Hamburger Airport: Streik der Passagierkontrolle legt Flughafen lahm

DPADie Flugzeuge fliegen, viele Passagiere bleiben jedoch am Boden: Am Hamburger Flughafen hat das Sicherheitspersonal die Arbeit niedergelegt. 19.000 Fluggäste werden am Airport erwartet - und nur eine der 20 Kontrollschleusen ist derzeit in Betrieb.

Streik an der Passagierkontrolle legt Hamburg Airport lahm - SPIEGEL ONLINE
  1. #30

    optional

    Vielleicht ist ja wirklich nur Bares Wahres. Flug verpasst, Anschlußflug verpasst, Keine Unterrichtsstunden heute und morgen abgehalten: ca. 1.000€ die einfach fehlen. Wenn es verdi und die Streikenden nicht kümmert was sie anrichten, warum sollte ich Verständnis für ihr Anliegen haben. Zur Erinnerung: das ist der 3. unangekündigte Streik.

    @Hans58
    Wie ich mir das vorstelle, habe ich bereits am Anfang klargemacht. Im Besonderen ging es dabei um die Wahrnehmung des Streiks in der Öffentlichkeit. Verständlich, daß ein etwas längerer Text die Konzentration fordert. Vielleicht baue ich nächstes mal ein paar Werbeunterbrechungen für Sie ein...

    @callahan67
    Selbst auf der ver.di Website habe ich keine Ankündigung finden können. Das man von irgendjemandem aktiv informiert werden sollte, ist selbstverständlich arrogantes Wunschdenken. Werde nachher nochmal reinschauen und den Kommentar eines Bundespolizisten lesen, der Ihnen das mit den 35€/h auseinandersetzt. Ich werde versuchen nicht zu kichern. Versprochen.
  2. #31

    optional

    @Olaf-Bruno
    In der Tat! "...mal ein paar Informationen"
    "Eine Sauerei!" möchte ich hinzufügen. Wenn die man den Streik nicht so extrem gefahren hätte, diese Infos an die wartenden (aber nicht den Flug verpassenden Passagiere) weitergereicht hätte, wäre das Gespräch unter den Reisenden sicherlich anders verlaufen. Beim Abendbrot oder einem Geschäftsessen, beim Bier in der Kneipe ein interessantes Thema. Aufmerksamkeit erzeugt, Bevölkerung für das Thema sensibilisiert, eine Vorstufe zum politischen Druck aufgebaut. Kurz: Gewinn für das Sicherheitspersonal, Imageschaden für Flughafen und den Arbeitgeberverband. Aber ach: Hätte, hätte, Herrentoilette.
  3. #32

    Perfekte Organistion

    Zitat von renele1 Beitrag anzeigen
    Meinen sie wir fliegen zum Spaß und weil wir so gerne meilensammeln? Diese "Termine" sichern oftmals vielen Menschen einen ruhigen Schlaf! Auch am Wochenende! Nicht "uns" - sondern ganz normalen Menschen! Flug zum Termin verpasst und dafür Auftrag für 300 fertigende Mitarbeiter nicht bekommen. Folge.....
    Das spricht ja für eine perfekte Organisation unserer selbsternannten Hochleistungsträger, wenn wegen einer doch relativ kurzen Verspätung gleich soviele Arbeitsstellen verloren gehen?
    Das beweist doch nur Eure eigen Inkompetenz!
    Merkt Ihr eigentlich noch was?
    MFG
    jolip
  4. #33

    Erinnerungsvermögen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Flugzeuge fliegen, viele Passagiere bleiben jedoch am Boden: Am Hamburger Flughafen hat das Sicherheitspersonal die Arbeit niedergelegt. 19.000 Fluggäste werden am Airport erwartet - und nur eine der 20 Kontrollschleusen ist derzeit in Betrieb.

    Streik an der Passagierkontrolle legt Hamburg Airport lahm - SPIEGEL ONLINE
    Soweit ich mich erinnern kann, wurde vor etwa 30 jahren, im Rahmen der geistig moralischen Wende, damit begonnen, die Arbeitnehmerschaft, in Form der Gewerkschaften zu schwächen, u.a. indem kleinere Gewerkschaften zugelassen wurden.
    Und jetzt sind es genau dieselben, die sich nun über die Folgen der von Ihnen selbst gewünschten und gewählten Politik beschweren.
    Was soll man denn nun von
    a) dermaßenen erinnerungsgestörten
    oder
    b) heuchlerischen Menschen halten?
  5. #34

    Zitat von Beon Beitrag anzeigen
    ....
    @Hans58
    Wie ich mir das vorstelle, habe ich bereits am Anfang klargemacht. Im Besonderen ging es dabei um die Wahrnehmung des Streiks in der Öffentlichkeit. Verständlich, daß ein etwas längerer Text die Konzentration fordert. Vielleicht baue ich nächstes mal ein paar Werbeunterbrechungen für Sie ein......
    Sie wollen den "stillen Streik", den außer den Gegner sonst niemanden stört, vor allem nicht die Kundschaft.

    Ich habe versucht, Ihnen zu verdeutlichen, dass dieses ein Ding der Unmöglichkeit ist, nur und ausschließlich den Gegner (also den Tarifpartner) zu treffen, nicht aber die Kunden.

