Europas Presse über den Mali-Einsatz: "Paris nicht alleine lassen"

AFPSollen Frankreichs europäische Partner an seiner Seite in Mali eingreifen? Europas Presse ist dieser Frage gespalten: "Höfliche Ausreden" wohin man blicke, klagt "Le Figaro", eine "unerträgliche Einsamkeit" beklagt "Le Monde". Der "Independent" warnt vor einem zweiten Afghanistan.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-878338.html
  1. #60

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    ... Afghanistan ist ein Disaster, wer das Land, Geschichte und Kultur kennt dem war das von vornerein klar. ...
    Diejenigen, die die Ausbildung mehrheitlich pashtunischer Koranschüler in Pakistan finanziert haben, hat es kalt erwischt.

    Der politische Irrsinn indes ist auf die administrative Teilung des Landes, herbeigeführt durch Mortimer Durand 1893, zurückzuführen. Seitdem handelt es sich hierbei um einen grenzüberschreitenden (multinationalen) Konflikt, der nicht durch innerstaatliche Maßnahmen - egal welcher Art - befriedet werden kann.
  2. #61

    @tontontombi NZZ und Schweiz

    Ihre kritik an der Schweiz ist ueberaus unangebracht. Alleine in Genf sind ueber 200 internationale Institutionen und Kommissionen, der zweite Uno Sitz und zahlreiche Friedenskonferenzen wurden dort abgehalten. Auch der neue Sitz zu den Menschenrechten ist dort. Im Vergleich dazu ist Deutschland ein Entwicklungsland. Kein Land der Erde macht im Vergleich mehr und hat mehr gemacht.....lesen sie nach
  3. #62

    Welt in 10-20 Jahren

    Die Naivität mancher Foristen hier ist unübertrefflich.
    Lieblingsspruch einiger ist: "Was haben wir in Mali zu suchen?"

    Zu suchen gar nichts, wir haben nichts verloren.
    Aber es wäre sinnvoll, einmal um die Ecke zu denken, und zu überlegen, wie die Welt in 10-20 Jahren aussieht, wenn wir uns aus allem raushalten.
    Heute ist es Mali, das von Islamisten überrannt wird. Okay, tun wir, was einige Foristen hier verlangen, und halten uns raus. Das zeigt den Islamisten, dass sie tun können, was sie wollen.
    Interessiert niemanden, wenn sie Frauen mißhandeln, weil sie sich nicht zwangsverheiraten lassen wollen und Ehebrecher steinigen.
    Argument mancher Foristen: Das Volk muss es alleine schaffen.

    Jetzt aber mal ehrlich: Das Volk wird es alleine nicht schaffen, sich von den Islamisten zu befreien. Schauen Sie selbst, in welchem Zustand die Armee ist.
    Wenn das Volk auf sich gestellt ist, wird bald aus Mali ein 2. Afghanistan: Die Islamisten übernehmen die Kontrolle über das ganze Land.

    Und nun kommt der Teil, wo man einmal 10-20 Jahre weiter denken sollte:
    Mali geht an die Islamisten, diese fühlen sich gestärkt, denn es hält sie niemand auf.
    Also kommt das nächste Land. Algerien z.B. Dann die nächsten Länder, bis irgendwann ein großer Teil von Afrika und Nahost in den Händen der Islamisten ist.

    Und wissen Sie, was die Konsequenz daraus ist?
    Man kann in diesen Ländern keinen Urlaub mehr machen, mit diesen nicht mehr handeln, und die Handelsrouten, die dort vorbeiführen sind gefährdet.
    Und warum? Ganz einfach: Die Islamisten folgen einer Ideologie, die der der Nazis nicht unähnlich ist. Nur hassen sie nicht nur Juden, sondern alle, die nicht ihrer Religion angehören.
    "Tod den Ungläubigen" ist in diesem Kreis ein beliebter Ausruf.

    Und wenn wir nicht mehr mit dem Rest der Welt handeln können, weil wir die nunmehr unter islamistischer Kontrolle geratenen Länder nicht mehr passieren können, dann müssen wir uns in Europa einigeln, wie in einer Festung.

