Megaupload-Nachfolger: Kim Dotcom beklagt Radio-Werbeboykott

DPAWenige Tage vor dem Start des Megaupload-Nachfolgers Mega, plagt Firmenchef Kim Dotcom neuer Ärger. Eine neuseeländische Mediengesellschaft weigert sich, Radiowerbung für das geplante Angebot auszustrahlen. Andernorts läuft es für den umstrittenen Unternehmer besser.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/m...-a-878079.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenige Tage vor dem Start des Megaupload-Nachfolgers Mega, plagt Firmenchef Kim Dotcom neuer Ärger. Eine neuseeländische Mediengesellschaft weigert sich, Radiowerbung für das geplante Angebot auszustrahlen. Andernorts läuft es für den umstrittenen Unternehmer besser.

    Mega: Kim Dotcom beklagt Werbeboykott - SPIEGEL ONLINE
    Der Arme...

    Soll ich jetzt Mitleid haben? Megaracer ist ein mehrfach vorbestrafter Krimineller, der auch gerne mal seine eigenen Kunden in die Pfanne haut, wenn es um seine Haut geht: Kim Schmitz
  2. #2

    US Recht gilt nur in den USA

    Das Problem mit MEGA-Upload ist die Rechtsauffassung der USA - angetrieben durch wirtschaftliche Interesse US-amerikanischer Medienkonzerne, dass US-Recht auch auf Straftaten anzuwenden ist, die nicht auf oder vom Boden der USA begangen werden.

    Diese Rechtsauffassung spiegelt sich in so krassen Fällen wie Guantanamo wieder, WikiLeaks mit Julian Assanges;
    Aber auch in Zusammenhang mit Straftaten gegen das US-amerikanische Urheberrecht.

    Kurz: Um vor irgendeinen Provinzrichter in Alabama oder Wisconsin zu landen, reicht es im Prinzip schon, wenn von irgendeinem Ort auf der Welt bspw. eine Urheberrechtsverletzung (Nach US-Recht!) gegen ein US-Unternehmen im Zuständigkeitsbereich des betreffenden Gerichts begangen wird, ohne dass man im Zusammenhang mit der Tat selber überhaupt die USA betreten haben muss.

    Julian Assanges hatte das WorldWibeWeb benutzt, um Geheim-Unterlagen, die nach amerikansischen Recht besonders geschützt werden, zu veröffentlichen.

    Ebenso mit MEGA-Upload - Es wurden im Internet raubkopierte Medien zum Download angeboten, wobei hier besonders US-Konzerne angeblich geschädigt worden sind. Dies geschah weder vom Boden der USA aus, noch wurden Werbeeinnahmen im Zusammenhang damit in den USA steuerpflichtig und hinterzogen.

    Nun mal auf den Punkt:
    Wo kommen wir hin, wenn jedes Land seine eigene Rechtsauffassung auf den ganzen Planeten, ja auf die Milchstraße ausdehnt.

    So könnte es denn passieren, dass ich demnächst in den IRAN ausgeliefert werden könnte, weil ich deren Fastenregeln nicht beachte und dieses dort strafbar ist.
    Oder ich beleidige nur so zum Spaß den König von Thailand und werde nach meiner Auslieferung wegen dieses vergehens dorthin die nächsten 20 Jahre in einem Knast in Thailand weggesperrt?

    Wenn Herr Schmitz in Neuseeland eine Straftat begangen hat, ist es das Recht der Neuseeländer, dort und nur dort angeklagt zu werden.

    Auch wenn es eine traurige Nachricht für die USA ist:
    Eure Gesetze gelten in den USA und nur dort!
  3. #3

    US Recht gilt nur in den USA

    Das Problem mit MEGA-Upload ist die Rechtsauffassung der USA - angetrieben durch wirtschaftliche Interesse US-amerikanischer Medienkonzerne, dass US-Recht auch auf Straftaten anzuwenden ist, die nicht auf oder vom Boden der USA begangen werden.

