Umstrittenes Kältemittel R1234yf: Das brandheiße Problem

DaimlerEigentlich musste das umweltfreundliche Kältemittel R1234yf längst in den Klimaanlagen vieler Automodelle zum Einsatz kommen. Doch seit Mercedes die EU-Vorgaben aus Angst vor Brandgefahr boykottiert, ist in der Industrie Chaos ausgebrochen. Welcher Hersteller verwendet welche Mittel? Der Überblick.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/u...-a-877062.html
  1. #50

    Wenn ich korrigieren darf: Das alte Kühlmittel ist kein Klimakiller, sondern soll offiziell die Ozonschicht zerstören. Man könnte jetzt hier am Rande erwähnen, dass das Ozonloch - seit Beginn der Aufzeichnungen - noch nie so klein war wie heute.
    Also bin ich mal ehrlicher und sag einfach grad raus, dass da enorm viel Geld von Hersteller A zu Politiker B gewandert ist.
  2. #51

    Wie gut, dass Benzin nicht brennt. Es könnte nämlich bei einem Unfall mit heissen Motorteilen in Berührung kommen und ein Feuer auslösen. Brennendes Plastik könnte dann gefährliche Gase und Dioxin freisetzen.

    Irgendetwas ist in der Argumentation der Mercedes-Fuzzis nicht stimmig.

    Man möge sich auch entsinnen, dass die deutsche Autoindustrie sich immer wieder Umwelt-Innovationen verweigert hat, weil diese ja Geld kosten. Das kann man unmöglich auf den Kunden umlegen.

    Dem Kunden ein paar Tausend Euro dafür abzunehmen, dass noch einmal 50 PS auf eine sowieso unnötig hohe Motorleistung drauf gepackt werden, ist aber OK. Auch ein paar Haken im Kofferraum darf es nie umsonst geben, weil solche Optionen ja einen enormen Ingenieursaufwand erfordern.

    Wer heute ein vernüftiges Auto will, geht wohl zu Toyota und macht besser einen Bogen um die albernen Lifestyle-Produkte deutscher Hersteller.
  3. #52

    Zitat von brux Beitrag anzeigen
    Wie gut, dass Benzin nicht brennt. Es könnte nämlich bei einem Unfall mit heissen Motorteilen in Berührung kommen und ein Feuer auslösen. Brennendes Plastik könnte dann gefährliche Gase und Dioxin freisetzen.

    Irgendetwas ist in der Argumentation der Mercedes-Fuzzis nicht stimmig.
    Aus Ihrer Aussage kann man schließen, dass Sie keine Ahnung haben, was Fluorwasserstoff ("Flusssäure", wenn's in Wasser gelöst ist) anrichten kann. Das Feuer ist das bei weitem geringste Problem, was Sie im Fall eines Brands mit R1234yf haben werden.

    Zitat von tyskie Beitrag anzeigen
    Wenn ich korrigieren darf: Das alte Kühlmittel ist kein Klimakiller, sondern soll offiziell die Ozonschicht zerstören. Man könnte jetzt hier am Rande erwähnen, dass das Ozonloch - seit Beginn der Aufzeichnungen - noch nie so klein war wie heute.
    Ich weiß nicht, ob Sie's meine, oder ob ich korrigieren muss, aber das ganz alte Kühlmittel (R12) ist ein Ozonkiller. R134a - das R12 abgelöst hat - ist es nicht - das ist ein ein höchst potentes Treibhausgas.

    Und was denken Sie, warum das Ozonloch heute so klein ist? Könnte es damit was zu tun haben, dass Ozonschicht-schädigende Kühlmittel wie R12 nicht mehr benutzt werden?
  4. #53

    Typgenehmigung ist ein Witz!

    Zitat von maga80 Beitrag anzeigen
    Rückdatieren von Genehmigungen?
    "Beim Toyota Prius und beim Lexus GS wurde die Typgenehmigung nun nachträglich hinter den Stichtag zurück datiert."
    Ich glaube, dass ist Urkundenfälschung !

    Und ein Porsche hat genehmigstechnisch nichts mit einem Audi zu tun, weil es ein anderer Hersteller ist und damit Genehmigungsinhaber ist.
    Tja, da hben wir wieder die Ungleichbehandlung. Mir wurde bei meinem Auto Stress gemacht weil die Winterreifen noch nicht in der Datenbank des KAB freigeben waren.

    Beim absout BAUGLEICHEM Modell (Chevrolet Volt/Opel ampera) aus demselben Konzern durfte diese Reifengrösse aufgezogen werden.

    Aussage TÜV: Anderer Hersteller, andere Typgenemigung.
    Aussage "Hersteller": Der Chevi Volt hat mit dem Opel Ampera nichts zu tun. Das ist ein komplett anderes Auto.

    Ok, haben nix miteinander zu tun, bis auf ALLES (Basis, Karosse, Antrieb, >>sämtliche<< Teile bis auf Front- und Heckschürze, Produktionswerk- und linie)! Selbst sämtliche Ersatzteile haben bei GM die IDENTISCHEN Bestellnummern.

    Aber wenn ein Hersteller gut tricksen kann, das ist das ok!

    Elender Beamtenstaat!

