Faule Kredite: Spanische Banken könnten 190 Milliarden Euro verlieren

APEs ist die höchste Quote von faulen Krediten bei spanischen Banken, die jemals aufgezeichnet wurde: Rund 11,4 Prozent der Darlehen werden nicht zurück gezahlt. Die Geldhäuser könnten Kredite in Höhe von mehr als 190 Milliarden Euro verlieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-878401.html
  1. #10

    hallo, james 100

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Da hilft nur eins: Löhne runter, Renten runter. Und gleich danach noch ein paar Absenkungsrunden. Erst wenn die Löhne und Renten um ca 80% gekürzt wurden, können die Menschen wieder ihre Kredite bezahlen und konnsumieren bis zum jüngsten Tag. Kurbelt ja auch die Wirtschaft an.
    Und nicht vergessen: Steuersenkungen für die Leistungsträger, sprich "Finanzelite", durchpeitschen.
    das sehe ich auch so. es wird immer nur hin- und hergeschoben und wir bürger zahlen immer nur drauf. der wahnsinn findet kein ende. aber für den ausgequetschten bürger gibts doch nur eine möglichkeit: bei der nächsten wahl das kreuz endlich mal an der richtigen stelle zu machen. verunsichert sind wir doch schon genug, großteils durch die schlamperei und das unvermögen der sog. europäischen elite. die eu scheint nach wie vor ein experiment zu sein. m.e. sollten sich wirklich kluge köpfe - und dazu zähle ich nicht eu-bürokratie, eu-politiker und die aktuellen staatenlenker - zusammentum und dieses riesige vielerlei durchdenken. aber ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass die eu im chaos sterben wird. und dann kommt die politische selbstreinwaschung in höchster vollendung.
  2. #11

    Die EURO-Krise ist überwunden...

    ... wenn die deutschen Steuerzahler auf Jahrzehnte die Schulden Südeuropas abstottern. Das wird aus der Verheißung Europa einen Alptraum Europa machen. Danke für die reife Leistung unseres politischen Establishments !
  3. #12

    so kann man gezielt fremdes Geld ins Land holen

    man verleiht an Habenichtse, holt sich das Geld vom deutschen Steuerzahler wieder und alles ist gut. Alternativlos.
  4. #13

    das ist Vermögensbildung a la Club Med

    die mit faulen Krediten gebauten Immobilien und damit die Werte bleiben in Land und Bank. Der deutsche Steuerzahler begleicht die Differenz. Das läuft über die EU-Umverteilungsmaschinerie heute noch verschleiert. Wird aber mit der kommenden Fikal- und Bankenunion völlig legal. Denn die Mehrheit der weniger produktiven Länder wird die Regeln zur Aufsicht nach ihrem Gusto zu gestalten wissen. Der Geber wird einfach ausgenommen, hat nichts mehr zu sagen. Alternativlos.
  5. #14

    Nicht die Großbanken sind schuld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist die höchste Quote von faulen Krediten be
    Es sind nicht die spanischen Großbanken - es sind die spanischen Sparkassen und Regionalbanken, die von Regionalpolitikern ähnlich wie die deutschen Landesbanken mit größenwahnsinnigen Projekten in die Krise gestürzt wurden. So wurden in fast jeder Provinzhauptstadt ein Flughafen und in jedem Kuhdorf ein Kongresszentrum gebaut, die nun nichts als Kosten verursachen.

    „Die Bankia gilt wegen ihrer zahlreichen faulen Immobilienkredite als der größte Problemfall im spanischen Finanzsektor. Das Institut ist das viertgrößte des Landes. Es war aus dem Zusammenschluss von Caja Madrid mit einer Reihe kleinerer Sparkassen hervorgegangen. Bankia hat zehn Millionen Kunden. Der kriselnde spanische Bankensektor entwickelt sich zu einer immer größeren Belastung für die Euro-Zone. Die Institute sitzen seit dem Ende des Baubooms im Land auf großen Mengen fauler Kredite aus der Immobilienbranche. Nach Angaben der Regierung beläuft sich das Gesamtvolumen der Immobilienkredite spanischer Banken auf 320 Milliarden Euro. Davon wurden 180 Milliarden als „giftig“ eingestuft.“ (Der Spiegel)
  6. #15

    Ein paar Tage schien es so

    als hätte sich die Lage ein wenig stabilisiert. Jetzt kommt die große Keule umso schwerer zurück.
    Die Boni waren einfach zu hoch. Sie hatten auch das letzte Bankergehirn völlig vernebelt.
    Demnächst wird deshalb wohl der nächste Angriff der Südländer auf den deutschen Einlagensicherungsfonds wieder Fahrt aufnehmen.
  7. #16

