Urheberrechtsstreit: Gericht stoppt Loriot-Biografie

DPALoriots Tochter verteidigt das Erbe ihres Vaters: Susanne von Bülow hat im Rechtsstreit mit dem Münchner Riva Verlag einen Teilerfolg erzielt. Eine dort erschienene Biografie des Humoristen muss vom Markt genommen werden. Das Buch verstößt gegen das Urheberrecht.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-877809.html
  1. #120

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Daß dies prinzipiell möglich ist, bedeutet nicht, daß es jeder kann oder machen will oder gar machen MUSS. Ein Urheber verfaßt seine Werke. Er muß nicht gleichzeitig befähigt sein, als Klinkenputzer seine Werke anzupreisen wie der Ausrufer auf dem Fischmarkt die Sardinen. Dafür gibt es Profis, denen der Autor die Verwertung übertragen kann. KANN - er muß es nicht. Die wenigsten Autoren sind allerdings gute Vermarkter der eigenen Produkte. Es steht niemandem zu, dem Urheber vorzuschreiben, auf welche Art er seine Werke zu verwerten hat.
    Die Idee, als No-Name könne man seine Werke sehr gut selber im Internet vermarkten, ist einfach nur kindisch.
    Kann, muss, könnte....mit Verlaub, das ist ein Eiertanz übelster Polemik, Unterstellungen und haltlosen Behauptungen. Hören sie auf zu beleidigen und werden sie sachlich!

    Aber genau so zeigt sich der Streit um das Urheberrecht, wenn man nicht weiterweiß wird emotionalisiert, werden Bilder von hungernden Künstler erzeugt, die unfähig sind für sich selbst zu sorgen.

    Sie selbst haben Van Gogh erwähnt. Wer konnte damals sagen, dass die Bilder dieses Mannes einmal Rekordpreise erzielen werden? Was nehmen sie sich heraus, die Arbeiten eines unabhängigen Künstlers als kindisch hinzustellen?
  2. #121

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Kunst, behaupten da die absoluten Banausen, sei nur Kunst, wenn man damit nichts verdient.
    Na zum Glück habe ich das nicht behauptet. Sein sie so frei und zitieren sie mich, falls doch!
  3. #122

    Abgrenzung

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    ...

    Weiterhin blieb von ihnen unbeantwortet, wieso man von Urheberrechtsverletzung spricht und nicht von einem Verstoß gegen das Verwertungsrecht?
    ...
    Aber vielleicht lass ich die Fragerei, googlen und bei Wikipedia nachschauen kann ich selbst. ..
    Urheberrecht beinhaltet Verwertungsrecht, Zitatrecht, usw.

    Wenn man z.B. gegen das Verwertungsrecht verstößt, hat man gegen ein Teil des Urheberrechts verstoßen.
    Die eine Benennung des Verstoßes ist genauer, die andere allgemeiner ausgedrückt.
  4. #123

    Kindisch

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    ... Was nehmen sie sich heraus, die Arbeiten eines unabhängigen Künstlers als kindisch hinzustellen?
    Wo hat Petra mit dem Satz

    "Die Idee, als No-Name könne man seine Werke sehr gut selber im Internet vermarkten, ist einfach nur kindisch."

    die Arbeit eines Künstlers als kindisch hingestellt ?
  5. #124

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Urheberrecht beinhaltet Verwertungsrecht, Zitatrecht, usw.

    Wenn man z.B. gegen das Verwertungsrecht verstößt, hat man gegen ein Teil des Urheberrechts verstoßen.
    Die eine Benennung des Verstoßes ist genauer, die andere allgemeiner ausgedrückt.
    Danke. Das ist eine vernünftige Antwort.
  6. #125

    Zitat von tatsache2011 Beitrag anzeigen
    Wo hat Petra mit dem Satz

    "Die Idee, als No-Name könne man seine Werke sehr gut selber im Internet vermarkten, ist einfach nur kindisch."

    die Arbeit eines Künstlers als kindisch hingestellt ?
    Falsch formuliert von mir. Fakt ist aber, dass die Idee aus einem No-Name etwas zu machen auch die Grundidee der Verlage ist. Dazu nutzen sie in den vergangenen Jahren verstärkt auch das Internet.

    No-Name Künstler wie einst die Macher von "Blair Witch Project" lachen weiterhin über ihre kindische Idee.