    Ciaooooo
    Tastendrücker
  5. #54

    Gefahren im Motorraum

    Auch Benzin und Diesel brennen bekanntermaßen, ebenso Bremsflüssigkeit und Schmieröl. Der Unterschied zum Kältemittel ist natürlich, dass letzteres unter Druck steht, bei einem Riss im Kreislauf der Klimaanlage also nicht nur raustropft, sondern richtig rausspritzt.

    Es gibt aber bekanntermaßen sichere Kühlmittel: CO2 ist nicht brennbar, schädigt nicht die Ozonschicht und hat "nur" das Treibhauspotential von CO2. Nachteil: Hoher Druck, so dass die Klimaanlagen grundsätzlich neu konstruiert werden müssen. Höhere Kohlenwasserstoffe wie Oktan wären ebenfalls geeignet. Die Klimaanlagen würden dann unter Unterdruck arbeiten, was die oben genannte Gefahr des Verspritzens reduziert, aber ebenfalls eine Neukonstruktion erforderlich macht.
  6. #55

    Klima retten hat immer Vorrang

    Die Gefahr, ein paar verbrannte Autofahrer zu riskieren, kann man vernachlässigen. Wenn sie einen Unfall haben, sind sie doch sicher selber Schuld, weil sie 'Raser' sind. Und das sind in Deutschland besonders böse Menschen.

    Hauptsache, wir retten das Klima.
  7. #56

    wozu Klimaanlage im subarktischen Deutschland?

    Zitat von hadre Beitrag anzeigen
    Klimakiller oder Killerkältemittel? Pest oder Cholera? Die Lobbyisten der chemische Industrie verhindern seit Jahren die Forschung oder Weiterentwicklung an alternativen Klimaanlagen - Konzepten, wie z.B. dem Schukey-Motor, der vollständig ohne Kältemittel auskommt.
    Oder Gebläse an und Fenster auf - funktioniert in meinem Auto hervorragend und mit vorzüglicher Verläßlichkeit. Und wenn ich mich durch den ganzen Winter und Frühling hindurchgebibbert habe, genieße ich im Hochsommer die paar (viel zu) wenigen Tage Hitze aus vollen Zügen und käme garnicht auf die Idee, diese dann auf bibbernde 15 Grad herunterzukühlen. Derartige Hitze bekommt man außerdem seit 2003 immer seltener. Meistens sind seitdem die Sommer kühl und verregnet.

    Aber derart einfache Lösungen sind wahrscheinlich eine Beleidigung für den Intellekt deutscher Ingenieure. Es muß in jedem Falle kompliziert und aufwendig sein, sonst taugt es nicht.
  8. #57

    Zitat von MtSchiara Beitrag anzeigen
    Aber derart einfache Lösungen sind wahrscheinlich eine Beleidigung für den Intellekt deutscher Ingenieure. Es muß in jedem Falle kompliziert und aufwendig sein, sonst taugt es nicht.
    Jeder der einmal im Winter nach dem Skifahren die Vorzüge dieser "komplizierten und aufwändigen" Technik genossen hat(durch den Lufttrocknungseffekt der Klimaanlage sind die Scheiben blitzschnell klar) wird das nicht mehr missen wollen.
    Im Sommer hat Klima auch Vorteile(der Verbrauch erhöht sich durch geöffnete scheiben mehr aps durch die Klimaanlage).
  9. #58

    Mehrverbrauch durch geöffnete Fenster ist vernachlässigbar

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Jeder der einmal im Winter nach dem Skifahren die Vorzüge dieser "komplizierten und aufwändigen" Technik genossen hat(durch den Lufttrocknungseffekt der Klimaanlage sind die Scheiben blitzschnell klar) wird das nicht mehr missen wollen.
    Im Winter bekomme ich die Frontscheibe durch Gebläse in einer Minute und die Heckscheibe durch Heizung in drei Minuten klar. Ich hatte bisher nie den Ehrgeiz, durch eine komplizierte Technik da noch einige weitere Sekunden herauszukitzeln.

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Im Sommer hat Klima auch Vorteile(der Verbrauch erhöht sich durch geöffnete scheiben mehr aps durch die Klimaanlage).
    Der Mehrverbrauch von (bei hohen Geschwindigkeiten leicht) geöffneten Fenstern liegt bei meinem Fahrzeug unterhalb der Meßgenauigkeit. Bei meinem Diesel komme ich so im Sommer auf Landstraßen mit geöffneten Fenstern auf 4,5 Liter/100 KM. Entscheidend für den Verbrauch sind Höchstgeschwindigkeit und vorausschauende Fahrweise. Klimaanlagen sollen hingegen (was ich gehört habe) bis zu 2 Litern verbrauchen.

    Geöffnete Fenster haben übrigens noch einen weiteren Vorteil: man kann Sonne und Wind auf der Haut genießen, nachdem man den ganzen Winter und den Arbeitstag in Räumen verbracht hat.
  10. #59

    Auf Landstrasse und Autobahn ist der Mehrverbrauch durch die Klima auch vernachlässigbar.
    Mein Auto verbraucht auf Strecke zwischen 8 und 9 liter. Egal ob mit Klima oder ohne.
    Da ich absoluter Klimafan (geradezu Fetischist...) bin könnte das Ding in der Stadt und im Stau von mir aus 5 liter Mehrverbrauch haben.
    Hat es aber nicht.
    Im Stand sinds ohne 0,7, mit 1,2 liter pro Stunde.