Kampf gegen Islamisten: Französische Bodentruppen stoßen in Malis Norden vor

AFPFrankreich weitet seine Militäraktion in Mali deutlich aus. In gepanzerten Fahrzeugen sind die ersten Bodentruppen auf dem Weg in den Norden. Schon bald sollen sie die von Islamisten kontrollierte Stadt Diabli erobern.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-877766.html
  1. #1

    vive la france

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frankreich weitet seine Militäraktion in Mali deutlich aus. In gepanzerten Fahrzeugen sind die ersten Bodentruppen auf dem Weg in den Norden. Schon bald sollen sie die von Islamisten kontrollierte Stadt Diabli erobern.

    Mali: Frankreichs Bodentruppen rücken in Norden gegen Islamisten vor - SPIEGEL ONLINE
    respekt und die allerbesten wünsche den mutigen franz. truppen. frankreich handelt in der stunde der höchsten gefahr, statt wie deutschland, sich aus feigheit um den einsatz zu drücken. die malische bevölkerung ist voll des lobes für die franz. retter, die sie vor den steinzeit moslems beschützen. man muss sich wiedermal für deutschland schämen.
  2. #2

    Hintergründe?

    Vor noch nicht mal einem Jahr waren es die Tuareg-Rebellenarmee MNLA und heute sind es islamistische Kämpfer. Wiederholt kein Wort zu den wirtschaftlichen Interessen Frankreichs. Kein Wort zu den offensichtlich interessanten Uran Ressourcen der Region. Es droht möglicherweise ein zweites Afghanistan und ihr schweigt euch aus?
    Müssen wir uns jetzt bei den Russen oder Chinesen informieren?
  3. #3

    engagement

    Moment...die Kanzlerin muss uns erklären warum wir uns engagieren müssen?!
    Ich hätte gerne erklärt, warum bis jetzt so wenig passiert ist, geht ja nicht erst seit gestern das Gemetzel in Mali...Und im gegensatz zu Syrien weiss man hier ganz genau wie die verhältnisse liegen.
  4. #4

    Alles nur Propaganda

    Es geht um Bodenschaetze im Mali. Um Uranium etc. und dass Frankreich immer mehr Gewicht verliert in diesen Regionen. Es war Frankreich selbst, dass die Islamisten seit Jahren unterstützt hat, wie damals den Iranischen Oberhaupt . Die menschen glauben schon laengst nicht mehr an solche Geschichten wie islamistische Feindseligkeiten.
  5. #5

    Uran, Uran, Uran...

    Zitat von FdKatz007 Beitrag anzeigen
    Vor noch nicht mal einem Jahr waren es die Tuareg-Rebellenarmee MNLA und heute sind es islamistische Kämpfer. Wiederholt kein Wort zu den wirtschaftlichen Interessen Frankreichs. Kein Wort zu den offensichtlich interessanten Uran Ressourcen der Region. Es droht möglicherweise ein zweites Afghanistan und ihr schweigt euch aus?
    Müssen wir uns jetzt bei den Russen oder Chinesen informieren?
    Das afrikanische Dorf FALEA, welches 21 Weiler und etwa 17 000 Einwohner zählt, befindet sich im Grenzgebiet Malis zu Guinea und Senegal. Es liegt auf einem traditionell landwirtschaftlich genutzten Hochplateau inmitten unberührter Natur mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Es gibt dort weder Elektrizität noch Fahrzeuge. Die Gegend ist während mehrerer Monate (Regenzeit) eine Enklave, das heisst vom malischen Kernland durch den Fluss Faleme abgetrennt. Der französische Atomkonzern Cogema (heute AREVA) entdeckte in FALEA vor Jahren Uranium-, Kupfer- und Bauxitvorkommen. Im Jahre 2007 schloss die Firma Delta exploration, heute Rockgate Capital Corp mit der Regierung Malis einen Vertrag über den Abbau dieser Rohstoffe ab. Die Vertragklauseln wurden stillschweigend vereinbart. Auf der Internetseite von Rockgate ist zu lesen, dass ein Gebiet von 150 km2 an die Kapitalgesellschaft Rockgate abgetreten wurde, aber der Ältestenrat, der seit 1995 institutionalisierte Gemeinderat und die Bevölkerung FALEAS wurden hingegen weder offiziell informiert noch gefragt. Im Jahre 2008 entstand eine Luftlandepiste, die kaum 50 Meter von der Schule FALEAS entfernt endet.

    Seither fliegt einmal pro Woche ein Antonow-Flugzeug Kernbohrungen, die alle 200 m aus bis zu 300 m Tiefe gefördert werden, von FALEA nach Südafrika in ein Labor1, in dem eine geologische Kartographie für Tage- oder Untertagebau entsteht. Auf einem Gebiet von 150km2 soll die Erde bis auf dreihundert Meter Tiefe abgetragen,durch gigantische Mühlwerke staubfein zermahlen, um daraufhin mit viel Grundwasser und ätzenden Giften von den gesuchten Rohstoffen getrennt zu werden. Millionen Tonnen dieses Staubes müssten so gelagert werden, dass die nicht abgebauten Urananteile auch nach mehreren Jahrhunderten Umwelt und Grundwasser nicht verseuchen können. Wenn es dann überhaupt noch Grundwasser gibt, denn im Nachbarland Niger, wo sowohl AREVA als auch Rockgate2 Uran abbauen, werden nicht erneuerbare geologische Wasserschichten angebohrt.
  6. #6

    kriegstreiberisch?

