Jugendliche im Internet: Ich surfe, also bin ich süchtig?

DPATage ohne Internet gibt es kaum mehr, aber wie viel Surfen ist noch normal? Eine europaweite Studie hat untersucht, welche Jugendlichen das Netz exzessiv nutzen. Ergebnis: Fast jeder zehnte Jugendliche zeige bedenkliches Web-Verhalten, ein Prozent soll sogar internetsüchtig sein.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...-a-878220.html
  1. #1

    Nicht alles ist so dramatisch wie es auf den ersten Blick scheint!

    Ist diese überdurchschnittliche Verwendung des Internets wirklich so schlecht?
    Als 18. Jähriger Informatik-Student, "Gamer" und als "Internet-Süchtiger" sehe ich nicht so viele negative Aspekte. Für Außenstehende oder Menschen die eventuell nicht so viel Zeit wie ich im Internet verbringen, mag es erschreckend klingen wenn ich sage dass ich permanent Erreichbar bin, jedoch hat dies für mich auch enorme Vorteile.
    Beispielsweise erfahre ich, über das "soziale Netzwerk" Facebook innerhalb von wenigen Minuten, wenn eine Vorlesung ausfällt. Das ist ziemlich praktisch, wenn man eine Fahrt von 1 1/2 Stunden vor sich hat. Auch das Ich während Vorlesungen online bin ist für meine Mitstudenten von Vorteil. Somit konnte ich ihnen Tafelbilder ganz einfach über WhatsApp oder Facebook senden, da diese nicht anwesend sind oder einfach mal einen Anruf in Skype starten, damit diese die Vorlesung mithören können. Jegliche Informationen oder Hilfestellung rund um das Studium findet meine Kommilitonen auch ganz einfach und schnell in Facebook. Aber das ist nur einer der Vorteile von der "aktiven" Nutzung des Internets.
    Auch in der MMORPG Szene bin ich sehr aktiv. Schon seit meinem 13. Lebensjahr tauche ich gerne für einige Stunden in die virtuelle Welt ab und genieße meine Abenteuer als ein Magier oder Schwertkämpfer. Dadurch lernte ich auch viele Leute kennen, welche vielleicht am anderen Ende der Leitung saßen, jedoch die gleichen Interessen teilten. Bei vielen war es mir auch egal, ob diese nun virtuelle Freunde waren oder nicht, für mich gibt es da inzwischen keinen so großen Unterschied mehr. Die Verbindung zu meinem sozialen Umfeld und auch zu meinen "real-Life" Freunden habe ich nicht verloren, da diese ebenfalls mit mir zusammen gerne die eine oder andere Runde im Spiel "League of Legends" spielen oder gemeinsam mit mir gegen Bosse und finstere Monster gekämpft haben. Einige von meinen virtuellen Freunden, mit denen ich gerne zusammenspiele, habe ich auch persönlich getroffen. Das ist auch was Interessantes, wenn man die Person mit der man seit Monaten zusammenschreibt, redet und Abenteuer erlebt auf einmal vor sich hat. Meine Noten mussten nicht darunter leiden, dass ich gerne Stunden im Netz verbracht habe. Ich habe mein Fachabitur gemacht und studiere. In meinem Studiengang habe ich auch Leute kennengelernt die ebenfalls gerne "World of Warcraft", "League of Legends", "Diablo3", "Starcraft2" oder "Dota2" spielen und es auch bis zum Studium geschafft haben.
    Die Menschen, die ich im Internet kennenlerne, sind meist 3 Jahre älter oder jünger als. Manche waren auch 7 Jahre älter, jedoch haben diese Personen mir auch bei meinem Berufswunsch weitergeholfen. Sogar bei Schulaufgaben konnten mir welche behilflich sein, obwohl diese vielleicht 300 km weiter weg wohnen. Natürlich habe ich ihnen auch bei ihren programmier Aufgaben geholfen.
    Ich bin kein Psychologe, auch kein Experte lediglich ein einfacher Student, der so was aus erster Hand miterlebt hat und aus Erfahrung spricht. Einige Fälle, in denen Personen sehr tief gesunken sind, gibt es sicher, jedoch ist das meiner Meinung nach nicht die Mehrheit. Für viele Erwachsene scheint das schrecklich zu klingen, wie junge Menschen einfach so viel Zeit im Internet verbringen können, da diese Erwachsenen zu ihrer Zeit öfters draußen waren, jedoch liegt es einfach daran, dass es fremd ist und zum Gebiet der nächsten Generationen gehört.
    Ich erhoffe mir nicht, dass Eltern vor dem "Facebook-Konsum" gewarnt werden oder den Kindern eine Internetsperre geben sollen. Es ist wichtig, dass in der Sekundarstufe 1 die Kinder gewarnt und aufgeklärt werden, was das Internet mit sich bringt. Immerhin macht man so was für Alkohol, Zigaretten und Drogen auch! Die Vorteile, aber auch die Gefahr vom Verlust der Privatsphäre müssten geschildert werden. Wenn es Mangel an Fachkräften gibt oder man mit den Kosten nicht hinterherkommen kann, dann sollte man IT-Firmen finden, welche bei Veranstaltungen an Schulen diese Arbeit abnehmen. Wer könnte besser einen Jugendlichen über die Privatsphäre Probleme im Internet aufklären, als ein IT-Experte?
    Oft werden auch die Eltern angeprangert und kritisiert, was in der heutigen Zeit auch einfach nur überflüssig ist. Viele Eltern würden sich gerne um Ihre Kinder kümmern, jedoch können sie es nicht. Oft müssten Eltern bis zu 12 Stunden arbeiten, mit mehr als einem Job um die Familie zu ernähren. Alleinerziehende haben da noch größere Sorgen. Es ist im Endeffekt nicht leicht zu sagen, dass man einfach mal einen Spaziergang zum Spielplatz macht mit den Kindern.
    Zum Schluss sollte man sich Gedanken machen, ob es einem lieber ist, dass das Kind im Krankenhaus liegt, wo ihm der Magen ausgepumpt wird, aufgrund hohem und eventuell illegalem Alkoholkonsum oder ob es einem lieber ist, wenn das Kind vor den Augen ist, wo man es sieht und weiß, was es macht.
  2. #2

    mehr Info...!

