Pilgern in der Heimat: Ich bin dann mal in Oberschwaben

Oberschwäbischer Pilgerweg Kalkfelsen wie bei Winnetou, unzählige Kirchen und ein heiliger Berg: Der Oberschwäbische Pilgerweg lädt ein zu spiritueller Ekstase. Erst seit 2009 gibt es den Wanderpfad - er ist längst nicht so ausgetreten wie der Jakobsweg in Spanien.

http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-877561.html
  1. #1

    optional

    Leider ist schon der erste Satz etwas schlecht recherchiert. Die höchste Erhebung zwischen Donau und Bodensee ist der Höchsten (873m) und von spiritueller Exstase ist jeder Schwabe ganz, ganz weit entfernt.
  2. #2

    Wachturm

    Und wieder ein wahnsinnig spannender Beitrag aus dem Wachturm. Man kann nur hoffen, dass die religionsbesessenen Autoren irgenwann mal die Bibel lesen und sich dann fragen, ob es sinnvoll ist die Propagierung von Mord und Totschlag zu verbreiten.
  3. #3

    Landwirtschaft in Extremform

    Wer mit offenen Augen durch Oberschwaben wandert,
    dem fallen die häufig gut versteckten Schweinmastbetriebe auf,
    die riesigen Milchproduktionshallen stehen dagegen weit sichtbar vor fast jedem Ort.
    Tonnen an Soja wandert durch diese Produktionshallen um dann
    Tag für Tag als Gülle auf die braungrünen Fettwiesen
    geschüttet zu werden. Kein Quadratzentimeter wird hier verschont.
    Ich sehe die Bauern die Gülle direkt in die Riß kippen, interessiert hier keinen Menschen.
    Gerodet wird hier stündlich, mähen kann man das nicht nennen, Silage wird gebraucht.
    Im Mai werden durch die Roderei Bienen-, und Hummelvölker en gros vernichtet, die kommen dann auch nicht mehr hoch.
    Blühen kann hier durch die Gülle und das dauernde Roden nichts.
    ( Das Bild zeigt übrigens den gespritzten Raps, der auch Bienenvölker killt ) Wildkräuter gibt es nicht.
    Hier in Biberach piept nur noch die Krähe, Gewinnerin
    der Wühlmauszucht der Bauern. Bodenbrüter haben keine Chance irgendwas zu erbrüten. (Es ist nicht zu fassen, was selbst das Land in die Rodung der Strassenränder an Geld reinsteckt, man möchte meinen
    das Fettgras sei pures Gold)
    Bei 1,5% Naturschutzgebiet, das die Bauern selbstverständlich auch nutzen dürfen, kann man hier von Natur nicht sprechen.
    Intensiver als hier wird vielleicht nur noch in den Palmölwäldern
    bewirtschaftet.
    Die grüne Farbe täuscht, gehen Sie mal näher ran und schon überwiegt das Braun.
  4. #4

    Württemberg ist schön ...

    Die Leser sollten sich nicht von militanten Grünen den Spaß an Natur- und alten Kulturlandschaften verderben lassen (wie es mummiscii in #3 versucht). Mich nervt es wenn zun jedem Thema diese Miesepertigkeit hervorgekramt wird. Kritik gehört zu den entsprechenden Fachaufsätze bzw. Fachblogs. Und: Es muss nicht immer die Karibik sein oder die Inseln im Indischen Ozean. Die Europäischen Länder, ja auch Deutschland, sind Urlaubsparadiese.
  5. #5

    Zitat von mummiscii Beitrag anzeigen
    Wer mit offenen Augen durch Oberschwaben wandert,
    dem fallen die häufig gut versteckten Schweinmastbetriebe auf, […]
    Bei 1,5% Naturschutzgebiet, das die Bauern selbstverständlich auch nutzen dürfen, kann man hier von Natur nicht sprechen.
    Intensiver als hier wird vielleicht nur noch in den Palmölwäldern
    bewirtschaftet.
    Die grüne Farbe täuscht, gehen Sie mal näher ran und schon überwiegt das Braun.
    Wenn Sie so einen schönen Rundumschlag machen, dann sagen Sie doch mal wo Sie Ihre Milch kaufen, und vor allem zu welchem Preis. Und informieren Sie sich dann wieviel der produzierende Bauer davon bekommt.
    Die Zeiten wo man von einer Handvoll Kühen leben kann, sind nämlich auch wegen Ihren Einkaufsgewohnheiten vorbei. Das Hofsterben hat in den letzten Jahrzehnten weit über die Hälfte der oberschwäbischen Bauern erwischt und geht munter weiter, wer überleben will muss expandieren und die ganze Produktion technisieren, nur über die Masse kann man von der Landwirtschaft überhaupt noch leben.