    Die "Profis" der Verlage und Verleiher greifen bei ihrem Marketing inzwischen gern auf derart kindische Ideen zurück. Sie nennen es virales Marketing und haben Erfolg. Fragt sich, wer hier wem zeigt, was Profis sind?
  7. #126

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Googeln können Sie ja vielleicht selber, oder? Es gibt verschiedene historische juristische Ansätze, im angelsächsischen Raum ist die Definition etwas anders als bei uns. Ansonsten ist die "ethisch moralische Grundlage" des Urheberrechts in einer Zivilisation ganz einfach: Wer etwas erschafft, dem gehört es, und weil es ihm gehört, kann er es zu seinen eigenen Konditionen zur Nutzung verleihen und weitervererben. Wer es stiehlt, raubt oder sonstwie entwendet, kommt vor den Kadi und kriegt auf die Finger. Punkt.
    Sie beleidigen recht viel. Ja ich kann googeln.
    Dem ist zu entnehmen, dass man statt "einer Zivilisation" vielleicht lieber "unserer heutigen Zivilisation" sagen sollte. Der Umgang (vor allem die Einsicht, es handelt sich um Eigentum) mit geistigem Eigentum war in der Geschichte etwas differenzierter. Punkt.

    Was auch heißt, er wird nicht unbedingt auf Ewigkeit nicht auf dem jetzigem Standpunkt bleiben.
  8. #127

    Btw

    BTW

    "Die Idee, als No-Name könne man seine Werke sehr gut selber im Internet vermarkten, ist einfach nur kindisch."

    Diesen Satz sollte der Verfassungsschutz eventuell dem Netzwerk von Blood & Honour um die Ohren werfen. Vielleicht beenden sie spontan ihr Treiben.
  9. #128

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    Kann, muss, könnte....mit Verlaub, das ist ein Eiertanz übelster Polemik, Unterstellungen und haltlosen Behauptungen. Hören sie auf zu beleidigen und werden sie sachlich!
    Ich lese wohl nicht richtig? Indem ich erkläre, daß ein Urheber seine Werke selber vermarkten kann, aber nicht zwangsläufig selber vermarkten können muß, weil er dazu vielleicht nicht begabt ist, betreibe ich Ihrer Meinung nach einen "Eiertanz übelster Polemik, Unterstellungen und haltlosen Behauptungen"? Ist ja unglaublich.

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    Aber genau so zeigt sich der Streit um das Urheberrecht, wenn man nicht weiterweiß wird emotionalisiert, werden Bilder von hungernden Künstler erzeugt, die unfähig sind für sich selbst zu sorgen.
    Was erzählen Sie hier eigentlich für einen haarsträubenden Quatsch? Den Unsinn vom Künstler, der kein Künstler ist, wenn er mit seiner Kunst Geld verdienen will, haben ja Sie hier verzapft – also das bekannte, geradezu klassische Kitschbild vom Armen Poeten evoziert, der nur seiner Kunst lebt und in der tropfenden Dachkammer unterm Regenschirm im Bett dichtet.

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    Sie selbst haben Van Gogh erwähnt. Wer konnte damals sagen, dass die Bilder dieses Mannes einmal Rekordpreise erzielen werden?
    Und?
    Genau das habe ich am Beispiel van Gogh versucht zu verdeutlichen – daß Kunst nicht unbedingt ein sofortiger oder überhaupt jemals ein kommerzieller Erfolg sein muß und kommerzieller Erfolg kein Kriterium von Kunst ist. Daß Kunst das Element des Vorzeitigen innewohnt. Aber ich will Sie nicht überfordern.

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    Was nehmen sie sich heraus, die Arbeiten eines unabhängigen Künstlers als kindisch hinzustellen?
    Sie sind offenbar mit dem Lesen einfacher Aussagesätze total überfordert. Ich habe nicht von einem "unabhängigen" Künstler gesprochen, und ich habe nicht die Arbeiten des Künstlers als kindisch hingestellt. Ich habe erklärt:

    " Die Idee, als No-Namekönne man seine Werke sehr gut selber im Internet vermarkten, ist einfach nur kindisch."

    Damit wird ausgesagt, wenn ich Ihnen das erklären muß, daß die Idee (Satzsubjekt) einfach kindisch ist (Verbalausdruck des Hauptsatzes), man könne als no-name-Künstler seine Werke im Internet selbst sehr erfolgreich vermarkten (Nebensatz). Verzeihung, wenn ich Sie grammatisch und syntaktisch überfordert habe.
  10. #129

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    Zitat von Petra
    Kunst, behaupten da die absoluten Banausen, sei nur Kunst, wenn man damit nichts verdient.
    Na zum Glück habe ich das nicht behauptet. Sein sie so frei und zitieren sie mich, falls doch!
    Sehr gerne:

    Zitat von yumyum Beitrag anzeigen
    Wenn Kunst aber ausser Geld verdienen nix will, ist sie dann überhaupt noch Kunst?