"Django Unchained"-Soundtrack: Spiel mir ein Lied von Morricone

DPALange versuchte Quentin Tarantino, sich von Ennio Morricone, dem Großmeister wehmütiger Filmmusik, eine Melodie komponieren zu lassen. Dieser Wunsch ging nun für den Film "Django Unchained" in Erfüllung. Bleibt die Frage, ob Tarantino das verbotene Wort benutzte.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/s...-a-878196.html
  1. #1

    Spaghetti?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lange versuchte Quentin Tarantino, sich von Ennio Morricone, dem Großmeister wehmütiger Filmmusik, eine Melodie komponieren zu lassen. Dieser Wunsch ging nun für den Film "Django Unchained" in Erfüllung. Bleibt die Frage, ob Tarantino das verbotene Wort benutzte.

    Soundtrack zu Quentin Tarantino's Django Unchained - SPIEGEL ONLINE
    Wo ist denn das ein Spaghetti-Western? Weder sind maßgeblich Italiener an dem Film beteiligt, noch geht es um Italo-Amerikaner, nicht einmal um Hispanics.

    Mich würde es an Morricones Stelle auch mehr als anpiepen, wenn ein Film automatisch zum Spaghetti-Western würde, nur weil ich die Musik dafür komponiere.
  2. #2

    Na na, besser hinschauen

    Das Bild C. Eastwood/M. Koch stammt aus dem Film "Für eine Handvoll Dollar".
    Aber dafür hat der Meister auch die Musik gemacht.
  3. #3

    Morricone

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lange versuchte Quentin Tarantino, sich von Ennio Morricone, dem Großmeister wehmütiger Filmmusik, eine Melodie komponieren zu lassen.
    Wegen Morricone werde ich mir den Film doch ansehen. Viele Filme habe ich mir nur wegen seiner Musik angeschaut. Von Tarantino bin ich eher nicht so begeistert.
  4. #4

    grob fahrlässig

    1. drittes foto in der fotostrecke ist nicht aus "the good, the bad and the ugly" (zwei glorreiche halunken).
    2. 'spaghetti western' bezeichnen in italien gedrehte western, somit fällt "Once upon a time in the west" (Spiel mir das Lied vom Tod) genauso wie jetzt auch "Django Unchained" überhaupt nicht in diese kathegorie. diese filme nennt man "american western", gerade weil sie entgegen der tradition der spaghetti western in amerika gedreht wurden.

    wenn hier also jemand ennio morricone auf die palme bringen könnte, ist es wohl eher dieser artikel.
  5. #5

    Zitat von gordito255 Beitrag anzeigen
    Wegen Morricone werde ich mir den Film doch ansehen. Viele Filme habe ich mir nur wegen seiner Musik angeschaut. Von Tarantino bin ich eher nicht so begeistert.
    Für mich wiederum ist Tarantino ein würdiger Nachfolger von Sergio Leone (der zwar nicht den Ur-Django gemacht hat, aber einige meiner Lieblingsfilme), wenn noch Maestro Morricone hinzukommt, dürfte der Film für mich ein großes vergnügen werden.
  6. #6

    Spiel mir das Lied vom Tod

    "...somit fällt "Once upon a time in the west" (Spiel mir das Lied vom Tod) genauso wie jetzt auch "Django Unchained" überhaupt nicht in diese kathegorie."

    Nicht ganz. lieber alijak. "Once upon a time in the west" wurde bis auf drei Szenen, davon nur eine, die über ein typisches Westernpanorama hinausgeht, in Europa gedreht. In Italien, der größte Teil aber in Almeria, Spanien. Morricone ist der größte, die Verbindung mit Leone sucht bis heute ihresgleichen.
  7. #7

    Ehrenoscar

    "Dass Ennio Morricone nie regulär für eine Filmmusik mit einem Oscar ausgezeichnet wurde (im Gegensatz zu Phil Collins!), ist ein grotesker Witz. Da half auch nicht der ... 2008 nachgereichte Ehren-Oscar." - Was soll's. Außer Phil-Collins-Nerds (für welche Musik in welchem Film?) wird sich an den (Oscar) niemand mehr erinnern. Dadurch wurde die Musik auch nicht besser. Morricones Musik steht für sich selbst. Die ist über jeden Oscar oder Nicht-Oscar erhaben. Hitchcock hat nie einen Oscar bekommen, Chaplin für sein Filmschaffen auch "nur" einen "Ehren-" und einen für die Filmmusik (!). Der Oscar prämiiert eine einmalige Leistung, der Ehrenoscar dagegen eine dauerhafte Qualität. Ist also eigentlich höher einzuschätzen.
  8. #8

    Italo-Western

    Zitat von alijak Beitrag anzeigen
    2. 'spaghetti western' bezeichnen in italien gedrehte western, somit fällt "Once upon a time in the west" (Spiel mir das Lied vom Tod) genauso wie jetzt auch "Django Unchained" überhaupt nicht in diese kathegorie. diese filme nennt man "american western", gerade weil sie entgegen der tradition der spaghetti western in amerika gedreht wurden.

    wenn hier also jemand ennio morricone auf die palme bringen könnte, ist es wohl eher dieser artikel.

    Der Autor Christoph Dallach hat halt seinen Beitrag auf den Clou "Spaghetti-Western" hin ausgerichtet, folglich muss er das Genre natürlich auch behaupten ...

    Allerdings heißt das Genre eher "Italo-Western" oder "Euro-Western" (siehe Google), und schon wird klar, dass es sich nicht um einen lupenreinen "Spaghetti-Western" handeln KANN.
    Und meiner Ansicht nach trifft auch das zweite Kriterium für einen "Spaghetti-Western", nämlich eine gewisse Persiflierung des Western-Genres, hier nicht wirklich zu. Christoph Waltz spielt zwar einen humorigen Kopfgeldjäger, aber letztlich handelt es sich um eine Handlung, die allein schon aufgrund ihrer Brutalität keine Ironie zulässt.

    Insofern würde ich den Beitrag als netten Aufsatz einordnen, der versucht, ein bisschen witzig zu sein, ein bisschen flott, nur arg am Thema vorbei.

    Aber wen interessiert's ... das Volk will unterhalten sein ...
  9. #9

    auch daneben

    Der Begriff "Spaghetti-Western" bezeichnet keineswegs ausschließlich Western-Filme, die in Italien gedreht wurden. Die Filme wurden in ganz Europa gedreht. Produktionsfirmen und Regisseure (allen voran Sergio Leone) dieser Filme waren meist italienisch. Dennoch trifft die Bezeichnung auf Tarantinos Film natürlich nicht zu. Und "Spiel mir das Lied vom Tod" wurde hauptsächlich in Spanien gedreht, "American-Western" ist also auch komplett daneben.
    Den Artikel fand ich aber dennoch eher unerfreulich. Den Begriff "Spaghetti" in Zusammenhang mit Italien (oder italienischem Einfluss) zu gebrauchen halte ich sowieso für völlig unpassend, überholt und sogar beleidigend.