    Und die ganzen Handys, Computer und Kleidungsstücke aus China erreichen uns dann nicht mehr, weil eben diese Handelsrouten von Leuten kontrolliert werden, die uns töten wollen.
    Also lieber jetzt einschreiten, bevor es zu spät ist!
  4. #63

    Italoschweizer

    Zitat von giostamm Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Kommentare lese zeugen die von politischer und internationaler Unreife.
    Bewundernswert die Weltoffenheit und Weitsicht der Italoschweizer. Ich sage aber, mit vollen Hosen ist leicht stinken und ein bischen weniger Selbstherrlichkeit wuerde die Schweizer italienischer Herrkunft auch sympatischer machen.
  5. #64

    Zitat von TontonTombi Beitrag anzeigen
    Na, der NZZ Kommentar macht mich doch sehr stutzig:.....

    Ja, wie wäre es denn, wenn die Schweizer sich auch mal an die Nase fassen würden, statt schön zu reden.

    Sind ja schliesslich die führende "Kopf in den Sand-Stecker Nation "weltweit.

    Ich hätte die Schweizer auch gerne mit dabei.
    Die "Schweizer" waren seit 1953 bei mehr UN-Einsätzen dabei als Sie es sich nur vorstellen können, sogar im Kosovo und bei ISAF.

    Wenn man einer Nation "das Beinkleid benetzen will", sollte man sich vorher über Fakten informieren!
  6. #65

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    ...
    Nochmal, wo sind hier deutsche Interessen berührt, wo ist unser Vorteil?
    .....
    Ich vermag bei der jetzigen Situation noch keinen Vorteil für den Westen erkennen sich da zu engagieren.
    Sie sprachen von deutschen Interessen, jetzt schwenken Sie über in Richtung "Vorteil für den Westen".

    Das Schöne an einer Diskussion ist, dass man hier Meinungsaustausch betreiben kann.
    Sie haben Ihre, ich die Meinige.

    Meinungsaustausch heißt nicht, ich nehme Ihre, Sie meine Meinung an.
  7. #66

    Neokolonialismus

    Könnte durchaus sein, dass Frankreich nun auch sein Afghanistan bekommt. Aber solche Einsätze entscheiden eben nicht die Politiker - das entscheidet die geballte Macht der Konzerne, die Politiker in der Tasche hat. Drittgrößten Gold-Vorkommen Afrikas, Diamanten, Uran etc. Aber das ist natürlich ohne Belang, denn unseren französischen Freunden geht es dort natürlich nur um die Menschenrechte, stimmt's?
  8. #67

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Die Naivität mancher Foristen hier ist unübertrefflich.
    Lieblingsspruch einiger ist: "Was haben wir in Mali zu suchen?"

    Zu suchen gar nichts, wir haben nichts verloren.
    Aber es wäre sinnvoll, einmal um die Ecke zu denken, und zu überlegen, wie die Welt in 10-20 Jahren aussieht, wenn wir uns aus allem raushalten.
    Heute ist es Mali, das von Islamisten überrannt wird. Okay, tun wir, was einige Foristen hier verlangen, und halten uns raus. Das zeigt den Islamisten, dass sie tun können, was sie wollen.
    Interessiert niemanden, wenn sie Frauen mißhandeln, weil sie sich nicht zwangsverheiraten lassen wollen und Ehebrecher steinigen.
    Argument mancher Foristen: Das Volk muss es alleine schaffen.

    Jetzt aber mal ehrlich: Das Volk wird es alleine nicht schaffen, sich von den Islamisten zu befreien. Schauen Sie selbst, in welchem Zustand die Armee ist.
    Wenn das Volk auf sich gestellt ist, wird bald aus Mali ein 2. Afghanistan: Die Islamisten übernehmen die Kontrolle über das ganze Land.

    Und nun kommt der Teil, wo man einmal 10-20 Jahre weiter denken sollte:
    Mali geht an die Islamisten, diese fühlen sich gestärkt, denn es hält sie niemand auf.
    Also kommt das nächste Land. Algerien z.B. Dann die nächsten Länder, bis irgendwann ein großer Teil von Afrika und Nahost in den Händen der Islamisten ist.

    Und wissen Sie, was die Konsequenz daraus ist?
    Man kann in diesen Ländern keinen Urlaub mehr machen, mit diesen nicht mehr handeln, und die Handelsrouten, die dort vorbeiführen sind gefährdet.
    Und warum? Ganz einfach: Die Islamisten folgen einer Ideologie, die der der Nazis nicht unähnlich ist. Nur hassen sie nicht nur Juden, sondern alle, die nicht ihrer Religion angehören.
    "Tod den Ungläubigen" ist in diesem Kreis ein beliebter Ausruf.

