Einigung in Pakistan: Revolution vertagt

DPAJubel in Pakistans Hauptstadt Islamabad: Der Anführer der Proteste, Tahir-ul-Qadri, und die Regierung haben sich geeinigt - die Massendemonstration ist beendet. Die Forderungen des Geistlichen aber wurden kaum erfüllt. Beobachter vermuten, dass dessen Kampagne und die Einigung nur inszeniert waren.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-878248.html
  1. #1

    Ein sehr großer Fortschritt zur Demokratie

    Glückwunsch zur Islamabad LM Declaration :)
    Naendlich werden wir in Pakistan free and fair election haben, keine Steuerhinterzieher im Parlamaent, alle die keine Steuern bezahlen werden disqualifiziert, dafür saubere Politiker im Parlament. Das ist ein sehr großer Fortschritt zur Demokratie in Pakistan.
    Danke den Millionen Menschen in Islamabad, Dr. Tahir-ul-Qadri und nactürlich der Medien :)
  2. #2

    Immerhin eine Minute Jubel!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jubel in Pakistans Hauptstadt Islamabad: Der Anführer der Proteste, Tahir-ul-Qadri, und die Regierung haben sich geeinigt - die Massendemonstration ist beendet. Die Forderungen des Geistlichen aber wurden kaum erfüllt. Beobachter vermuten, dass dessen Kampagne und die Einigung nur inszeniert waren.

    Pakistan: Regierung und Tahir-ul-Quadri einigen sich - SPIEGEL ONLINE

    .... nur nach Jubel kommt Enttäuschung - wie lange noch, werden sich Millionen von einigen cleveren Volksverarschern in Armut und Elend halten lassen, immer mehr Menschen auch in Pakistan können lesen, wissen um ihre Situation Bescheid, solche Placebos kann man nicht beliebig oft verwenden.
  3. #3

    Der Krieg eine Frage der Zeit?

    Zuerst sprach Hollande von einem kurzen Militäreinsatz, jetzt sagt er, dass der Krieg lange dauern könne. Der Krieg eine Frage der Zeit? Nein, nicht allein, eher weniger. Die Frage erzeugt eine falsche Perspektive, weil sie von einem definierten Kriegsziel ausgeht – das aber fehlt den Franzosen. Wahrscheinlich gilt ihnen der Krieg als gewonnen, wenn die Stabilität in der Region wiederhergestellt ist (die westlichen Demokratievorstellungen wären auch bei diesem Konflikt nichts als Rhetorik, deshalb können sie entfallen). Aber Stabilität unter welchen Voraussetzungen? Es ist heute schon klar, dass dauernde Stabilität in der Region nur über dauernde militärische Anwesenheit Frankreichs bzw. des Auslands zu gewährleisten sein wird, gemeint ist massive Militärpräsenz. Solche gewonnenen Kriege erinnern auffällig an den Irak und an Afghanistan – ihnen haftet zumindest in Afrika der Ruch von Neo-Kolonialisierung an.
  4. #4

    Tahir-ul-Qadr bekannter Prediger

    Tahir-ul-Qadr war schon vor 10 Jahren wichtig genug das ihn die Taliban auf eine Todes-Liste setzten und er in mehreren Islam-Dokumentationen über den moderaten Geistlichen berichtet wurde. Er hielt auch Reden vor tausenden Zuhörern.
    Seine wichtigsten Forderungen wurden erfüllt, demnach wird Pakistan im Sommer sicher mal einen anderen Premierminister haben.
  5. #5

    optional

    Welche Forderung wurde nicht erfüllt? mind. ich habe nicht gehört, ,, es sei alles inszeniert´´ ... der Autor lebet in Pakistan, seine Mentalität entspricht der typischen alten Politikern. alles was ihnen nicht passt, sei von Armee, Establisment und gegen Islam und Gesetz... lol
  6. #6

    Bildung -- Informationzeitalter

    Zitat von Koana Beitrag anzeigen
    .... nur nach Jubel kommt Enttäuschung - wie lange noch, werden sich Millionen von einigen cleveren Volksverarschern in Armut und Elend halten lassen, immer mehr Menschen auch in Pakistan können lesen, wissen um ihre Situation Bescheid, solche Placebos kann man nicht beliebig oft verwenden.
    Genau das ist auch meine Hoffnung. Wir leben im Informationszeitalter. Nachrichten von entferntesten Ecken der Welt sind in Windeseile überall abrufbar. Man hört, was in der großen Welt passiert und hat somit die Möglichkeit, über den Tellerand zu schauen.

    Mit mehr und mehr Bildung werden die Menschen ihre Fesseln erkennen und sich nach Freiheit, Wohlstand und Gerechtigkeit sehnen.

    Es mag vielleicht noch 10 oder 20 Jahre dauern. Aber letzendlich werden die alten Strukturen nicht mehr zu halten sein.

    [Ironie] Vorausgesetzt, es kommt kein "Busch"-Mann auf die Idee, die eigene Version Demokratie zu exportieren (sei es auch im Gottesauftrag) und das Land wieder auf Jahrzehnte zurückzuwerfen.[/Ironie]
  7. #7

    Pakistan, Aegyten, Afghanistan, Iran etc.

    sind Staaten die fuer eine Zusammenarbeit mit westl. Laendern verloren sind.
    Die radikalen Islamisten haben hier das Sagen und bedeuten eine zunehmende Gefahr fuer den Frieden.

    Wer ihnen finanzielle Mittel zukommen laesst, wie es die EU mit 5 Milliarden fuer das Muslimbruder beherrschte Aegypten plant, riskiert, dass sie genau gegen eigene Interessen verwendet werden.