Plagiatsverfahren gegen Schavan: Gutachter entlastet Uni Düsseldorf

dapdWährend die Bildungsministerin gegen Plagiatsvorwürfe kämpft, wehrt sich die Uni Düsseldorf gegen angebliche Verfahrensfehler: Ein Rechtsgutachter bestätigt Schavans ehemaliger Hochschule nun, sie habe korrekt gehandelt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-878099.html
  1. #20

    Lieber Willi42, als CDU-Fan müssten Sie sich klammheimlich schämen ..

    Zitat von Willi42 Beitrag anzeigen
    Hier kommt es mir zu schnell zu Vorverurteilungen. Der Fall liegt wohl deutlich anders als z.B. bei KTG. Vor 30 Jahren wurde schließlich noch mit Handkärtchen gearbeitet - .. , und dann dürften wir ganz schnell tausende Dr. Titel weniger sehen in diesem Land.

    ich aber kann - wie weiland die Betschwester beim Lügenbaron - behaupten,
    dass ich mich nicht nur heimlich für das Plagiat schäme ..
  2. #21

    Eine „leitende Täuschungsabsicht“ als „handwerkliche Fehler“ nur?

    Zitat von snobody2 Beitrag anzeigen
    Wer schriftlich an Eidesstatt versichert, dass er nicht abgekupfert und alle Zitate gekennzeichnet hat, so wie das Frau Schavan auch tun musste, und anschließend mit ungekennzeichneten Zitaten haufenweise erwischt wird, hat eben nicht nur Pech gehabt, sondern handelte in Täuschungsabsicht. Es pielt dabei keine Rolle, ob es heute oder damals vor 30 Jahren passiert.
    Jemand, der sich über ein Thema „Person und Gewissen“ in einer Dissertation auseinandersetzt und dabei gegen seine eigene eidesstattliche schriftliche Erklärung, die Arbeit nach besten „Wissen und Gewissen“ angefertigt zu haben, muss a priori das Wesentliche des vorgegebenen Themas voll verfehlt und eine äußerst merkwürdige Vorstellung von „Gewissen“ haben.
    Grobe Verstöße gegen wissenschaftliches Arbeiten, wie sie schon einem Erstsemester in damaligen Proseminaren nicht durchgegangen wären, kann man auch durch ein „Ehrenwort“ gegenüber den Prüfern nicht im Nachhinein, wenn die Mogelei mit Vorsatz ruchbar geworden ist, nicht euphemistisch als „handwerkliche Fehler“ zu verharmlosen versuchen. Ist so etwas nicht ziemlich prätentiös – auch wenn es vor 30 Jahren geschehen ist?

    Aber wie wenig Contenance diese Bildungs- und Wissenschaftsministerin haben muss, offenbarte sie eigentlich, als sie öffentlich herumtönte:
    „Als jemand, der selbst vor 31 Jahren promoviert hat und in seinem Berufsleben viele Doktoranden begleiten durfte, schäme ich mich nicht nur heimlich. Und das wird Karl-Theodor zu Guttenberg nicht anders gehen“, sagte Annette Schavan in einem Interview gegenüber der Süddeutschen Zeitung (SZ) im März 2011.
    Wie erst müsste es nun ihr gehen?
    Erlebt man nun ihr Getue und ihre verzweifelten abwiegelnden „Kämpfe, die sie sich und der Wissenschaft schuldig zu sein glaubt“, dann muss man vermuten, dass sie überhaupt nicht weiß, was „Scham“ ist.
    Auch eine Pfarrerstochter, die immer noch ihre schützende Hand über sie hält, scheint ihr als ihrer „bestallten Bildungsministerin“ diesen Tatbestand – mit allen seinen Auswirkungen auf die Auszubildenden - nicht klar machen zu können!
  3. #22

    Kesseltreiben!

    Wie kann es sein, dass ein Mitglied des Fakultätsausschusses als Gutachter fungiert und gleichzeitig über die Konsequenzen seines eigenen Gutachtens mit entscheiden soll? Dass der Jura-Professor darin keinen Verstoss sieht, kann man nur dadurch erklären, dass er zu lange studiert hat, oder dieser Umstand tatsächlich in keiner Verfahrensordnung eine Rolle gespielt hat. Wenn man sich die einzelnen Textstellen betrachtet, kann man kein absichtliches Abschreiben erkennen. Die Quellen sind genannt. Man kann also höchstens von einzelnen Fehlern ausgehen. Das ist aber nicht das Gleiche wie Herrn Guttenberg. In seiner Doktorarbeit wurde eins zu eins aus anderen Quellen abgeschrieben. Man muss sich die Sache schon genauer ansehen und nicht nur die Aberkennung fordern, nur weiles sich um eine Politikerin handelt, die die Vertraute von Frau Merkel ist.
  4. #23

    Fähige Minister braucht das Land.

    Plagiatoren, die sich erwischen lassen, sind doch sicher nicht besonders intelligent. Wieso soll man solchen Dummköpfen ein Amt anvertrauen?
  5. #24

    Hätte sich das Herr Steinbrück geleistet

    er würde nie mehr in den Spiegel schauen wollen.