    und wo bleibt die Information, ab welcher Stufe (Zeit pro Tag etc.) ein Jugendlicher als süchtig eingestuft wird?

    Ohne diese Info ist das alles uninteressantes Gerede.
  3. #3

    Sucht zerstört und daran kann man sie erkennen!

    Weder die Zeit, noch die Intensität entscheidet über die Sucht, sondern man erkennt sie an den Auswirkungen. Gibt es noch soziale Kontakte? Kann eine Partnerschaft gelebt werden? Ist der Job in Gefahr durch das Verhalten, oder kann überhaupt einer ausgeübt werden?

    Solche Fragen sollten einem schnell Aufschluss geben! Ein Zeitlimit zu überschreiten kann nur ein weiterer Teil der Analyse sein!
  4. #4

    Wie seriös soll die Studie bitte sein?

    Also noch mal zum Verständnis: Die Definition von Internetsucht ist, dass die Jugendlichen Ihre sozialen Kontakte vernachlässigen, weil sie auf facebook intensiven sozialen Kontakt mit ihren Freunden haben? Hä? geht es nur mir so oder sehen andere diesen Logik-/Denkfehler auch?
  5. #5

    Definition schwierig bis unmöglich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mediziner diskutieren seit Jahren darüber, ob die Krankheit überhaupt existiert
    M.m.n. Nicht. Sieht man daran, wenn man den Schuh einfach mal umdreht: Millionen Jugendliche verbringen mehrere Stunden am Tag offline. Diese Offline-Sucht kann dazu führen, dass sie sich zunehmend isolieren und ihre sozialen Kontakte im Internet vernachlässigen.

    Der Begriff ist viel zu allgemein gehalten. Man wird vllt. nach bestimmten Tätigkeiten süchtig, die über das Internet ausgeführt werden aber nicht danach "online" zu sein...
  6. #6

    Bisschen ironisch das wir den artikel über eine app lesen die da internet benutzt
  7. #7

    Hilfe! Wer hilft mir!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Tage ohne Internet gibt es kaum mehr, aber wie viel Surfen ist noch normal? Eine europaweite Studie hat untersucht, welche Jugendlichen das Netz exzessiv nutzen. Ergebnis: Fast jeder zehnte Jugendliche zeige bedenkliches Web-Verhalten, ein Prozent soll sogar internetsüchtig sein.

    Studie zu Internetsucht: Jeder zehnte Jugendliche gefährdet - SPIEGEL ONLINE
    Stehe von Montag bis Freitag um 6:00 Uhr auf. Fahre eine Stunde. Bin 9 Stunden im Büro. Fahre wieder eine Stunde. Das seit 38 Jahren! Bin ich arbeitssüchtig? Bin ich krank? Hilfe, wer hilft mir?
  8. #8

    Wie identifiziert man Internetsucht?

    Eine entscheidende Frage lautete: Haben Sie schon einmal mehr Zeit mit dem Internet verbracht, als sie eigentlich wollten?
    Blamabel eigentlich, dass sich die Wissenschaftler nicht zuerst auf Telefon, Fernseher oder Bücher gestürzt haben.
    Aber was ein rechter Parasit, der spürt, was man den Leuten halbwegs glaubwürdig unterjubeln kann.
  9. #9

    Ich surfe, also bin ich -

    nicht wie die meisten Menschen, die kein selbstständiges Denken erreichen, sondern anstelle mit der durch Eltern, Umgebung, Schule, Kirche und Universität vermittelten Denkschablonen agieren, (politisch angesetzter IQ für das Volk) so denken doch streng genommen die meisten von uns gar nicht, sondern assoziieren in Bildern, die sich automatisch einstellen. Diese Kommunikation dient den Medien, der Kirche und der Politik als Grundlage und Beeinflussung des Volkes.
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    und ist mit einer der Grundsteine der Menschen, ein eigenständiges, selbstständiges Denken zu erlernen. Man kann die Verlogenheit einer gewissen "Gesellschaftsschicht" besser erkennen, oder Informationen wie "Deutscher Bundestag-Wissenschaftliche Dienste- Gesamtstaatliche Aspekte der Rittersturzkonferenz 1948 oder das Grundgesetz lesen. Was die heutige Politik auf lange Sicht dem Bürger um Ihren Selbsterhalt, wieder einschränken muß!
    Denn Menschen, Bürger die " wissen und selbst denken " können, hätten über die Politik, Politiker u. Regierung eine Meinung - wären nicht wie heute - dem "Glauben" an der Politik verfallen.
    Um als Wiederwähler, Ihrer eigenen "Lebensverschlechterung" als Volk zu bestätigen. Die Täter, wie die in deren Diensten stehenden, natürlich ausgenommen!