Ärzte, Apotheker, Krankenhäuser: Zehntausende Betrugsfälle im Gesundheitssystem

dapdDie gesetzlichen Krankenkassen haben einem Zeitungsbericht zufolge rund 53.000 Fälle von Betrug im Gesundheitswesen aufgelistet - vor allem bei Abrechnungen von Ärzten, Apothekern oder Krankenhäusern. Gesundheitsminister Bahr will jetzt gegen korrupte Ärzte ermitteln lassen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-878278.html
  1. #140

    Transparenz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen haben einem Zeitungsbericht zufolge rund 53.000 Fälle von Betrug im Gesundheitswesen aufgelistet - vor allem bei Abrechnungen von Ärzten, Apothekern oder Krankenhäusern. Gesundheitsminister Bahr will jetzt gegen korrupte Ärzte ermitteln lassen.

    Krankenkassen: 53.000 Betrugsfälle im Gesundheitssystem - SPIEGEL ONLINE
    Solange die Abrechungen nicht für den Patienten transparent sind und von der KV die aushändigung einer Kopie an den Patienten vorgeschrieben ist wird es bleiben wie bisher. Welcher schwerkranke Patient wird sich getrauen seinen Arzt zudem er Vertrauen haben soll um eine Quittung zu bitten. In den Betrugsfällen wird dieses Vertrauen einfach missbraucht. Das System ist auch für die Kassen nicht transparent da sie nicht erfahren was abgerechnet wird. Es war schon immer sehr merkwürdig dass es in diesem System keine Transparenz gab , das roch förmlich nach solchen Delikten!
  2. #141

    Zitat von Spiegelleserin57 Beitrag anzeigen
    Das System ist auch für die Kassen nicht transparent da sie nicht erfahren was abgerechnet wird.
    Die Kassen wissen ganz genau was abgerechnet wird.

    Und Versicherte in Zukunft auch:

    AOK Baden-Württemberg - Service - Service für Versicherte - AOK-PatientenQuittung
  3. #142

    Freue mich

    als Strafverteidiger schon auf diese zahlungskräftigen Mandanten. Hoffentlich trifft´s viele. Des einen Leid ...
  4. #143

    Es bleibt schwierig

    Zitat von Spiegelleserin57 Beitrag anzeigen
    Solange die Abrechungen nicht für den Patienten transparent sind und von der KV die aushändigung einer Kopie an den Patienten vorgeschrieben ist wird es bleiben wie bisher. Welcher schwerkranke Patient wird sich getrauen seinen Arzt zudem er Vertrauen haben soll um eine Quittung zu bitten. In den Betrugsfällen wird dieses Vertrauen einfach missbraucht. Das System ist auch für die Kassen nicht transparent da sie nicht erfahren was abgerechnet wird. Es war schon immer sehr merkwürdig dass es in diesem System keine Transparenz gab , das roch förmlich nach solchen Delikten!
    Man kann es nicht oft genug wiederholen, es glaubt einem auch keiner, weil es so absurd klingt, aber es bleibt so: Sie können als Arzt für KV-Patienten soviel Leistung aufschreiben, wie sie lustig sind, es bringt Nichts. Abrechnungsbetrug dieser Art funktioniert nur bei Privatpatienten und die bekommen eine detailierte Rechnung. Als Kassenarzt haben sie für die Patienten ein Budget für die Leistungen, die bezahlt werden. Ist das Budget voll, ist jede erbrachte Leistung faktisch umsonst. Meine letzte Abrechnung bracht 2,8 Mio EBM-Punkte, 2Mio wurden bezahlt, für die überschüssigen 800.000 Punkte gab es faktisch Nichts (sog. floatenden Punktwert, d. h. statt 3,5cent noch 0,24cent/Punkt). Welchen Sinn sollte es also haben, nochmehr Leistungen durch Betrug hinzuzufügen?