Facebook-Parodie auf Ho Chi Minh: 14-Jährige muss zur Kommunismus-Schulung

REUTERSEin Witz auf Facebook sollte eine vietnamesische Schülerin zunächst ein Jahr Unterricht kosten. Sie hatte eine Parodie auf den Revolutionsführer Ho Chi Minh ins Netz gestellt. Doch statt Schulverbot blüht dem Mädchen jetzt Erziehung durch eine kommunistische Jugendgruppe.

Schülerin in Vietnam: Ärger wegen Post über Ho Chi Minh auf Facebook - SPIEGEL ONLINE
  1. #20

    ...schuld an einer Millionen Tote!

    Zitat von buendías Beitrag anzeigen
    offenbaren sich bei Ihnen. Ho Chi Minh war vieles, aber ein Massenmörder war er sicherlich nicht. Minh mit Mao, Hitler oder Stalin zu vergleichen, ist so sinnvoll, wie ein Loch im Kopf. Ho Chi Minh war ein Freiheitskämpfer, für den die Menschenrechte an oberster Stelle standen. Ich empfehle Ihnen mal einen Blick in ein Geschichtsbuch zu werfen.
    Aus seinem Wikipediaeintrag:
    "Ho Chi Minh wird auch kritisch in seiner Person und der Schuld an Todesopfern in Vietnam hinterfragt. So wird im Schwarzbuch des Kommunismus die Anzahl der Ermordeten in Vietnam, die seinem Verschulden zuzurechnen seien, auf eine Million Menschen geschätzt"!

    Ich kann mich auch an andere Quellen erinnern, die ähnliche Zahlen nennnen! Sollte nur ein Bruchteil wahr sein, verbietet sich jeder Personenkult!
  2. #21

    Also...

    Zitat von buendías Beitrag anzeigen
    offenbaren sich bei Ihnen. Ho Chi Minh war vieles, aber ein Massenmörder war er sicherlich nicht. Minh mit Mao, Hitler oder Stalin zu vergleichen, ist so sinnvoll, wie ein Loch im Kopf. Ho Chi Minh war ein Freiheitskämpfer, für den die Menschenrechte an oberster Stelle standen. Ich empfehle Ihnen mal einen Blick in ein Geschichtsbuch zu werfen.
    wer meint, die Menschrechte würden für einen Diktator irgendeine Rolle spielen hält wahrscheinlich Grimms Märchen für Tatsachenberichte.
    Nur weil jemand den berechtigten Freiheitswunsch eines Volkes zu vertreten vorgibt, macht ihn das nicht zum Freiheitskämpfer. Onkel Ho hatte sicher nicht das Kaliber eines Mao oder Hitler, aber das liegt nicht an seiner Einstellung sondern eher daran, daß Vietnam ein eher kleines Land ist.
    Sofern ihr Beitrag nicht Sarkastisch gemeint war, hört er sich danach an, daß sie damals auch seinen Namen skandiert haben und jetzt nicht zugeben wollen, einen Mörder angehimmelt zu haben...
  3. #22

    .

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Millionen Menschenleben...der Kommunismus hat 80 bis 100 Millionen Menschen auf dem Gewissen: ist dies für Sie nur ein Nebenaspekt!???
    Eigentlich hat den den Kommunismus außer auf dem Papier niemals gegeben (sind aber verbale Spitzfindigkeiten).
    In der Sachge haben Sie natürlich vollkommen Recht.
  4. #23

    Leute - geht arbeiten !

    und, liebe Schulbehörde in Vietnam - ein Kind aus der Schule zu werfen, weil es seinen Grips nutzt ?
  5. #24

    Was verstehen Sie unter einer "Republik"?

