Angriff auf Gasanlage in Algerien: Entführer haben noch Geiseln in ihrer Gewalt

APAlgerien bleibt hart bei den Verhandlungen mit den Entführern von Ain Amenas - damit ist das Leben von vielen Geiseln weiter in Gefahr. Denn immer noch sind laut Regierungsangaben 30 Menschen in der Hand der Islamisten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-878488.html
  1. #10

    was soll das?

    Zitat von ofelas Beitrag anzeigen
    es hilft immer ueber den Tellerrand zu schauen, hier Robert Fisk


    "I called up another friend, a French ex-legionnaire, yesterday. Why was France in Mali, I asked? “Well, they say that the Islamists would have reached Bamako and there would have been a Taliban-in-Kabul situation, a state that had fallen into extremist hands. But I myself don’t understand. Mali is an artificial state whose northern inhabitants, especially the Tuaregs, have always refused to be ruled by a black government in the south. It’s tribal, with a veil of ‘Islamism’ over the top of it – and now how do we get ourselves out of this mess?”

    Algeria, Mali, and why this week has looked like an obscene remake of earlier Western interventions - Comment - Voices - The Independent
    wollen Sie hier mit Ihren Englisch- Kenntnissen angeben – oder was soll das?
  2. #11

    Erfolglosigkeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Algerien bleibt hart bei den Verhandlungen mit den Entführern von Ain Amenas - damit ist das Leben von vielen Geiseln weiter in Gefahr. Denn immer noch sind laut Regierungsangaben 30 Menschen in der Hand der Islamisten.

    Geiseldrama in Algerien: Entführer haben noch Geiseln in ihrer Gewalt - SPIEGEL ONLINE
    Es wird hier von einer deutlichen Mehrheit knallhart nach Militär gerufen, um die Geiselnahme zu beenden. Und dieses Muster sollte nach Meinung der Foristen bei allen anderen Geiselnahmen sofort auch angewandt werden.
    Es ist sicher richtig, dass die algerischen Truppen auch auf die Gefahr des Ermordens der Geiseln rasach eingegriffen haben. Es sei nur auch die Frage erlaubt, ob Waffen das Problem überhaupt lösen können.
    Zum einen wird es eine Eskalation der Strategien geben, die nächsten Geiselnehmer werden ihre Taktik mit neuen "Ideen" ausführen. Es ist ja gerade das Verhängnis, dass einer zum allem (auch zum eigenen Tod) entschlossenen Gruppe jedes Ziel überall recht ist. Daraus folgt, dass man sich gegen neue Überfälle nicht schützen kann.
    Das (negative!) Beispiel der umgekommenen Islamisten wird neue begeisterte Menschen anziehen, die wiederum ihrerseits als "Helden" neue Kämpfer erreichen. Das Potential der Islamisten ist so schon groß genug und wird weiter wachsen, wenn die Gegner dieses Krieges immer nur begrenzte Erfolge erzielen können, aber niemals diese Bewegung ganz ausschalten. Ein weltweiter Guerillakrieg wird denkbar, und 9.11. war nur ein Beispiel.
    Diesen Kampf kann man nur gewinnen, indem die Menschen islamischen Glaubens mit allen sozialen, politischen und vor allem gerechten Bedingungen ausgestattet werden, die wir wir für uns schon lange beanspruchen - die wir aber der moslemischen Welt in weiten Teilen verweigern. Wenn wir diesen Kern des Problems nicht angehen, werden sich endlose Überfälle, Geiselnahmen, Bombenterror
    und Kriege immer weiter hinziehen, bis schließlich die Welt wieder einmal in Flammen steht.
  3. #12

    Des Öfteren

    Zitat von c--3po Beitrag anzeigen
    wollen Sie hier mit Ihren Englisch- Kenntnissen angeben – oder was soll das?
    Stimme Ihnen zu. Leider liest man oft solche Beiträge. Hier meine Empfehlung an die Foristen: Setzt einen Link zum Originaltext und gebt im eigentlichen Text eure Übersetzung wieder. Ich mit meinen mangelhaften Englischkenntnissen würde es euch danken!!!!!
  4. #13

    Freilich, aber

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Manchmal frage ich mich, ob es hin und wieder besser wäre die russische Methode anzuwenden, aber dann denke ich auch an die vielen eigenen Opfer und da wir nun mal zivilisierte Menschen sein wollen können wir nicht so hart vorgehen.
    HR
    wenn die Schwachen denn die Erde geerbt haben...
    ich zitiere mal aus "Full Metal Jacket" :
    "If The Meek inherit The Earth, The Strong will take it away from them".

