Studiengebühren: Studenten-Geld verheizt, versenkt und versteckt

DPADie letzten Bezahl-Bastionen wanken: Nur noch Bayern und Niedersachsen verlangen Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester. Im Süden beginnt jetzt die Einschreibefrist für ein Volksbegehren. Doch wofür haben die Hochschulen die Studenten-Millionen eigentlich ausgegeben?

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-877819.html
  1. #150

    Zitat von Kamikaze.SpOn Beitrag anzeigen
    Ich war noch an einer Uni in NRW, als es dort noch Studiengebühren gab.
    Und eines Tages wurde vorm Wohnheim der komplette Gehweg aufgerissen, obwohl er noch vollkommen in Ordnung war und nachher neu verlegt.
    Bei einem Plausch mit dem Hausmeister fragte ich ihn, ob dort neue Kabel oder sonstige Versorgungswege verlegt würden.
    Seine Antwort war in etwa, dass nichts zu beanstanden sei, aber dass mittlerweile viel Geld zur Verfüngung stünde und wenn das Budget nicht ausschöpft werde, bekomme er im nächsten Semester weniger.

    Fand ich sehr ernüchternd, wie die 500€ pro Semester aufgewendet werden...
    Ah ja, und das waren Studiengebührengelder? Wohl kaum. Und zum Rest des unsäglichen Artikels: vielleicht mal gucken, wo Gebühren sinnvoll eingesetzt wurden, nämlich in der Verbesserung der Lehre durch einen breiteren akademischen Mittelbau, Anschaffung zusätzlicher Studienmittel - aber davon redet der Spiegel mal wieder nicht, weil es nicht in das Konzept der bösen Studiengebühren passt. Das Gejammere über die soziale Unverträglichkeit ist im Übrigen Schwachsinn, wie sonst lässt sich erklären, dass die Studentenzahlen in den "Gebührenländern" deutlich nach oben gingen und es genug Beispiele gibt, dass der Zuwachs auf Kosten der gebührenfreien Unis ging?
  2. #151

    Das eigentliche Problem...

    ...schimmert im Artikel, wie auch in den Kommentaren nur hie und da durch: nämlich die Klausel mit der "Grundausstattung".
    Die suggeriert nämlich, dass sie "Grundausstattung" (sowohl die materiell-logistische, wie auch die personelle) immer garantiert ist um die Bedürfnisse abzudecken. Das ist nichts als Schönfärberei - um nur ein winziges Beispiel zu nennen: in dem Institut, an dem ich promoviere, sitzen viele noch auf zerfallenden Büromöbeln, die angeschafft wurden, als der "Neubau" in den frühen 1970ern gebaut wurde. Und die waren damals schon nicht Top-Qualität...

    Es ist verständlich -wenn auch äußerst hinderlich- dass die Finanzierung von "Grundausstattung" durch Forschungsmittelanträge unterbunden worden ist um Mißbrauch auszuschließen -was dazu führen kann, dass vielleicht ein Projekt finanziert wird, der Ausführende dann aber nicht mal einen PC-Arbeitsplatz hat, weil letzterer "Grundausstattung" ist, für die die Uni kein Geld hat...