    Diese Rechtsauffassung spiegelt sich in so krassen Fällen wie Guantanamo wieder, WikiLeaks mit Julian Assanges;
    Aber auch in Zusammenhang mit Straftaten gegen das US-amerikanische Urheberrecht.

    Kurz: Um vor irgendeinen Provinzrichter in Alabama oder Wisconsin zu landen, reicht es im Prinzip schon, wenn von irgendeinem Ort auf der Welt bspw. eine Urheberrechtsverletzung (Nach US-Recht!) gegen ein US-Unternehmen im Zuständigkeitsbereich des betreffenden Gerichts begangen wird, ohne dass man im Zusammenhang mit der Tat selber überhaupt die USA betreten haben muss.

    Julian Assanges hatte das WorldWibeWeb benutzt, um Geheim-Unterlagen, die nach amerikansischen Recht besonders geschützt werden, zu veröffentlichen.

    Ebenso mit MEGA-Upload - Es wurden im Internet raubkopierte Medien zum Download angeboten, wobei hier besonders US-Konzerne angeblich geschädigt worden sind. Dies geschah weder vom Boden der USA aus, noch wurden Werbeeinnahmen im Zusammenhang damit in den USA steuerpflichtig und dort hinterzogen.
    Stört aber die Amis nicht...

    Nun mal auf den Punkt:
    Wo kommen wir hin, wenn jedes Land seine eigene Rechtsauffassung auf den ganzen Planeten, ja auf die Milchstraße ausdehnt?

    So könnte es denn passieren, dass ich demnächst in den IRAN ausgeliefert werden könnte, weil ich Herrn Achim Dineschad kritisiere und dieses dort nunmal strafbar ist.

    Oder ich beleidige nur so zum Spaß den König von Thailand und werde nach meiner Auslieferung wegen dieses Vergehens die nächsten 20 Jahre in einem Knast in Thailand weggesperrt?

    Wenn Herr Schmitz in Neuseeland eine Straftat begangen hat, ist es das Recht der Neuseeländer, dort und nur dort angeklagt zu werden.

    Auch wenn es eine traurige Nachricht für die USA ist:
    Eure Gesetze gelten in den USA und nur dort!
  4. #4

    jepp

    Zitat von thorland Beitrag anzeigen
    Das Problem mit MEGA-Upload ist die Rechtsauffassung der USA - angetrieben durch wirtschaftliche Interesse US-amerikanischer Medienkonzerne, dass US-Recht auch auf Straftaten anzuwenden ist, die nicht auf oder vom Boden der USA begangen werden.

    Diese Rechtsauffassung spiegelt sich in so krassen Fällen wie Guantanamo wieder, WikiLeaks mit Julian Assanges;
    Aber auch in Zusammenhang mit Straftaten gegen das US-amerikanische Urheberrecht.

    Kurz: Um vor irgendeinen Provinzrichter in Alabama oder Wisconsin zu landen, reicht es im Prinzip schon, wenn von irgendeinem Ort auf der Welt bspw. eine Urheberrechtsverletzung (Nach US-Recht!) gegen ein US-Unternehmen im Zuständigkeitsbereich des betreffenden Gerichts begangen wird, ohne dass man im Zusammenhang mit der Tat selber überhaupt die USA betreten haben muss.

    Julian Assanges hatte das WorldWibeWeb benutzt, um Geheim-Unterlagen, die nach amerikansischen Recht besonders geschützt werden, zu veröffentlichen.

    Ebenso mit MEGA-Upload - Es wurden im Internet raubkopierte Medien zum Download angeboten, wobei hier besonders US-Konzerne angeblich geschädigt worden sind. Dies geschah weder vom Boden der USA aus, noch wurden Werbeeinnahmen im Zusammenhang damit in den USA steuerpflichtig und dort hinterzogen.
    Stört aber die Amis nicht...

