Arbeitslosenvermittlung: Arbeitsagentur spart 900 Millionen Euro

dapdDie Bundesagentur für Arbeit hat bereitstehende Mittel in Höhe von 900 Millionen Euro gespart - jetzt fließt die Summe zurück in den Bundeshaushalt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sollten mit dem Geld eigentlich Arbeitslose in den Jobmarkt eingegliedert werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-878339.html
  1. #1

    Wozu...?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesagentur für Arbeit hat bereitstehende Mittel in Höhe von 900 Millionen Euro gespart - jetzt fließt die Summe zurück in den Bundeshaushalt. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sollten mit dem Geld eigentlich Arbeitslose in den Jobmarkt eingegliedert werden.

    Arbeitsagentur spart bei Arbeitslosenvermittlung 900 Millionen Euro - SPIEGEL ONLINE
    Aus eigener Erfahrung und der von Bekannten frage ich, wozu ist diese Behörde eigentlich gut? Ich habe noch nie von jemandem gehört der dank Arbeitsagentur wieder in Lohn und Brot gefunden hat. Wirkliche Hilfe bei der Stellensuche von Seiten des Amtes kommt nie. Stellenvorschläge waren i.d.R relativ veraltet oder unpassend, im Vergleich was man selber auf entsprechenden Fachportalen verschiedener Berufe im Netz finden kann.

    Und auch in anderen Bereichen zeigte sich die Agentur eher träge bis unflexibel. Ein Bekannter bekam zwei Termine für Vorstellungsgespräche, am Monatsende. Beide Stellen in Süddeutschland einige hundert Kilometer entfernt vom Wohnort. Leider konnte er beide nicht wahrnehmen da im das Amt nicht unter die Arme greifen wollte bei den Fahrtkosten. Er hatte bereits Fahrtkosten selber ausgelegt und hatte nun keine Reserven mehr.

    Später hat er dann was gefunden, aber das Amt hätte an dieser Stelle ja mehr sparen können falls er eine der Stellen bekommen hätte, und ihm wären noch einige Monate in Arbeitslosigkeit erspart geblieben.
  2. #2

    Gut so!

    Derzeit werden ältere Langzeitarbeitslose mit bis zu 12.000 Euro (die an den künftigen Arbeitgeber gehen) darin unterstützt Arbeit aufzunehmen. Das hat Nachteile:

    - Der Arbeitgeber stellt jemand ein, den er ohne finanzielle Unterstützung eigentlich nicht als Mitarbeiter haben wollte. Das ist schon mal nicht gut.
    - Es werden dadurch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen.
    - Es bekommt jemand eine Stelle und ein anderer, der eigentlich besser qualifiziert wäre, hat das Nachsehen. Das ist negative Selektion.
    - Der Arbeitgeber kann durch die Zahlung des Jobcenters seine Waren oder Dienstleistungen günstiger als seine Konkurrenz anbieten. Das ist Wettbewerbsverzerrung.
    - Nach Ablauf des Förderungszeitraumes wird dem Arbeitnehmer in der Regel nahegelegt zu kündigen. Meist wird dafür dann eine kleine Abfindung unter der Hand bezahlt.
  3. #3

    ?

    Ich war erst gestern bei der Arbeitagentur und erkundigte mich nach einer Weiterbildung im Pflegebereich, um meinen schlecht bezahlten Teilzeitjob zu erweitern. Das wurde rigoros abgelehnt. Begründung: Solange man in irgendeiner Beschäftigung steckt gibt es keine Förderung, das überschüssige Geld würde schließlich für die kommende Kurzarbeiterphase benötigt!
  4. #4

    Arbeitsagentur

    was für ein unsägliches Neusprech. diese Bürokraten schaffen keinen einzigen Arbeitsplatz und das Geld wird größtenteils für sinnentleerte Projekte zum Fenster rausgeworfen. Veruntreuung durch dubiöse private Fortbildungsagenturen stehen auf der Tagesordnung. Es wäre viel effizienter den Arbeitslosen ihren berechtigen "Versicherungsanspruch" direkt auszuzahlen ohne dieses nutzlose Bürokratenheer zu unterhalten.
  5. #5