    Und wenn wir nicht mehr mit dem Rest der Welt handeln können, weil wir die nunmehr unter islamistischer Kontrolle geratenen Länder nicht mehr passieren können, dann müssen wir uns in Europa einigeln, wie in einer Festung.

    Und die ganzen Handys, Computer und Kleidungsstücke aus China erreichen uns dann nicht mehr, weil eben diese Handelsrouten von Leuten kontrolliert werden, die uns töten wollen.
    Also lieber jetzt einschreiten, bevor es zu spät ist!
    Sie sind eine Mischung aus naiv und uninformiert. Syrien wird auch von Islamisten überrant - ein weltliches Regime übrigens, das durch einen islamistischen Gottesstaat ersetzt werden soll. Und was macht unsere Regierung? Sie findet es ganz toll. Auch die französische.

    Es geht wie bei jedem Krieg nicht um Menschenrechte / Frauenrechte oder Tierrechte. Es geht einfach um wirtschaftspolitische Interessen. Islamisten oder Assadisten oder wer auch immer - das sind nur Figuren, mit denen Leute wie Sie dazu manipuliert werden bei diesen Kriegen Hurra zu schreien. Und siehe da - es funktioniert. Na dann.
  9. #68

    Zitat von giostamm Beitrag anzeigen
    Ihre kritik an der Schweiz ist ueberaus unangebracht. Alleine in Genf sind ueber 200 internationale Institutionen und Kommissionen, der zweite Uno Sitz und zahlreiche Friedenskonferenzen wurden dort abgehalten. Auch der neue Sitz zu den Menschenrechten ist dort. Im Vergleich dazu ist Deutschland ein Entwicklungsland. Kein Land der Erde macht im Vergleich mehr und hat mehr gemacht.....lesen sie nach
    Mit anderen Worten, die Schweiz verdient damit richtig Geld, denn ich vermute, für die Immobilien stellt nicht die Schweiz, und das Personal wird auch nicht aus dem Haushalt der Schweiz finanziert
  10. #69

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Heute ist es Mali, das von Islamisten überrannt wird. Okay, tun wir, was einige Foristen hier verlangen, und halten uns raus. Das zeigt den Islamisten, dass sie tun können, was sie wollen.
    Wie erklären Sie es sich dann, dass wir in Syrien die Islamisten sogar unterstützen, damit sie dort tun können, was sie wollen? Schließlich sind wir gemeinsam "Freunde Syriens"

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Interessiert niemanden, wenn sie Frauen mißhandeln, weil sie sich nicht zwangsverheiraten lassen wollen und Ehebrecher steinigen.
    Argument mancher Foristen: Das Volk muss es alleine schaffen.
    Völlig naiv ist es zu glauben, Frankreich führt Krieg in Mali, um Frauen vor Mißhandlung zu schützen.
    Wir schützen ja noch nicht einmal in Deutschland Frauen vor Zwangsverheiratung, obwohl wir wissen, dass es häufig in Deutschland passiert.

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Wenn das Volk auf sich gestellt ist, wird bald aus Mali ein 2. Afghanistan: Die Islamisten übernehmen die Kontrolle über das ganze Land.
    und das, obwohl in Afghanistan die Nato seit Jahren aktiv ist. Vielleicht wäre schon mal viel getan, wenn wir aufhören würden, diese Islamisten und die Hintermänner zu unterstützen und ihnen Waffen zu liefern.

    Zitat von Jan2607 Beitrag anzeigen
    Und warum? Ganz einfach: Die Islamisten folgen einer Ideologie, die der der Nazis nicht unähnlich ist. Nur hassen sie nicht nur Juden, sondern alle, die nicht ihrer Religion angehören.
    "Tod den Ungläubigen" ist in diesem Kreis ein beliebter Ausruf.
    Die Islamisten leben doch schon lange in D. Die Attentäter WTC kamen aus D. Ein erster Schritt sollte sein, dafür zu sorgen, dass Islamisten keine Aufenthaltserlaubnis für D bekommen oder gar die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.
    Deutschland wird nicht am Hindukusch und auch nicht in Mali verteidigt, sondern in Deutschland.