Virtuelle Tastatur: Google macht die Hand zum Touchscreen

Ein paar Mal auf die eigene Handfläche tippen, schon ruft der Computer einen Kontakt an: Was bisher nur in Science-Fiction-Filmen funktioniert, könnte Wirklichkeit werden. Zumindest hat Google ein entsprechendes Patent beantragt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/v...-a-878325.html
  1. #1

    Hallo jnb. Tragbare Computer haben wir schon, nennt sich Laptop, oder wie auch immer ;)

    Ansonsten: Wahnsinn, was Google so alles forscht, hätte mal gerne wieder ein Update über das Googleauto, mit dem ein fast erblindeter fahren konnte.
  2. #2

    optional

    Wenn Google das erst im Juni 2012 beantrag hat, dürften sie damit reichlich spät dran sein.
    Citizen hat genau so ein System nämlich im Juni 2012 bereits auf einer Messe gezeigt.
    http://www.informationdisplay.org/article.cfm?year=2012&issue=10&file=art4
  3. #3

    Alter Hut

    ... das ganze kommt mir doch sehr bekannt vor.
    SixthSense - a wearable gestural interface (MIT Media Lab)
  4. #4

    anderes Prinzip...

    Zitat von hador2 Beitrag anzeigen
    Wenn Google das erst im Juni 2012 beantrag hat, dürften sie damit reichlich spät dran sein.
    Citizen hat genau so ein System nämlich im Juni 2012 bereits auf einer Messe gezeigt.
    Information Display
    beim Citizen-System wird das "Bild" von einem an der Decke montierten Laser projiziert. Das System ist somit ortsgebunden und für jeden sichtbar.

    Google blendet das perspektivisch berechnete Overlay über seine Datenbrille in den Sichtbereich des Trägers ein. Somit ist das Ergebnis nur für den Träger sichbar und nicht ortsgebunden, wie bei einer stationären Projektion.
  5. #5

    Macht Google ..

    ... visionär dort weiter, wo Apple stehen geblieben ist ? *schmunzel*

    Auch wenn Teile davon schon zuvor von anderen angedacht waren, eine reelle Umsetzung traue ich diesem Konzern zu.
    Abgesehen vom Lifestylebereich kann ich mir diese Technologie - weiter modifiziert - auch bei Behinderten oder körperlich eingeschränkten Menschen vorstellen. Selbst wenn es nur übergroße Tasten für Hauptfunktionen diverser Geräte wären. Meiner an Parkinson erkrankten Schwester würde sie die Bedienung vieler Dinge wieder ermöglichen. Ich hoffe ich kann ihr die Brille eines Tages aufsetzen.
  6. #6

    Zitat von whocaresbutyou Beitrag anzeigen
    beim Citizen-System wird das "Bild" von einem an der Decke montierten Laser projiziert. Das System ist somit ortsgebunden und für jeden sichtbar.

    Google blendet das perspektivisch berechnete Overlay über seine Datenbrille in den Sichtbereich des Trägers ein. Somit ist das Ergebnis nur für den Träger sichbar und nicht ortsgebunden, wie bei einer stationären Projektion.
    Mit der stationären Projektion haben sie natürlich Recht, aber auch das Google System ist prinzipiell für jeden sichtbar. Kommt halt drauf an wo man hinprojiziert.

    Eine wirklich grundlegend neue Idee zeigt das Google Patent jedenfalls meiner Meinung nach eher nicht. Siehe auch das ebenfalls schon gepostete MIT Projekt.

    Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass von den Claims im Patent allzuviel übrig bleibt, auch wenn das US Patentamt bei weitem nicht so streng prüft wie das Europäische und sich im Zweifelsfall lieber auf die Gerichte verlässt.
  7. #7

    Zitat von twan Beitrag anzeigen
    Hallo jnb. Tragbare Computer haben wir schon, nennt sich Laptop, oder wie auch immer ;)
    Mit €„tragbar“ ist hier wohl „wearable“ und nicht „portable“ gemeint.
  8. #8

    Alter Hut

    Fast das Gleiche haben Pattie Maes und Pranav Mistry (beide MIT) schon vor drei Jahren bei TED vorgestellt:
    http://www.ted.com/talks/pattie_maes_demos_the_sixth_sense.html
  9. #9

    Patente machen eine Umsetzung unwahrscheinlich

    Patente dienen dazu sich Verwertungsrechte zu sichern, nicht Technologien umzusetzen. Microsoft, Google, Samsung und Apple stehen gerade für das Gegenteil von Kreativität: Wer Patente anmeldet, behindert Entwicklung und sorgt dafür, dass sich Mittelmäßigkeit durchsetzt.