    Zitat von Gwylim Beitrag anzeigen
    Am 2. September 1945 proklamierte Ho Chi Minh nach der erfolgreichen Augustrevolution die Demokratische Republik Vietnam. Die Unabhängigkeitserklärung berief sich auf die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von 1776 und auf die Deklaration der auf die Menschen- und Bürgerrechte der französischen Revolution. Vietnam war damit die erste unabhängige Republik Südostasiens.
    Soso, - dann hat sich Onkel Ho also auf Menschen- und Bürgerrechte berufen. Warum kommen Sie eigentlich nicht selber auf die Idee, sich zu fragen, warum er diese nicht respektiert hat? Und unter einer Republik verstehe ich freie und geheim Wahlen und Meinungs- & Parteienvielfalt: erklären Sie mir bitte, wie sie darauf kommen, in Nordvietnam eine Republik zu sehen!
    Zitat von Gwylim Beitrag anzeigen
    Der Versuch Frankreichs, sich auch das inzwischen unabhängige Nordvietnam wieder botmäßig zu machen, führte 1946 zum Ausbruch des Ersten Indochinakrieges.
    Den Kampf um die nationale Unabhängigkeit kann man Ho durchaus anerkennen, - aber mußte er deshalb Hundertausende oppositioneller einsperren und massakrieren und die Gesellschaft gleichschalten? Hat Ghandi/Indien hier nicht ungleich besser gehandelt?
    Zitat von Gwylim Beitrag anzeigen
    Am 30. Juli 1964 fingierten die USA einen Zwischenfall im Golf von Tonkin. Die USA starteten massive Vergeltungsangriffe auf Nordvietnam. Die erst 1971 veröffentlichten sogenannten Pentagon-Papiere zeigten allerdings auf, dass die USA diesen Krieg unter anderem seit längerem geplant hatten, um in Südvietnam eine Beteiligung der Kommunisten an der Regierung zu verhindern
    1) 1964 herrschte in Vietnam schon Krieg, - begonnen vom Norden zur Unterwerfung des Südens: wenn Sie den USA ihre Kriegsbeteiligung vorwerfen, - warum nicht dem Norden!
    2) 1945 verweigerten die USA Frankreich noch die Unterstützung im gegen den von Ihnen proklamierten Kampf gegen den Kommunismus bzw. Ho Chi Minh (…im Kampf gegen Japan hatten die USA mit ihm zusammengearbeitet!!!) und riet ihnen, Vietnam in die Unabhängigkeit zu entlassen, - bei den Philippinen ging man selbst mit gutem Beispiel voran! In den 50ern aber trugen die USA dann die Hauptlast der Waffenlieferungen an Frankreich. Den Sinneswandel brachte der von komm. Lager vom Zaun gebrochen Kalte Krieg (Irankriese, China, Koreakrieg).
  6. #25

    Kleinreden, Wegducken, Marginalisieren und Verleugnen

    Zitat von DerKritische Beitrag anzeigen
    Jo, weils vollkommen übertrieben ist.
    In meiner Jugend stand ich einst selbst dem Guevara-Lager nahe! Als ich nach 1990 die ersten Berichte über die Opferzahlen unter Stalin las, konnte ich sie nicht glauben, hätten doch bestimmt Menschenrechtler, Humanisten und Aktivisten schon früher darüber berichtet. Das „Schwarzbuch des Kommunismus“ war 1999 dann ein Schock und ich beschäftigte mich ausführlicher mit den Opferzahlen Maos, Lenins, Ho Chi Minhs,…! Bei manchen Zahlen kann man zugegebenermaßen streiten, - aber eins ist sicher: die Idole der 68er, Linken & Grünen haben Zigmillionen auf dem Gewissen, - sie stehen für Mord, Krieg, Arbeitslager, Umerziehung und Repression!
    Und seither warte ich vergeblich darauf, dass sich die Idole, „Menschenrechtler“ und Autoritäten meiner Jugend (...denen ich einst vertraute und dich ich für Vorbilder hielt) mit ihren einstigen Thesen aus Aussagen kritisch auseinandersetzen und aufarbeiten. Ich werde wohl stattdessen weiterhin ein Kleinreden, Wegducken, Marginalisieren und Verleugnen erleben!
  7. #26

    Exilanten Propaganda ??