    Wenig Verständnis habe ich dafür, dass auch die Studiengebühren nicht zur Sicherung der Grundausstattung verwendet werden dürfen. Wofür denn dann? Es ist die typisch deutsche "Vogel Strauß"-Mentalität so zu tun, als ob man es sich leisten könnte, dieses Geld nur für "Luxus" auszugeben. Zu dieser Einstellung könnte man argumentativ einen weiten Bogen ziehen, von den Unis bis zur Desasterbaustelle Flughafen Berlin und unzähligen anderen Beispielen.
    Ich möchte einmal - nur einmal - schonungslose Ehrlichkeit in einem solchen Thema erleben, bevor es zu spät ist!
    Mein Vorschlag wäre es daher, die "Grundausstattung" transparent zu definieren, sowohl was die Lehre betrifft (materiell und personell), als auch was die Forschung angeht (materiell und z.T. personell) und zwar gemessen an der Anzahl der Studenten und sekundär an der Anzahl der genehmigten Forschungsprojekte. Dafür wird dann ein Budget festgelegt, dass soweit möglich aus Steuergeldern finanziert werden sollte und dann aufstockend ggf. aus Studiengebühren.
    Einzuschließen in dieses Budget wären (mindestens): Gebäude, Energie und Wartungskosten, Möbel, PCs, technisches Personal, Lehrpersonal (beide natürlich nicht prekär zu beschäftigen) und ein Grundstock an wissenschaftlichem Personal, Verwaltung (hier wäre vlt. Verschlankung hier und da angebracht), usw... "Extras" (über Drittmittel) sind wissenschaftliches Personal, Spezialgeräte, technisches Personal, dass nur für bestimmte Projekte benötigt wird usw...

    Es sei hier mal in Erinnerung gerufen, dass Bildung und Know-How der einzige nennenswerte Rohstoff von Wert ist, über den Deutschland im 21. Jhdt. verfügt, mit einem kleinen Vorsprung, der von zunehmend potenteren und dynamischeren Konkurrenten rasch aufgezehrt wird. Wenn also die gesellschaftlich-ökonomische Abwärtsspirale der letzten 20 Jahre, die eine Folge globalen Wettbewerbs ist, irgendwie aufgehalten werden soll, dann geht das nur über Investitionen in diesen Bereich. Ansonsten sind wir nicht konkurrenzfähig - die Billiglohn-Masche dürfte ziemlich ausgereizt sein... Davon profitieren dann übrigens auch die "Nichtakademiker", die sich hier über die "zukünftigen Besserverdiener" (haha!) aufregen...
  3. #152

    Zitat von TobiR Beitrag anzeigen
    Ein Auszubildender bezahlt für seine Ausbildung, nämlich durch Steuern!
    Welcher Azubi verdient so viel, dass er relevante Steuern bezahlen muss?
    Und weniger als 100 Euro / Monat sind wirklich nicht sehr viel.
    Dadurch wird keiner an Studium gehindert, zumal es genug Möglichkeiten der Finanzierung gibt.
    Sie sollten nicht Thesen in die Welt hinausposaunen, von denen Sie keine Ahnung haben:
    Abschreckende Wirkung von Studiengebühren belegt
    Nennen Sie doch mal die "genug Möglichkeiten der Finanzierung"!
    Die Frage, welche ich mir stelle, ob wir überhaupt soviele studierte Leute brauchen?
    Man muss schon ganz schön viel Naivität an den Tag legen, um so eine Frage in Deutschland zu stellen. Welche Bodenschätze gibt es denn in Deutschland? Deutschland lebt fast ausschließlich von der Qualifikation und Ausbildung seiner Bevölkerung
    Wer früher keine Arbeit gefunden hat, war arbeitlos. Heute studiert er ... und ist dann arbeitslos.
    Ist das so die Regel? Da bitte ich doch mal um eine Quellenangabe!
    Ich sehe in den Gebühren auf jeden Fall keine Ungerechtigkeit.
    Oder muß die Putzfrau wirklich das Studium des Doktors finanzieren?
    Ihnen dürfte entgangen sein, dass wir in Deutschland ein progressives Steuersystem haben. Wieviele Steuern bezahlt denn eine Putzfrau und wieviele ein promovierter Akademiker?
  4. #153

    Aus eigener Erfahrung

    kann ich sagen, dass es den Hochschulen wirklich schwergefallen ist, das geld aus Studiengebühren sinnvoll einzusetzen, nachdem auch die letzte besenkammer mit beamer etc. ausgestattet war.
    mir ist kein Fall bekannt, wo die Studiengebühren die Lehre tatsächlich verbessert haben. Es wurden in der Regel Beratungsstellen geschaffen, gelder teilweise unter Vorwänden für Instandhaltungsmaßnahmen verwendet usw.

    das Abschaffen der Studiengebühren wird nicht zu einer schlechteren lehre führen.
    Das hat in D das bachelor/Master System bereits zur Genüge getan.
  5. #154

    Zitat von jjh76 Beitrag anzeigen
    Wenig Verständnis habe ich dafür, dass auch die Studiengebühren nicht zur Sicherung der Grundausstattung verwendet werden dürfen.
    Das ist nunmal die Rechtslage!
  6. #155

    Super....

