Kulturschock in Saudi-Arabien: Mein geheimes und mein offizielles Leben

Fünf Mal am Tag steht das Land zum Gebet still, gegessen wird hinter Sichtschutzwänden, gefeiert hinter Mauern. Trotzdem möchte Toni Riethmaier, 34, aus Saudi-Arabien nicht mehr weg. Der Hotelfachmann leitet in Dschidda ein italienisches Restaurant - als Trinkgeld gibt es schon mal 100 Euro.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-877444.html
  1. #1

    Wie verkäuflich kann man denn sein?

    Frauenrechte? Gesteinigte Schwule? Abgehackte Hände? Folter und Todesstrafen?
    Nie gehört!

    Für 100 € Trinkgeld ist man also bereit das alles nicht gesehen zu haben. Und dann ist man auch noch stolz darauf Karriere in so einem "tollen" Land gemacht zu haben!
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fünf Mal am Tag steht das Land zum Gebet still, gegessen wird hinter Sichtschutzwänden, gefeiert hinter Mauern. Trotzdem möchte <i>Toni Riethmaier</i>, 34, aus Saudi-Arabien nicht mehr weg. Der Hotelfachmann leitet in Dschidda ein italienisches Restaurant - als Trinkgeld gibt es schon mal 100 Euro.

    Deutscher Auswanderer in Saudi-Arabien: Pizza backen für die Scheichs - SPIEGEL ONLINE
    Wie ich gehört habe, muss man ja auf Gäste und Ihre Religion Rücksicht nehmen, also bitte Sonntags mal die Kirchenglocken läuten und während des Gebetes weiter arbeiten, das ist ja sicher kein Problem.
  3. #3

    Job ist Job

    außerdem ist es gut, wenn die wenigen Ausländer ein wenig westliche Welt nach Saudi-Arabien tragen. Das ist auch dort eine Generationenfrage und einen "arabischen Frühling" kann es auch da geben. Spätestens wenn die Öleinnahmen weg sind, geht zurück in die Zelte oder in die Welt ;o)
  4. #4

    Da werden Erinnerungen wach...

    denn ich habe als Kind/Jugendliche selbst 10 Jahre in Saudi Arabien gelebt (allerdings in Riyadh).
    Ich kann mir vorstellen, dass man mit vielen dort herrschenden Bedingungen erstmal nicht klar kommt. Für mich als Kind war es ganz normal, dass ich mit meinen Eltern nicht zusammen in den Zoo gehen konnte, es keine Kinos gab oder man in Restaurants abgeschottet von den anderen saß.
    Ich hatte im Compound eine sehr schöne Kindheit mit vielen Freiheiten. Man wächst abgeschottet von Alkohol und Drogen auf. Klar ist es wie in einer "Glaskugel" gewesen und einige mögen denken man kommt anschließend im "richtigen" Leben nicht klar.
    Mit 16 wieder in Deutschland zu leben war dann bestimmt nicht immer einfach, ich musste mich an einiges erst gewöhnen.
    Trotzdem denke ich immer gern an diese Zeit zurück!
  5. #5

    Da sieht man mal,

    wie gut es andere Religionen in Deutschland haben! Ein toleranteres Land als Deutschland gibt es kaum!
  6. #6

    Zitat von bramsel Beitrag anzeigen
    Wie ich gehört habe, muss man ja auf Gäste und Ihre Religion Rücksicht nehmen, also bitte Sonntags mal die Kirchenglocken läuten und während des Gebetes weiter arbeiten, das ist ja sicher kein Problem.
    Haben sie noch nie etwas von Islamischer Toleranz gehört?
    Das ist eine absolute Einbahnstrasse, Respekt einfordern bis zum Aufruf zum Mord, im Gegenzug absolute Respektlosigkeit den Ungläubigen gegenüber.
    Die Islamische Gesellschaft der Besitzenden ist bis ins Mark korrupt und häuchlerisch, nach aussen der stramme Muslim, in der geheimen häuslichen Welt wird alles was geht genossen, Alkohol, Sexsklavinnen, bevorzugt Blondinen, Drogen.
    Der Saudi in Jeddah an Bord korrekt, streng darauf bedacht die Regeln einzuhalten, uns abstrafen lassen (ein Matrose hatte 2 Flaschen Bier "vergessen" ). In seinem Hause, nach Sonnenuntergang, Schiebetür auf, Salon mit einer Bar vom Feinsten, mit erlesenen Alkoholika aller Sorten. "Das ist mein Haus, Allah bestimmt hier nicht"!
    In Dharan, Persischer Golf in den siebzigern, auf mein Schiff wartend im Hotel, ebenfalls mit uns wartend 3 junge, blonde Däninnen die an Bord zu ihren Männern wollten, diese gingen am Abend vor das Hotel Luft schnappen, sie verschwanden spurlos!
    Da gab es mehr dieser Fälle auch in Nordafrika
  7. #7

    lecker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fünf Mal am Tag steht das Land zum Gebet still, gegessen wird hinter Sichtschutzwänden, gefeiert hinter Mauern. Trotzdem möchte <i>Toni Riethmaier</i>, 34, aus Saudi-Arabien nicht mehr weg. Der Hotelfachmann leitet in Dschidda ein italienisches Restaurant - als Trinkgeld gibt es schon mal 100 Euro.

    Deutscher Auswanderer in Saudi-Arabien: Pizza backen für die Scheichs - SPIEGEL ONLINE
    pizza mit parmaschinken und dazu einen lambrusco.......ach ne, geht ja nicht.....
  8. #8

    Es ist schon erstaunlich

    Dass sich solche bigotten Gesellschaftsformen so lange halten können. Naja, bei der Geldmenge ist das machbar. Luxus benebelt. Man beobachte die arabische Männerwelt, wenn sie völlig verpeilt die Damen Osteuropas beglücken. Ohne jeglichen Respekt vor dem anderen Geschlecht. Letztlich dient das Saudisystem nur dazu, Machos unter dem Mantel des Koran an der Macht zu halten.
  9. #9

    Systeme leben von ihren Unterstützern

    Ohne die tägliche Unterstützung all derjenigen, die sich mit politischen Systemen jeder Art nicht identifizieren, würden die meisten zusammenklappen. Sie sind es, die tyrannische Herrscher wirklich tragen, nicht die meist wenigen, die wirklich Anhänger der Herrschenden sind.Das war unter den Faschisten nicht anders als z.B. in Saudi-Arabien. Deshalb müßten die dort lebenden Expatriates auch bei jedem anderen zugefügten Peitschenhieb zusammenzucken...