    Abgesehen davon behaupten Sie ziemlich viel Haltloses:

    1. Wenn Sie belegen können, dass irgendwer Gülle direkt in die Riß kippt, dann melden Sie das dem Landratsamt Biberach oder wo auch immer es genau passiert, und dem Bauer wird die Hölle heiß gemacht. Das wird nämlich sehr wohl streng geahndet.

    2. Wenn Sie in Oberschwaben noch nie den Löwenzahn oder den Klee blühen sehen haben, dann sind Sie entweder zur falschen Zeit dort unterwegs – oder Sie marschieren ziemlich blind durch die Gegend.

    3. Bei Naturschutzgebieten gibt es unterschiedliche Abstufungen, in denen verschieden intensive landwirtschaftliche Nutzung erlaubt ist. Wenn gar nicht gemäht werden darf, verbuscht und verwaldet Ihnen jede Wiese innerhalb von wenigen Jahrzehnten, da gehen Ihre Kräuter dann genauso ein. Denn das was Sie sich unter natürlicher Vegetation vorstellen ist genauso von Menschen geschaffene Kulturlandschaft, die ohne Landwirtschaft ganz schnell wieder verschwindet.

    4. „Intensiver als hier wird vielleicht nur noch in den Palmölwäldern
    bewirtschaftet.“ Schwachsinn. Schauen Sie sich doch mal einen x-beliebigen Acker an, das ist intensive Landwirtschaft und Monokultur in Reinform. Und damit meine ich nicht die handtuchgroßen Flächen in Oberschwaben, sondern die endlosen Flächen etwa in Nord- und Ostdeutschland.
  6. #6

    Zitat von ditolin Beitrag anzeigen
    Und wieder ein wahnsinnig spannender Beitrag aus dem Wachturm. Man kann nur hoffen, dass die religionsbesessenen Autoren irgenwann mal die Bibel lesen und sich dann fragen, ob es sinnvoll ist die Propagierung von Mord und Totschlag zu verbreiten.
    Und wieder ein religionsverachtender Kommentar, der mir zum x-ten Mal zeigt, dass die ach so aufgeklärten, weltoffenen Atheisten nicht in der Lage sind, anderen das entgegenzubringen was sie von den aus ihrer Sicht so rückständigen, gern als Fanatikern beschimpften religiösen Menschen einfordern: Respekt und Toleranz.
  7. #7

    zurück zum eigentlichen thema

    Pilgern ist seit vielen Jahren ein ernsthafter Trend geworden.
    Auf der Seite Pilgern im Norden kann man sich emotionslos informieren und wird über viele Veranstaltungen informiert.
  8. #8

    Auf den Geschmack gekommen

    Danke für die Inspiration ;-) Auch wenn ich schon vor Jahren aus dem Verein der Gläubigen ausgetreten bin, faszinieren mich solche "Wege zu sich selbst". Ich werde mich auf den Weg machen.
  9. #9

    Geht es

    denn in diesem Artikel nicht ums Pilgern? Muss man denn da gleich wieder in die immergleiche Leier verfallen von der ach so geschändeten Natur? Auch in der "Kornkammer" Oberschwaben (wir, zwischen Neckar und Schwarzwald zuhause sagen auch das Oberland) arbeiten inzwischen die wenigsten in der Landwirtschaft, sondern eher in den kleinen aber feinen Tüftlerbetrieben, wo unbekannte Weltmarktführer z.B. Wurstschneidemaschinen herstellen... Oder aber gleich in München...
    Hey, ihr ewigen Krittler... Fahrt mal nach Oberschwaben, mit dem Rad über sanfte Hügel durch lichte Wälder und ausgedehnte Felder (bei flimmender Sommerhitze kommt durchaus ein bischen Toskanafeeling auf, jedenfalls was ich mir unter Toskana vorstelle..) Nach dem Besuch beim "Herrgott" in einer der vielen Kirchen und Kapellen ein kühles Radler und einen Wurstsalat und fünfe gerade sein lassen...