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Das ist nunmal die Rechtslage!
    ...das ist ja mal ein Argument! Ich dachte es ginge hier um Sinn und Unsinn und um Lösungen.

    Aber lassen Sie mal, dass ist genau das was man immer zu hören bekommt, wenn man über Reformen nachdenkt. Passt perfekt ins Bild...

    Deshalb werden dann nach einiger Zeit auch solche Artikel geschrieben wie der, über den hier gerade diskutiert wird...
  7. #156

    Der unsägliche Artikel ...

    Zitat von ddddd_k Beitrag anzeigen
    Ah ja, und das waren Studiengebührengelder? Wohl kaum. Und zum Rest des unsäglichen Artikels: vielleicht mal gucken, wo Gebühren sinnvoll eingesetzt wurden, nämlich in der Verbesserung der Lehre durch einen breiteren akademischen Mittelbau, Anschaffung zusätzlicher Studienmittel - aber davon redet der Spiegel mal wieder nicht, weil es nicht in das Konzept der bösen Studiengebühren passt. Das Gejammere über die soziale Unverträglichkeit ist im Übrigen Schwachsinn, wie sonst lässt sich erklären, dass die Studentenzahlen in den "Gebührenländern" deutlich nach oben gingen und es genug Beispiele gibt, dass der Zuwachs auf Kosten der gebührenfreien Unis ging?
    Verehrter Forist, es ist ja wohl als erwiesen anzusehen, dass mit Studiengebühren Missbrauch getrieben wurde. Und das geht nicht ! Das sie auch positive Aspekte haben, ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit. Wenn man sie aber beibehalten will, dass muss man aber für die Studenten, die sich nicht aufbringen können, und die gibt es tatsächlich, ein entsprechendes Stipendiensystem installieren. Anderfalls ist das Ganze nur Mist, da zu ungerecht und unausgewogen.
  8. #157

