Fisch-Invasion: Riesen-Welse erobern Rhein und Neckar

Peter MerkelDer Flusswels vermehrt sich in Deutschlands Gewässern rasant. Die Fische erreichen eine Länge von bis zu drei Metern und können 150 Kilogramm schwer werden. Biologen sprechen von der größten Veränderung der Wasserfauna seit der Eiszeit - rätseln aber über den Grund.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-877665.html
  1. #170

    Zitat von ekenkis Beitrag anzeigen
    Ich sass am Ufer der Havel als vor mir eine Krähe im Sturzflug wie eine Möwe auf die Wasseroberfläche schlug. Dann kam die Krähe wieder hoch, mit einem zappelnden Fisch in den Krallen....:-)

    Survival of the fittest...:-)
    Das war bestimmt bloz eine afrikarnische Möwe!
  2. #171

    Wie kann es sein das ein Mensch sich das recht nimmt zu sagen die Fische gehören aus dem Wasser weil sie zu gefährlich sind? Ich denke Fische haben mehr recht darauf im wasser zu sein als der Mensch
  3. #172

    Oberrhein

    Im Oberrhein, im Oberrhein,
    da schwimmen viele Welse
  4. #173

    Unqualifizierter

    Zitat von cthullhu Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wieso es im Jahre 2013 immer noch solche Spaß(!)tötungen gibt und diese auch noch als "Hobby" oder gar "Sport" betitelt werden.
    Gerade das Fischen sollte aufgrund der immer weiter sich zurückziehenden Artenvielfalt untersagt werden.
    Für mich ist es paradox, bei einem Amoklauf die Trauerglocke zu läuten und international auf die Tränendrüse zu drücken, aber Angeln als "lustigen Spaß für die ganze Familie" zu bezeichnen.
    geht es kaum.

    1. Es geht bei der Angelei nicht um das Töten. Dennoch werden gefangen Fische verwertet und es ist Fakt, das der Stress den das Tier erleidet, auf ein Minimum reduziert ist. Der Fisch wird vom Freizeitfischer unter Betäubung geschlachtet. Ein Privileg, das jedem konventionell gefangenen Fisch entsagt bleibt, da er qualvoll erstickt oder an der Langleine verendet. Das wird aber gerade von denjenigen, die das Angeln kritisieren nicht verstanden. Für diese Leute wachsen Fischstäbchen an Bäumen.

    2. Die Tatsache der zurückgehenden Artenvielfalt hat in erster Linie mit Gewässerverbauung und Begradigungen sowie Verschmutzung und intensiver Landwirtschaft zu tun, nicht mit der Angelei. Im Gegenteil, es sind Angelvereine, die durch ihre Arbeit in Deutschland ausgestorbene Fischarten wieder ansiedeln. Das zeigen z.B. die zahlreichen Lachs- und Meerforellenprogramme. In unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden werden Gewässer renaturiert und in Bruthäusern Setzlinge vorgestreckt, um sie dann als Besatz auszubringen und diese Fischarten wieder anzusiedeln. Schonmal davon gehört?

    Auch für andere Fischarten werden von den Fischereipächtern Bewirtschaftungspläne erstellt, um eine gesunde Artenvielfalt zu erhalten. Ohne Hobbyangler würden die Gewässer sehr viel ärmer aussehen.

    3. Leute wie Sie sind es dann häufig, die mit dem SUV beim nächsten Biosupermarkt vorfahren um ein Päckchen Möhrchen zu ergattern und glauben, sie würden damit die Welt verbessern.

    4. Das Schlachten von Fischen mit einem Amoklauf gleichzusetzen disqualifiziert Sie.

    5. Den Kritikern des Fangvorgangs als solchem sei gesagt, dass Stress unter Tieren auch auf ganz natürliche Art und Weise entsteht. Dann z.B. wenn sich ein Raubfisch seine Nahrung schnappt - denn diese sind noch nicht zur Political Correctness bekehrt und Vegetarier geworden. Ein Rotauge dass in den Kiefern eines Hechtes klemmt wird wesentlich mehr leiden, als der Fisch der vom Angler unter Beachtung der Vorschriften geschlachtet wird.
  5. #174

    Zitat von na!!! Beitrag anzeigen
    ist mal wieder ein beliebtes thema ?
    wie oft noch ? wir alle fahren auto und verbrauchen rohstoffe , na und ? und was hat das mit den welsen zu tun ?
    übrigens , ich blas zum spaß benzin raus mittem mottorrad ;-) mir is der klima wandel egal , ich freu mich wenns wärmer wird ;-) und jetz !?
    Stimme Ihnen da absolut hinzu. Bis auf einen denkwürdigen Punkt: Sportwägen sind geiler wie Moppedds.
  6. #175

    Man stelle sich

    Mal 'Sportkatzen' vor...
  7. #176

    Welse - keine Invasion

    Der Spiegel schreibt wieder mal Unfug: Der Wels ist im Rhein und in der Donau (dort auch als WALLER bekannt) heimisch - (haben ja schon einige Kommentatoren beschrieben).

