Jobs mit schlechtem Leumund: Warum macht ihr das?

Vanja VucovicSie ist Bankerin bei Goldman Sachs. Er ist Werber. Eva-Maria Wiecko und Jan Kowalsky haben Jobs, für die sie die eine Hälfte der Menschheit hasst, die andere beneidet. Ein Gespräch über Geld und Moral.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-877115.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie ist Bankerin bei Goldman Sachs. Er ist Werber. Eva-Maria Wiecko und Jan Kowalsky haben Jobs, für die sie die eine Hälfte der Menschheit hasst, die andere beneidet. Ein Gespräch über Geld und Moral.

    Jobs mit schlechtem Ruf: Bankerin und Werber im Gespräch - SPIEGEL ONLINE
    Mit Verlaub, da hätte man aber doch hier und da mal etwas mehr nachhaken dürfen. Das sind doch fast nur vorgestanzte Sprachschablonen, die die beiden da von sich geben.

    "Ich treffe jeden Tag auf Menschen, die sich für das, was sie tun, begeistern. " - Also bitte. Das kann auch ein bezahlter Söldner von sich behaupten.

    "Zu meinen Aufgaben gehört es, Übernahmen zu begleiten. Wir beraten Unternehmen, liefern Analysen, sprechen mit Anwälten, sprechen mit Investoren, strukturieren Transaktionen und stellen Kapital zu Verfügung. Wir sind Dienstleister." - Genau. Nur stellen Übernahmen halt eine Dienstleistung dar, mit der die wenigsten Freundliches verbinden. Zurückhaltend formuliert. Schutzgeldeintreiber sind auch Dienstleister.

    Ich sag mal so: ich bin froh, dass uns die beiden als Lehrer erspart geblieben sind.
  2. #2

    Die merken nichts

    Mit praktisch jedem Satz bestätigen die beiden, was man bisher als Vorurteil verurteilt. Unvorstellbar, aber die sind wirklich so und merken es nicht.
  3. #3

    Pudels Kern

    "In anderen Unternehmen ist es verboten, während der Arbeit Facebook zu nutzen. Manche unserer Mitarbeiter beschäftigen sich mit nichts anderem" - Mehr muss man nicht als bösen Kommentar dazu abgeben.
  4. #4

    Goldmann Sachs und Griechenland

    Einfach mal im Internet schaun. Die sind für diese Misere mit verantwortlich.
  5. #5

    Als Unternehmensberater im Bankensektor habe ich ja keine großen Probleme mit den beiden Berufsgruppen, aber das Interview ist mir dann doch zu dünn.

    Eine große Ansammlung an Klischees und Rekruiting-Floskeln.
    - "hochmotivierte Studenten mit Ideen"
    - "die nicht nur über Wirtschaft reden, sondern gestalten wollen",
    - "Ich arbeite gerne mit Zahlen."
    - "Ich treffe jeden Tag auf Menschen, die sich für das, was sie tun, begeistern."

    ... da, wo es dann spannend wird (die grundsätzlichen Fragen), kommt nichts mehr.
  6. #6

    Vielleicht wären Investment-Banker weniger unbeliebt, wenn sie nicht nur floskelhafte und glattgebügelte Phrasen von sich geben würden wie etwa Frau Wiecko: " Mich fasziniert der Job bis heute. Ich arbeite gerne mit Zahlen. Ich treffe jeden Tag auf Menschen, die sich für das, was sie tun, begeistern." Wie lange werden solche Interviews eigentlich von der hauseigenen PR redigiert, bis sowas rauskommt?
  7. #7

    Ich bin ja so toll,

    ich finanziere Nahrungsmittelspekulationen und das ist mega, supi , Extraklasse und jeden Tag neue Leichen, im Keller, aus der "Dritten Welt"
  8. #8

    Super Interview, war sehr amüsant
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sehen Sie. Sie greifen auf eine Marke zurück, der Sie vertrauen. Gute Werbung schafft Orientierung.

    Nichts für ungut da arbeiten auch nur Menschen aber das war nun wirklich mehr eine machen wir mal eine positive Werbung als sonst irgendwas.

    PS
    Former Goldman Sachs director gets 2 years for inside trades | The Raw Story
    Why I resigned from Goldman Sachs | Greg Smith | Comment is free | guardian.co.uk
    Erwin Pelzig über Goldman Sachs
    Goldman Sachs Verschwörung - Erwin Pelzig - Neues aus der Anstalt vom 13.11.2012 - YouTube
  9. #9

    Sind ja alle so nett hier ....

    Also mein lieber Herr Popp, wenn Sie so lieb fragen bekommen sie auch nur so liebe, nette, sympathische Antworten.
    Note: Ungenügend - setzen !