    Betrachtungsweise

    Fakt ist: Deutschland ist ein Land, das hohe Ansprüche an die Bildung stellt, um im internationalen Vergleich Stand zu halten. Fakt ist auch, dass die Bildungspolitik den Ländern unterliegt. De facto sind noch zwei Bundesländer vorhanden, die an den Studiengebühren festhalten. Das eine davon ist Bayern, wo man eigentlich meinen sollte, der Haushalt müsste sehr gut ausgeglichen sein, da es eines der reichsten Bundesländer ist. Das andere ist Niedersachsen . Alle anderen Bundesländer haben es hinbekommen, auf die Gebühren zu verzichten..( dabei möchte ich gar nicht auf die Folgen eingehen). Fakt ist: Bildung ist in unserem Land wichtig, aus diesem Grunde haben wir eine Schulpflicht, aus diesem Grunde kostet Ausbildung die Auszubildenden nichts, aus diesem Grunde soll Hochschule frei zugänglich für alle Menschen sein, die die Voraussetzungen dafür erfüllen.Das ist die eine Seite. In den Kommentaren lese ich von den Langzeitstudenten, die vom Steuerzahler finanziert werden, von den sogenannten Besserverdienern der Gesellschaft und von den 500 Euro, die ja wohl nicht so viel sind für ein Semester. 1. Die Menschen, die sich den Weg bis zur Uni erkämpft haben, hinein in Studienfächer, die vielleicht einen NC aufweisen, haben zwei Möglichkeiten, ihr Studium zu finanzieren. Entweder sie stammen aus einem Elternhaus mit halbwegs solidem oder sehr guten Einkommen oder sie werden durch den Staat finanziert in Form von Bafög. Lt. der Bafög Gesetzgebung wird nur die Regelstudienzeit finanziert, abgesehen von Ausnahmen, z.B. wenn man während der Studienzeit schwanger wird etc. Das heißt wenn von Langzeitstudierenden gesprochen wird, sind das in erster Linie die Menschen, die sich entweder komplett selber finanzieren, durch KFW Kredite, oder die durch die Familie unterhalten werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Anteil sehr gering sein wird, da keine Familie mit einem mittleren Einkommen dauerhaft das eigene Kind finanzieren wird. Wir können also davon ausgehen, dass der größte Teil der Langzeitstudierenden sich in erster Linie selbst finanziert, so dass " nur" die Kosten für ihn anfallen, die durch seinen Besuch einer Vorlesung oder eines Seminars anfallen würden. Da es aber kaum noch Langzeitstudierende gibt.. eben durch die Tatsache der Begrenzung des Bafögs, sollte diese Gruppe mal in der Diskussion rausgelassen werden, da es sich hierbei immer noch um ein Bild handelt, was es noch in alten Zeiten gab, als wir noch nicht das Bachelor/ Master Prinzip und die Nicht Begrenzung des Bafögs hatten. 2. Es wird immer von den Besserverdienern geredet. Natürlich gibt es Studiengänge( dazu gehören in erster Linie die FH Studiengänge wie das Ingenieurwesen, Architektur, alle technischen Studiengänge, und natürlich die Professionsstudiengänge wie Jura, Medizin, Psychologie und natürlich die Wirtschaftswissenschaften, die aber mittlerweile keinen Garant mehr bilden für eine einwandfreie Zukunft. Wer aber spricht von den Wissenschaften, die mit der Gesellschaft zu tun haben, mit dem Altwerden sich beschäftigen, mit den Bedürftigen, mit der Struktur, den Prozessen der Sozialisation als Garant für das Bestehen einer gesellschaft...sind das die Menschen, die später so unwahrscheinlich viel Geld verdienen???? Nein, aber sie stützen unser heutiges System und suchen nach Lösungen, die es erlauben, dass auch ein Geringverdiener etwas vom Leben hat oder ein alter Mensch, der für unsere Gesellschaft nicht mehr als profitabel angesehen wird. Was ich zum Ausdruck bringen möchte ist... natürlich gibt es an der Uni die Menschen, die glänzende Karrieren vor sich haben und vielleicht ein goldenes Tablett serviert bekommen von der Gesellschaft und das dieses die Mneschen ärgert, die vielleicht mit 18 Jahren in die Ausbildung gegangen sind und bis heute brav ihre Steuern zahlen ist verständlich. Aber ein großer Teil der Studierenden heute sucht nach einer Absicherung der Zukunft in einer Welt, die keine Sicherheit bietet, wo einen die Arbeitslosigkeit jederzeit treffen kann und nur ein höchstmöglicher Grad an Bildung einem das Gefühl von Sicherheit vermittelt.3. In den Kommentaren wird nur von den 500 Euro pro Semester für Studiengebühren geredet. Aber es wird in dieser Debatte außer Acht gelassen, dass zusätzlich zu diesen Gebühren am Semesteranfang auch noch die Semestergebühren anfallen, bei uns hier in Oldenburg sind dies schlappe 280 Euro, was faktisch heißt, ich muss zu jedem neuen Semester 780 Euro aufbringen!!! Das heißt ich muss pro Monat um die 130 Euro entweder vom Bafög zurücklegen oder zusätzlich erwirtschaften, um diese Summe bezahlen zu können. Je nachdem, welches Studium ich gewählt habe( z.B. ein Studium an der FH mit sehr engen Stundenplänen erlaubt häufig keine Nebentätigkeit) bin ich also darauf angewiesen, mein Leben sehr gut zu organisieren. Selbst wenn ich den Bafög Höchstsatz beziehe, weil meine Eltern bsw. ein Studium für mich nicht finanzieren können, ich in einer WG wohne( dazu bitte mal die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Städten vergleichen, meinen Krankenkasse bezahlt werden will, bleibt nicht mehr viel Geld, um davon zu sparen. Das heißt... als Student ist man darauf angewiesen, nebenher arbeiten zu gehen... was an sich nicht schlimm ist, aber organisiert sein will, da es abhängig von Studiengang zu Studiengang große Unterschiede im Lernaufwand gibt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit in den Semesterferien zu arbeiten, aber auch hier müssen noch oft Klausuren geschrieben werden, Praktikas absolviert werden etc. Ich möchte damit einfach nur zum Ausdruck bringen, dass in dieser ganzen Debatte nie auf die Mikroebene geguckt wird, d.h die direkten Auswirkungen auf die Studenten, die es betrifft, sondern dass in vielen der Äußerungen, die ich hier lese, auch viel Frustration, Neid, Vorurteile , Stereotypen zum Ausdruck gebracht werden, die meiner Ansicht nach viel damit zu tun haben, dass unsere Gesellschaft von viel Zukunftsangst und mangelnder Anerkennung gegenüber allen leistenden Menschen geplagt ist. Und eines noch:in vielen Betrieben sind Auszubildende die Stützen, die oft ausgebeutet werden, weil sie einerseits billig sind, andererseits als vollwertige Arbeitskräfte eingesetzt werden!!!!
  9. #158