    Wer immer bisher in Deutschland gestreikt hat, hat "Unbeteiligte" getroffen und treffen wollen, ob es Fluglotsen, Piloten, Flugbegleiter oder Eisenbahner waren, die streikten.

    Ihren Text habe ich sehr wohl gelesen, aber nur den Kernpunkt Ihres Beitrags hervorgehoben!
  6. #35

    Wahrnehmung

    @Beon Gehen sie mal mit 1200 Euro nach hause, finanzieren ihre Wohnung, ihren Arbeitsweg morgens um 3 Uhr etc. Ach ja Essen auch noch! Und das an allen Tagen des Jahres, also auch Silvester, Heiligabend (morgens und Abends). Ein Bundespolizist bekommt vielleicht keine 35,-- Euro die Stunde aber doch deutlich mehr als wir.
    Und 1000,- Euro am Tag. Respekt! Dann sollte ein Tag in der Geldbörse ja nicht wehtun. Und ich kicher nicht.
  7. #36

    Respekt, haben WIR verdient!

    Zitat von Olaf-Bruno Beitrag anzeigen
    In dem Tarifstreit hat der Arbeitgeberverband (BDSW) den Sicherheitskräften in NRW 13,50€ geboten und denen in Hamburg 12,50€ mit der Begründung, das in NRW schon immer mehr bezahlt wurde, d. h. man findet es auch noch völlig in Ordnung das Menschen ....
    ICh gratuliere für diesen Beitrag und kann nur zustimmen und unterstreichen, dass die o.g. Adresse der Richtige Ansprechpartenr ist um seinen Frust über einen verpassten "Termin" loszuwerden...

    Finde es super und danke nochmal für die Unterstützung der Gerwerkschaft VERDI.
  8. #37

    Tipps und gute Ratschläge...

    Es ist schon interessant wie viele Experten für alles in Onlineforen schreiben. Besonders Vorschläge wie man "richtig" streikt finde ich richtig gut. Z.B. nur die Hälfte der Spuren zu schließen damit der Betrieb weiter laufen kann und den Reisenden dann die Situation erklären. Na ja, im vergangenen Jahr haben wir beim Warnstreik eigentlich nichts anderes gemacht. Die Reaktionen der Passagiere waren wie immer zweigeteilt, es gibt Menschen mit Verständnis und solche ohne (das ist dann leider zumeist grundsätzlicher Natur). Die Reaktion des "Flughafens" war gelinde gesagt etwas überheblich. Danach kam es kaum zu Verzögerungen, alles also halb so wild. Das dachte sich wohl auch der Arbeitgeberverband... Nun gut, dann also mal ein richtiger Streik. Davon ab das der Recht und Gesetz ist, zudem festen Regeln unterliegt, man sich also außerhalb der sog. Friedenspflicht befinden muss (wer's nicht weiß einfach googeln) kann man den natürlich schlecht in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber organisieren, d.h. die Hälfte der Spuren zu machen und dann sehen das der "Betrieb" weiterläuft. Funktioniert einfach nicht! Außerdem ist es ja gerade der Sinn des Streiks das der Betrieb gestört wird, eben damit jeder sehen kann wie wichtig die Arbeiter sind, die diesen Betrieb sonst am Laufen halten. Natürlich gibt es immer Menschen die darunter leiden müssen und ganz ehrlich das stört niemanden mehr als die Luftsicherheitsassistenten, denn die müssen den Frust der Passagiere in den Folgetagen wieder abfangen und dürfen sich von denen dann beschimpfen lassen. Darum gehört es natürlich zum Ritual der Arbeitgebervertreter gerade mit den Passagieren besonderes Mitgefühl zu zeigen. Doch sind das nur Krokodilstränen, wie man sich unschwer vorstellen kann, denn vor einem Streik gibt es viele Möglichkeiten der Einigung und kein Streik wird leichtfertig vom Zaun gebrochen. Kein Streik wäre leichter zu vermeiden gewesen als dieser, der Möglichkeiten gab es gar viele. Doch nun, kein Mitarbeiter wird jetzt noch weniger als € 14,50 akzeptieren, der Zug ist abgefahren, der Flieger gestartet.

    Übrigens noch was zur Informationspolitik. Viele sind der Meinung der Streik hätte besser angekündigt werden müssen. Ich hatte am Mittwoch Dienst und wurde von vielen Passagieren angesprochen wann denn gestreikt würde. Der Streik lag förmlich in der Luft. Die FHG vergab an ihre Sicherheitsleute von Donnerstag an eine Urlaubssperre, weil auch sie mit einem Streik spätestens am Wochenende fest rechnete. Jeder aufmerksame Mensch musste also gewarnt sein, dass es innerhalb der nächsten drei Tage losgeht auch die Presse berichtete darüber. Das man nicht eine Woche vorher sagt wann genau gestreikt wird, sollte eigentlich klar sein. Ebenso das es immer Menschen gibt die leider nicht umdisponieren können. Wer es aber konnte und aufmerksam die Medien verfolgte der tat es, wie der Südamerikaner der mir ebenfalls am Mittwoch begegnete. Mit schönstem spanischem Akzent fragte er mich: "Streiken sie morgen? Ich fliege extra einen Tag früher?" Ich war wirklich überrascht und dachte Respekt der Mann kann mehr als Brot essen... ;-)