Urheberrechtsstreit: Gericht stoppt Loriot-Biografie

DPALoriots Tochter verteidigt das Erbe ihres Vaters: Susanne von Bülow hat im Rechtsstreit mit dem Münchner Riva Verlag einen Teilerfolg erzielt. Eine dort erschienene Biografie des Humoristen muss vom Markt genommen werden. Das Buch verstößt gegen das Urheberrecht.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...-a-877809.html
  1. #1

    ...diese ganze Rechteverwertungs"kultur" mitsamt den Beteiligten geht einem nur noch auf den S*ck.
    ER hätte wahrscheinlich drüber gelacht - ein Streit ums Kosakenzipfelchen.
  2. #2

    Ich schlage den Erben vor...

    ...einfach mal selber was zu erschaffen und sich nicht auf dem angeblichen geistigen Eigentums eines verstorbenen (genialen) Verwandten auszuruhen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Loriots Tochter verteidigt das Erbe ihres Vaters: Susanne von Bülow hat im Rechtsstreit mit dem Münchner Riva Verlag einen Teilerfolg erzielt. Eine dort erschienene Biografie des Humoristen muss vom Markt genommen werden. Das Buch verstößt gegen das Urheberrecht.

    Loriot-Tochter gewinnt Rechtsstreit: Biografie wird vom Markt genommen - SPIEGEL ONLINE
    Es sind diese raffigen Erben, die das derzeitige Urheberrecht dem Normalmenschen so wenig positiv vermittelbar machen.
    Was bis zum Tode des Künstlers aus Immaterialgut nicht zu Geld gemacht wurde, sollte auch nicht vererbt werden können.
    Das führt immer zu absurden Situationen.
    Mit dem Tode des Künstlers sollten die Werke gemeinfrei werden. Schliesslich hat der Künstler ja auch durch die Gemeinschaft bei der Schaffung der Werke profitiert. Es solte ein Geben und Nehmen sein.
  4. #4

    Die Geier über der Beute

    Immer wieder die gleiche Masche.
  5. #5

    Raffkultur

    ... Oder besser: Selber essen macht fett! Herr von Bülow würde Schreikrämpfe bekommen, wenn er das wüsste! So kann man auch einen Namen zerstören.
  6. #6

    Interessant

    Ich finde es doch immer wieder interessant, wie die Hobbyempörten auf solche Meldungen reagieren! In dem Rechtsstreit geht es ja mitnichten darum, dass der Allgemeinheit Zugriffsrechte auf "Allgemeingut" verwehrt wird. Sondern hier geht es darum, dass da jemand mit der Leistung eines anderen Kohle verdienen will!

    Warum es nun moralisch verwerflicher sein soll, sich als Rechteinhaber (das sind Erben nun mal!) auf die Leistung eines Jemanden zu beziehen, mit dem man in persönlicher und rechtlicher Beziehung stand, es aber moralisch ohne Fehl und Tadel ist, wenn ich ohne eigenen Aufwand Kohle mit dem Namen und der Leistung eines völlig Fremden mache soll, das weiß wohl auch nur der Hobbyempörer!
  7. #7

    Raffkultur

    Zitat von politikerkritiker Beitrag anzeigen
    ... Oder besser: Selber essen macht fett! Herr von Bülow würde Schreikrämpfe bekommen, wenn er das wüsste! So kann man auch einen Namen zerstören.
    Auch an Sie die Frage direkt!
    Warum ist das, was die Familie Bülows macht, Raffkultur und warum ist es keine Raffkultur, wenn ein Verlag, dem es ganz offensichtlich nur und ausschließlich um schnelle Kohle geht, keine Raffkultur?
  8. #8

    Ist ja nicht das erste mal, dass Frau von Bülow wegen der Urheberrechts prozessiert. Leider fehlt der entsprechende Hinweis im Artikel und der gefundene Spiegel-Link wirft eine Fehlermeldung aus. Daher hier eine andere Quelle aus dem November 2011:
    Urheberrecht online: Wikipedia muss Loriot-Motive löschen - taz.de
  9. #9

    Der Sachverhalt...

    ... liegt ein wenig anders.

    In dem beanstandeten Buch wurde unter der Vorztäuschund einer Biografie in Wirklichkeit ein "Best of Loriot" verkauft.
    Der Autor hat reichlich bekannte Lebensdaten von Loriot gemixt mit haufenweise langen "Zitaten" aus dessen Werken. Hier stand eindeutig das Klauen vor dem selber schreiben.