Pannenflieger: Boeing stoppt Auslieferung von Dreamliner

AFPBoeing zieht Konsequenzen aus der Pannenserie der Dreamliner-Maschinen: Der Flugzeughersteller hat die Auslieferung des Modells 787 gestoppt. Diese solle erst wieder aufgenommen werden, wenn alle Probleme gelöst sind - und die US-Luftfahrbehörde das Flugverbot für die Flieger wieder aufhebt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-878485.html
  1. #30

    Der Übergang auf Fly-by-wire bei Airbus...

    ...war schon ein ziemlich wagemutiger Entschluß, der schon ins Desaster geführt hat (AF447) aber immerhin werden die Aktuatoren (Stellglieder, wie Klappen, Spoiler etc.) nach wie vor hydraulisch betätigt.
    Nun hat Boeing auf Elektrik gesetzt. Das setzt natürlich voraus, dass die Stromversorgung extrem zuverlässig sein muß. Dass man das Bordnetz der 787 ausgerechnet mit Li-Ion-Batterien puffert, ist nur mit dem extremen Kosten- und Termindruck zu erklären, unter dem die Entwickler standen. Eine andere Batterietechnologie ist nicht ohne weiteres einsetzbar, denn Lade- und Entladeverhalten sind anders, zudem müßten die neuen Batterien, die Ladetechnik und das ganze Energieverteilsystem neu zertifiziert werden. Es wird wohl erst einmal auf eine Krampflösung hinauslaufen, denn es stehen handfeste wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel.
  2. #31

    Haarsträubend

    Zitat von j.cotton Beitrag anzeigen
    So war ich zB in den Achziger Jahren selber in der KFZ-Entwicklung bzw im "Fahrversuch" beschäftigt.
    Wenn die Abnehmer/Kunden wüssten, wie viele Leichen(teile) dort in den (geräumigen) Kellern lagern...
    Glauben Sie denn, dass es in der Luftfahrt(industie) so viel anders ist.
    Das, was dann sichtbar wird (wie im falle "Dreamer") ist doch nur die Spitze des Eises, das auch der Titanic zum Verhängnis wurde.
    Die folgende Sendung scheint Ihre Aussagen bezogen auf Boeing massiv zu bestätigen. Auch die FAA und die US-Regierung kommen dabei nicht gut weg. Aber wen wundert das? People & Power - On a wing and a prayer - YouTube. Ziemlich haarsträubend. Und wer noch mehr Haarsträubendes aus der Luftfahrtindustrie erfahren möchte, sehe sich auch folgende Doku an: 1. Mayday - Alarm im Cockpit (Staffel 1. Episode 1.) Um Haaresbreite (Deutsch!!!!) - YouTube. Ziemlich erschreckend. Erneut auch das Verhalten von FAA und Boeing.
  3. #32

    optional

    Airbus nutzt im neuen A350 exakt die gleichen Batterien vom japanischen Hersteller GS Yuasa. Auch viele Autohersteller, auch deutsche, setzen für ihre Elektromobile auf genau diese LiIon Batterien von GS Yuasa. Fällt das keinem Spon-Redakteur mal auf?
  4. #33

    Zitat von Irek Beitrag anzeigen
    Zurecht. Die Gründe der Pannen sind so gravierend, dass es an ein Wundern grenzt, dass es zu keinen großen Katastrophe gekommen ist. Die ist aber unausweichlich würde der Flugzeug wieder freigegeben.
    Die Lithiumbatterien müssen überhitzen.
    Es ist der gleiche Mechanismus, der regelmäßig zu Überhitzung der Kühlung bei dem LHC führt, oder zu Ausbrüchen der Vulkane oder Gletscherläufen führt.

    http://www.cwirko.de/Das%20einheitli...r%20Physik.pdf

    Über die Ursachen der Erdbeben. Teil IV Vulkanismus. | READERS EDITION

    Über die Ursachen der Erdbeben. Teil V – Gletscherbeben und der Tunguska- Ereignis | READERS EDITION

    Über die Ursachen der Erdbeben, Teil III Gletscherläufe | READERS EDITION
    SPON, wieso darf der Mitforist eigentlich in jedem naturwissenschaftlichen Thread sein kruden Troll-Thesen posten, während sachliche Kommentare der Zensur zum Opfer fallen?
  5. #34

    Zitat von khsnyder Beitrag anzeigen
    Spiegel stoppt Auslieferung von Genitiv
    Hehe. SPON ist aber nicht "Der Spiegel". Die Redaktionen sind getrennt. Vermutlich dürfen in der Zeitschriften-Redaktion nur die Leute ran, die im Deutsch-Abitur 15 Punkte hatten.
  6. #35

    Keine Häme, aber bitte Vorsicht

    Das Boeing die Auslieferung stoppt ist logische Konsequenz, die Flieger dürfen nicht mehr fliegen und keine Airline übernimmt den Flieger auf dem Vorfeld.

