Schärfere Gesetze: Wie Obama den Waffenwahn eindämmen will

The Washington Post/ NRAJetzt wird's persönlich: Die Waffenlobby verhöhnt die Kinder des Präsidenten in einem Werbespot, das Weiße Haus giftet zurück. Und Barack Obama fordert ein neues Waffenrecht - mit weitgehenden Verschärfungen. Kann er damit durchkommen?

Kampf gegen NRA: Wie Obama den Waffenwahn stoppen will - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt wird's persönlich: Die Waffenlobby verhöhnt die Kinder des Präsidenten in einem Werbespot, das Weiße Haus giftet zurück. Und Barack Obama fordert ein neues Waffenrecht - mit weitgehenden Verschärfungen. Kann er damit durchkommen?

    Kampf gegen NRA: Wie Obama den Waffenwahn stoppen will - SPIEGEL ONLINE
    Schmutzige Mittel, aber von beiden Seiten. Ermordete Kinder für seine eigenen politischen Zwecke zu missbrauchen, ist nicht die feine Art. Hier geht es nicht um die Sicherheit von irgendjemandem, sondern darum die amerikanische Bevölkerung zu entwaffnen, damit sie im "Ernstfall" keine Gefahr für das Regime darstellt.

    Bis jetzt konnten die Amerikaner ihr per Verfassung verbrieftes Recht schützen, mal sehen wie lange noch. Wenn es wieder nichts wird mit dem Waffenverbot, dann werden eben noch ein paar Amokläufe inszeniert.

    Übrigens ist die Anzahl der Gewaltverbrechen pro Einwohner im Schusswaffenfreien England deutlich höher als in den USA. In der Schweiz dagegen, mit mehr Waffen pro Einwohner als in den USA, ist die Mordrate ungleich niedriger. Die hohe Mordrate in den USA hängt also scheinbar an ganz anderen Faktoren, wie zum Beispiel dem ausufernden Drogen- und Medikamentenmissbrauch.
  2. #2

    Wann ein US-Präsident am stärksten ist

    Zitat aus dem Artikel:
    "Während der vergangenen vier Jahre hat sich der Präsident der Macht dieser vier Millionen Mitglieder zählenden Organisation gebeugt. Obama hat nicht gehandelt, als die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords in Tucson, Arizona in den Kopf geschossen wurde und sechs Menschen starben; er hat nichts unternommen, als im Kino von Aurora, Colorado zwölf Menschen erschossen wurden. Nur schöne Worte hatte er stets parat. An die geschätzten 300 Millionen Waffen in privaten US-Haushalten traute er sich nicht ran."
    Diese Feststellungen mögen richtig sein, aber sie decken nicht auf, was dahinter steht.
    Die Erklärung ist -- relativ -- einfach: Ein US-Präsident ist niemals so stark wie zu Beginn seiner zweiten Amtsperiode. Da weiß er, er kann nicht noch ein weiteres Mal gewählt werden. Er kann also auch nicht mehr abgestraft werden. Das Geheule der politischen Gegner ist ihm zumindest vorläufig egal. Auch die Zwischenwahlen für den Kongress, auf die er Rücksicht nehmen müsste, finden erst in 2 Jahren statt. Und er weiß, der Wähler ist vergesslich.
    So ist er in diesen Monaten souveräner denn je. Wenn dann noch der Schuss Populismus dazukommt, der sich jetzt in Obamas Kurs abzeichnet ("Mit dem Volk gegen den Kongress regieren!"), kann er, so er die Begabung und das Zeug dazu hat (was er allerdings zum Teil erst beweisen müsste), tatsächlich einiges bewirken.
  3. #3

    Ein Vorschlag für Waffenlobbies...

    Eine automatische Strafzahlung von 10 Mio. Dollar für jedes durch eine Schusswaffe ums Leben gekommene Opfer an die Hinterbliebenen durch die NRA. das macht bei 30.000 jährlich durch Waffengebrauch ums Leben gekommene Opfer ca. 300 Mrd. Dollar Strafzahlung aus. Es bedarf bei dieser Regelung keine weiteren Waffengesetzanpassungen wie Verbot von automatischen oder halautomatischen Waffen, verkleinerten Magazinen usw...
  4. #4

    Fast & Furious

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt wird's persönlich: Die Waffenlobby verhöhnt die Kinder des Präsidenten in einem Werbespot, das Weiße Haus giftet zurück. Und Barack Obama fordert ein neues Waffenrecht - mit weitgehenden Verschärfungen. Kann er damit durchkommen?

    Kampf gegen NRA: Wie Obama den Waffenwahn stoppen will - SPIEGEL ONLINE
    Daß in Obamas Regierungszeit die amerikanische Polizei unter dem Namen "Fast & Furious" an die mexikanischen Drogenbarone straflos Schnellfeuergewehre geliefert hat, mit denen in Mexiko viele viele Zivilisten schuldlos um's Leben gekommen sind, bestätigt die Darstellung der NRA von Obamas als Beispiel der Doppelmoral.

    Daß mit den heute angekündigten Änderungen der "Big Brother"-Überwachungsstaat erheblich ausgeweitet wird - Ärzte sollen in Zukunft Informationen über den Waffenbesitz ihrer Patienten einholen und in eine nationale Datenbank eingeben - ist es wohl nicht wert, im Artikel genannt zu werden.