    Nun mal auf den Punkt:
    Wo kommen wir hin, wenn jedes Land seine eigene Rechtsauffassung auf den ganzen Planeten, ja auf die Milchstraße ausdehnt?

    So könnte es denn passieren, dass ich demnächst in den IRAN ausgeliefert werden könnte, weil ich Herrn Achim Dineschad kritisiere und dieses dort nunmal strafbar ist.

    Oder ich beleidige nur so zum Spaß den König von Thailand und werde nach meiner Auslieferung wegen dieses Vergehens die nächsten 20 Jahre in einem Knast in Thailand weggesperrt?

    Wenn Herr Schmitz in Neuseeland eine Straftat begangen hat, ist es das Recht der Neuseeländer, dort und nur dort angeklagt zu werden.

    Auch wenn es eine traurige Nachricht für die USA ist:
    Eure Gesetze gelten in den USA und nur dort!
    100% agree

    Das Selbstverständnis der USA die einzigen Rechteinhaber dieser Erde zu sein, ist wirklich erschreckend.
  5. #5

    Zitat von thorland Beitrag anzeigen
    Wenn Herr Schmitz in Neuseeland eine Straftat begangen hat, ist es das Recht der Neuseeländer, dort und nur dort angeklagt zu werden.
    Soweit ich weiss, war der Dienst "Megaupload" nicht nur in Neuseeland verfügbar.
  6. #6

    Zitat von thorland Beitrag anzeigen
    Das Problem mit MEGA-Upload ist die Rechtsauffassung der USA
    Nein, das Problem mit Mega-Upload ist das Rechtsverständnis von Kim Schmitz. Ihm ging es immer nur um sein eigenes Konto und er hatte auch in der Vergangenheit keine Probleme damit Kunden und Geschäftspartner nach allen Regeln der Kunst ins offene Messer laufen zu lassen. Deshalb enden auch ausnahmslos alle seine Projekte auf diese Art.
    Ich nehme jede Wette an. An seinem nächsten Projekt wird nur er verdienen und früher oder später wird der Stecker gezogen, von wem dann auch immer.
    Es ist auf jeden Fall nicht das erste Mal, dass wer Anklage gegen ihn erhebt und es wird auch nicht das letzte mal sein und wenn er auch diesmal vielleicht noch mit einem blauen Auge davon kommt. Irgendwann wird es ihn übel erwischen.

    Kim kann einfach nicht anders. Legale Geschäfte waren ihm schon immer fremd. Vielleicht braucht er den Kick, oder er hat einfach MEGAmässig einen an der Klatsche. Keine Ahnung.
  7. #7

    Zitat von thorland Beitrag anzeigen
    Kurz: Um vor irgendeinen Provinzrichter in Alabama oder Wisconsin zu landen, reicht es im Prinzip schon, wenn von irgendeinem Ort auf der Welt bspw. eine Urheberrechtsverletzung (Nach US-Recht!) gegen ein US-Unternehmen im Zuständigkeitsbereich des betreffenden Gerichts begangen wird, ohne dass man im Zusammenhang mit der Tat selber überhaupt die USA betreten haben muss.
    Ist doch in Deutschland dasselbe! Zumindest im Land bei bestimmten Klagen, siehe "Fliegender Gerichtsstand"
  8. #8

    na und?

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiss, war der Dienst "Megaupload" nicht nur in Neuseeland verfügbar.
    hallo? das ist ja auch der sinn hinter dem internet ....
  9. #9

    Zitat von snigger Beitrag anzeigen
    hallo? das ist ja auch der sinn hinter dem internet ....
    Mein Beitrag bezog sich auf die Hypothese, Schmitz Aktivitäten wären auf Neuseeland beeschränkt, nur weil er sich dort körperlich aufhielt. Allgemeine Mutmassungen über den "Sinn hinter dem Internet" haben damit nichts zu tun.