Katholische Kliniken und Vergewaltigung: Abweisung in Gottes Namen

DPAEine 25-Jährige wurde möglicherweise vergewaltigt und sollte untersucht werden - doch zwei katholische Kliniken in Köln wiesen die Patientin ab. Ein bedauerlicher Einzelfall, heißt es nun. Doch der Vorgang zeigt, welches Klima in den Kliniken des Erzbistums zu herrschen scheint.

Köln: Vergewaltigungsopfer von katholischen Kliniken abgewiesen - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine 25-Jährige wurde möglicherweise vergewaltigt und sollte untersucht werden - doch zwei katholische Kliniken in Köln wiesen die Patientin ab. Ein bedauerlicher Einzelfall, heißt es nun. Doch der Vorgang zeigt, welches Klima in den Kliniken des Erzbistums zu herrschen scheint.

    Köln: Vergewaltigungsopfer von katholischen Kliniken abgewiesen - SPIEGEL ONLINE
    Der Vorfall ist ja bizarr. Ich hätte nicht gedacht, dass so etwas noch möglich ist. Zum Glück bin ich nicht in der kath. Kirche.
    Deren Verhalten ist nicht nachvollziehbar. Das muss doch Konsequenzen haben.
  2. #2

    Skandalös diese Frömmelei !

    Der Staat zahlt 99% der Kosten der beiden Kliniken und dann so etwas ! Nächstenliebe ist in der katholischen Kirche ein rhetorisches Mittel ohne Wert. "Gottseidank" ist die Kirche auf dem Rückzug ! In einigen Generationen wird in den industrialisierten Ländern kaum noch etwas davon übrig sein.
  3. #3

    entschlossenes Handeln gefordert

    Dieser Vorgang sollte genauestens untersucht werden. Sollte es sich herausstellen, dass es da mehr als "Missverständnisse" und "Kommunikationsprobleme" gegeben haben, stattdessen eine interne Vorschrift zugrundegelegen haben, dann sollte jede finanzielle Unterstützung der betreffenden Kliniken so schnell als möglich eingestellt werden. Und das schreibe ich als ehemaliger evangelischer Krankenhausseelsorger und jemand, für den persönlich eine Abtreibung niemals in Frage käme. Aber ein solches Vorgehen der betreffenden Häuser darf unter keine Umständen geduldet werden!
  4. #4

    auch wenn es sich jetzt wieder in allen Threats zu dem Thema wiederholt :D
    es ist und bleibt ein Menschenverachtender Haufen :(
    aber dass sich mal was grundlegend ändert - sich irgendeine Partei traut sich für eine richtige Trennung von Staat und Kirchen einsetzt, den Kirchen ihre Privilegien wegnimmt, usw... das werden wir wohl nicht mehr erleben. :(
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...zwei katholische Kliniken in Köln wiesen die Patientin ab. Ein bedauerlicher Einzelfall, heißt es nun. Ein Mißverständnis...
    wenn gleich zwei katholische Kliniken ein Vergewaltigungsopfer mit identischen Begründungen abweisen, dann ist das weder ein Missverständnis noch liegt die alleinige Schuld bei den dort angestellten Ärztinnen, denen man im November 2012 bei der Bekanntmachung einer Stellungnahme der Ethik-Kommission der Kliniken offenbar explizit klargemacht hatte, dass ihnen die fristlose Kündigung drohe, wenn sie Patientinnen über die "Pille danach" aufklären sollten.

    Auch das Argument, dass die "Pille danach" von der katholischen Kirche abgelehnt werde, weil das Medikament <eine Abtreibung auslösen würde>, zieht nicht. Weil die "Pille danach" keine Abtreibung auslöst, sondern - je nach Wirkstoff - entweder den Eisprung verhindert oder die Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter:
    Emergency Contraception

    Die katholische Kirche sorgt also dafür, dass die Spermien eines Vergewaltigers die Eizelle des Opfers befruchten können, weil sie die Verschreibung und Abgabe der "Pille danach" durch katholische Ärzte verbietet. Eine Einstellung, die an Inhumanität gegenüber dem Opfer durch nichts mehr zu überbieten ist.
  6. #6

    Stimmt was nicht...

    An dieser Geschichte stimmt doch einiges nicht : 1. Die sogenannte Notärztin hätte doch ohne weiteres die Pille für danach verschreiben können. Warum tat sie es nicht ?
    2. Wenn sie meint, dass eine gynäkologische Untersuchung dringend notwendig ist, hätte sie die Patientin in die nächste gynäkologische Ambulanz eines Krankenhauses mit der entsprechenden Zulassung schicken können. Hat ein Krankenhaus nicht die entsprechende Zulassung, kann es die ambulante Untersuchung verweigern.
    Das was hier geschildert wird ist nicht glaubhaft, es scheint eher eine Tendenz auszudrücken.
  7. #7

    Ekelerregend

    Einfach nur ekelerregend. Selbst wenn nur die Hälfte stimmt, alleine einem Opfer von sexueller Gewalt die Pille danach zu verweigern, ist die wahre Straftat. Welches Leid würde noch dazu über das Kind hereinbrechen, welches eventuell gezeugt wäre. Wann wird diese menschenrechtsverletzende Institution endlich abgeschafft?!
  8. #8

    Der Klerus macht das seit 2000 Jahren so

    Bedauern, entschuldigen, "Nichtwissen"...wie immer aufs Vergessen der Menschen setzen. Aber langsam dämmerts ja den Schäfchen"....siehe Austrittsstatistik.
  9. #9

    Immer dasselbe!

    Wenn es an die Öffentlichkeit kommt, wissen sie angeblich von nichts. Alles nur Missverständnisse, bedauerliche Einzelfälle, usw.usw. Dass dieses Verhalten der Kliniken voll auf Messners Linie liegt, ist bestimmt auch nur ein bedauerlicher Zufall.