    Nun aber zum eigentlichen Problem, die B-787 ist schon sehr nahe am "all electric aircraft", will sagen viele Systeme die bei allen anderen Passagierflugzeugen von Hydraulik-Systemen (bis zu 4 redundant) versorgt werden oder durch Bleed-air (Zapfluft) aus den Triebwerken versorgt werden müssen nun aus diversen Generatoren ausschließlich mit Strom versorgt werden. Früher hatte man aus Sicherheitsgründen bei Langstreckenflügen 4 Triebwerke, fällt eines aus, sind noch 75% der Systeme vorhanden. Heute hat man aus Wirtschaftlichkeitsgründen nur noch 2 Triebwerke. Ferner darf die B-787 über mehrere Stunden entfernt von einem Ausweichflugplatz fliegen (ETOPS), das heißt, wäre der Vorfall in Japan auf einem solchen Flug passiert, wäre er vermutlich anders ausgegangen. Daher hoffe ich sehr, dass nicht nur die gesamte Stromversorgung genau untersucht wird, sondern auch die ETOPS Regelung für derartige Flugzeuge. Dann werden plötzlich wieder A340-600, B-747 und A380 für die Airlines wieder viel interessanter.
  7. #36

    Zitat von Steinwald Beitrag anzeigen
    Als Europafan kann ich mir natürlich ein leichtes Hinterhaltsgrinsen nicht verkneifen, als Flugzeugfan finde ich es aber immer schade, wenn ein Flieger Probleme hat, und ich muss auch neidvoll eingestehen, dass unsere Freunde aus den USA schon tolle Maschinen bauen. Und der A380 ist halt doch eher eine hässliche Wuchtbrumme...aber wie gesagt, als Europäer freue ich mich.
    Die A380 ist kapazitätsmäßig aber ganz woanders angesiedelt. Sie können nicht zwei Flugzeuge vergleichen bei dem das eine mehr als doppelt so viele Passagiere fassen kann.
  8. #37

    Leichtmetall? indepen?

    Wer lesen kann, ist "leicht" im Vorteil.
    Im Artikel steht Leichtmaterial. Das kann man in der Ee und sowieso schon mal schnell nicht bemerken.
  9. #38

    Das kann/darf doch nicht sein!

    Da verbietet eine US-Behörde einem US-Konzern seine "Ware" zu verkaufen. Das ist "gemein"!

    Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hatte am Mittwoch wegen zweier Zwischenfälle mit brennenden Batterien an Bord der Dreamliner vorerst ein weltweites Flugverbot für alle im Einsatz befindlichen 50 Maschinen verhängt.

    Boeing baut Lithium-Ionen-Batterien ein, weil sie leichter und leistungsfähiger sind als herkömmliche Nickel-Cadmium-Batterien. Die Entwicklung der aus Leichtmaterial gebauten und damit treibstoffsparenden Dreamliner-Maschinen war als Meilenstein in der Luftfahrt gefeiert worden. Die Lithium-Ionen-Batterien können aber leicht heiß werden und dann Feuer fangen.
    Damit muß man eben rechen. Es handelt sich dann doch nur um "Kolateralschäden". Hauptsache, der Shareholder Value stimmt!
  10. #39

    das ist doch bekannt

    Zitat von kreispunkt Beitrag anzeigen
    Dass Lithium-Ionen-Batterien im Alltagsbetrieb leicht Feuer fangen, kennt man schon vom Fisker Karma oder vom Chevrolet Volt:

    Fisker Karma Is First Car To Burn Underwater | Zero Hedge

    Bei dem New Jersey Port-Vorfall sollen übrigens auch ein Toyota Prius Plug-In abgebrannt sein, einem anderen sei die Batterie geschmolzen. Auch sie hatten Lithium-Ionen-Batterien an Bord:

    Three Toyota Prius Hybrids Also Burned In Fisker Karma Port Fire
    Deshalb ist heute ja auch wieder Angrillen bei Opel, der Ampera wird zünftig abgefackelt. Keine Ahnung weshalb Boeing auf diese gefährlichen Akkus gesetzt hat. Vielleicht kapieren jetzt aber die E-Auto Enthusiasten, warum das E-Auto derzeit keine Chance hat. Es gibt einfach keine sicheren Akkus mit ausreichender Kapazität.