    So sehen das auch die Islamistischen Kaempfer aka Dschihadisten aka
    Fundamentalisten aka Freiheitskaempfer (nur ein SPON-Redakteur kann
    entscheiden, welcher dieser Bezeichnungen gerade die richtige ist...)

    Die jetzt hier ueber "faschistische Tendenzen" klagen, das sind die Schwachen. Die Russen haben das auch nicht so gemacht,
    weil sie solchen Spass daran hatten.
    Sie mussten aber zeigen, dass das mit der Schwaeche
    EIN DUMMES MISSVERSTAENDNIS war.

    Bei uns ist das freilich nicht so eindeutig.
  5. #14

    Wer investiert in "Gottesstaaten" noch?

    Wenn alle Investitionsvorhaben in islamischen Staaten nur durch Kriege gegen Islamisten geschützt werden können, dann kann man sich fragen, wer da noch investieren (und arbeiten) will.
  6. #15

    Noeh, er sieht nur weiter...

    Zitat von c--3po Beitrag anzeigen
    wollen Sie hier mit Ihren Englisch- Kenntnissen angeben – oder was soll das?
    das ist ja durchaus kritisch - Viele haben davor Angst, das sich in Nordafrika so eine Situation wie in AFPAk entwickelt - ich bin da nicht
    so aengstlich, die Sahara und der Maghreb sind schon was Anderes...
    und kein Pakistan nebenan.

    Aber es gibt andere Faktoren, wer also mit Englischkenntnissen angeben kann, der sollte sich ueber diese informieren - hier ist ein sehr
    aufschlussreicher Link :
    Asia Times Online :: Asian news and current affairs

    Unentdeckte Tiefen, was ?
  7. #16

    Alle militanten Islamisten muessen getoetet werden...

    ... in Algerien und anderswo, und deswegen muss sich die internationale Gemeinschaft zusammen tun, d.h. die westlichen Laender, aber auch Russland usw., mit den betroffenen Staaten der Region. Verhandeln ist absoluter Quatsch. Die islamischen Extremisten herrschen auf Grundlage totaler Gewalt und nur diese Sprache kennen sie. Sie hassen den Westen bzw. alles was anders ist als sie bis auf den Tod und werden solange kaempfen, bis sie ihre perverse Vorstellung der Welt durchgesetzt haben. Sie sind das Krebsgeschwuer unserer Zeit. Es wird nur aufhoeren zu wachsen, bis man es vollkommen entfernt hat. Das wird viele Jahre dauern und erhebliche Kosten verursachen. Aber es ist sehr wahrscheinlich einer der grossen Kaempfe und Konflikte unserer Zeit, die unsere Welt eben er- und austragen muss. Das muss die internationale Gemeinschaft endlich begeifen, ob sie will oder nicht.
  8. #17

    Entschuldigung !

    Zitat von berteb Beitrag anzeigen
    Stimme Ihnen zu. Leider liest man oft solche Beiträge. Hier meine Empfehlung an die Foristen: Setzt einen Link zum Originaltext und gebt im eigentlichen Text eure Übersetzung wieder. Ich mit meinen mangelhaften Englischkenntnissen würde es euch danken!!!!!
    das ist manchmal sehr schwierig. So ist der von mir gelinkte Artikel
    sehr komplex, er berichtet ueber fein gesponnene Interessen,
    die hier noch nicht einmal angedeutet worden sind.

    Es scheint ueber das hinauszugehen, was unsereiner (mit "na klar, Libyen") und so fort schon oft geschrieben haben.ein Interesse and
    Es erklaert, warum die Amerikaner die Dschihadisten manchmal stuetzen und manchmal verfluchen - sie haben ein Interesse and einer
    "gewissen Instabilitaet" dort, damit sie ihr "AFRICOM" ausbauen
    koennen - es ist ja nicht so, dass die USA in Afrika nicht mitmischen.

