Neues Arzneimittelgesetz: Pharmakonzerne wollen Mondpreise durchsetzen

CorbisDas Arzneimittelgesetz soll die Kosten für neue Medikamente senken. Doch die Pharmaindustrie ignoriert die Ergebnisse der aufwendigen Prüfung und beharrt hartnäckig auf hohen Preisen. Krankenkassen und Politik sind empört. Zahlen müssen für das Gerangel letztendlich wohl die Patienten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-876928.html
  1. #120

    Zitat von karhu1 Beitrag anzeigen
    Na ja, die kosten die Gesellschaft wenig und vielen Patienten ist damit geholfen. Wer heilt hat Recht ....
    Placebos brauchen (fast) nichts zu kosten.

    "Wer heilt hat recht" ?
    Wüßte man, dass die Zuckerkügelchen heilten, dann hätte der Spruch ja noch Anspruch ernst genommen zu werden. Nun ist aber längst nachgewiesen (qua Naturwissenschaft), dass es die behauptete Heilwirkung der Homöopathika, den behaupteten Wirkmechanismus nicht gibt.

    Im Übrigen hat die Homöopathie-Lobby erreicht, dass das Zeugs von ernsthafter Prüfung nicht unterliegen. Dagegen protestiert kaum jemand.
    Auf dem esoterischen Auge ist man in DE blind.
  2. #121

    Hier zeigt sich, wie gefährlich es ist,

    Politiker als Pausenclowns zu belächeln. Bei aller Lächerlichkeit bleibt ihnen immer das Potenzial, Schaden anzurichten, sei es durch Inkompetenz oder vorsätzliche Klientelpolitik.

    Das Schlimme ist: Was den Pharmakonzernen jetzt in den Rachen geschmissen wird, lässt sich auch nach einem Regierungswechsel kaum noch wieder einfangen.
  3. #122

    Einwiteres Geschenk

    eines FDP Ministers an die Lieblinge dieser Partei. Der augenblickliche Gesundheitsminister wird das nicht ändern, wir bezahlen und schweigen und genug Dumme werden am Sonntag dafür sorgen das wir von der FDP weiterhin an der Nase herum geführt werden.
  4. #123

    IQWiG unabhängig?

    Dass ich nicht lache! Seit Jahren versucht das Institut die Versorgung von Diabetikern in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückzudrängen. Neue Insuline und selbst Präparate, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind, sollen angeblich gegenüber den Insulinen der späten 90er Jahre keinen Vorteil haben. Daher sollen die Kostenträger / Kassen die modernen Insuline nicht mehr bezahlen. Ich bin im Gesundheitswesen beschäftigt und selbst Diabetiker. Die neuen Insuline sind sehr viel individueller einzusetzen und haben bei mir und bei vielen Diabetikern eine viel bessere Wirkung. Wie unabhängig IQWiG ist erkennt man allein daran, dass der erste Leiter, PETER SAWICKI, ein Diabetologe, auf Betreiben des GB-A (also der Kassen) aus seinem Amt gedrängt wurde, weil er eben diese Kostenübernahme für die modernen Diabetes-Medikamenten erhalten wollte. Das EQWiG kann also deshalb keine weiteren Nutzen bei neuen Medikamenten feststellen, weil die Kassen - trotz Milliardenüberschuss - diese Medikamenten micht bezahlen wollen. Und alles, wie üblich auf dem Rücken bzw. auf KOsten der Gesundheit der Versicherten, insbesondere der chronisch kranken.
  5. #124

    Zitat von naso-poeta Beitrag anzeigen
    Politiker als Pausenclowns zu belächeln. Bei aller Lächerlichkeit bleibt ihnen immer das Potenzial, Schaden anzurichten, sei es durch Inkompetenz oder vorsätzliche Klientelpolitik.

    Das Schlimme ist: Was den Pharmakonzernen jetzt in den Rachen geschmissen wird, lässt sich auch nach einem Regierungswechsel kaum noch wieder einfangen.
    Ach Gottchen, die Rabatte bleiben ja wohl erhalten, nur die offiziellen Preise bleiben oben so wie ich das verstehe.
    Ansonsten koennen Sie ja beim Super-Sozi Wowi die Kohle fuer den Super Airstrip Berlin-Uganda wieder eintreiben....
  6. #125

    Ist doch super!

    Zitat von karhu1 Beitrag anzeigen
    Ach Gottchen, die Rabatte bleiben ja wohl erhalten, nur die offiziellen Preise bleiben oben so wie ich das verstehe.
    Ansonsten koennen Sie ja beim Super-Sozi Wowi die Kohle fuer den Super Airstrip Berlin-Uganda wieder eintreiben....
    Aber ich fürchte, mein guter karhu1, Sie haben da etwas nicht verstanden. Vielleicht lesen Sie den Artikel noch mal.

    Immerhin vielen Dank, dass Sie mich an Ihrem profunden Wissen um den Zusammenhang dieses Themas mit Super-Sozi Wowi und Super Airstrip Berlin-Uganda teilhaben ließen...
  7. #126

    Soziale Marktwirtschaft?

    Vor langer, langer Zeit galt: Systemrelevante Unternehmen müssen unter staatliche Führung. Das war noch zu Ehrhardts Zeiten. In einer Zeit, als Angela Merkel noch in der DDR lebte. Daher ist es nachvollziehbar, dass diese Dame jede Fehlinformation der INSM schluckt.

    Ich schlage daher vor - "Ehrhardts" - Orginal Soziale Wirtschaft wieder zu übernehmen und gleich die Pharmaindustrie als systemrelevant einzustufen. Die Forschung subventionieren wir eh bereits mit horrenden Steuermitteln.

    Das ist kein Aufruf zum Kommunismus. Gegen den musste sich Ehrhardt auch erwehren, sondern es handelt sich um einen Aufruf zur SOZIALEN MARKTWIRTSCHAFT.

    Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat es allerdings geschafft, das Wort "SOZIAL" auf die Wirtschaft umzulegen.
  8. #127

    Nicht so voreilig !

    Zitat von kdshp Beitrag anzeigen
    DIE linken kräfte bestehen ja nicht nur aus der SPD oder politikern/parteien! Und ja der wähler will die CDU also als größte partei und kommen sie mir jetzt nicht das umfragen ja nix aussagen denn dann wrde die FDP auch wieder 16% PLUS X bekommen! Die CDU ist schon bei 40% der wähler DAS heißt also fast jeder 2 WILL die CDU.
    Bis zum September ist noch acht Monate Zeit, in denen noch viel passieren kann. Umfragen sind Momentaufnahmen.

    Ja, fast jeder zweite Wähler aus dem Kreis der Befragten ! Sie sollten GENAU lesen und interpretieren.
  9. #128

    Krankhaft

    ist es, in einer freien Marktwirtschaft Preise vorschreiben zu wollen. Die Hersteller sollen den Preis festsetzen können, und die Kassen können dann entscheiden, ob sie das Medikament für ihre Patienten zu dem Preis kaufen lassen. Volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen Rechnungen sollten dann bestimmend sein. Verlangen die Hersteller zu hohe Preise d.h. der volkswirtschaftliche Nutzen der potentiell erhöhten Gesundung ist niedriger als der Schaden durch die Krankheit, dann werden sie auf ihrem Medikament sitzen bleiben. Solange bis sie einen vernünftigen Preis verlangen.

    Das ist zwar gegenüber dem Leiden des Individuums herzlos, aber auch schon jetzt kann nicht jede helfende Behandlung finanziert werden.