    Wer will, der kann auch.

    Wo ist das Problem ? Dreimal in der Woche arbeiten in der Promo-Branche zu je 100€. Das macht dann 1200€. Brutto ist ja gleich Netto. Man muss nur wollen. Diese Generation kennt das harte arbeiten nicht mehr.
  10. #159

    soviele behauptungen, und nix sinnvolles dabei ...

    Zitat von thechamelion3@web.de Beitrag anzeigen
    Studiengebuerhen an sich sind sinnvoll und auch gerechtfertigt.
    (...)
    Studiengebuehren haben eine Lenkunsgwirkung, d.h. sie steuern studierende in besser bezahlte Berufe, was volkswirtschaftlich sinnvoll ist.
    Sie setzen Anreize, schnell zu studieren.....
    Die akademische Forschung lässt sich nicht kurzfristig auf den "Bedarf" der Industrie reduzieren. Wissenschaftliches Arbeiten erfordert manchmal nicht nur verschultes Abspulen von Bildungsinhalten, damit man möglichst schnell als Arbeitnehmer zur Verfügung steht. Es geht auch darum, dass Forscher ausgebildet werden, die neugierig sind und weiterhin nach Neuem forschen.

    Sie behaupten, dass durch die Lenkungswirkung von Studiengebühren die Studenten "angelockt" werden. Gibt es einen Beweis dafür, dass die Erhebung von Studiengebühren kausal zu "besser bezahlten Berufen" führt? Ich glaube eher, der kausale Zusammenhang ist eher, dass das Studium tendenziell besser bezahlte Berufsmöglichkeiten ergibt. Der Rest ist Ihre freie unfundierte Spekulation.

    Und ja: der Staat sollte die Unis weiterhin finanzieren und die Ausbildung an der Uni für jeden ermöglichen, der die intellektuellen Voraussetzungen dafür mitbekommt. Sie fordern ein darwinistisches Modell, bei dem die wirtschaftlich fittesten an die Uni gehen, weil sie es selbst finanzieren können. Es ist aber vom Grundgesetz gefordert, dass *jeder* das Recht auf Bildung und freie Berufswahl hat.

    Ich könnte mir als Alternativmodell zu den Studiengebühren eine Art Punktesystem vorstellen. Wer studiert, sammelt Punkte an (ähnlich wie die Flenspunkte). Diese Punkte kann man dann entweder durch die Zahlung von Steuern wieder abbauen (gewichtet eher nach Dauerhaftigkeit, nicht unbedingt Höhe) oder durch die eigene, spätere wissenschaftliche Arbeit (messbar an Veröffentlichungen, Patenten etc.) oder durch ehrenamtliche Leistungen.