    "Hat Dein Papi denn ein Gewehr zuhause?" = "Nun malt mal schön die Uhr von der Tagesschau"
  5. #5

    langsam...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt wird's persönlich: Die Waffenlobby verhöhnt die Kinder des Präsidenten in einem Werbespot, das Weiße Haus giftet zurück. Und Barack Obama fordert ein neues Waffenrecht - mit weitgehenden Verschärfungen. Kann er damit durchkommen?

    Kampf gegen NRA: Wie Obama den Waffenwahn stoppen will - SPIEGEL ONLINE
    Wieso verhoehnen? Ist es denn nicht so? Die Kritik der NRA knn man nachvollziehen. Wie auch in anderen Bereichen gibt es Double Standarts. Die Politik sorgt fuer Auswirkungen, die der Buerger ausbaden muss. Anstelle von besserer medizinischer Betreuung von psychisch Labilen oder Kranken wird die Kapazitaet von Magazinen reguliert. (Als wenn das einen Amoklaeufer verhindert). Auch in anderen Bereichen gelten diese Double Standarts. Ruettlischule u.s.w., dort findet man keine Politikerkinder, freigelassene ehem. sicherheitsverwahrte Paedophile wohnen nicht in Politikergegenden, ebenso wohnen keine Politiker in Multikulti-Brennpunkten.
  6. #6

    Jenseits von Gut und Böse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt wird's persönlich: Die Waffenlobby verhöhnt die Kinder des Präsidenten in einem Werbespot, das Weiße Haus giftet zurück. Und Barack Obama fordert ein neues Waffenrecht - mit weitgehenden Verschärfungen. Kann er damit durchkommen?

    Kampf gegen NRA: Wie Obama den Waffenwahn stoppen will - SPIEGEL ONLINE
    Alle vernünftigen US- Bürger, inkl. Jagd- und Sportschützen befürworten diese Maßnahmen. Es ist die Waffenindustrie und ihre Gehilfen, wie z.B. die NRA, die befürchten ihre Profite und Pfründe zu verlieren. Und diese versuchen ihre Ziele mit solchen einfältigen Werbebotschaften an denkschwache Machos, irrationale Waffenfetischisten, Möchtegern-Soldaten (die das Militär aus guten Gründen abgelehnt hat) und psychisch auffällige Verschwörungstheoretiker (wollen sich gegen die "Tyrannei" einer demokratisch gewählten, legitimen Regierung mit schweren Waffen und Munitionsarsenalen verteidigen) zu erreichen.

    Das Ergebnis sieht man hier: Anderson Cooper Rips James Tracey For Newtown Conspiracy Theories (VIDEO). In andern Worten: es funktioniert nicht, die NRA und ihre Anhänger schießen sich nur wiederholt ins eigene Bein.
  7. #7

    Mensch

    Ich würde mir wünschen, dass auch mal wieder Menschen eine Chance hätten, die nicht

    - aalglatt sind und einem durch die Finger flutschen,
    - sich gestellte Tränen aus den Augen reiben, die nicht da sind
    - nicht ständig lächeln bei Themen die nicht danach sind und
    - auch mal sagen: "Nicht mit mir!" und das mit dem entsprechenden Nachdruck.

    Aber das wird wohl so schnell nichts.
  8. #8

    Jenseits von Gut und Böse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jetzt wird's persönlich: Die Waffenlobby verhöhnt die Kinder des Präsidenten in einem Werbespot, das Weiße Haus giftet zurück. Und Barack Obama fordert ein neues Waffenrecht - mit weitgehenden Verschärfungen. Kann er damit durchkommen?

    Kampf gegen NRA: Wie Obama den Waffenwahn stoppen will - SPIEGEL ONLINE
    Alle vernünftigen US- Bürger, inkl. Jagd- und Sportschützen befürworten diese Maßnahmen. Es ist die Waffenindustrie und ihre Gehilfen, wie z.B. die NRA, die befürchten ihre Profite und Pfründe zu verlieren. Und diese versuchen ihre Ziele mit solchen einfältigen Werbebotschaften an denkschwache Machos, irrationale Waffenfetischisten, Möchtegern-Soldaten (die das Militär aus guten Gründen abgelehnt hat) und psychisch auffällige Verschwörungstheoretiker (wollen sich gegen die "Tyrannei" einer demokratisch gewählten, legitimen Regierung mit schweren Waffen und Munitionsarsenalen verteidigen) zu erreichen.

    Das Ergebnis sieht man hier: Anderson Cooper Rips James Tracey For Newtown Conspiracy Theories (VIDEO). In andern Worten: es funktioniert nicht, die NRA und ihre Anhänger schießen sich nur wiederholt ins eigene Bein.
  9. #9

    Auf SPON gab es vor kurzen mal einen Artikel, der zum Teil sehr schön dargelegt hat, dass ein strengeres Waffenrecht nicht die Lösung aller Probleme ist. Das Problem liegt in der Gesellschaft. Andere Länder haben ein ähnlich lockeres Waffenrecht und nicht so viel Tote bzw Amokläufe. Zudem ist ein Amoklauf mit vielen Opfern auch gut mit einer Pistole möglich, wie Winnenden gezeigt hat. Ich habe auch volles Verständnis für Leute, die sagen sie brauchen Waffen zum Selbstschutz. Immerhin lebt nicht jeder in Suburbs, sondern es gibt auch viele Menschen die auf dem Land leben, wo die nächste Polizeistation ne Stunde oder mehr weit weg ist. Besonders in den Bundesstaaten nahe der mexikanischen Grenze ist das ein Problem. Ich habe persönlich schon mit Menschen dort gesprochen, denen die Drogenschmuggler und Illegalen regelmässig übers Land laufen....