Deutschlands Mali-Hilfe: Ein bisschen Krieg

Getty ImagesMit zwei Transportmaschinen soll die Bundeswehr die Intervention in Mali unterstützen. Der eng begrenzte Einsatz offenbart das deutsche Dilemma: Nach dem Libyen-Trauma will die Bundesregierung wieder verlässlicher Partner sein - aber nicht in einen schmutzigen Krieg hineingezogen werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-877858.html
  1. #1

    Die deutsche Zurückhaltung in richtig...

    ... und damit auch die Haltung der Bundesregierung. Schon bemerkenswert, dass ausgerechnet der grüne Wehrdienstverweigerer Trittin vor wenigen Tagen noch laut gefordert hat, dort verstärkt deutsche Soldaten an die Front zu schicken. Inzwischen scheintihm wohl jemand erklärt zu haben, dass es auch um koloniale Interessen der Franzosen geht. Und um die Uranvorkommen in der Gegend. Amüsant, dass hier ausgerechnet ein ahnungsloser Grüner mehr deutsche Militärpräsenz fordert. Es zeigt aber auch, wie qualifiziert der grüne Sozialwirt Trittin ist, außenpolitische Konstellationen zu durchschauen. Wenn Herr Trittin Islamisten bekämpfen will, soll er meines Erachtens vor der eigenen Haustür kehren und zum Beispiel in Bad Godesberg aktiv werden.
  2. #2

    Ein Dilemma ist das schon.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit zwei Transportmaschinen soll die Bundeswehr die Intervention in Mali unterstützen. Der eng begrenzte Einsatz offenbart das deutsche Dilemma: Nach dem Libyen-Trauma will die Bundesregierung wieder verlässlicher Partner sein - aber nicht in einen schmutzigen Krieg hineingezogen werden.

    Deutschland steckt beim Mali-Einsatz im Dilemma - SPIEGEL ONLINE
    Das geht nicht. Man will verläßlicher Partner sein, irgendwie in einem Krieg mitmachen, aber sich nicht dabei die Hände schmutzig machen.
    Dann sollte man vielleicht auch besser gar nichts machen. Wie erklärt man das einem Soldaten? Der weiß doch gar nicht mehr , wofür er da ist, und was er eigentlich machen soll. Im übrigen meine Hochachtung vor den Jungs, und auch Frauen, die den Mut haben, für die Freiheit Ihr Leben auf dem Spiel zu setzen. Ob hier oder in Frankreich. Ein Krieg ist immer schmutzig, und leider manchmal notwendig, wenn es an der richtigen Stelle ist.
  3. #3

    Moechtegern Grossmacht oder nicht?

    man kann natuerlich nicht in die Welt hinausposaunen wie gross man sich fuehlt und einen staendingen Welsicherheitsratsposten fordern, sich in der EU auffuehren als haette man die Wahrheit mit der Suppe gegessen und dann kleinstaatliche Politik fuehren. Will Deutschland eine wichtige Rolle Uebernehmen? Dann gehoeren Einsaetze wie in Lybien halt dazu oder auch Frankreich zu unterstuetzen....da reichen dann zwei Transalls wohl kaum.....
  4. #4

    50 Leopard-Panzer,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit zwei Transportmaschinen soll die Bundeswehr die Intervention in Mali unterstützen. Der eng begrenzte Einsatz offenbart das deutsche Dilemma: Nach dem Libyen-Trauma will die Bundesregierung wieder verlässlicher Partner sein - aber nicht in einen schmutzigen Krieg hineingezogen werden.

    Deutschland steckt beim Mali-Einsatz im Dilemma - SPIEGEL ONLINE
    und das Ding wäre gelaufen...
    Man will eben nur ein bisschen Krieg führern...
    Aber gerade da sind die Verluste am höchsten.
  5. #5

    Drei Gründe...

    weshalb Frankreich so schnell in Mali eingreift und Deutschland wie auch andere europäische Länder applaudieren und aktiv die Logistik unterstützen:

    1. Uran
    2. Bauxit
    3. Phosphor


    Meine Überlegung ist, ob die Islamisten, die bekämpft werden, nicht eine logische hilflose Schlussfolgerung der vom Abbau dieser Rohstoffe vertriebenen und betroffenen Bevölkerung ist, diese aber eine Gefahr für die großen europäischen und amerikanischen Unternehmen sind, die den Gewinn aus dem Abbau dieser Bodenschätze außer Land bringt.
  6. #6

    Frankreich

    als Atom - und ehem. Kolonialmacht will sich Uran und andere Bodenschätze sichern. Ich prophezeie einen langen Waffengang mit äußerst empfindlichen Nadelstichen für die Franzosen, siehe Algerien. Die Pläne für eine weitaus größere Waffenhilfe liegen schon längst in der Schublade von Frau Murksel.
    Scheiß Krieg.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach dem Libyen-Trauma will die Bundesregierung wieder verlässlicher Partner sein...
    "Nach dem Libyen-Trauma" - was soll denn dieser Dummschwatz?
    Sich aus der Libyen-Intervention rauszuhalten war völlig richtig.
    Der Kampf gegen durchgeknallte Islamisten in Mali ist etwas ganz anderes und hat seine Berechtigung.
  8. #8

    Alles Kalkül und Taktik

    der Propaganda-Kanzlerin Merkel.................schön bedeckt bis zur BTW 2013 verhalten, einenen unschuldigen Augenaufschlag wenn erforderlich,,,,,,,,,,,,,,,Ich würde es begrüssen, wenn Sp0n den Wähler über die Absichten des Verteidigungs- und des Innenmibisters in Zukunft Drohnen über Deutschland fliegen zu lassen, informieren würde. Nicht zu übersehen ist jedenfalls, wie ganz gezielt mit der Schürung von Ängsten wie Euro-Krise und Terror, der Wähler manipuliert werden soll. Psychologie auf höchstem Niveau - der Wähler soll unterwürfig und dankbar gemacht werden.Gelernt ist halt gelernt = FDJ. Artikel zu den Drohen in der FAZ vom 04,01.2013 Aus dem Maschinenraum Drohnen über den Bodensee? Schönen Abend.
  9. #9

    Krieg ist was anderes als Computerspiel

    Schon alles vergessen? wollen wir den unbedingt überall mitmischen? Nein, denn Mali ist für unsere Allierten interressant, aber doch nicht für uns. Wir müssen nicht permanent Bündnisstreue beweisen. Das sollte auch ohne schon klar sein!