    Und mit dem "Pivot" Richtung Asien, den sie letztes Jahr verkuendeten,
    ist eines der Hauptinteressen, den zunehmenden Einfluss Chinas
    zu neutralisieren... nur, wie macht man das ? Eben.

    Die Algerier wiederum haben auch bestimmte Ziele.
    Ebenso die Franzosen oder die Tuareg.
    Da muss man dann Argument um Argument abwaegen und sich jeweils
    entscheiden, welchem man folgen will.

    Der Link steht in meinem vorherigen Kommentar.
  9. #18

    Weiss nicht - hoffentlich nicht.

    Zitat von jbond007 Beitrag anzeigen
    ... in Algerien und anderswo, und deswegen muss sich die internationale Gemeinschaft zusammen tun, d.h. die westlichen Laender, aber auch Russland usw., mit den betroffenen Staaten der Region. Verhandeln ist absoluter Quatsch. Die islamischen Extremisten herrschen auf Grundlage totaler Gewalt und nur diese Sprache kennen sie. Sie hassen den Westen bzw. alles was anders ist als sie bis auf den Tod und werden solange kaempfen, bis sie ihre perverse Vorstellung der Welt durchgesetzt haben. Sie sind das Krebsgeschwuer unserer Zeit. Es wird nur aufhoeren zu wachsen, bis man es vollkommen entfernt hat. Das wird viele Jahre dauern und erhebliche Kosten verursachen. Aber es ist sehr wahrscheinlich einer der grossen Kaempfe und Konflikte unserer Zeit, die unsere Welt eben er- und austragen muss. Das muss die internationale Gemeinschaft endlich begeifen, ob sie will oder nicht.
    Es gibt ja jetzt schon immer welche, die bei denen wieder abspringen.
    Aber solange die fetzen fliegen, hat keiner zeit zum Nachdenken.
    Mangelnde Info, verhaertete Haltungen auf allen sechs Seiten
    (Westen USA, Westen EU, Dschihadisten, Russland/China, Golfstaaten, Terroranrainer...) oder wie viele es sind.

    Wenn denen keiner mehr hilft, ist es
  10. #19

    Zitat von Izmi Beitrag anzeigen
    Das (negative!) Beispiel der umgekommenen Islamisten wird neue begeisterte Menschen anziehen, die wiederum ihrerseits als "Helden" neue Kämpfer erreichen. Das Potential der Islamisten ist so schon groß genug und wird weiter wachsen, wenn die Gegner dieses Krieges immer nur begrenzte Erfolge erzielen können, aber niemals diese Bewegung ganz ausschalten. Ein weltweiter Guerillakrieg wird denkbar, und 9.11. war nur ein Beispiel.
    Sie fabulieren von einem weltweiten Guerillakrieg, wie soll das gehen? Werden sich demnächst Islamistenhorden im Spessart sammeln, und ungläubige Wanderer entführen? Es gibt einen weltweiten islamistisch inspirierten Terror, das weiß jeder der mal geflogen ist, und sich von Sicherheitsleuten an Flughäfen hat befummeln lassen müssen.

    Diesen Kampf kann man nur gewinnen, indem die Menschen islamischen Glaubens mit allen sozialen, politischen und vor allem gerechten Bedingungen ausgestattet werden, die wir wir für uns schon lange beanspruchen - die wir aber der moslemischen Welt in weiten Teilen verweigern. Wenn wir diesen Kern des Problems nicht angehen, werden sich endlose Überfälle, Geiselnahmen, Bombenterror
    und Kriege immer weiter hinziehen, bis schließlich die Welt wieder einmal in Flammen steht.
    Wir verweigern all dies der moslemischen Welt? Das ist doch Phrasendrescherei! Aus Algerien sind die Franzosen vor über 50 Jahren hinausausgeflogen, es sind also algerischen Machthaber die das Land seitdem regieren und ausbeuten, und aufgrund sozialer Verwerfungen das Islamistenproblem herangezüchtet haben. Und so ist es überall in der arabischen Welt, von Tunesien bis Syrien.