    Das Geschäftsmodell "befristete Verträge"

    Zitat von Progressor Beitrag anzeigen
    Derzeit werden ältere Langzeitarbeitslose mit bis zu 12.000 Euro (die an den künftigen Arbeitgeber gehen) darin unterstützt Arbeit aufzunehmen. Das hat Nachteile:

    - Der Arbeitgeber stellt jemand ein, den.....
    funktioniert damit prima. Zeitvertrag über 12 Monate, Zuschuss von der BA kassieren und wieder das gleiche mit dem nächsten von vorne paraktizieren.
    Motto: Nie war es einfacher seine Lohnkosten zu drücken.
  6. #6

    Das ist das Prinzip des

    Zitat von herr_meiermann Beitrag anzeigen
    Ich war erst gestern bei der Arbeitagentur und erkundigte mich nach einer Weiterbildung im Pflegebereich, um meinen schlecht bezahlten Teilzeitjob zu erweitern. Das wurde rigoros abgelehnt. Begründung: Solange man in irgendeiner Beschäftigung steckt gibt es keine Förderung, das überschüssige Geld würde schließlich für die kommende Kurzarbeiterphase benötigt!
    einfachen aber planlosen Reagierens:
    Es wird nicht zukünftigen Fällen vorgebeugt sondern wenn alle sinnlosen Massnahmen nicht mehr wirken ( jahrzehntelang Bürokaufleute ausbilden ) an den Symptomen rumgefrickelt.

    Ausserdem sind da noch die ganzen Gutscheinabzocker.
    Blödinnige und hirnrissige Massnahmen wie Bewerbungstraining bei Hochschulabsolventen zusammen mit Hz4 ern, die zum 3. oder gar 4. Mal denselben Müll präsentiert bekommen.
    Hauptsache raus aus jeder Statistik die die Realität widergäbe.
  7. #7

    Dank an Arbeitsagentur

    Im Gegensatz zu Anderen habe ich sehr gute Erfahrungen mit der Agentur für Arbeit gemacht. Nach sehr langer Familienpause habe ich dank einer voll geförderten 4-monatigen Fortbildung in sehr kurzer Zeit den Wiedereinstieg in meinen Beruf geschafft. Auch die Betreuung war prima. Wenn man selber genau weiss, was man kann und was man will, gibt es auch viel Unterstützung.
  8. #8

    Die fördern-und-fordern-Lüge

    Ich arbeite in der Bildungsbranche und musste in den vergangenen Jahren wiederholt erleben, dass Arbeitslosen sinnvolle und berechtigte Weiterbildungsangebote versagt wurden. Der Kniff: So lange die Anfrage mündlich erfolgt und der Arbeitslose auf die Rechtmäßigkeit eines Neins vertraut, bekommt er keine Schulung. Wenn er allerdings schriftlich beantragt, muss beschieden werden und bei Ablehnung eine schriftliche Begründung erfolgen, die dann auch gerichtsfest sein muss. Wer diese Regeln nicht kennt ist angeschmiert!
  9. #9

    Vermittlungsquote der Arbeitsagentur

    Ich kann mich in den vergangenen Jahren an keinen einzigen Fall erinnern, bei dem ein Arbeitsloser von seinem Sachbearbeiter bei der Arbietsagentur vermittelt wurde. Arbeitsaufnahme war stets das Ergebnis von Eigeninitiative oder der Arbeit von Bildungsträgern oder privaten Vermittlern. Die letzte offizielle Zahl dazu die ich vor ein paar Jahren einmal gelesen habe, war: 1 Vermittlung pro Mitarbeiter der Arbeitsagentur im Monat.