    Erstaunlich, wie kriegstreiberisch um nicht zu sagen militaristisch sich die SPD präsentiert. Klar, es geht nicht um eine Aktion der Amerikaner, da kann man doch schon mal der eigenen Klientel ein bissle Säbelrasseln vorspielen, oder?

    Trotzdem sollten solche Aktionen doch etwas überlegt und reflektiert sein, in solche asymmetrischen Kriege hat man sich schnell verstrickt, kommt aber, wie die Erfahrung immer wieder zeigt, meistens nur schwer und unter größeren Kosten auch an Menschenleben wieder raus.

    Man muß auch daran erinnern, daß die AQ im Maghreb zu der auch die malischen Islamisten gehören, erst durch den vom Westen mitbetriebenen Sturz Ghadaffis diesen Aufwind und die Waffen erhielten. Die SPD hat damals ein auch militärisches Engagement Deutschlands im libyschen Bürgerkrieg gefordert und Außenminister Westerwelle für seine Zurückhaltung scharf kritisiert.

    Man könnte sagen, jetzt hat sie den Salat.
  7. #7

    Frz. Ziele in Mali?

    Schritt für Schritt kommt Hollande mit der Wahrheit
    heraus. Jetzt soll nicht mehr der Vormarsch der Islamisten
    gestoppt werden, sondern das ganze Land "befreit" werden. Dazu wird es abertausenden Soldaten bedürfen
    und es wird sich vermutlich lange hinziehen. Sollten die
    Franzosen auf ganzer Linie erfolgreich sein, so werden
    die Islamisten und Tuareg (die nach Selbständigkeit
    streben, da sie noch nie ein eigenes Staatsgebiet hatten)
    halt nach Algerien und Mauretanien ausweichen. Was das
    dann bedeutet, weiß auch noch niemand.
    Und wir stehen natürlich wieder Gewehr bei Fuß. Erst
    mit Flugzeugen, dann mit Sanitätern, dann mit Ausbildern
    und vielleicht noch mehr (vielleicht geht den Franzmännern
    ja auch wieder die Muniton aus, wie in Libyen).
    Mit Gewalt löst man keine Gewalt. Hollande kommt hier
    einer äußerst fragwürdigen "Regierung" gegen Islamisten
    zur Hilfe, während er in Syrien die Islamisten gegen Assad
    unterstützt. Das lässt doch nur einen Schluss zu.
    Rohstoffe in Mali sichern. Immerhin bezieht F massiv
    Uran für seine AKWs.
    Mir schwant eine Art von Neokolonialpolitik und auch
    vielleicht Ablenkungen von frz. Innenpolitik.
    Es scheint wieder das klassische Eingreifen in einen
    innerstaatlichen Konflikt zu sein. Mali hat bis noch keinen
    angegriffen und Terroranschläge von Mali aus sind
    bisher nicht bekannt. Die Franzosen holen sich erst
    den Terror dadurch ins Haus und alle die, die mitmachen
    haben ebenfalls Anschläge zu befürchten. In Algerien,
    wo ca. 400000 Algerier von den Franzmännern getötet
    wurden (u.a. tausende im Massaker von Setif, die
    von frz. Soldaten in Öfen! verbrannt wurden) herrscht
    die AQMI, die ihre "Freunde" aus Mali sicher unterstützen
    wird. Frankreich begibt sich auf einen für Europa ge-
    fährlichen Weg.
  8. #8

    Zitat von FdKatz007 Beitrag anzeigen
    Vor noch nicht mal einem Jahr waren es die Tuareg-Rebellenarmee MNLA und heute sind es islamistische Kämpfer. Wiederholt kein Wort zu den wirtschaftlichen Interessen Frankreichs. Kein Wort zu den offensichtlich interessanten Uran Ressourcen der Region. Es droht möglicherweise ein zweites Afghanistan und ihr schweigt euch aus?
    Müssen wir uns jetzt bei den Russen oder Chinesen informieren?
    Wo ist den ihr Problem? Selbst wenn es so sein sollte, ist es doch so, das ein gesunder Mensch diese Islamisten bekämpft! Wenn der Westen zuschaut, wie ein Gottesstaat nach dem anderen entsteht, dann werde die Folgen viel schlimmer sein, als es nun schon ist. Außerdem sage ich als Atomkraft Gegner, das es mir lieber ist, das die Franzosen das Uran kontrollieren, als irgendwelche durchgeknallten brutalen Gotteskrieger! Wir befinden uns nun mal in einem Kulturkrieg, der nicht mit Wattebäuschen zu gewinnen ist, so traurig es auch ist. Immer beim Westen die Schuld zu suchen, das ist unseriös und zeugt von ideologischer Verblendung...
  9. #9

    Man sollte keine überstürtzte Handlung erwarten

    Ich finde es durchaus überraschend, dass man Frau Merkel hier aus den Reihen der SPD erneut Langsamkeit vorwirft. Nach meinem Empfinden ist die Entwicklung der Ereignisse ungewöhnlich schnell. Frankreich hat hier sehr kurzfristig auf der Notruf Malis reagiert. Man kann nicht erwarten, dass die Bundesregierung sich derart schnell festlegt. Ein zügige aber nicht überstürtzte Prüfung der Optionen erscheint mir durchaus angemessen. Und ich kann nicht erkennen, dass das nicht im Gange wäre.