Umstrittenes Kältemittel R1234yf: Das brandheiße Problem

DaimlerEigentlich musste das umweltfreundliche Kältemittel R1234yf längst in den Klimaanlagen vieler Automodelle zum Einsatz kommen. Doch seit Mercedes die EU-Vorgaben aus Angst vor Brandgefahr boykottiert, ist in der Industrie Chaos ausgebrochen. Welcher Hersteller verwendet welche Mittel? Der Überblick.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/u...-a-877062.html
  1. #60

    Klimaanlagen sind in Deutschland ein Produkt für Nischenanwendungen

    Klimaanlagen in Autos sind im Wesentlichen in Deutschland ein Produkt für folgende drei Nischenanwendungen:

    1) Für Firmenwagen in Firmen, deren Dresscode es Männern nicht erlaubt, sich im Sommer klimagerecht anzuziehen (Frauen ist dies immer erlaubt, soviel zum Thema Gleichberechtigung, aber das nur am Rande).
    2) Für Menschen, deren Kreislauf nur über eine eingeschränkte Temperaturregulierung verfügt (zum Beispiel alte Menschen oder Querschnittsgelähmte).
    3) Für Menschen, die Klimaanlagen einfach toll finden.
  2. #61

    Rückgrat

    Man muss Mercedes danken genug Rückgrat zu haben sich mit den mächtigen US-Chemiegiganten und der EU anzulegen - zur Sicherheit seiner Kunden.
    Es wird so sein wie so oft in automobilen Sicherheitsfragen. Mercedes geht voran, und wenn das Terrain von den Schwaben geebnet wurde folgen alle anderen. Wie viele Nicht-Mercedes-Fahrer wohl auf diese Art von Daimler-Ingenieuren das Leben gerettet wurde?
  3. #62

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Klimaanlagen in Autos sind im Wesentlichen in Deutschland ein Produkt für folgende drei Nischenanwendungen:

    1) Für Firmenwagen in Firmen, deren Dresscode es Männern nicht erlaubt, sich im Sommer klimagerecht anzuziehen (Frauen ist dies immer erlaubt, soviel zum Thema Gleichberechtigung, aber das nur am Rande).
    2) Für Menschen, deren Kreislauf nur über eine eingeschränkte Temperaturregulierung verfügt (zum Beispiel alte Menschen oder Querschnittsgelähmte).
    3) Für Menschen, die Klimaanlagen einfach toll finden.
    Klimanlagen sind in D ein Pazifierungsmittel für hitzeempfindlich-agressiv reagierende Stau-BAB-Prinzessinen im geleasten Firmenaudi. In warmen Ländern Grundausstattung. Klimaanlagen könnten genauso gut mit Co2, Wasser, Alkohol betrieben werden. Hindergrund sind Chemiezulieferer und Centspalterei der Autohersteller also Doofindustrie.
  4. #63

    Na dann...

    ... solltest du dich besser mit Firmenaudis, Firmenmercedes und Firmenvws anfreunden denn die setzen eben nicht auf dieses Mittel im Gegensatz zu den Firmenhyundais oder Firmenfiats dieser Welt.
  5. #64

    CO² oder vielleicht doch Propan

    Zitat von demoforcrazy Beitrag anzeigen
    Da hat doch der Hersteller von R1234yf gute Lobbyarbeit geleistet. Es gibt ein klimafreundliches und sicheres Kältemittel: CO2.
    Warum das nicht genutzt wird, versteh ich nicht, die EU-Parlamentarier und Kommissare sind doch so integer und unbestechlich...
    CO² halte ich - aufgrund der hohen Drücke - ebenfalls für problematisch. Beim R-1234YF ist nicht einmal die tatsache das das Kältemittel entflammbar ist das Problem, vielmehr die bei der Verbrennung entstehenden Gase (hierzu gibt es einige Test von unabhängigen Fachleuten). Warum nicht auf Propangas (R-290) - geringe Füllmengen, bei Verbrennung keine hochgiftigen Gase und ein bereits in vielen Haushaltsgeräten erprobtes Kältemittel. Die Hersteller (von denen ein Vertreter in der EU Kommission zur Entscheidung vertreten war) verdienen gut an dem neuen Kältemittel - die Hersteller haben, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes, gar kein Interesse an preiswerten und sicheren Ersatzstoffen.

    Ich hoffe das noch viele Hersteller dem Beispiel von Mercedes folgen und den Insassenschutz vor den Klimaschutz stellen.