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Macht doch nichts. Mutti wird die 190 Milliarden als Peanuts deklarieren und überweisen.
    Falsch! Die Bundesmutti verteidigt bekanntlich die deutschen Steuerzahler mit Zähnen und Klauen gegen die Begehrlichkeiten der mediterranen Pleiteländer. Wenigstens die reichsten Einkommensteuerzahler. Die Zahler indirekter Steuern sind ja sowieso keine Bürger und zählen daher für bürgerliche Parteien nicht.
  8. #17

    Zitat von eks2040 Beitrag anzeigen
    Die faulen Kredite nehmen zu, und das war doch wohl voraussehbar.. bei der Arbeitslosenzahl, der Rezession,etc. Und die EZB hatte doch auch schon von Euro 110 Milliarden gesprochen, doch dann kamen die verschoenten Berichte, dass lediglich ca Euro 60 Milliarden fuer die Bereinigung der Bankbilanzen notwendig seien. Und die Hilfe sollte dann auch gleich an die Banken fliesse, nicht mit Buergschaft/Haftung des Staates. Das wuerde bedeuten, dass die EZB ihre Kredite/Kapitaleinlagen gleich abschreiben muss. Und bei den neuen Angaben werden die folgenden Kredite/Kapitaleinlagen auch wieder noetig sein, um die anfallenden Verluste auszugleichen. Die Deutsche Regierung kann nur auf die Bremse treten und die Haftung des Staates einfordern. Die gewuenschte Europa-Bankenaufsicht und der angestrebte Bankensicherungsfond, von den Banken bezahlt, macht keinen Sinn, denn damit wuerde die Deutsche Bank in den Fond einzahlen und die faulen Kredite bei Spanischen Banken bezahlen. Dieser Prozess wuerde die guten Banken belasten und damit alle europaeischen Grossbanken schwaechen, schliesslich Unterstuetzungen vom Staat erforderlich machen. Und damit haette die Politik es geschafft, private Banken unter das Joch der Politiker zu stellen... Sozialismus durch Umverteilung. Karl
    Die Deutsche Bank könnte für die faulen Kredite spanischer Banken haften? Die DB hat bekanntlich in ihrer Bilanz beträchtliche Rückstellungen für Prozessrisiken ausgewiesen. Diese Rückstellungen dürften aber nicht einmal annähernd ausreichen die zu erwartenden Strafzahlungen und Schadenersatzforderungen zu begleichen. Wenn die zahlreichen gerichtlichen Verfahren gegen die DB abgeschlossen sind, dürfte diese fürchterlich solide Bank arg in Bedrängnis geraten.
  9. #18

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Da hilft nur eins: Löhne runter, Renten runter. Und gleich danach noch ein paar Absenkungsrunden. Erst wenn die Löhne und Renten um ca 80% gekürzt wurden, können die Menschen wieder ihre Kredite bezahlen und konnsumieren bis zum jüngsten Tag. Kurbelt ja auch die Wirtschaft an.
    Und nicht vergessen: Steuersenkungen für die Leistungsträger, sprich "Finanzelite", durchpeitschen.
    Dieser Beitrag schildert die Realität etwas ironisch, aber ziemlich treffend.
  10. #19

    Die 190 Mrd. € Abschreibungen auf Immobilienkredite werden nicht ausreichend sein...

    Zitat von Watschn Beitrag anzeigen
    Spanien leidet an einem Bau- und Immobiliendesaster ....
    ....
    Die span. Tageszeitung "El Pais" bezifferte die privaten Bau- und
    Immobilienausstände auf ca. 3,5 Billionen €. = 3500 Mrd €uro...!
    Die staatl./kommunale Verschuldung (inkl. Verschuldung im €uroraum) beläuft sich auf ca. 1,1 Billionen €....
    Die spanische Immobilienkrise würde die deutschen Banken schwer
    treffen, jetzt drohten ihnen milliardenschwere Abschreibungen. Jetzt
    rächten sich die Investitionen, denn die Häuserpreise fielen weiter.
    (Welt)

    Nicht nur das: Viele spanische Bauwerke sind oft von miserabler
    Bauqualität oder billig gebaut und dann total überteuert verkauft
    worden. Die Preisvorstellungen bzw. die Buchwerte in den Büchern
    der Banken sind viel zu hoch, da bei vielen Objekten der Gegenwert,
    insbesondere Lage und Bauqualität, eher sehr gering ist.

    Das wird noch ein Desaster ohnegleichen auch für uns hier werden.