    Der RMD-Kanal der beide jetzt verbindet wurde ja auch schon benannt - leider nicht als Ursache für die Ausbreitung des Wels.

    Der Spiegel berichtete schon 1996 über die Welse:
    „Auch der Rhein gilt als Waller-Dorado. An den Kühlwasserausflüssen der Atommeiler Biblis oder Philippsburg fressen sich die Tiere üppige Gewichte an. Der offizielle deutsche Wels-Rekord liegt mittlerweile bei 150,4 Pfund.“

    Die Bezeichnung „FLUSSwels“ ist Unfug – es ist der Europäische Wels!

    Das hätte man auch bei der Wiki nachlesen könne, Recherche ist beim Spiegel wohl nicht mehr üblich. Wie mag der Autor andere Aussagen der Fischer verbogen haben weil es sie nicht verstanden hat?

    Der „Angriff“ auf das Kind lässt sich auch einfach erklären: Welse betreiben Brutpflege und vertreiben Eindringlinge ob Badegäste oder Taucher.

    Zum Begriff Sport: Diese Bezeichnung „Sports of the fields“ (Bedeutung wurde schon genannt) wurde durch einen Angler - John Horrocks - in die deutsche Sprache eingeführt.
    Damals waren Turnen, Leibesertüchtigung, etc. Begriffe die man in aktuellen Sprachgebrauch als SPORT kennt.
  8. #177

    Kann schon sein

    Zitat von kotstulle777 Beitrag anzeigen
    Waller leben zwar in grundnähe. Jagen tun sie aber zumeist im mittelwasser oder der Oberfläche was seine Anatomie schon verrät. Und sie sind bei der Jagd alles andere als träge! Übrigens sind sie keine Gefahr für Kinder. Außerdem hab ich im Rhein o. Neckar noch nie Kinder planschen sehen. Uninformiertes wels bashing, ganz großes Kino SPON! Und ein 3 Meter Exemplar wurde auch noch nie gefangen. Wobei ich drei Meter für realistisch halte...
    Ich habe im Sommer 2008 im Rhein bei Bad Honnef einen Wels von 2,40m und etwa 70-80kg (geschätzt) gelandet. Der Fisch war kompakt und eher schlank, Maulbreit ca. 65 cm. Da ich Kochtopfangler bin ist er noch zu haben.
    An kleineren Gewässern wie z.b. der Sieg würde ich nicht mehr so handeln da der Freßdruck der Welspopulation enorm ist. Zusammen mit den ökologischen Schäden durch den Kormoran verändert/ verringert sich das gesamte Naturspektrum des Ökosystems Sieg.
    Mit solchen Argumenten kann man natürlich keinem hardcore Veganer kommen, der Angeln mit Völkermord oder schlimmeren gleichsetzt, gleichzeitig aber als Tierfreund mit 5 Kötern für die Lukrativität von Schlachtviehtransporten sorgt.
    Ansonsten halte ich den Sponbericht für halbgaren populistischen Murks
    Petri
    tec
  9. #178

    @ gimmix: Sportkatzen...

    nein, aber Sportpferde, die auch wegen Olympia um die Welt geflogen werden, gibt es schon. Pferde "lieben" es, als Fluchttiere in einem engen Container eingesperrt stundenlang ein lärmendes Flugzeug ertragen zu müssen. Hundesport gibt es ebenso. Ach- nicht dran gedacht? Schade.
  10. #179

    Zitat von MG-Hotspur Beitrag anzeigen
    Nun, ich hätte da einen Verdacht, warum Ihnen die Geschichte niemand abnimmt: das Bad Ems, das ich kenne, liegt an der Lahn im schönen Rheinland-Pfalz. Aber ansonsten ist's schön erzählt... ;-)
    Hm, also Bad Ems liegt nicht an der Ems, sondern an der Lahn. Woher sollte ich das wissen? Ist aber ein hübsches Fleckchen Deutschland dort, nette Menschen, wenn auch etwas spießig. Mir gefallen die Hügel. Sowas kenn ich ja als Flachlandtiroler nicht.