Netzwerk für Modeblogger: Die Kuschelblogger von Muse Net

Pablo Heimplatz PhotographyÜber das neu gestartete Netzwerk Muse Net lassen sich Blog-Autorinnen von der Industrie kaufen. Eine Agentur sorgt für ein monatliches Einkommen, die Bloggerinnen für gute Presse. Die Gründer denken schon an Expansion.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/n...-a-877005.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Über das neu gestartete Netzwerk Muse Net lassen sich Blog-Autorinnen von der Industrie kaufen. Eine Agentur sorgt für ein monatliches Einkommen, die Bloggerinnen für gute Presse. Die Gründer denken schon an Expansion.

    Netzwerk für Modeblogger: Muse Net - SPIEGEL ONLINE
    Wer hat eigentlich die Zeit, zehn verschiedene Lieblingsblogs zu lesen?
  2. #2

    Nicht gerade neu

    Na dann schauen Sie sich mal Textbroker an. Da werden die Artikel in Auftrag gegeben.
  3. #3

    Mangelnde Glaubwürdigkeit

    Wenn dann schon gesagt wird, dass die Berichte "wohlwollend" und "nicht all zu kritisch" ausfallen sollen, kann ich auch gleich den Pressetext lesen.
    Blog-Beiträge und Word-of-Mouth leben in meinen Augen davon, dass man der schreibenden Person auch vertraut, dass sie mal ihre eigene Meinung sagt und sich die Meinung nicht für Geld kaufen lässt.
    Da muss man dann auch mal damit rechnen, dass man eben von einem Verteiler fliegt, weil man seine Meinung gesagt hat und den Finger in die Wunde gelegt hat und nicht der Wirtschaft nach dem Mund geredet hat.
  4. #4

    was für ein verlogener Artikel...

    Ich interessiere mich nicht für diese Fashionblogs aber aus diesem Artikel trieft doch der Neid bzw. die Arroganz von SPON, dass ein Teil der Leserschaft gerne bei Amateuren vorbeischaut und die damit auch noch Geld verdienen.

    Ich habe lieber ein paar Artikel die auch als Werbung gekennzeichnet werden als die Werbeartikel auf SPON zum Thema Autos, Gadgets etc. die als Artikel erscheinen. Da kann mir doch auch keiner erzählen, dass der Autor neutral ist wenn er auf eine spendable Testreise nach Italien oder sonst wo eingeladen wird. Zudem in jeder Dorfzeitung kann man redaktionelle Werbung kaufen und diese wird teilweise noch nicht einmal gekennzeichnet.
  5. #5

    Und auf den Pressekodex wird gesch....

    Auf den deutschen Pressekodex, hier besonders Ziffer 7 – Trennung von Werbung und Redaktion, wird dabei gesch.... Dem Leser einen unbeeiflussten Artikel vorgaukeln und ihm Markenbotschaften im Artikelkleid servieren.

    http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html
  6. #6

    Ein Blog

    leidet meiner Meinung nach nicht darunter, "nur" ein Hobby des Bloggers zu sein, sondern lebt davon. Was nützen dem interessierten Leser 10 vor schleimtriefende, gegen Bezahlung in Auftrag gegebene Artikel pro Woche? Ich nehme dann lieber den Hobby-Blogger, der vielleicht nur zwei schafft, die dann aber authentisch und ehrlich sind. Ich finde ohnehin dieses übertriebene Sponsoring nicht erträglich und haben mir als regelmäßiger Leser von Blogs (nicht unbedingt aus dem Bereich Mode) angewöhnt, ein Blog, das nur noch von "Geschenken" lebt und diese dann allesamt immer nur positiv bewertet, nicht mehr zu besuchen. Die sind für mich nicht glaubwürdig.
  7. #7

    Naja

    Das funktioniert natürlich nur, wenn auch einer den Sch*** liest. Womit wir wieder bei der Dummheit der Menschen wären.
  8. #8

    Welcher Journalist ist nicht bezahlt?

    Bin selbst Blogger über das Leben & Mode und sage dazu: Zeige mir den Journalisten, der nicht bezahlt ist. Hat man den Journalisten-Ausweis erhält man vergünstigte PKW Leasingraten etc.pp und wird mit vielen Einladungen von Herstellern beehrt, auch Mode-Journalisten erhalten Test-Ware. über die sie dann berichten dürfen, sollen, müssen.

    Die Leser haben die Aufgabe mit wachen Augen durch die Welt zu gehen und unterschiedliche Informationsquellen zuhilfe nehmen.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Über das neu gestartete Netzwerk Muse Net lassen sich Blog-Autorinnen von der Industrie kaufen. Eine Agentur sorgt für ein monatliches Einkommen, die Bloggerinnen für gute Presse. Die Gründer denken schon an Expansion.

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  9. #9

    Tagebuch vs. Tageszeitung

    Ein Journalist kann auch ein Blogger sein, aber nicht jeder Blogger ist ein Journalist. Kritikern Neid vorzuwerfen, ist ein gängiger Blogger-Reflex. Viele Blogger lassen sich kaufen und rechtfertigen das mit dem Spruch "andere verdienen doch auch Geld mit dem Schreiben". Bitte nicht redaktionelle Arbeit und journalistische Recherche mit gebloggten Tagebucheinträgen verwechseln.