Armstrong bei Oprah: Medial-industrieller Beichtkomplex

APLance Armstrong hat TV-Beichtmutter Oprah Winfrey für sein Doping-Geständnis gewählt. Kein Zufall: Die Talk-Queen herrscht über eine Vermarktungsmaschine aus Schuld, Sühne, Profit. Und auch sie braucht das Interview.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/opra...-a-877780.html
  1. #1

    ...

    Alles richtig.

    Nur eins wird im in den Radsport verliebten Europa vergessen: In den USA interessiert sich kein Schwein für radfahrende EPO Labors.
    Die Zuschauer interessieren sich für den Skandal und für das Drama.

    Und danach wird Lance Armstrong wieder in der Versenkung verschwinden.
  2. #2

    uninteressant

    alle waren gedopt und von denen war Lance der Schnellste. Was gibt es da zu gestehen? Langweilig!
  3. #3

    .

    Dieses elendige Fernsehvolk, das uns mit einer unverschämten Offensichtlichkeit für dumm verkauft und am Ende doch nur das produziert, was die mediengeile Masse sehen möchte: eine Real-Life-Daily-Soap mit vermeintlichen Grausamen, die vom Gericht der Masse den Freispruch erhalten unter selbstgewählten Auflagen. Ekelhaft
  4. #4

    Narzissten gehören an den Pranger

    und nicht auf die Bühne.

    Eine Gesellschaft, die sich dem Narzissmus verschreibt geht unter. Wir haben unsere Werte verraten - treiben hoffnungslos in den Fluten des selbstgemachten chaos, kein Halten. Wir haben uns an das Chaos gewöhnt und bemerken nicht, dass wir am ertrinken sind. Die mediale Haltung gegenüber Lance Armstrong ist ein schönes Beispiel dafür: Wir wissen nicht, ob wir ihn bewundern oder verachten sollten - weil wir unsere Werte verraten haben.
    Gestern habe wir im alle zugejubelt oder zumindest neidvoll zugezwinkert, dann freuten wir uns über die Enthüllung des Dopings und der kriminellen Machenschaften und jetzt spucken wir auf das narzisstische Geständnis, mit dem er seinen Kopf aus der Schlinge ziehen möchte.
  5. #5

    Im Westen....

    ....nichts neues!
    Ein sauber recherchierter Artikel, mehr nicht. Der Autor hat mir nichts neues zukommen lassen. Klüngelei hinter irgendwelchen Kulissen? Hätte ich nie gedacht! Organisiertes Doping im Leistungssport? Wer hätte das gedacht? Ein reuiger männlicher Ex-Superstar und Sünder bittet mithilfe einer Frau um Vergebung? Erzählt mir mal was neues!
    By the way, warum sollten nicht auch einmal Frauen in Führungspositionen (gibt es meiner Meinung nach ohnehin viel zu wenige) ihre Beziehungen untereinander spielen lassen. Anders funktioniert das Patriarchat ja auch nicht. Und das Prinzip "eine Hand wäscht die andere" wird minütlich von den männlichen "Eliten" auf dieser Welt praktiziert.
    Grüße aus dem Land, wo Milch und Honig fließen!
  6. #6

    Zitat von wehwehwehdievernunft Beitrag anzeigen
    alle waren gedopt und von denen war Lance der Schnellste. Was gibt es da zu gestehen? Langweilig!
    - Es gibt nunmal eine Grenze zwischen Erlaubtem und Unerlaubtem. Jeder Sportler regelt seine Ernährung (Kohlehydrate, Eiweiß), Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine), Konzentrate(Traubenzucker), Stimulierungen (Kaffee) bis zu Medikamenten (Anti-Babypille, Viagra, Beruhigungsmittel, Schmerzstiller usw.) Und irgendwann taucht eine Grenze auf: Hormonbeeinflussung, Blutsauerstoffbeeinflussung, bis zu den allseits akzeptierten Dopingmitteln. Diese Grenze entscheidet zwischen Gut und Böse.

    - Armstrong nahm Verbotenes und war damit 7 mal Sieger - mit wenigen Minuten Vorsprung nach jeweils 3 Wochen täglichem Kampf gegen 150 andere. Er war nicht etwa 50% besser, nicht 10% sondern vielleicht nur 0,1% besser (Vorsprung/Gesamtfahrzeit) . So. Und das ist die große sportliche Leistung eines Gedopten unter Gedopten.
  7. #7

    belogen und betrogen

    Er hat sich selber belogen, hat seine "Sponsoren" betrogen. Macht aus seinem "Geständnis" noch ein geschäft. Was soll ich mit so einem Looser?
  8. #8

    Zitat von monzaman Beitrag anzeigen
    Alles richtig.

    Nur eins wird im in den Radsport verliebten Europa vergessen: In den USA interessiert sich kein Schwein für radfahrende EPO Labors.
    Die Zuschauer interessieren sich für den Skandal und für das Drama.

    Und danach wird Lance Armstrong wieder in der Versenkung verschwinden.
    Falsch.

    Die Person Lance Armstrong ist sehr wohl sehr bekannt und so gut wie jeden ein Begriff.

    Natürlich gibt es andere deutlich beliebtere Sportarten aber die USA kennen Lance gut.
    Auch wegen seiner Siege aber primär wegen seiner erst Krebs dann Supermann Story. From Death to Star... darauf stehen die.

    Mehrmals !
    Auf die Sports Illustrated als Coverbild zu kommen, schafft man nicht als NO-Name.
  9. #9

    Wer

    ...sich noch für Radrennen interessiert, ist selbst schuld und will vermutlich betrogen werden. Wann merken die Sponsoren nur endlich, daß sie sich mit dem Sponsoring einen Bärendienst erweisen.