    Zitat von F.X.Fischer Beitrag anzeigen
    Nun, - ich kann meine Vorwürfe durchaus konkretisieren:
    Schon bei der Gleichschaltung Nordvietnams in den 40ern & 50ern wurden Oppositionelle verfolgt, drangsaliert, inhaftiert und ermordet oder in Umerziehungslager gesteckt, - die Jugend in Parteiorganisationen indoktriniert und die Gesellschaft gleichgeschaltet!!
    In diversen Quellen wird die Zahl seiner Opfer auf mehrere Hunderttausend bis eine Million angegeben, - schlimm genug wenn auch nur die niedrigsten Zahlen stimmen!.........
    Der zitierte Beitrag wurde von mir wegen der Laenge gekuerzt.!!
    Der Inhalt dieses Beitrags wurde mir weitgehend bereits durch
    Exilanten = Auslandsvietnamesen = Việt Kiều bekannt, bevor ich ab
    1984 fuer laengere Zeit in S.R. Vietnam eingesetzt wurde.
    Die erzaehlten damals noch zusaetzlich, dass in Saigon taeglich Menschen
    auf offener Strasse von Sicherheitskraeften erschossen wuerden.

    Das alles stellte sich dann vor Ort als "maerchenhafte Vision" zu gut dtsch.
    als propagandistische Verblendung heraus.
    So stellt sich auch der Beitrag dar.
    Interessant dabei ist, wenn man den Namen Hồ Chí Minh durch
    Franzoesische Koloniale Administration ersetzt, dann kommt man
    der Wahrheit wesentlich naeher.
    Die Franzoesischen Kolonialisten haben die Vietnamesische Bevoelkerung
    bis aufs Blut ausgebeutet und waren an Grausamkeiten kaum zu ueberbieten.
    Da wurden u.a. die Koepfe enthaupteter Vietnamesen zusammengelegt, abgelichtet und die Fotos als Postkarten in die Franzoesische Heimat geschickt. Sind auch im Internet zu finden. !!

    Vom sog. "Massaker von Huế" habe ich erst hier in Vietnam erfahren.
    In den 80iger Jahren hatte die Regierung Historiker etc. beauftragt, die Angelegenheit zu klaeren.
    Bekannt ist, dass waehrend der Tet-Offensive des Việt cộng es den battleground Huế gab.
    Dabei wurden durch US-Bombardierungen ganze Doerfer ausradiert.
    Die dabei getoeteten Zivilisten wurden vom damaligen Saigon-Regime und vom Pentagon zum Massaker durch den Việt cộng umgeschrieben.
    Dazu schickte das Pentagon den Mitarbeiter Douglas Pike der US Information Agency im November 1969 ins damalige Saigon. In seinem Buch beschreibt er die Existenz einer Exekutionsliste als "Hypothese" der Politik der NLF = Nationale Befreiungsfront.
    Siehe: Douglas Pike: The Viet-Cong Strategy of Terror, (Saigon: U.S. Mission, Vietnam 1970) pp 33 – 39.
    Diese "Hypothese" wurde dann von den administrationsfreundlichen US-Medien etc. in die Realitaet eines "Massakers" umgeschrieben.

    Soweit in aller Kuerze zum Hintergrund der Propaganda.
    Zur "Parodie" der Schuelerin kann man nur sagen, andere Laender – andere Sitten.
    Auch bzw. schon mit 14 Jahren sollte man in Vietnam wissen, was machbar ist und wovon man besser seine Finger lassen sollte.
    Mittlerweile wird von offizieller Seite die Angelegenheit weniger hoch gehaengt.
    Es war wohl eher als Warnng fuer Nachahmer bzw. Trittbrettfahrer gedacht und da ist die offizielle Reaktion durchaus zu verstehen.
    Gruss aus Saigon, George