    in das Krisengebiet zu entsenden.
    Ich bin der Meinung, dass zumindest Kräfte der KSK nach Mali entsandt und den Franzosen unterstellt werden.
  10. #139

    Herr Lammert hat recht

    ich kann Herrn Lammert nur recht geben, auch wenn eine solche Position in Deutschland nicht populär ist. Es geht hier jedoch um Solidarität und um Interessen. Solidarität mit Menschen in Mali, die für Ihre Freiheit kämpfen wollen sowie Solidarität mit unserem engsten Verbündeten Frankreich und mit Europa. Es geht aber auch um unser Interesse Nordafrika nicht den Islamisten zu überlassen. Dabei ist mir sehr wohl bewusst, dass der Konflikt in Mali nicht nur eine Frage radikaler Kräfte ist, sondern auch eine Frage des Umgangs mit den Tuareg. In der Konsequenz würde ein Nichtstun aber trotzdem radikalen Ideologen erlauben ihre Macht zu vergrößern. Das kann nicht in unserem Interesse sein und würde auch unsere eigene Freiheit langfristig einschränken.